Beiträge von nils

    Edit: erledigt, Abholung ist schon organisiert.


    Hallo zusammen,


    ich suche jemanden, der eine 24er Bassdrum aus Duisburg abholen und entweder an mich schicken könnte, oder sie nach Bremen mitbringen würde.


    Viele Grüße, Nils

    Da ich kein Achtermikrofon habe fällt bei mir erst einmal die Mid-Side Mikrofonierung so wie so aus.

    Nur, falls du das mit Bordmitteln mal ausprobieren möchtest: Man könnte die Acht mit zwei genau entgegengesetzt positionierten (Super)Nieren emulieren. bei einer muss dabei die Phase umgedreht werden und dann müssen beide auf einem Monokanal zusammengeführt werden.

    Sehr schön!

    Ich hab das vor 9 Jahren auch mal gemacht.

    Bei mir waren es die Verfahren XY, MS, ORTF, Klein AB, groß AB, Recorderman und Glyn Johns

    Damals hab ich alle Mikrofonierungen auf einmal am Schlagzeug platziert und es wurde nur einmal gespielt. So haben die Spuren maximale Vergleichbarkeit.

    Snareständer ist immer das beste - die Dinger sind super steif, da wird

    keine Schwingung übertragen und der Kessel muss ja selbst schwingen, denn die Energie

    kann ja nicht "verloren" gehen.

    Da kann ich nicht zustimmen. Abgesehen von klar sichtbaren ergonomischen Nachteilen ist der Snareständer für ein Tom so ziemlich das schlimmste, was man tun kann, wenn das Tom schwingen soll. Ist das Tom am Snareständer schön eingeklemmt, kann der Kessel kaum bis garnicht mehr schwingen, aber auch lose auf dem Snarestativ bewegt es sich kaum. In der Folge klingt es abgewürgt, kurz und attacklastig. Wenn man aus optischen Gründen das Tom unbedingt so betreiben möchte, kann man den Gauger Flex-Frame verwenden, um das Tom vom Stativ zu entkoppeln. Dann kann es auch wieder schön schwingen.


    P.S.: Wer mehr dazu wissen möchte, kann mal nach "Schwingungen und Schallabstrahlung von Trommen" von Ingolf Bork (ca. 1981) suchen. Auf S. 203 ff. beschreibt er eine Untersuchung zum Ausschwingverhalten von Trommeln in Abhängigkeit von der Einstecktiefe auf dem Halter. Die Unterschiede im Ausschwingverhalten führt er auf die veränderte mechanische Impedanz der Anordnung zurück.

    Also die Fragen, die mich dabei so bewegen, sind folgende:

    1. Braucht es überhaupt ein Zweit-Set? Das kommt natürlich auf das persönliche Budget an, und ob man sich den Luxus leisten möchte oder lieber immer auf- und abbaut!

    Klares Ja! Ich probe mit zwei verschiedenen Bands in unterschiedlichen Proberäumen, allein dafür brauche ich schon ein Zweitset, um nicht immer Trommeln transportieren zu müssen. Darüber hinaus habe ich noch diverse Sets an unterschiedlichen Orten, aus Gründen, wie man so schön sagt.

    Wenn 1. mit "ja" beantwortet:

    2. Verfolgt man beim Zweit-Set einen gänzlich anderen Ansatz bezogen auf Kessel-Größen/Footprint oder Sound und Optik (Erst-Set "moden/Zweit-Set Vintage Sound).

    Ich tue das nicht. Für mich ist eine größtmögliche Ähnlichkeit wichtig, weil ich mich nicht ständig umstellen möchte. Natürlich gibt es mal Unterschiede, ich hab z.B. an einem Set eine 26 Marching-Bassdrum als Side-Bassdrum (ähnlich wie Stanton Moore).

    3. Will man denselben Set-Aufbau zuhause und on the road, also z. B. an beiden Sets 4 Toms und dieselbe Anzahl Becken und Beckenart? Oder tuts für on the road ein kleinerer Aufbau, und für die ganz großen Gigs (ich spreche hauptsächlich vom Hobbybereich) nimmt man dann doch das Hauptset mit?

    Ich spiele meistens ähnliche Aufbauten, auch im Proberaum habe ich einen eher sparsamen Aufbau mit zwei Toms, nur gelegentlich probiere ich mal mit mehr Toms herum. Generell reicht mit eine Hihat, ein Crash oder Splash und ein Ride.

