Beiträge von nils

    Hier mal der Beispielmix von mir. Mit Automation.

    Vielen Dank, ich höre mir das gleich mal genauer an*. Hast du das mit Reaper gemacht? Wenn ja, würde mich die Projektdatei brennend interessieren.


    * : Der erste Eindruck ist super, das klingt schon ziemlich kompakt und ausgewogen.


    Bitte bescheid geben wenn das nicht öffentlich sein soll, dann nehme ich es wieder raus.

    Das Stück ist ja ohnehin bereits öffentlich, deshalb kann das gerne so bleiben.

    Schöne Atmosphäre, übrigens.

    Vielen Dank!


    Natürlich kenne ich die Einzelspuren nicht und die Qualität der Aufnahmen, aber man hört wo die Probleme liegen.

    Es gibt lediglich 4 Spuren,

    - Stereo Overhead Schlagzeug

    - Mono Bassdrum

    - Mono Gitarre (Mikro vorm Amp)

    - Mono Bass (direkt)


    Wo genau liegen die Probleme? Ich bin sehr an Details interessiert.

    Sooo.....ich hab mal einen Livemitschnitt von meiner Band, den ich hier auch schon mal als youtube-Video gepostet hatte, auf drei verschiedene Arten zusammengemischt. In allen Mixen habe ich die Bassdrumspur um 180 Grad gedreht.


    Die Mixe sind MP3 Files, die auf meinem Webserver liegen.


    1. Primärspuren nur gepegelt (-21 LUFS)


    2. "Mein Mix", EQ mit Lowcut auf der Bassdrum und auf der Bassspur, dazu etwas Kompressor und Limiter auf allen Spuren sowie Limiter, Bandsättigung und Stereoenhancer auf dem Masterbus (-18 LUFS)


    3. Mix ohne Lowcut, ansonsten identisch mit Mix 2. (-18 LUFS)


    4. Mix ohne Lowcut aber mit zus. Multibandkompressor, insgesamt mehr Lautheit (-16 LUFS)


    Man beachte in Mix 3 im Vergleich zu Mix 2 insbesondere das Pumpen der Mitten ab Minute 5:28. Wenn da gelegentlich die Bassdrum getreten wird, gehen alle anderen Signale zu und wieder auf. Man triggert durch die zusätzlichen Bassanteile den Kompressor viel stärker, daher kommt dieser Effekt. Das ist in vielen modernen Produktionen so, aber ich mag das nicht so sehr.

    In Mix 4 hab ich noch einen Multibadkompressor hinzugefügt und den Limiter weiter aufgedreht, was den beschriebenen Pumpeffekt weiter verstärkt.

    Insgesamt sind die Mixe alle noch verhältnismäßig leise mit -18 bzw. -16 LUFS. Der beschriebene für mich negative Effekt verstärkt sich bei Anhebung der Lautheit weiter.

    Hallo zusammen,

    wie der Titel schon sagt, geht es hier darum ob, und wenn ja, warum und wie, ein Mix im Tiefbassbereich beschnitten werden sollte. In diesem Thread wurde das Thema angerissen und aus meiner Sicht verdient es einen eigenen.


    Das Ziel ist aufzuzeigen, wie ein Mix mit und ohne Tiefbassbereich klingt und zu verstehen, was da passiert. Ich werde hier als Beispiel zwei solche Mixe derselben Primärspuren posten und wir können dann diskutieren, was wem warum besser gefällt. Fühlt euch frei ebensolche Beispielmixe zu posten.


    Viele Grüße, Nils

    Schon meine 18er kommt da je nach Umgebung deutlich an ihre Grenzen

    Naja, ich werbe immer gerne dafür, die Bassdrum auf den Raum zu stimmen. Das geht auch mit kleineren Durchmessern und bringt erstaunliche Ergebnisse.

    drunter sieht nach Kinderschlagzeug und nach meinem Geschmack auf der Bühne einfach albern aus

    Ich spiele schon seit 2015 ein "Kinderschlagzeug" auf der Bühne und mache mir darüber nur bedingt Sorgen*. Die klanglichen (vor allem in kleineren Veranstaltungsräumen) und ergonomischen Vorteile sind bestechend. Selbst Bands und Agenturen, die mich für Jobs buchen, haben ihre Bedenken bisher immer recht schnell verloren. Und ich kann mit dem Lastenrad zum Gig fahren.


    * : immerhin trauen sich auch immer noch Leute mit einer Flying V auf die Bühne und das sieht ja nun wirklich albern aus ;) .

    Außerdem hätt ich gerne was großes, um mich zu verstecken, falls das Publikum mit Eiern wirft...

    Ich hatte früher auch mal eine große Burg, aber mit zunehmendem Alter hat sich das Bedürfnis danach verflüchtigt.

    bin ich übrigens restlos davon überzeugt, dass die Tiefe von Bassdrums klanglich ziemlich überbewertet wird.

    Das gilt ebenso für den Durchmesser. Kleiner Durchmesser und begrenzte Tiefe lassen klanglich nichts von dem vermissen, was man tatsächlich braucht*. Dafür ist viel von dem da, was man wirklich braucht und dazu bekommt man noch bessere Kontrolle.


