Tja, ich habe gerade tatsächlich die vollen 10 Minuten durchgehalten - damit ich auch mitreden kann und nichts verpasst habe. 
Positiv: das typische 70er Jam Session Feeling kam vom Sound und vom Spielerischen wirklich gut rüber - eben Jam Session - Sex, Drugs and Rock`n Roll, man spürte förmlich den rauchigen Keller, die leeren Bierpullen, den Schweiß. Freut mich, dass jüngere Musiker diese schöne Erfahrung auch heute noch machen können.
Negativ: Eben typische sessionmäßiges Gehampel an den Instrumenten, nichts Durchgängiges, nicht Weltbewegendes, kein Aha-Effekt - aber kann und soll es ja eigentlich bei solchen Sessions auch nicht sein. Einfach mal drauflosspielen, sich freispielen - ohne das feste Gefüge und den Vorgaben einer normalen Probe. Schön und geil für die agierenden Musiker, aber recht langweilig für unbeteiligte Zuhörer.
Was ich nicht verstehe, warum stellt man sowas zum Kritisieren ins Netz? Fishing for Compliments? Übersteigertes Selbstbewußtsein? Masochistische Neigung?
Damit wir uns da recht verstehen: würde ich selbst solch eine Session mitspielen, würde ich sicherlich auch dabei ausflippen und richtig meinen Spass haben (von daher verstehe ich den Grundgedanken schon), aber nach einer Nacht drüber schlafen, käme ich auch wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und würde nicht auch noch beleidigt sein, weil kaum einer das tolle Gefühl nachvollziehen kann und ehrliche Kritik äußert.