Darf ich fragen, wie weit auseinander du dabei Schlag- und Resonanzfell gestimmt hast (die Töne an den Stimmschrauben) und welches davon höher, oder hast du beide gleich?
Grundsätzlich stimme ich Bassdrums fast immer in die warme Zone, also Reso höher als Schlagfell.
Aber aus zwei Gründen ist der Fokus bei der Bassdrum ein anderer, als bei Toms:
1. Meistens ist so viel Dämpfung ("Wolldecke") im Spiel, dass es gar kein so ausgeprägtes Schwingungsgeschehen gibt, dass man sinnvoll von Klangzonen sprechen kann. Bei genügend Dämpfung kann man Schlagfell und Reso (nahezu) unabhängig voneinander betrachten. Den Kick (Attack) stellt man dabei über das Schlagfelle ein, die Tonhöhe über das Reso.
2. Sofern die Bassdrum nicht für live mikrofoniert wird, stimme ich die Tonhöhe auf den Raum. Die Grundschwingung hat eine Wellenlänge, die in etwa den Dimensionen des Raums entspricht. Bei 55Hz ist die Wellenlänge 6,24m. In diesem Bereich haben Räume häufig sog. Raummoden, das sind Frequenzen, für die bei Anregung stehende Wellen im Raum entstehen. Trifft man mit der Bassdrum eine solche Frequenz, bleibt die Schallenergie wegen der stehenden Welle viel länger in der Luft, als ohne => die Bassdrum klingt fetter. Die meisten Räume haben im Stimmbereich der Bassdrum mehrere Raummoden, man kann dann wählen, welche einem besser gefällt.
Mit anderen Worten: die optimale Bassdrumstimmung ist eine Frage des Raums, nicht der Trommel.
Zu deiner konkreten Frage: der tonale Abstand zwischen den Fellen ist wurscht, solange die Stimmung im Raum gut funktioniert.