Ich nehme an, die Terz soll Eine große (nicht grobe) sein und Deine Quiten sind keine reinen, sondern übermäßige Quinten.
Nein, das ist schon genau so gemeint, wie es da steht. Es kommt ja nicht darauf an, dass zwischen zwei benachbarten Trommeln mit 2 Zoll Größenunterschied eine Terz anliegt, sondern, dass zur übernächsten Trommel (also 3 oder 4 Zoll Differenz) eine Quinte anliegt. und genau so mache ich das dann auch. Bei vier Toms stimme ich zwei Paare auf Quinten und sehe zu, dass die Intervalle der Paare zueinander einigermaßen ausgewogen sind.
Die am Schlagzeug gemessenen "Töne" reflektieren lediglich die Grundfrequenz. Die (disharmonischen) Obertöne machen unsere Trommeln dann "unmelodiös".
Ja, dem stimme ich zu. Das ändert aber nichts an der Physik. Die dominanten Grundfrequenzen der Trommeln bilden als Zweiklang Summen- und Differenztöne aus (nach Art einer Hüllkurvenmodulation), die das Klangbild beeinflussen.
Weil die Grundtöne von Schlagfell und Reso bei einer Trommel immer identisch sind, wenn beide Felle montiert und nicht gedämpft sind. Das sind sie auch dann, wenn die Felle unterschiedlich stark gespannt sind. Daher ist die Fundamental Frequency eines Fells bei einer zweiseitig befellten Trommel nur eine theoretische Größe, die in der Praxis nicht erklingt und auch nicht gemessen werden kann (Ausnahme: beide Felle sind exakt gleich gestimmt). Weil das so ist, stimmt man ja eben bei Tunebot und Co. nach der Lugfrequency, die eine der Oberschwingungen der theoretischen Grundfrequenz ist und im Gegensatz zu dieser für jedes Fell getrennt auch messbar ist.
Das sehe ich nicht ganz so. Die Grundtöne der beiden Felle sind tatsächlich meistens unterschiedlich, aber durch die Kopplung der beiden Schwingungen über die Luftsäule und die Trommel selbst, kann keines der Felle mit seinem eingestellten Grundton schwingen. Das macht die Grundtöne aber nicht identisch, sondern ergibt lediglich einen dominanten Grundton der Trommel als ganzes schwingendes System. Außerdem ist im Verlauf des Sustains der dominante Grundton der Trommel nicht konstant, sondern er wandert vom Schlagfell zum Reso. Man kann am Verlauf der Grundtonkurve erkennen, welches der beiden Felle höher und welches tiefer gestimmt ist. Das geht sogar übers Telefon.
