@ Lunarsnare: Diese relative Konservativität liegt nicht zuletzt daran, dass im Laufe der Jahrzehnte immer wieder mal die "Super Innovation des Jahrhunderts" angekündigt wurde (jedenfalls laut der Marketingabteilungen der Firmen), die sich aber leider in der Praxis oft nicht bewährten - und das gilt ganz allgemein und nicht nurfür die Drum-Branche.
Da wird der Kunde schon etwas vorsichtig, zumal das Geld nicht bei allen potentiellen Käufern so locker sitzt - "gebranntes Kind scheut das Feuer" (deutsches Sprichwort).
Ich habe mir seinerzeit auch mal ein Pearl Wood/Fiberglass-Set gekauft (noch als Schüler) und fühlte mich nach einiger Zeit des Spielens echt um mein, sauer erspartes, Geld betrogen - so bescheiden war der Klang. Und damals gab es noch kein Internet oder große Musikläden, wo man heute mal eben diverse Informationen bekommen kann.
Einige Firmen und deren Innovationen (z.B. Sonor, Ludwig, Gretsch, Tama, Pearl, Yamaha) haben sich lange Jahre in der Praxis bewährt (mein, oben angesprochenes, Set ist wahrscheinlich die berühmte Ausnahme, die die Regel bestätigt) und sind recht wertbeständig geblieben und werden deshalb immer noch bevorzugt gekauft.
Obwohl diese Firmen gerade kräftig dabei sind, mit ihren überteuerten Fernost-Billigsets unter ihrem Label ihren guten Ruf zu verlieren - eben Auswüchse des Kapitalismus, der keinen Wert mehr auf Qualität legt, sondern nur auf kurzfristige Gewinnmaximierung.
Daher weichen auch Leute, die etwas mehr Geld haben, auf kleinere Customfirmen aus (z.B. im Drums und HiFi-Bereich). Diesen geht es schon eher um die Qualität.
Nur gilt dort eine, evtl. angebotene, lebenslange Garantie auch nur, solange die Firma "lebt".