nils:
geh mal mit nem transienten designer an ne snare ran und geb mächtig viel sustain drauf... wie die nach hinten rutscht...
So ein Gerät greift tief in das Signal ein und ändern massiv dessen Verlauf. Davon sind nicht nur Amplituden und Frequenzen betroffen, sondern immer auch Zeitverläufe.
Der (analoge) Transientendesigner basiert auf zwei unterschiedlichen Hüllkurven-Generatoren für die Attack- und zwei Hüllkurver-Generatoren für die Sustainphase eines impulslastigen Signals. Aus den unterschiedlichen Hüllkurven-Paaren wird jeweils die Differenz gebildet (in unterschiedlocher Richtung) und damit dann ein Spannungsgesteuerter Verstärker (VCA) angesteuert - es wird also abhängig vom Signalverlauf die Verstärkung verändert. Der Einfluss der Hüllkurven-Differenz auf das Signal wird über je ein Poti eingestellt. Das sind die beiden Knöpfe für Attack und Sustain.
Der Vorteil der Konstruktion ist eine weitgehende Pegelunabhängigkeit. Daher kann man damit viel leichter umgehen, als mit einem Kompressor, auch wenn man damit ähnliche Wirkungen erzielen kann.
Man muss nur wissen, dass alles, was eine Hauptwirkung hat, auch eine Nebenwirkung mit sich bringt.