Beiträge von nils

    Die die ganzen Flügelmuttern müssen immer fester zugezogen werden, um zu halten,


    Oder die Gewinde sind aus so weichem Material, dass sie schnell ausreißen. Die Qualität eines Schlagzeugs bemisst sich hauptsächlich am Metall, denn das ist das teure am Schlagzeug. Bei der Kesselherstellung wird ggf. auch gepfuscht, aber hier kann man in der Produktion wesentlich weniger einsparen, als bei den Anbauteilen.

    Ganze 3mm liegen zwischen dem Kessel und einem perfektem Kreis. Leider zu viel,um darüber hinweg zu sehen.


    mach dich nicht verrückt wegen 3mm.


    3 mm sind bei einem 12er oder 13er Tom SEHR viel. Das kann nicht wirklich funktionieren und sollte unbedingt korrigiert werden. Ich hatte mal ein 16er Tom eines Kunden mit 4mm Abweichung in der Hand, das war unter normalen Bedingungen fast unstimmbar. Ich hab dann ein dünnes Fell draufgeschraubt und mit sehr viel Spannung zentriert, um das Fell mit Gewalt auf den unrunden Kessel zu formen. Das hat ganz ordentlich funktioniert, der Stimmumfang blieb aber eingeschränkt.

    Mahlzeit,


    der Zufall brachte mir zwei Becken, vermutliche eine HH....Der Durchmesser beträgt 12" und das Gewicht liegt bei 485 bzw. 482 Gramm.

    Also, für mich hört sich das nach einer brauchbaren Hihat an. Klein und leicht, da könnte was gehen. Falls der historische Wert als gering einzustufen ist, könnte man einfach mal etwas daran herumhämmern. Seit dem Workshop bei Chris Kamin würde ich mich durchaus da herantrauen.

    Erinnert sich noch jemand an Ivan Rebroff?

    :D :D :D


    Ich habe keine echte oder gar zufriedenstellende Lösung außer: wegschauen/weghören.

    Abstimmung mit den Füßen ist das einzige, was hilft. Wenn keiner mehr kommt, beginnt die Rente von ganz allein.


    Letztes Jahr hab ich Mother's Finest live gesehen. Da war auch alles etwas heruntertransponiert und zusätzlich eine recht lange Hallfahne auf den Stimmen. Hat mich nicht ganz so gekriegt, wie vor 20 Jahren.

    Ich wusste schon als kleines Kind, dass ich Schlagzeug spielen will.


    Damals bin ich im Alter von ca. 4-5 mit einer leeren Milupa-Dose in der Nachbarschaft von Haus zu Haus gegangen und hab mit dem Kochlöffel etwas vorgetrommelt und dann die Dose aufgemacht, damit die Zuhörer Geld reinwerfen konnten.
    Später hab ich bei dörflichen Schützenfesten oder verwandschaftlichen Silberhochzeiten immer vor der Bühne herumgelungert und in den Spielpause den jeweiligen Trommler belagert.
    "Was kostet denn so was?" - "3500 Mark" - "Waaaas?!?! Sooo viel ???"


    1984 durfte ich dann Unterricht nehmen. Meine Musiklehrerin hat mir damals einen Schlüssel für den Raum mit dem Schulschlagzeug gegeben, damit ich üben konnte. Seufz...


    Gestern hatte ich eine Session mit meinem Leib- und Magen-Basser, der aus gesundheitlichen Gründen vier Jahre Pause hatte. Zusammen Musik machen ist einfach ... unbeschreiblich, schön, mehr als die Summe der Teile.


    Es gab viele Änderungen in meinem Leben und es wird noch viele geben, aber mit dem Schlagzeug höre ich erst auf, wenn es gesundheitlich garnicht mehr gehen sollte.

    Theorie und Praxis gehen eigentlich Hand in Hand. Wirf sonst mal kurz einen Blick darauf:


    Genau an diesem Dokument kann man erkennen, warum die Berechnungen aus dem Video falsch sind. Die 1. harmonische Grundschwingung der stehenden Welle ist bei Lambda/2, also der halben Wellenlänge. Tiefere Frequenzen mit entsprechend längeren Wellen können keine stehenden Wellen in der gegebenen Geometrie erzeugen, auch nicht Lambda/4 oder Lambda/8.

    Beim eingebetteten Video sehe ich nur eine graue, leere Fläche. Ich denke, es müsste das hier sein:
    https://www.youtube.com/watch?…iE&feature=em-uploademail


    OK, ich hab kurz reingeschaut und gleich wieder zugemacht, als ich gesehen hab, wie er den nackten Kessel auf den Eigenton abklopft. Genug gesehen. Ich verweise auf meinen anderen Post weiter oben mit dem verlinkten Dokument "Properties of drum shells and bearing edges" zum Thema Eigentöne.


