Mich wundert immer der Vergleich mit den Software-Lösungen.
Schließlich handelt es sich um komplett verschiedene Klangerzeugungen.
Module sind Synthezizer, das heißt die Klänge werden durch mathematische Algorythmen gebildet,
Software wie EZdrummer oder Superior Drummer sind Sampler. Hier werden ECHTE Instrumente mit
gigantischem Aufwand aufgenommen.
Und das Argument, das die Softwarelösung billiger ist wie das Modul zählt nicht, da ein latenzfreies Rechnersystem
ja auch bezahlt sein will und nun auch nicht soooo pflegeleicht ist.
Und etwas geht mit EZ und Konsorten nicht:
nämlich das schnelle Umschalten von einem Preset aufs nächste (z.B. von Song zu Song),
da laden die Softwarelösungen erstmal zw. 15 und 60 Sekunden die Samples, das ist bei ner Liveshow
schlicht unbrauchbar.
Beim Recording ist das wieder was anderes...
Insofern werden hier immer Äpfel mit Birnen verglichen.
Es wäre natürlich mal interessant zu erfahren, wer ein Modul konstruieren würde das:
- völlig latenzfrei arbeitet
- genug Arbeitsspeicher hat um Samples von 50 Sets parat zu haben
- ohne Lüfter auskommt und
- das maximal 1500 Euro kostet
- und nicht größer als ein TD-9 ist...
- aber nur Einzelein- und Ausgänge
- und ein großes Touchscreendisplay hat...
Viel Spaß! 
lg
Xian
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Das kann ich so mal nicht stehen lassen.
Erstens arbeiten die Rolandteile auch mit Samples (die man aber beim TD12/20 bearbeiten kann), jedenfalls wirbt Roland damit sogar teilweise.
Zweitens ist die Latenz ja ein Rechnerproblem, welches natürlich durch die, in den Modulen verbauten, "Steinzeitrechner" (im Vergleich zu aktuellen Rechnern - denn ich glaube fast, in denaktuellen Modulen arbeitet immer noch der UR-Z80 Prozessor aus dem ersten PC) entsteht.
Ich denke, jeder, auf Musikanwendung getunte, billige Bürorechner, hat heutzutage das Potential, latenzfrei riesige Mengen Samples abrufen zu können.
Und ein großer Arbeitsspeicher (für die schnelle Abrufung von Sets und Sounds) ist heute auch weder ein technisches, noch ein preisliches Problem.
Drittens könnte ich mir einen, auf Drumssound optimierten, Laptop (oder Notebook - ist besser zum Transport) vorstellen, der einen sehr großen Arbeitsspeicher hat, eine, aus aktueller Sicht, winzige Festplatte zum Speichern der Grundkonfiguration und der Abspiel/Bearbeitungssoftware) und einen ordentlichen "Trigger to Midi Konverter" an Bord hat - somit würden auch keine Latenzzeiten anfallen (Triggersignal-Wandlung funktioniert innerhalb der Module ja auch Latenzzeitfrei).
Man hätte ein schönes großes Display zum Bearbeiten der Sounds (Equalizer, Filter, Effekte, Verstimmungen - gibt es heute alles schon in perfekter Studioqualität softwaremäßig fürn Appel und nen Ei) und ein leicht transportables, durch Flashspeicher für Transportschäden recht unanfälliges, Drum - "Modul". Anschlüße könnten in Art des TD9 in Peitschenform realisiert werden. Würde mir zwar nicht wirklich gefallen, spart aber unbestreitbar den meisten Platz.
Es müßte sich nur mal jemand daran begeben, es zu bauen.