    4. Beckensätze: Reicht euch einer, den man dann für den Gig vom zuhausegebliebenen Erst-Set abschraubt oder genehmigt man sich den Luxus weiterer Becken, möglicherweise sogar genau derselben Marke/Modell. Greift man bei "Zweit-Becken" vielleicht auch eher zu "Billigmarken", weil die Becken auch backstage rumfahren oder gar von anderen Drummern (zumindest beim Soundcheck) mitgespielt werden könnten?

    Ich hab hauptsächlich alten Vintagekrempel ohne mehrfaches Vorkeommen desselben Beckens, daher sind meine Beckensätze an den verschiedenen Sets auch sehr unterschiedlich. Billigkram habe ich auch, aber eigentlich nur zu

    Mich würde der Sound interessieren.

    Mich auch

    Ich spiele schon lange mit umgebauten 16er Toms als Bassdrum, daher kann ich ein Klangbeispiel beisteuern:

    Kleinmusikverein - Dancefloor Impressions


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    Man kann die kleine Bassdrum natürlich auch dicker mixen, aber für die Art der Musik fand ich den Klang so passend.

    Da gibts doch von Pearl genau für diesen Zweck diesen Jungle Adapter. Kostet nicht die Welt 😁

    Ich habe die Pearl-Version an mehreren Sets im Einsatz und kann daher aus Erfahrung sprechen. Die Konstruktion der Beine unterscheidet sich in einem wichtigen Detail. Die Pearl-Beine neigen zum Auseinanderdriften, da sie seitliche Kräfte nicht abfangen, und bringen dabei sehr viel Kraft auf die Bein-Böckchen. Man muss die Schrauben ganz schön hart festziehen, damit das einigermaßen stabil bleibt. Die von Odd-Meter gewählte Konstruktion ist in diesem Punkt deutlich besser für's Material.

    Ich verstehe, dass hiermit gemeint ist Musik zu fühlen, statt sie stumpf zu spielen und frage mich gleichzeitig welcher Musiker, die Musik nicht fühlt?

    Wenn ich Musik aus Stilrichtungen spiele, die ich mag und kenne, dann fühle ich auch die Musik. Wenn ich aber etwas spielen soll, was mir stilistisch fremd ist, versuche ich sozusagen erst mal die Formalien zu erfüllen, um durchzukommen, bin aber nicht richtig drin, weil sich die Musik für mich immer noch fremd anfühlt. Das wären in meinem Fall Reggae oder Swing, nur um ein paar Beispiele zu nennen. Da bin ich einfach nicht zu Hause und im Ergebnis klingt es dann eben im besten Fall formal korrekt, aber es hat nicht den nötigen Groove, weil mir das Gefühl dafür fehlt.

    Klar kann man seine Ansichten, wie man die Musik sieht, kund geben, aber ich muss auf einer Diskussionsplattform auch Platz für andere Meinungen lassen.

    Hattest du in diesem Fred das Gefühl, der Platz wäre nicht da?

    Man kann ja nach Noten spielen und dabei Musik machen. Was der gute Mann vermutlich meinte, ist wohl die Tatsache, dass es vorkommt, dass eben nicht musiziert wird sondern nur das Notenbild auf dem Instrument wiedergegeben wird.

    Ja, eben das ist der Kern der Sache, die in dem Zitat von Isaac Stern gemeint ist.

    Imho

    Ich glaube, so Zitate, sollen eher zum Nachdenken anregen, als das man sie

    wie gelegentlich auch schon zitiert, auf die "Goldwaage" zu legen.

    Aber abwägen darf man sie schon.

    Das tun wir hier ja ausführlich.

    Oder doch nicht? Sie gehören ja auch irgendwie zusammen.

    Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen.


    1. Das Stereobild wird hauptsächlich über die Overheads erzeugt. In diesem Fall ist eine gemeinsame und, wie m_tree schrieb, sehr zurückhaltende Bearbeitung ratsam. Das Ergebnis ist tendenziell ein eher natürliches Klangbild, das das Schlagzeug als ganzes Instrument im und mit dem Raum abbildet.


