Allerorts fordern in diesem Lande Gewerkschaften teilweise sogar zweistellige Lohnsteigerungen. Ich verfolge keine derartigen Entwicklungen in anderen Ländern, kann mir aber vorstellen, dass eine Erhöhung der Löhne um 8, 10 oder noch mehr Punkte die Hersteller durchaus zur Änderung der Listenpreise verleiten könnte.
Ansonsten ist unsere Schlagzeugerwelt in der BRD doch eine ziemlich freie: Dann werden halt Tama, Pearl und DW gemieden und sich ein Yamaha gekauft (falls diese im Betrachtungszeitraum die Preise stabil gehalten haben)
Es ist wohl eher so, dass die großen Companies von den Aktionären eine Rendite in bestimmter Höhe vorgeschrieben bekommen (wird diese nicht gezahlt, werden eben die Aktien verkauft und das Geld anderswo angelegt - kann auch ein völlig anderes Metier sein, Hauptsache hohe Rendite). Müssen nun höhere Arbeitslöhne gezahlt werden, gibt man diese einfach erstmal an die Käufer weiter - Hauptsache, die (Groß) Aktionäre bekommen soviel wie immer ausgezahlt und wandern nicht ab.
Doch lange klappt sowas natürlich nicht, dann gibts eben eine Börsencrash.
Aber das ist ja bei Vatern Staat nicht anders - das Geld, was jetzt den Bankern hinterher geworfen wird (weil die ja so gut gearbeitet haben
) holt man sich einfach später, über erhöhte Steuern, wieder zurück. Der kleine Verbraucher kann leider nicht einfach seine Staatszugehörigkeit kündigen oder Staatsaktien verkaufen, wenn ihm etwas nicht passt.
Und du hast m.E. Recht: für die Leute, die in Deutschland überhaupt noch genug freies (d.h. nicht zum Überleben nötiges) Geld haben, ist die Marktwelt recht frei - nicht nur bei Drums. Allerdings, wenn sich alle auf das Preiswerte stürzen, haperts bald an der Verfügbarkeit (oder wird eben auch teurer).
Unsere aktuelle Marktwirtschaft (jetzt mal global gesehen) ist ein verdammt kompliziertes und leider auch sehr fragiles Gebilde - das hier zu diskutieren eigentlich sinnlos ist.