Vllt etwas OFFTOPIC, aber ein interessanter Aspekt dieses Artikels dürfte folgender sein:
Wenn (laut verlinktem Artikel) eine MP3 Datei mit 128 KiloBit soviel schlechter ist, als das Original, dürfte eigentlich das Kopieren und Tauschen davon nicht strafbar sein. Wenn wir früher mit dem Kassettenrecorder Kopien von LPs gemacht haben, war das auch legal, da man ja keine 1:1 Kopie gemacht hatte (so wurde jedenfalls damals seitens des Gesetzgebers argumentiert und weil auf Kassetten und Rekordern Abgaben bezahlt worden sind), sondern eine Qualitäts und Datenreduzierte Kopie. Und Abgaben auf jeden Datenträger und Kopiergerät (heute eben CD Brenner) an die GEMA zahlen wir ja sowieso auch heute, also unterstützt man ja auf jeden Fall die Urheber (Künstler) durch Kauf und benutzung jener Gerätschaften. Denn nach obig zitierten Artikel hat man ja dann auch nur eine Qualitäts und Datenreduzierte Kopie vorliegen.
Im Gegenteil finde ich es Betrug am Kunden, der sich das Original kauft, und trotzdem um die Qualität gebracht wird (eben durch die, HiFi technisch gesehene, schlechte Abmischung im Studio).
Ich habe sogar schon von CDs gehört, auf denen zweierlei Musikdaten drauf sind - einmal die Originalmusik und einmal die MP3Files dieser Musik, die beim Abspielen über ein Computer CD/DVD Laufwerk automatisch abgespielt werden. Da heute quasi jeder DVD Player (auch die Standalone- Geräte) nur noch Computerlaufwerke eingebaut hat, wird also jeder Hörer der nur noch ein DVD Laufwerk in seiner Stereoanlage eingebaut hat, um die, von ihm voll bezahlte, Klangqualität gebracht. Und die, übers Netz legal vertriebenen, MP3 Files sind unter diesem klanglichen Aspekt dann auch überteuert.
Wenn das kein Betrug ist, dann weiß ich nicht mehr.
@slo 77v: Natürlich hört kein Mensch wirklich bewußt Frequenzen über 20000 Hz, aber die Frequenzen über 20 kHz bilden mit den tieferen, hörbaren Frequenzen, Interferenzen, die dann wiederum hörbar sind. Dadurch kann man überhaupt erst die verschiedenen Instrumente voneinander unterscheiden (z.B zwei hochwertige Geigen verschiedener Hersteller würden ohne die Frequenzinterferenzen völlig gleich klingen - nur durch die Obertöne sind sie klanglich auseinander zu halten). Also ist es schon gut, wenn auch die, nicht direkt hörbaren, Frequenzanteile der Musik mit übertragen werden. Unter anderem klingen deshalb auch Schallplatten heute immer noch besser, als CDs. Die CD nutzt einfach ihre Möglichkeiten nicht aus.