Beiträge von Hammu

    Allein schon mit der Mikrofonposition,der Mikrofon-Richtcharakteristik, dem Gate und Transientdesigner stehen einem tolle Werkzeuge zur Verfügung um die Releasezeit zu verkürzen.


    Aber gerade deshalb ist es natürlich heutzutage (imo zumindestens im Metal-Bereich) völlig egal, welche Bauform von welcher Drummarke und auch, ganz wichtig, welcher Qualitätsstufe einer Firma man sich auf die Bühne stellt, ein guter Tonkutscher wird immer einen annehmbaren Sound aus einem Drumkit hervorzaubern (ich habe sogar mal einen Drummer mit einem superbilligen Millenium-Kit gesehen und gehört, der hatte, dank des Mixers, einen echt amtlichen Sound - solange die Kiste nicht auf der Bühne zusammenbricht, ist also alles im grünen Bereich.
    Um den Bogen wieder zum Ursprung zu schlagen - für mich gibts eigentlich keinen Grund, irgendeine Drummarke, nur um der Marke Willen, zu bevorzugen. Einzig und allein die Optik (Farbe, Hardwarebestückung, etc.) wäre für mich kaufentscheidend und natürlich, ob die Firma ein Set mit meinen Klangvorstellungen im Programm hat.
    Daher gibt es ja auch von fast jeder großen Drum-Company eine Möglichkeit, sich, gegen Aufpreis, ein Custom-Set bauen zu lassen (Pearl Masters, Sonor SQ, etc.).


    P.S. Einzig in kleinen Clubs oder Kneipen (ohne Drumabnahme, von der BD mal abgesehen) ist der echte Grundklang/charakter eines Set überhaupt noch wahrnehmbar - und das eigentlich auch nur für Drummer (hinter dem Set und auch im Publikum ;) )

    Dazu kommt, das schlagzeuge zu 99% abgenommen werden; und ich habe es oft genug erlebt das die soundmenschen mit singenden toms eher probleme haben.
    Denen ist es doch nur recht wenn die Kessel pappetot klingen, is ja grade der irrsin.


    Ja, genau das meine ich ja mit klanglichem Unterschied - die einen Kessel "singen" (meist dünne Kessel, viel Obertöne), die anderen sind eher trocken (meist dicke Kessel), dafür aber subjektiv lauter. Dabei ist die Verarbeitungsqualität bei beiden Sorten, ab einem gewissen Preis, super gut.
    Ich habe die Beispiele ja direkt in meiner Familie: ich bevorzuge singende Trommel (für Cover, Jazz, moderaten Rock), mein Sohn macht Metal und steht daher auf absolut trockenklingende Trommeln (eben wg der Mixer auf Festivals (da muß es ja schnell gehen mit den Umbaupausen und manchmal habe ich auch den Eindruck, es gibt scheinbar nur einen amtlichen Metal-Sound, egal welche Drums da gerade auf der Bühne stehen :rolleyes: ) .
    Ich spiele z.B.ein altes Pearl MMX (mit dünnen Maple Kesseln und Verstärkungsringen), mein Sohn ein Tama Superstar (recht dicke Birkenkessel) und wir sind beide sehr zufrieden damit.
    Trotzdem liegt da ein gewisser Unterschied in den Sets (unabhängig von der Firma, da Pearl ja auch Sets mit dickeren Kesseln im Angebot hat und Tama auch dünne).

    Ich brauche auf jeden Fall einen Teppich unter dem Drumset - ohne ist der Sound der Snare mir einfach zu hart.
    Im Proberaum reicht so ein Teil völlig: http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/10250201/, für unterwegs habe ich mir sehr günstig einen PEARL Drumteppich gebraucht zugelegt - der läßt sich auf schlanke 50 cm x 20 cm x 20 cm zusammenrollen und hat einen praktischen Transportsack dabei (Positionsmarkierungen mit Gaffa halten perfekt).

    Nach welchen Kriterien sucht ihr euer Drumset aus? Was sollte das Set gewährleisten?


