Beiträge von nils

    Schön auf den Punkt, den Sportanteil gut verpackt, so dass es nicht so auffällt. Soundmäßig fett, lediglich die Snare hat für meinen Geschmack etwas viel Hall und wenig Ton.


    WTFdrums: dein Blog gefällt mir :)

    Hmmm, also die Böckchen erinnern an Stewart, obwohl das Katalog-PDF, das ich habe, so schlechte Bildqualität hat, dass ich das nicht sicher sagen kann. Die dreisteste 70er Ludgwig-Kopie bezüglich Böckchen und sogar Schriftzug in meiner katalogsammlung ist Firma Wooding.

    hmmm, ist es aber nicht so, dass genau diese "phasensauerei" dein räumliches bild des sets bildet. *vorausgesetzt natürlich, dein raum klingt schön...*
    wenn man die spuren auf die OHs aligned, dann verschiebst du doch die OH mikros virtuell nach unten... dann kannst du sie ja auch gleich ins set hängen.


    Nein, die Nah-Mikros können überhaupt keine echte Räumlichkeit abbilden, das bleibt den Overheads vorbehalten. Die Direktsignale am Nah-Mikro sind so laut, dass man vom Raum kaum nutzbare Reflexionen im Signal hat.


    Nehmen wir mal an, man hat NUR Nah-Mikros. Dann hat man eine Ansammlung von Mono-Spuren, die man nur über den PAN in der Breite verteilen kann, also ein künstlich erzeugtes Intensitäts-Stereo.



    Overheads hingegen können Räumlichkeit auf mehreren Ebenen abbilden. Einserseits durch die Intensitätsverteilung (Intensitäts-Stereo), andererseits, je nach Anordnung, auch durch Laufzeitunterschiede zwischen den beiden Kanälen (Laufzeit-Stereo). Ausserdem bekommt man an den Overheads wegen der größeren Entfernung zur Signalquelle ein leiseres Direktsignal und gleichzeitig mehr Reflexionsanteil aus dem Raum. Wenn der Raum wirklich gut klingt, lohnt es sich sogar zusätzliche Mikros weiter weg vom Instrument aufzustellen (Ambience-Mikros), um den Raum kontrolliert zumischen zu können.


    Die beiden Overheadspuren bilden die Ansammlung von Trommeln als Ganzes Instrument ab. Sie sind sozusagen die Nullspuren. Alle anderen Spuren beziehen sich auf diese beiden. In der Überlagerung von Signalen (Mix) der selben Quelle (z.B. Snare) mit Laufzeitunterschieden (Nah-Mikro zu Overhead) kommt es über das ganze Spektrum immer abwechselnd zu Verstärkungen und Auslöschungen, zusammen Kammfilter genannt. Dass kann gut klingen, muss es aber nicht. Den Kammfilter-Effekt bekommt man auch, wenn man ein Laufzeit-Stereo mikrofoniert (AB-Anordnung) und dann als Mono zusammenmixt. Radiotaugliche Aufnahmen und Mixe müssen immer so gemacht werden, dass sie auch als Mono funktionieren, also ohne Kammfilter oder mit solchen, die man für OK befunden hat.


    Nils

    Hallo,


    zwei Dinge muss man unbedingt im Auge behalten:


    1. da die Snare zumeist mittig im Klangbild sitzen soll (und auch wegen der Mono-Kompatibilität) müssen die Overheads beide exakt den selben Abstand zur Mitte der Snare haben => dann ist die Snare nicht nur mittig, sondern auch phasenrichtig im Stereobild.


    2. bei einer Mischung zwischen Overheads und Nahmikrofonen gibt es einen Laufzeitunterschied zwischen den Signalen des/der Nahmikrofone zur (Stereo-)Overheadspur. Dieser führt zu Kammfiltereffekten im Mix, zumindest solange der Pegelunterschied zwischen den Signalen kleiner als etwas 10dB ist. Diese klingen nicht immer schön, weshalb man gut daran tut, die Nahspur so weit nach ninten zu schieben, bis sie mit den Overheadspuren deckungsgleich ist.
    Macht man das konsequent, kann man gut auf den Lowcut bei den Overheads verzichten - das mach ich eigentlich nur live und nicht bei Aufnahmen. Und man gewinnt viel Klarheit und Wumms in der Aufnahme, wenn sich die tiefen Frequenzen nicht gegenseitig im Mix auslöschen.
    2.b) Meistens braucht man noch eine 180 Grad Phasendrehung und eine kleine Verschiebung für das untere Snaremikro (falls vorhanden) zum oberen, eben wegen der Phasen- und Laufzeitunterschiede.


    my2cents


    P.S.: insgesamt sind die Positionen der Mikrofone ein wesentlicher Teil des Erfolgs. Man sehr mittelmäßiges Material mit perfekter Positionierung optimal ausquetschen. EQs, Cut, Kompressoren, Gates und der ganze Schnickschnack kommt für mich erst nach der Aufnahme, es sei denn man hat große Pegelprobleme und muss unbedingt technisch eine Übersteuerung verhindern, dann kann ein Kompressor schom beim Recording helfen.