    2. Das Stereobild wird über die Verteilung der Einzelspuren der Nahmikrofone nach links+rechts (PAN) bzw. hinten+vorne (Tiefenstaffelung) erzeugt. Dann sind die Overheads nur für die Beckenabnahme da und können einzeln bearbeitet werden. Das EQ-ing unterscheidet sich dabei massiv von Fall 1., man wird sehr wahrscheinlich untenrum alles wegnehmen und die Höhen anheben. Das Ergebnis ist tendenziell weniger natürlich, man hat es aber leichter, das Schlagzeug im Mix besonders fett zu produzieren, ohne dass der Raum viel Einfluss hat. Den muss man bei dieser Herangehensweise quasi selbst erfinden.


    P.S.: bei Methode 2. können ggf. mehr als zwei Overheads eingesetzt werden. Das geht bei Methode 1. nur, wenn man es ganz gezielt tut, z.B. als sog. Decca Tree.

    Im besten Fall sind Deine beiden OH Spuren so Homogen, dass sie entsprechend zusammenpassen um am Ende ein relatives Stereobild ergeben. Phase(umkehr), gleiche Mikros, richtige Positionierung usw. lasse ich mal aussen vor

    Die Positionierung der Mikros ist aus meiner Sicht der Knackpunkt für eine gute Aufnahme, sogar wichtiger als die Auswahl der Mikrofone selbst.

    Das einzige, was für eine getrennte Nachbearbeitung der Overheads spricht, sind m.E. schlechte Aufnahmen.

    Schön auf den Punkt gebraucht.

    Ich glaube mich stört einfach der letzte Satz ein wenig, ich würde eher sagen, man ist gemeinsam gestalterisch tätig, der Dirigent ist nur das Kontrollorgan, sozusagen die Ohren des gesamten Organismus namens Orchester. Mein Dirigent beim Orchester hat das auch immer schön ausgedrückt, er allein macht auch keine Musik, es geht nur gemeinsam, und das Kollektiv ist hier entscheidend.

    Ein sehr schönes Bild.

    muss da vielleicht noch dazusagen, dass ich songs, die ich mit meiner band spiele, die VOR meiner zeit, also mit einem anderen drummer, entstanden sind, nicht versuche so zu spielen, wie mein Vorgänger. Da spiel ich das, was ich eben finde, was dazupasst und "mein Stil" ist (sofern ich sowas schon habe).

    Genau das meine ich mit Musikmachen :)

    Ich kann zwischen dem , was du schreibst und dem was ich schrieb keinen echten Widerspruch erkennen. Ich schrieb nämlich nicht, WARUM man das in großen Ensembles so macht, sondern nur, dass es so ist und außerdem, dass ich es etwas überspitze. Die Gestalterischen Möglichkeiten des einzelnen Instruments sind in großen Gruppen eben sehr beschränkt. Wenn man dabei nicht diszipliniert vorgeht, klingt es schnell nach Kakophonie, wie bei einer Jamsession mit zu vielen Teilnehmern. In der Konsequenz ist aber eben nur noch eine(r) so richtig gestalterisch tätig, nämlich die Person am Pult, die auch klanglich den Gesamteindruck hat.

    aber um einen von anderen musikern entstandenen song 1:1 nachzuspielen, brauch ich meist noten, weil ich eben nicht alles raushöre

    Für mich beschreibst du hier sehr gut den Unterschied zwischen Musik zu reproduzieren, was auch eine gefragte Fähigkeit ist, und selbst Musik zu machen. Im ersten Fall spielt jeder in der Band genau das, was vorgegeben ist, eine Interaktion zwischen den beteiligten Personen ist nicht zwingend nötig, im zweiten Fall entsteht die Musik durch Interaktion, indem jeder auf das hört, was die anderen tun und dann darauf eingeht. Das kann durchaus entlang einer Vorgabe passieren, also im weitesten Sinne als Covermucke, aber trotz vorhandener Vorgabe Elemente des gemeinsamen Musikmachens enthalten. Andere Stücke 1 zu 1 zu reproduzieren erfordert kein Zusammenspiel, es könnte jeder quasi taub nach Klick und Noten spielen und am Ende käme zusammengemixt eine exakte Wiedergabe der vorgegebenen Musik heraus. Aber es wäre eben kein Musikmachen, wie ich es verstehe.