Beiträge von Hammu

    @ Lunarsnare: Diese relative Konservativität liegt nicht zuletzt daran, dass im Laufe der Jahrzehnte immer wieder mal die "Super Innovation des Jahrhunderts" angekündigt wurde (jedenfalls laut der Marketingabteilungen der Firmen), die sich aber leider in der Praxis oft nicht bewährten - und das gilt ganz allgemein und nicht nurfür die Drum-Branche.


    Da wird der Kunde schon etwas vorsichtig, zumal das Geld nicht bei allen potentiellen Käufern so locker sitzt - "gebranntes Kind scheut das Feuer" (deutsches Sprichwort).


    Ich habe mir seinerzeit auch mal ein Pearl Wood/Fiberglass-Set gekauft (noch als Schüler) und fühlte mich nach einiger Zeit des Spielens echt um mein, sauer erspartes, Geld betrogen - so bescheiden war der Klang. Und damals gab es noch kein Internet oder große Musikläden, wo man heute mal eben diverse Informationen bekommen kann.


    Einige Firmen und deren Innovationen (z.B. Sonor, Ludwig, Gretsch, Tama, Pearl, Yamaha) haben sich lange Jahre in der Praxis bewährt (mein, oben angesprochenes, Set ist wahrscheinlich die berühmte Ausnahme, die die Regel bestätigt) und sind recht wertbeständig geblieben und werden deshalb immer noch bevorzugt gekauft.
    Obwohl diese Firmen gerade kräftig dabei sind, mit ihren überteuerten Fernost-Billigsets unter ihrem Label ihren guten Ruf zu verlieren - eben Auswüchse des Kapitalismus, der keinen Wert mehr auf Qualität legt, sondern nur auf kurzfristige Gewinnmaximierung.


    Daher weichen auch Leute, die etwas mehr Geld haben, auf kleinere Customfirmen aus (z.B. im Drums und HiFi-Bereich). Diesen geht es schon eher um die Qualität.
    Nur gilt dort eine, evtl. angebotene, lebenslange Garantie auch nur, solange die Firma "lebt".

    Keine Ahnung, Bewertungen des Verkäufers sind ja O.K., aber 50 € Versand für so ein kleines Gerät sind schon mal eine ganz große Frechheit.
    Ich verstehe garnicht, wie man diesen Versandbetrag überhaupt in die Auktion bekommt, da Ebay normalerweise die Versandkosten von sich aus stark begrenzt (man hat z.B. keine Chance eine große 22" Bassdrum für mehr als 8,90 € Versand einzusetzen, ich habe es zumindestens nicht geschafft - Ebay hat immer abgeblockt mit Hinweis auf zu hohe Versandkosten).
    Tipp: Mitbieten, günstig abgreifen und die ADVO-Card bereithalten :Q .

    Könntest du das File bitte wo anders hosten? Ich hab kein Bock mir irgend ein Sch.. Tool zu installieren oder ständig Werbefenster weg zu klicken um an die Aufnahme zu kommen.


    Ich wäre auch fast auf den großen Download Button auf der Site reingefallen. Aber als ich mich da anmelden sollte, habe ich nochmal genauer geschaut - und siehe da, ganz unten auf der Seite ist ganz klein der Link für den Download des Soundfiles!

    00Schneider hat schon recht, der Membrandurchmesser hat nicht direkt was damit zu tun wie gut tiefe Frequenzen aufgenommen werden.
    ....


