Beiträge von nils

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    Neustes Werk!!


    Hallo,
    das klingt ziemlich solide und für meinen Geschmack passt auch der Schlagzeugsound zur Musik. Die Makrotime scheint mir sehr stabil, da wackelt nix.


    Was mich leicht irritiert ist der Eindruck, dass die Bassdrum flamt*. Prellt der Schlegel am Fell? Oder hast du zwei Mikrofone verwendet, die unterschiedliche Abstände zum Schlagfell der Bassdrum haben? In deinen anderen Videos habe ich diesen Eindruck nicht.
    Es kommt mir auch so vor, als wäre die Snare leicht hinter der Bassdrum. Das kannst du ja leicht am Rechner überprüfen.


    Viele Grüße, Nils


    :* ich hab hier ziemlich teure Boxen am Rechner, die sollten nicht das Problem sein.

    Ich würde ein 7/8 Rohr über das 3/4 Rohr schieben. Vorher das 7/8 Rohr mit 2-Komponenten Harz oder Silikon einstreichen und los. PU-Schaum könnte auch gehen, allerdings ist zwischen den Rohren garnicht mal so viel Platz. 7/8 sind 2,22 cm außen, bei Wandstärke 2mm wären das 1,82 cm innen. 3/4 Zoll sind 1,905 cm außen. Das passt also nur, wenn die Wandstärke des 7/8 Rohrs max 1,5mm beträgt. Man könnte auch aus 1,5mm Blech eine Hülle formen.


    Hiermit sollte es klappen, die Wandstärke ist lediglich 1mm.

    'Irgendwie muss ich mal versuchen, ob ich Septolen hinkriege.'


    Ich beschäftige mich zur zeit mit "Quintuplets",

    Interessantes Experiment. Ich hab das mal in einem Workshop von Jan "Stix" Pfennig ausprobiert. Quintolen und Septolen sind die Basis der im HipHop verbreiteten Humpelgrooves. Durch gezielte Pausen in bestimmten Subdivisions entstehen leicht unrund klingende Synkopen, die das charakteristische Humpeln bewirken. Das ist sehr anders als die Quintolenarbeit von Annika Nilles, die viel mehr im Rock/Fusion-Bereich angesiedelt ist. Domenico Russo Antunes hat auch ein interessantes Quintolenbuch Quintessence veröffentlicht - falls hier jemand Input sucht :)

    Beim Teppich kommt es nicht auf eine paar Millimeter mehr oder weniger an. Der liegt sowieso mit beiden Endplatten vollständig auf dem Fell auf.


    Sofern das Snarebed ordentlich und flach genug geschnitten ist. Wenn es zu tief und/oder zu steil geschnitten wurde, liegt das Blech nicht richtig auf und es gibt unangenehmes Rascheln. In diesem Fall hilft ein deutlich kürzerer Teppich für 12" oder 13" Snares sogar, das Problem zu lösen.

    Die letzten 10 Jahre habe ich zwar viel gespielt, aber nichts dazugelernt.

    Wie kann das sein? Ich habe auf der Bühne sehr viel gelernt. Es gibt aus meiner Erfahrung Dinge, die lernt man NUR auf der Bühne. *Kopfkratz*


    Aber zu deiner Frage: Da ich nicht weiß, was du kannst und was nicht, ist diese schwer zu beantworten. Empfindest du selbst konkret benennbare Defizite in deinem Spiel?
    Timing ist natürlich ein Dauerbrenner, je tighter man spielt, desto besser klingt der Groove.
    Innere und äußere Dynamik wäre auch so eine Univsersalbaustelle.
    Stimmen zu können hilft auch weiter.

    Das werde ich mal probieren. Ich spanne meinen Teppich immer moderat bzw. suche einen Sweetspot zwischen "sehr locker und raschelig" und "sehr fest und abgewürgt".

    Das passt im Grunde schon. Wenn du ganz langsam den Teppich von lose nach fest anziehst und dabei durchgehend die Snare schlägst, wirst du feststellen, dass der Klang sich stark verändert, unter anderem der Bauch/Ton. Damit kann man spielen.


    Udo Masshoff predigt ja z.B., das Snare-Reso anzuknallen bis zum Anschlag. Wie stehst du denn dazu?

    Ich mache das auch oft so, aber es hängt vom Klangziel ab. Wenn man einen möglichst trockenen Klang will (wenig Obertöne) und dass es trotzdem richtig knallt, ist ein mittelweich gespanntes Reso mit einem hart gespannten Schlagfell der Weg zum Ziel (Ton am Schlagfell höher als am Reso=>flache Zone). Das kann auch gegen unerwünschtes Übersprechen von Toms auf die Snare helfen.

    Hast du bei der Snare denn bestimmte Kritikpunkte?

    Die Tonhöhe finde ich gut so, aber es fehlt mir an Wumms, also etwas mehr Bauch und Druck. Dabei spielt natürlich auch die Mikrofonierung eine Rolle, aber wenn es meine Snare wäre, würde ich wahrscheinlich das Reso etwas straffer ziehen, das Schlagfell einen kleinen Tick runter und dann die Teppichspannung so anpassen, dass der Sound mehr Fleisch kriegt. Vielleicht reicht es sogar schon, nur die Teppichspannung zu optimieren.


    Die Bassdrum ist übrigens auch noch nicht ganz da, wo ich sie haben will.

    Ich stimme meine immer auf den Raum, also auf eine Tonhöhe, die eine sog. Raummode trifft. So bleibt die Energie länger in der Luft und koppelt auch noch auf die Trommel zurück, sodass ein Resonanzkreis entsteht => FETT!