    Im anderen Video liegt der Fehler der Berechnungen primär darin, dass er eine Frequenz für eine Resonanz kalkuliert (die auch zu niedrig ist, den Fehler muss ich noch finden) und dann nur einen gradzahligen Bruchteil dieser Frequenz als Stimmfrequenz verwendet. Dies wird keine stehende Welle in der Trommel verursachen => Welle ist zu lang.


    Aus meiner Sicht ist hier viel gefährliches Halbwissen enthalten.

    Sorry, aber Messing-Becken klingen 100% kacke,


    Das dachte ich auch lange, genauer gesagt bis zum 6.1.2019. Dann durfte ich beim Beckenworkshop von Chris Kamin auf einem Messingrohling herumhämmern und bin erstaunt über das Ergebnis. Trocken und komplex, würde vom Klang her man nicht als Messing einordnen. Es kommt offenbar sehr auf die Bearbeitung an.Die Messingteile, die man so kaufen kann, waren alle nur in der hydraulischen Presse und das kann ja nix werden.

    Zu meinen regelmäßig genutzten Instrumenten gehören ultrabillige Becken, die ich beim PPC in Hannover aus der Grabbelkiste gezogen habe. Da ist ein 16er Crash, laut Herrn Kamin wohl aus Wuhan, für das ich 5 Euro bezahlt habe und eine Hihat unbekannter Herkunft, ebenfalls 5 Euro pro Becken. Ebenfalls sehr billig war mein Wuhan China (irgendwas bei 20 Euro),das ich bei ebay geschossen habe.

    Entschuldigung, aber das halte ich für nicht richtig. Es handelt sich bei einem Fell ja nur um eine Plasikfolie. Da reift nichts und das ist auch kein komplexes mechanisches System, das sich "einläuft".
    Ich hätte aber auch nichts dagegen wenn sich diese Sichtweise durchsetzt. Dann weiss ich, was ich in Zukunft mit meinen "eingespielten" Fellen machen kann. Neupreis + Einspielgebühr und ab dafür :D


    Der Effekt kann entstehen, wenn man das neue Fell nicht ordentlich zentriert, sondern einfach nur draufschmeißt und stimmt. Dann passt es sich über die ersten 2-3 Wochen Benutzung langsam der Gratung an und liegt erst nach dieser Zeit richtig auf.

    Nein, die Trommeln stimmt man nicht anders, wenn man sie abnimmt. Es sei denn, man muss den Trommelsound - warum auch immer - an die Abnahmesituation anpassen.


    Es ist eigentlich eher sogar der Regelfall, dass man Anpassungen vornehmen muss. Schließlich ist auch ein PA-System (oder eine Mixkonsole im Studio) nicht die einzige Komponente, sondern das Mikro und der Raum sind ja auch noch da. Zusammen mit der Trommel muss halt alles passen und da hilft am schnellsten ein wenig nachzustimmen.

    Im ersten Hörbeispiel sind die Felle entsprechend der kalkulierten Frequenz der stehenden Welle des Kessels gestimmt,


    Ich werde mir die Berechnungen nochmal genau anschauen, um den Fehler zu identifizieren. Das wird ein wenig dauern, weil ich jetzt arbeiten muss.


    Fest steht: die Wellenlänge eines Bassdrumtons, beispielsweise auf 60 Hz Grundton gestimmt, beträgt 5,716m. Diese ist viel zu lang, um innerhalb einer Bassdrum zu einer stehenden Welle zu führen. Sehr wohl aber in einem Raum mit passender Geometrie.


    Eine stehende Welle innerhalb einer Trommel wäre möglich, wenn die Wellenlänge halb so groß wäre, wie die Länge (=Tiefe) der Bassdrum oder gleich oder 1,5x so groß wäre etc. die tiefste stehende Welle zwischen den zwei Fellen wäre bei einer 18" tiefen Bassdrum also f = 343 m/s : (18 * 2,54 : 100 )m = 750,218 Hz. Kein Mensch stimmt eine Bassdrum so hoch.

    Herr Sengpiel schreib zu Raummoden (sowas suchen wir im Prinzip auch in der Trommel): RaummodenUndSaitenschwingungen.pdf

    Am letzten Wochenende stolperte ich zufällig über eine weitere Abhandlung (siehe Anhang), recht passend zum gerade diskutierten Thema. Nennt sich "The passive Shell Theory" aus dem Werk "The Drummers Drum 1987", verfasst von diversen Professoren und Doktoren, unter anderem von der Uni Braunschweig. Hast Du das zufällig? Ich werde da auf Anhieb nicht fündig ... LG Toddy


    Der Text ist ja interessant. Die als Quellen angegebenen Werke von Ingolf Bork und H. Meyer kenne ich nicht, so wie ich Herrn Bork aber von anderen Veröffentllichungen kenne, hat das Hand und Fuß. Die Fakten des Textes teile ich, aber dessen Schlussfolgerungen überhaupt nicht. Mir leuchtet nicht ein, warum bei Trommeln maximale Energieeffizienz gut sein sollte. Beil Lautsprechern ist es ja auch so, dass die gut klingenden einen geringeren Wirkungsgrad haben. Die Freischwingaufhängung setzt dem "große Masse" Ansatz einfach die Entkopplung entgegen. Sehr elegant wie ich finde.
    Extrem schwere Trommeln betonen dagen den Attack sehr stark, dem Ton hilft die Masse nicht. Auch finde ich die Dämfungswirkung einer runden Gratung durchaus angenehm. Maximaler Sustain ist i.d.R. nicht das Klangziel.