    Doch, hat es in gewisser Weise schon.
    Natürlich nimmt jede Membrangröße zunächst mal alles auf/bzw. gibt es wieder.
    Aber über die Membrangröße wird eine Selektion/ Über/Unterbetonung bestimmter Frequenzen vorgegeben - sonst hätten die Ingenieure des Original Subkicks ja auch einfach ein normales Mikrofon in das Tom einbauen können. Und das die einfach nur zuviel Basslautsprecher rumliegen hatten, und sie deshalb genommen haben, kann ich mir auch nur sehr schwer vorstellen. Ich glaube eher, sie wollten die, über die Membrangröße vorbestimmte, frequenselektive Verhalten der Speaker nutzen, um Subbässe kostengünstig aufzunehmen.
    Ein anderes Beispiel sind Kopfhörerlautsprecher. Winzige Kapsel geben zwar, ein mehr oder weniger lineares Frequenzbild wieder (abhängig vom Preis), doch dieses wird durch einen immensen elektronischen Filteraufwand vor der Wiedergabemembran erreicht.
    D.h. die wegen der kleinen Membran bevorzugt wiedergegebenen Mitten und Höhen werden quasi mit einem Equalizer auf das Lautstärkeniveau der, natürlich auch, übertragenen Bässe abgesenkt.
    Sonst könnte man sich ja auch einfach zwei Piezoscheiben als Kopfhörer vor die Ohrmuscheln pappen.
    Das erschien mir bis jetzt eigentlich recht logisch, aber ich lasse mich auch gerne, mit Datenblättern/Messungen vom Gegenteil überzeugen (vllt einfach mal einen aufgenommenen Frequenzschrieb von dem Subkick posten - der müßte dann ja, lautstärkemäßig völlig linear, die aufgenommenen Frequenzen darstellen).

    Ich denke, durch die große, relative schwere Membran wird das "Speaker-Mikrofon" die tiefen Frequenzen besonders hervorheben. Um hohe Frequenzen sauber abbilden zu können, müßte er sich ja viel schneller bewegen können - Bei Lautsprechern, diesmal in Richtung Wiedergabe, ist es ja analog - große, schwere Membranen übertragen bevorzugt tiefe Töne - kleine, leichte Membranen übertragen eben bevorzugt hohe Töne. Ein ungefilterter großer Basspeaker überträgt natürlich auch alle anderen Töne, nur in solch verschwindend geringer Lautstärke, sodaß sie nicht mehr wirklich hörbar sind.Er ist also im Prinzip ein, im herkömmlichen Sinn von Neutralität, schlechtes Mikrofon.


    P.S. Danke, der Sinn der Di-Box ist mir jetzt klar.

    Schönes Teil.
    Aber wofür braucht man die Di-Box? Kann man den Speaker nicht direkt an einen Mixerkanal anschließen?
    Bleibt das Tom hinten offen? Ich dachte, das Original wäre hinten zu, und das Gehäuse etwas gedämpft (mit Kunstfaserwolle, wie ein Speakergehäuse) - habe allerdings noch keins von nahem begutachten können.

    Seit ich so ein Evans Teil mal durchgespielt hatte, und der Filzbeater nun bei jedem Tritt an dem, noch unter dem Pad vorhandenen Kleber, hängen blieb und ich den Rest von dem "Schei..ding" nur mühsam mit Lösungsmittel (Isopropanol) vom, relativ neuen, Fell ab bekam, kommt sowas garantiert nicht mehr auf meine Felle. Mal ganz abgesehen von dem recht hohen Preis.
    Stattdessen schneide ich mir nun ein relativ kleines Kunststoffpad (aus einem altem Fell oder einer etwas dickeren Kunststofffolie, nur gerade so groß, das beide Schlegel draufpassen) und klebe es am Rand rundum mit Gaffa Tape ans Fell - absolut keinen Kleber mehr unter das Pad!
    Für mein Empfinden positiver Nebeneffekt: Dadurch, das das Pad nicht fest mit dem Fell verbunden ist (also quasi ein kleines bisschen Luft zwischen Fell und Pad ist), hat man ein kleines "Klatschen" bei jedem Tritt (fast wie bei einem Pinstripe, nur ist das Fell insgesamt nicht so gedämpft wie bei einem doppellagigem Fell), was den Kick etwas mehr hervorhebt.


    Und billig (und schnell austauschbar) ist es sowieso!

    Na dann, herzlichen Glückwunsch! Was ich immer sage, die alten, unbekannten Teile sind nicht immer die Schlechtesten - denn die Swinger Serie wird ja allgemein als nicht sooo gut angesehen.
    Aber scheinbar gabs da, wie deine Snare beweist, doch auch positive Ausnahmen.

    also wäre das rätsel noch nicht gelöst... würde mich irgendwie schon freuen wenns eine Sonor wär :D


    Warum, in Gottes Namen? Wenn sie gut klingt, ist das doch toll - und völlig egal, welche Marke es ist. Nur zu wissen, es ist eine Sonor Snare, ist doch blöde, oder?
    Es sei denn, du willst sie doch verkaufen - dann ergibt deine Frage natürlich einen Sinn (Verkaufsargument und so weiter) :Q .

