.... wenn noch mehr Leute sowas machen, wird es ja vielleicht auch bald mal viel komplizierter sein Becken zu tauschen.
Glaube ich eher nicht!
Denn für die großen Firmen ist es im Endeffekt billiger (ihr glaubt doch wohl nicht, dass ein Markenbecken wirklich soviel in der Herstellung kostet, wie es letztendlich an den Endverbraucher verkauft wird, oder?) diese Schäden schnell und unbürokratisch zu ersetzen, bevor sich solche schlechten "Haltbarkeiten" (egal, ob die Ursache falsches Spielen oder Materialfehler sind) von ihren Becken herumsprechen. Eine Imageeinbuße wäre ein GAU in der heißumkämpften Branche der Beckendengler.
Ich denke, heutzutage wird sehr viel mit den Legierungen experimentiert, um sie noch kostengünstiger herzustellen, den hohen Verkaufspreis aber beizubehalten (tja, Gier ist eben menschlich
) - äußerlich sehen die Becken fast noch genauso aus, wie vor 60 Jahren, aber ich glaube ein gut ausgebildeter Metallurg würde schon erhebliche Unterschiede in der Zusammensetzung der Bronzen (es gibt zig B20 und B8 Bronzen, die sich sehr ähneln, aber doch in ihren Eigenschaften stark unterscheiden) nachweisen können. Klar, wo viel experimentiert wird, gibts auch (zu unserem Leidwesen) immer wieder Fehlschläge, die es dann schnellstens zu vertuschen gilt.
Vor Jahren gab es mal einen ähnlichen Fall in der Surfbrettbranche. Jede Surfbrettbauer-Company versuchte damals durch geeignete Auswahl der Materialien, das Gesamtgewicht und die Shapes der Bretter zu reduzieren/verbessern, was sich in leichterem Gleiten und höherer Geschwindigkeit auszahlen sollte. Der Renner war ein Surfbrett der Firma KLEPPER, extrem leicht, wendig und schnell - ein Verkaufshit. Leider durfte man mit diesem Brett nicht auf den Wellen springen, da man bei der Landung u.U. mit den Füßen durch die Oberfläche des Brettes brach, was dann einem Totalschden am Brett gleichkam. Grund war die zu dünn gewählte Oberhaut des Brettes (wobei auch dergewählte Kunststoff recht schnell versprödete und brach). Innerhalb eines Jahres war damals die Firma KLEPPER als Boardhersteller weg vom Fenster (durch Imageverlust und zu hohe Rückzahlungen an die Kunden) - ich glaube aber, als Sportmode-Hersteller halten sie sich noch heute über Wasser.
Also schicken die Hersteller doch lieber zähneknirschend ein neues Becken und behalten den Kultstatus (der sich ja auch gut für sie auszahlt).
Aber das ist natürlich nur meine persönliche Theorie - vllt sind die Companies auch einfach nur tolle "Gutmenschen", die sich nur voll zufriedene Kunden wünschen. Amen!