    Das leuchtet mir nicht gleich ein. Wieso nimmt der Kessel nicht an der Schallabstrahlung teil, wenn er doch Energie aufnimmt und in Bewegung versetzt wird? Wo geht die Energie hin, in Reibung sprich Wärme?


    Der Kessel dehnt sich ja nicht aus, er pumpt nicht, sondern er bewegt sich entlang seiner Mittelachse, ohne dass die umgebende Luft relevant angeregt werden würde. Es wird höchstens ein ganz leises säuseln durch den "Fahrtwind" geben. Ein befellter Kessel kan noch weniger selbst schwingen als ein nackter Kessel. Wenn man den anschlägt gibt es nur einen sehr leisen Ton, mit Fell kann dann nicht wirklich mehr was kommen.

    Entscheidend ist, wie fühlt sich die Maschine am Fuß an, Punkt. Eine solide Verarbeitung setze ich bei den bekannten Markenherstellern voraus.
    Was ich - nach dem genervten Fred eines Users kürzlich - vermeiden würde, sind in der Säule gelegene Federn, an die man zum Wechseln nicht vernünftig ran kommt.


    Wartung kann ein Thema sein, das finde ich auch. Aber andererseits stimme ich dir auch zu, dass die Maschine am Fuß so sein muss, das es passt. So bin ich bei einem alten Tama KingBeat Pedal gelandet. Leicht,läuft super und ist robust. Nur an die Feder kommt man nicht so gut ran. Mein Kollege sagt gerne: "Irgendeinen Tod muss man sterben".


    Soweit ich das sehe, sind alle oben beschriebenen Einstelloptionen vorhanden.


    Die Fotos sind nicht von meinem Pedal, aber meins ist bis auf das Sandpapier identisch.




    Hallo zusammen,


    Ganz grundsätzlich gibt es DEN EIGENTON einer Trommel schlicht nicht.


    Folgende Eigentöne kann man feststellen:
    1. Kessel ohne Anbauteile
    2. Kessel mit Anbauteilen
    3. Kessel mit Anbauteilen und gespanntem Fell


    Die wirkenden Parameter sind Gesamtmasse, Steifigkeit der Konstruktion und Dämpfung. Der nackte Kessel (1.) hat einen Ton, den man abgreifen kann. Baut man die Böckchen und die Muffe dran (2.), steigt die Masse, aber nicht die Steifigkeit => der Ton sinkt.
    Montiert man nun die Felle (3.), wird der Kessel sehr stark versteift => der Ton steigt stark an.


    Nr 2. ist um etwa eine Sekunde bis kleine Terz niedriger als Nr 1.
    Nr 3. ist etwa eine Oktave höher als Nr 2., ist dabei aber abhängig von Fellstärke und Fellspannung, mit anderen Worten: nicht konstant.
    Stimme ich die Trommel höher, wandert der Kesselton mit. Wo genau beide gleich sind, ist die Lösung eines Differenzialgleichungssystems.


    Wer es genauer wissen will kann ja mal hiermit anfangen: Properties of drum shells and bearing edges


    Es stellt sich auch die Frage der Relevanz. Was genau will man mit maximaler Kesselresonanz erreichen, die an diesem Punkt entsteht? Da viel Energie in die Bewegung des Kessels fließt, dieser aber nicht an der Schallabstrahlung teilnimmt, wird das Ergebnis tendenziell leiser sein, als bei anderen Stimmungen.


    Nun denn.


    Nils


    P.S.: zum Kesseleigenton habe ich vor fast 12 Jahren hier schon mal was geschrieben:
    Ton/Attack/Zentrieren

    Soo...das gute Stück wurde erstmals im Proberaum angetestet. Seht/hört selbst (ist nur mit den IPhone aufgenommen, keine hochwertige Mikrofonierung):


    [video]

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    [/video]


    Ich hab noch zwei große Burgen von früher, die ich nicht mehr vollumfänglich spiele. Verkaufen lohnt sich nicht, also liegen die meisten Trommeln die meiste Zeit rum. Das aktuelle Bühnenset ist sehr übersichtlich. Man wird halt nicht jünger.

    .. alles mit RIMS, gratungen nachgearbeitet, neue felle drauf - ....Klingt wirklich geil...


    Kein Wunder, mit neuer Gratung, neuem Fell und Freischwingaufhängung klingt jede halbwegs runde Trommel gut. Das ungelöste Problem bleibt das wahrscheinlich minderwertige Metall. Billige Sets haben häufig schlechte Gussteile, die leicht brechen und schlecht geschnittene Gewinde aus zu weichem Material.