    Nur? Das Kesselmaterial ist doch ein ganz wichtiger Parameter beim Klang/Preis-Unterschied von Drumsets. Die verschiedenen Kesselmaterialien haben natürlich auch klangliche Auswirkungen/Unterschiede (bei gleicher Befellung).
    Ob allerdings der Unterschied von 100% Birke beim VBX zu Birke/Basswood(Linde) Mix beim VX im Bandkontext noch deutlich hörbar ist, sei mal dahingestellt.
    der Unterschied Birke zu Ahorn wäre, glaube ich, schon deutlich hörbarer.
    Antesten hilft :Q Geld zu sparen!


    @Bouncing Soul (s.unten): Wenn die Folie sauber ganzflächig verklebt ist, also wie bei DW Drums quasi als äußere "Holz"lage verarbeitet wird, ist der Klangunterschied auch minimalst.
    Früher, als die Folien einfach nur locker dasTom umspannte und nur an zwei, drei Stellen verklebt waren, hörte man den Unterschied schon wesentlich deutlicher - die Schwingungen des Kessels wurden durch die Folie (und die Luftpolster darunter) sehr stark bedämpft.

    Ich würde auch in Richtung Lefima oder Tromsa tendieren.
    Aus heutiger (werbeverzerrten) Sicht ist sie wahrscheinlich nicht viel wert, aber wenn sie gut klingt, ist es doch egal, wieviel sie wert sein könnte, oder?
    Im Übrigen dürften sich heute viele gute Vintage Teile eigentlich nicht mehr gut verkaufen lassen ( Nur 5 Stimmschrauben bei alten Gretsch 10" Toms!!, chromierter Alukessel (mit galvanosierungstechnisch, vorprogrammierten "Rost"pickeln) bei den begehrten alten Ludwig Snares, superdünnes, gebogenes Holz bei alten Lefima Bassdrums (mit Vertärkungsbrett an der Verbindungsstelle!!), aber mit superfettem Klang, etc.) und doch gehen sie weg, wie warme Semmel.
    Ich habe auch einige alte Becken, die heute keiner mehr angucken, geschweige denn spielen würde - aber sie klingen eben imo gut genug, um sie zu behalten und zu spielen.
    Die vielen Stimmschrauben an modernen Trommeln sind auch doch nur dazu da, um z.B. die Snare exakter stimmen zu können - bei stabilen, verwindungssteifen Spannreifen (Guß oder eben diese alten, ganz flächig nach unten und nach innen gezogenen Spannringe wie bei deiner Snare) ist das eher überflüssig - und je weniger Hardware an solch einer Trommel dran ist, desto freier kann der Kessel schwingen (besserer Klang).

    Beim TD-4 währe es wohl auch der absolute Oberhammer, wenn sich da was am Preis ändert.
    Vier Wochen lang die Leute mit 399 ködern und dann für 449(?) in der Fläche stehen haben?
    Ich hoffe, so dreist sind die Damen Herren auch wieder nicht.
    Inc.


    Anders rum wird ein Schuh draus!
    Fllgendes Szenario: Roland wird das Modul nicht für 399 € los. Dann wird es virtuell (in den Medien) preislich auf 449 € hochgesetzt - und alle potentiellen Käufer rennen in die Läden und freuen sich, dass sie es doch noch für 399€ bekommen haben (und kommen garnicht erst auf den Gedanken, noch etwas runter zu handeln).
    Ergo: Aufgabe "höhere Verkaufzahlen" gelöst.
    Wäre doch durchaus ein möglicher Gedankengang, oder?


    veljko: Monopolisten werden leider immer "kriminell" (über die Bedeutung von "kriminell" läßt sich natürlich bestens streiten).
    (Wirtschafts)-Macht korrumpiert eben.