    150$ - hmmm, also als Anfänger hilft ein Lehrer, der deine Bewegungen sieht und dich korrigiert viel mehr als eine DVD-Sammlung. Alleine gvehst du ein hohes Risiko unnötiger Verletzungen ein und lernst garantiert Sachen, die dich später als Sackgasse erweisen. Das kann ich aus Erfahrung sagen :)

    Ich hab sie auf der Muskmesse mal in der Hand gehabt und dran herumgeschraubt. Der Kessel ist von Alex (Troyan), also in Fassbauweise hergestellt und dann innen und außen abgedreht. Die Hardware ist von Adoro, wer von beiden die Gratung gemacht hat und welches Holz verwendet wurde, weiss ich nicht mehr - lässt sich aber rauskriegen.


    Wie es typisch für so dünne Kessel dieser Bauart ist, hat sie viel low End. Sie wist einfach zu stimmen und hat einen ordentlichen Stimmbereich, in dem sie funktioniert. Mit anderen Worten: eigener Charakter gepaart mit Vielseitigkeit. Sicher auch nicht ganz billig.


    Viele Grüße, Nils

    Ich könnte alles unterstreichen, bis auf das Wort "immer", das ist mir zu festgefahren. Ich spiele mittlerweile auch um die 30 Jahre Schlagzeug


    Geht mir auch so (auch das mit den 30 Jahren). Bei mir hängt es von der Musik ab. Ich muss oft recht leise spielen, dann halten die Sticks sehr lang, spiele ich aber am oberen Ende des Dynamikbereichs, kann schon mal eine Probe zu viel sein. Und ja, ich spiele Markensticks, die nicht ganz billig sind.

    Hallo Ihr,


    in einem Studio, mit dessen Besitzer ich gelegentlich zu tun habe, stehen ein paar alte Trommeln von Pearl. Der Badge ist soweit ich weiss ab 1970 verwendet worden, die Hardware (Bügeleisen-Böckchen und 6-eckige Tomhalte) ist eigentlich 60er Jahre, also vermutlich ein Set um die Jahrzehntwende 1969/70. Der Zustand ist eher bescheiden. Die Folie heisst "Dark Blue Pearl" und ist in mehreren Katalogen, die ich habe, in dem passenden Zeitraum zu sehen.


    Maße sind 22x14, 13x10, 16x16.


    Ich hab mal ein paar Bilder angehängt.


    Was denkt ihr über den Wert des Ensembles?


    Viele Grüße, Nils

    Liebe Leute


    Mein Problem ist folgendes: ich spiele wieder mal in einem Musical mit, kleine orchestrale Besetzung (9 Leute). Nun habe ich Probleme, meine Snare 1) auszuwählen 2) richtig zu befellen und vor allem 3) richtig zu stimmen, damit ich nicht alles zudröhne. 9/10 sind leise Parts, viel mit Besen, aber auch viele Wirbel.


    1) Da alle meine Snares nur 5" tief sind, habe ich mich für die Holzsnare mit dem dünneren Kessel entschieden: ist das schlau?


    Ja, leichte Trommeln mit dünnen Kesseln geben den Impuls nicht so direkt weiter und wirken deshalb etwas leiser.


    2) Auf die Snare habe ich das (wohl übliche) Ambassador Coated gespannt: gibt es Alternativen?


    Ja klar, alles, was dünner ist, könnte helfen, die leisen feinen Nuancen besser spielbar zu machen:
    - Diplomat statt Ambassador
    - Aquarian High Frequency
    ....

    3) Mein grösstes Problem: wie stimme ich das Teil, damit alles in dieser Konstellation gut tönt? Reso habe ich relativ gespannt gelassen, das Schlagfell ziemlich runtergestimmt, damit der Funky-Touch weggeht. Nun habe ich dafür einen mulmigen Brei, RasselSchepper, es tönt alles so breit und die Besen tönen gar nicht mehr gut. Wenn ich mehr spanne, scheppert die Snare wieder mehr…


    Du brauchst aus meiner Sicht eine gut kontrollierbare Snare mit sehr guter Teppichansprache, nicht zu obertonreich. Ich würde mal das Schlagfell wieder etwas höher stimmen (mittelfest) und dafür das Reso etwas tiefer im Ton als das Schlagfell. Spiel dann mal mit der Teppichspannung herum. evtl. das Schlagfell noch etwas fester ziehen.


    ! Erst ganz zum Schluss mit Dämpfung anfangen, wenn überhaupt nötig.


    My 2cents, Nils


    P.S.: Holzmichel hat mit seinem Hinweis auf den Tontechniker natürlich Recht.

    Im Laden machen die das vermutlich kostenlos, wenn du sie da gekauft hast. Es ist aber die Frage, ob sie es richtig können, und sollten sie es richtig können, ob der Sound dann auch für Deinen Raum passt - die Umgebung hat einen großen Einfluß aus das Endergebnis.


    Es gibt auch mal Fehlproduktionen, die sich nicht stimmen lassen, ich hatte z.B. mal eine Snare mit drei Snarebeds in der Hand.