Beiträge von nils

    Auch auf die Gefahr hin, als Eckenpisser wahrgenommen zu werden, weil ich ja selbst in Sachen Stimmen unterwegs bin, möchte ich auf ein weiteres Risiko hinweisen:


    wenn man ungleichmäßigen seitlichen Druck auf einen (Holz-)Zylinder ausübt, kann dieser dauerhaft verformt/unrund werden.


    Es sind also nicht nur Spannreifen in Gefahr beschädigt zu werden, sondern auch Kessel. Wenn man eine Snare aus gegossener Glockenbronze oder ähnlich festen Materialien hat, ist asymmetrische Belastung durch solche Stimmtechniken kein Problem. Besonders dünne Holzkessel sind dagegen empfindlicher, denn je größer der Durchmesser einer Trommel und je nachgiebiger das Kesselmaterial ist, desto leichter verformt sich der Kessel und desto größer ist das Beschädigungsrisiko. Deshalb empfehle ich im Sinne einer langanhaltenden Freude an den eigenen Trommeln immer auf gleichmäßige Fellspannung zu achten.


    My2cents.

    hallo zusammen,
    spielt ihr quadratische oder "kürzere" floor toms und warum?
    würde mir gerne mal verschiedene meinungen anhören. :)


    Ich hab beide Versionen und auch Mischungen davon schon gespielt. Fazit: mir ist es wurscht, Hauptsache es klingt.
    Ich hatte lange eine Kombi aus 14x12 +16x16 und derzeit spiele ich 13x10 und 16x15 - klingt auch.
    14x14 + 16x16 bei meinen Trommeln hat den Charme, dass beide auf eigenen Füßen stehen, kommt zur Zeit aber nicht zum Einsatz.

    Kurzer Ausschnitt aus einer Session mit Rick Latham am Set:


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    Ich kam leider zu spät hin, um mehr aufzunehmen :(


    ...daher poste ich mal die Aufzeichnung von drumxound hier auch mal:
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    Ich höre da ein Problem, das mit großer Wahrscheinlichkeit kein technisches, sondern eines der Spielweise ist: die Becken sind zu laut. Gewinne Kontrolle darüber, wie laut du die Becken spielst und du wirst sehr viel Freiheit für den Mix damit gewinnen.

    Ich stelle mir gerade die gleiche Frage, wobei es mir nur um die Performance 2 und die Super 2 Serien geht.
    ... Aber wie sind die Super 2 im Vergleich? Noch gedämpfter als die Performance, oder eher etwas weniger?


    Die Folienstärken sind unterschiedlich. Ich hab sie mal von offen nach gedämpft sortiert.


    Super2: 7mil + 5mil => das dünnste unter den doppellagigen, daher eher offener Klang - keine direkte Entsprechung unter den Remos, am ehesten mit Vintage A vergleichbar
    Response 2: 7mil + 7mil => typisch doppellagiges Fell, ordentliche Dämpfung, viel Wumms - wie Remo Emperor oder Evans G2
    Performance 2: 7mil + 7mil mit Verklebung im Randbereich: wie Performance 2 mit Zusatzdämpfung - etwa wie Remo PinStripe
    Force Ten: 10mil + 10 mil = zwei sehr dicke Lagen, viel Masse, viel Dämpfung - keine Entsprechung unter den Remos


    Nils

    Hallo,


    dieser Fred erinnert mich, in gutem Sinne, an den "Wie klingt eigentlich Leim?" Fred. :)


    In meiner Beckensammlung gibt es sehr unterschiedliche Bleche unterschiedlicher Hersteller. Nur von wenigen kann ich sagen, welche Bronze das ist.


    Bei einigen bin ich nicht mal sicher, dass es überhaupt Bronze ist. Da ist eine Hihat ohne irgendwelche Label, Stempel oder Gravuren, die ich mal bei einem Instrumentenflohmarkt für kleines Geld erstanden habe, die klingt sehr fein, klar mit hohem Pitch - optisch würde ich sagen, es könnte sich um Messing handeln. Hmmmm.................


    Nils

    "die PAN-Regelung der Einzelmikrofonierung wirkt sich auf das Stereobild wesentlich mehr aus als die Overheads".


    Das stimmt nur dann, wenn der Pegel der Einzelmikrofone höher ist, als der der Overheads. Man kann das auch umgekehrt machen und die Overheads dominant im Mix platzieren und die Einzelspuren nur leicht dazumischen.


    Alles in Allem sind das künsterische Entscheidungen, weniger technische. Technisch betrachtet gibt es kein objektives "Richtig" oder "Falsch". "Falsch" ist für mich, wenn mir das Eergebnis nicht gefällt, "Richtig" ist, wenn es mir gut gefällt. Man muss nur wissen, dass es immer Auswirkungen auf das Endergebnis gibt, egal wie man sich technisch entscheidet.


    Meine persönliche Sicht auf das Schlagzeug ist, es als Ganzes zu betrachten und auch klanglich abzubilden. Maximale Kanaltrennung ist nicht mein Klangideal, sondern es gehört für mich z.B. auch dazu, dass der Snareteppich mitraschelt, wenn man die Bass tritt oder auf ein Tom schlägt. Es ist dann meine (künstlerische) Entscheidung, das im Mix drin zu lassen bzw. sogar gezielt drin haben zu wollen. Es gibt aber Musik, für deren Klangideal der aktuelle Zeitgeist keine Overheads zur Abbildung der Trommeln vorsieht, sondern diese als Mikrofonierung für die Becken verwendet und das hat genau die selbe Berechtigung. Kunst eben.


    Der Threadstarter hat das Problem beschrieben, dass die Snare anfängt zu zerren, wenn die Einzelspur mit hohem Pegel zugemischt wird, was durchaus auf ein Laufzeit/Phasenproblem deutet. In diesem Sinne hat er wohl tatsächlich etwas "falsch" gemacht, weil das Ergebnis ihn nicht zufrieden stellt.