    Interessante Fragestellung. Ich hatte immer schon eine gewisse Leidenschaft für Chemie, in jungen Jahren vorwiegend für die Herstellung von Sprengstoffen, später für die Struktur psychoaktiver Substanzen.


    Polyurethan ist ja sehr weit verbreitet, die meisten kennen vermutlich Bauschaum, auch PU-Schaum, wird aber auch in Lacken und Klebstoffen verwendet. Das Zeug ist quasi in jedem Gebäude verarbeitet, das nach 1970 errichtet wurde. Wer darauf reagiert, sollte also ständig Probleme haben.


    Melamin, aus dem fast sämtliches Campinggeschirr gefertigt ist, ist kalt einigermaßen unproblematisch, warm allerdings...deswegen haben wir Emaillegeschirr.
    Zitat von der Seite der Verbraucherzentrale: Laut Bundesinstitut für Risikobewertung kam es in Tierexperimenten zu toxischen Wirkungen an der Blase durch Melamin Formaldehyd ist haut- und schleimhautreizend, kann nach dem Einatmen Krebs im Nasen-Rachen Raum auslösen. Außerdem ist Formaldehyd als Allergen für Atemwege und Haut bekannt.
    Werden säurehaltige Lebensmittel in melaminhaltigen Behältnissen aufbewahrt oder Essen darin erwärmt, können Melamin und Formaldehyd austreten und auf die Lebensmittel übergehen. Melaminhaltige Haushaltsgegenstände sollten daher nur Temperaturen bis zu 70° C ausgesetzt werden. Das entspricht den Bedingungen beim Einfüllen heißer Getränke oder Speisen z.B. in Becher, Tassen, Teller oder Schüsseln


    Phenol ist flüssig und wurde als Desinfektionmittel eingesetzt. Wegen der Hautirritierenden Nebenwirkung wurde es durch Phenolderivate abgelöst, die weniger Nebenwirkungen haben. Aus Phenol und Formaldehyd kann man ein Duroplast namens Bakelit herstellen, woraus ganz früher mal Gehäuse für Telefone hergestellt wurden. Was macht man damit im Schlagzeugbau?

    Ahh, und halber Snareteppich lehnt am Rototom Fell?

    Ja genau.


    progressive Funk...find ich gut

    Vielen Dank!


    bassdrum sound gefällt mir jetzt nicht so, ist mir zu muffig, aber auf jedenfall sehr kreativ!

    Ich wollte schon so eine hohe und trockene 90er-Techno-Ästhetik. Passt auch ganz gut zu dem anderen Funkyzeug, das wir so machen. Aber selbstverständlich alles eine Geschmacksfrage.


    Versuchts doch mal ein bisschen kürzer und kompakter...die Kunst liegt ja oft in der Reduzierung

    Da fällt uns die (Selbst)Kontrolle etwas schwer. Montag haben wir das in der Probe nochmal angespielt und landeten bei über 20 min. ;(

    Hallo zusammen,


    bei mir war bandmäßig etwas Pause (Corona und so), aber seit ein paar Wochen ist ein neues Projekt am Start: Der Kleinmusikverein.
    Wir sind derzeit zu dritt, Bass, Gitarre und Schlagzeug, bisher kein Gesang.


    Das Konzept:
    es gibt nur relativ grobe Verabredungen, was wir spielen, der Rest ist Improvisation. Daher zeichnen wir alle Proben komplett auf. Zugegebenermaßen mit sehr einfachen Mitteln, Bass direkt, Gitarre mir einem Mikro, Schlagzeug mit einem Overhead und einem Bassdrummikro.


    Im Falle des hier geposteten Stücks Dancefloor Impressions ist die Hookline vom Bass und und eine mehrmals kurz eingestreute Bridge inhaltlich besprochen, aber Zeitpunkt und Spannungsbogen nicht, darüber hinaus ist alles ab Minute 8 komplett improvisiert. Normalerweise würde ich nicht unbedingt mit Proberaummitschnitten an die Öffentlichkeit gehen, zumal kleine Verspieler drin sind und der Improvisationsansatz auch mal Unsicherheiten mit sich bringt, ABER ich finde dieses Teil so gelungen, dass ich es gerne teilen wollte (die Band hat zugestimmt).


    Nun bin ich gespannt auf eure Reaktionen (Achtung, es entwickelt sich sehr langsam und hat eine Spieldauer von 13:44).


    Nils


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    Aber noch mal zum Verständnis: wenn ich mein 12er und 16er mit ca. 116,5 und ca. 77,8 Hz gleichzeitig anschlage, entsteht dann ein Differenzton, der bei 77,8 / 2 = ca. 38,9 Hz liegt, richtig? Hängt das damit zusammen, dass die Differenz der beiden Töne auch bei ca. 39 Hz liegt?

    Ja genau. Dieser Differenzton entsteht nach dem selben Prinzip, wie eine Schwebung beim Stimmen eines Saiteninstruments. Wenn die Töne sehr nahe beisammen liegen, wird der Ton lauter und leiser, weil die Phase der beiden Töne zueinander sich ständig ändert. Die Frequenz der Amplitudenänderung entspricht dabei der Differenz der beteiligten Grundfrequenzen. Liegen die Töne weiter auseinander (>20Hz), entsteht ein wahrnehmbarer Ton mit eben jener Differenzfrequenz. Bei einer Quinte ist diese Differenz besonders günstig.
    Gitarristen wissen das und spielen sog. Powerchords, die nichts anderes als Quintenstapel sind, wenn es besonders fett klingen soll. Die vorgeschlagene Tomstimmung ist sozusagen die Übersetzung des Powerchords für's Schlagzeug.