    * : Große Bassdrums geben einen wesentlichen Teil ihrer Energie in einem Frequenzbereich ab, den man über PA oder in Aufnahmen ohnehin wegschneidet, weil die tiefen Frequenzen im Mix zu viel Raum wegnehmen, den man für die Präsenz braucht. Wer das nicht glaubt, möge sich bitte jüngere Aufnahmen von mir anhören und mal raten, wie groß die Bassdrum in diesen Tracks wohl sein mag.

    ... ich behaupte, die von Jürgen in Post #43 verlinkten Klassiker spielen rhythmisch nicht sehr schön miteinander; für mich klingt das irgendwie nebeneinander her.

    Das Problem könnte durch die Aufnahmeperspektive begründet sein. Die Schallgeschwindigkeit beträgt etwa 343m/s, daher haben wir es bei so weiträumig verteilten Instrumenten mit Laufzeitphänomenen zu tun. Der Schall etwa der Holzbläser rechts unten im Bild braucht etwa 30ms bis zur kleinen Trommel. Zusammenpassen muss das Timing aber an der Position des Dirigenten. Alle Register des Orchesters spielen also so, dass deren Musik am Pult korrekt zusammenläuft. Das klingt an der Position der kleinen Trommel grundsätzlich so, als ob das Timing unpräzise wäre.

    Ich hatte neulich einen Gig mit einem Gospelchor in einer sehr halligen Kirche. Dort führten sie Laufzeitproblematiken ebenfalls dazu, dass ein für die Zuhörer brauchbares Zusammenspiel nur darüber möglich war, dass alle nach Dirigat spielen und das ignorierten, was sie an ihrer jeweiligen Position hörten.

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    Meines Wissens ist Hickory das Standard-Holz für Drumsticks.

    Mir waren die Hickory eigentlich meistens zu schwer für den Durchmesser. Ahorn ist weniger dicht und damit kann man die Sticks dicker machen, ohne dass sie gleich megaschwer werden. Eine Zeitlang bin ich dann von Maple wieder zurück zu Hickory, weil mir der Weckl-Stick klanglich gut gefallen hat. Heute spiele ich fast nur noch Besen, daher beschäftige ich mich aktuell nicht mehr so intensiv mit Sticks.

    Ich halte das Fetten von Stimmschrauben im Sinne der Stimmstabilität für völligen Quatsch.


    Umso mehr Reibung die Schrauben im Gewinde haben, umso stabiler bleibt die Stimmung, meinem Verständnis nach.


    Sollte doch irgendwann mal eine Gewindehülse kaputt gehen, tausche ich sie halt aus.

    Die Hülsen sind aus Druckguss (Zink) und verschleißen durch Reibung eher schnell. Ich schmiere sie lieber und umwickle für die Stimmstabilität die gefährdeten Schrauben mit Teflonband.

    Ich hab deinen Post zum Anlass genommen, nochmal einen neuen Mix zu machen. Dieser ist vielleicht etwas laut geraten, aber man lernt ja immer wieder was dazu.

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    Wichtig ist was dem song dient.

    Alles andere ist Sport.

    Man darf ja gerne Sport mit Musik verbinden,
    aber ich persönlich diene lieber der Musik
    (und meinen Mitmusikern)

    Grundsätzlich bin ich da ganz bei dir, zumal ich auch nicht anderes kann. Technisch betrachtet kann ich fast nix, nicht mal ordentliche Doubles in vernünftiger Geschwindigkeit (nach fast 40 Jahren Trommelei, Asche über mein Haupt), aber Musik machen kann ich. Mich einfügen in das große Ganze, das Richtige zum passenden Zeitpunkt spielen, dafür sorgen, dass das Ergebnis mehr wird, als die Summe der Teile, darin liegen meine Stärken.


    ABER manchmal würde ich auch gerne Sport können. Mit einem Fill so richtig alles zuballern oder ein fettes Solo abliefern. Seufz.

    1. Das Fell ist alt, siehe original Tama Label

    2. es könnte ein Produktionsfehler gewesen sein, dann war es schon immer so.

    3. es könnte auch nur schlecht montiert u d gestimmt worden sein

    4. in selteneren Fällen ist der Spannreifen verbogen, dann sollte er getauscht werden

    5. in noch selteneren Fällen ist der Kessel unrund geworden, dann ist er hinüber


    In jedem Fall muss ein neues Fell her.

    Werde ich wohl auch machen lassen.

    Das sieht so aus, als könnte man es relativ leicht wieder anschweißen.

    Man kann ganz normale Wechselstromschweißgeräte auch mit Edelstahlelektroden betreiben. Damit ist das eine Sache von wenigen Minuten.

    Wenn ich mich richtig erinnere, gibt/gab es mit den Sonor-Freischwingern auch konstruktive Probleme, ohne sie näher benennen zu können.

    Ja, zumindest die vom SQ1 verdienen die Bezeichnung Freischwingaufhängung nicht. Das ist eine glatte Fehlkonstruktion. Um die Trommel frei schwingen zu lassen, müsste die Aufhängung diese vom Stativ entkoppeln. Das kann dieses seltsame Kunststoffteil aber nicht. Ob aus der Automobiltechnik oder nicht, wie gute Freischwingaufhängungen aussehen, weiß man schon seit die RIMS auf den Markt kamen. Wenn man schon meint, das Rad nochmal erfinden zu müssen, sollte es wenigstens richtig rollen können.