    Meine Kriterien beim Drumset/Becken-Kauf in dieser reihenfolge: Mir gefallender Klang, saubere Verarbeitung, Stabilität, Preis, Farbgebung.
    Da darf man sich vor allen Dingen nie vorher schon auf eine Marke festbeißen, man wird oft genug selbst überrascht bei der Shopping-Tour durch die Läden. Es gibt immer etwas Neues, was man vorher vllt garnicht auf dem Schirm hatte.
    Speziell bei Becken habe ich da schon sehr oft tolle Entdeckungen gemacht (allerdings meist beim Gebrauchtkauf (ist einfach preiswerter, besonders auch im Hinblick auf evtl. Wiederverkauf bei Nichtgefallen), ohne auf die Marke oder Serie zu achten).
    Und wichtig noch - bei jeder Marke, ob teuer oder billig, gibts Tops und Flops. Eine Marke allein ist leider kein Garant auf klangliche Qualität (verarbeitungs/stabilitätsmäßig allerdings schon).

    Da ich nur zwei Widerstände auf dem Platinchen erkennen kann, gehe ich mal davon aus, daß die nur dazu da sind, den Pegel vom Piezo etwas zu drosseln.
    Ich würde mal ein Pad bauen und den Piezo ohne Platine ans Gerät anzuschließen - im Zweifel kann man die Empfindlichkeit auch am Modul regeln.
    Der Anschluß meiner DIY Toms hat bei meinem damaligen DD602 ohne Probleme funktioniert.
    Der Ring in deinem Pad wird ein Schalter sein, da wirds dann schwierig sein, einfach ein Piezo für den Rand einzusetzen (es gibt im Netz und auch irgendwo hier im DF eine Schaltung, die das möglich machen soll, habe ich aber nie ausprobiert).

    Der Threadstarter fragt nach eienr Forelle und bekommt von uns mal einen Burger, mal ein Brathändl, mal die Wirtin des Hauses serviert.
    Bestellt hatte er etwas anderes! :D


    Eben wie im Restaurant - Fisch ist aus. darfs auch ein Schnitzel sein. Analog dazu: Von Mapex gibts heut nix, darfs auch ein Sonor sein :D

    :thumbup:
    Och wieso? Micro(foniert) kam das Set sicher gut.


    Ist natürlich ein Schreibfehler. Die Kicks waren "naturellement" deutlich kleiner/Kürzer.


    Ist aber garnicht soweit hergeholt, denn das, hier schon genannte, Millenium Travel Mate (https://www.thomann.de/de/mill…ransport_hip_gigwhite.htm) hat kurioserweise eine BD mit den Maßen 18" x 21" (Durchmesser x Länge) - in kleinen Räumlichkeiten (und dafür werden die Teile imo ja eigentlich gekauft) ist das natürlich ein No-Go, also völlig am Markt vorbei konzipiert.

    Ja klar, da hast du schon Recht, Jazz ist ein weites Feld. Ich wollte auch nur ausdrücken, daß die Becken eben nicht die Dunkelheit und "Trashigkeit" haben, wie mancher Bar-Trio Drummer es vllt erwarten würde - ich war auch etwas überrascht über die "Helligkeit" und die Konkretheit der HiHat (allerdings durchaus positiv). Sind eigentlich echte Allrounder (in gewissem Rahmen). Das ist neben meiner Uralt-TOSCO HiHat schon die zweite 15" HiHat, die mir gefällt. Ich kann daher auf 14zöllige HiHats gut verzichten - das ist aber natürlich wieder mal reine Geschmackssache.

    Ich hänge mich hier mal dran - bin seit dem Wochenende zufriedener Besitzer einer 15" Zultan CAZ HiHat (für 76€ bei Ebay geschossen)!
    Gleich vorweg: für Jazz, wie bei Thomann angegeben, halte ich die HiHat für zu schwer (Top 1220 g, Bottom 1450g), aber für Pop und Coverrock imo einfach genial - nie aufdringlich, auch bei geöffneter HiHat, schöne klare Aufzieher, im Bandverbund gut durchsetzungsfähig, trotz Größe gut beherrschbar (fast gleichmäßig laut bei geschlossenem und offenem Spiel (nur der Sound ändert sich), was ich bei vielen 14" HiHats vermisse). Fast so schön wie meine uralte 15" TOSCO HiHat (beide Becken je 1450g, waren mal Marschbecken (suspended?)).
    Kann ich nur empfehlen.

    Wenns unbedingt neu sein soll, sind die Angebote schon i.O. Ob Birke (Mapex) oder Maple (Pearl) ist eine reine Geschmacksfrage, die Farbgebung ebenso.
    Ansonsten sehe ichs wie mein Vor-Schreiber - gebraucht gehts halt preiswerter.
    Das kommt dann den Becken zugute - denn die müssen gleich von Anfang an gut klingen, da kann man nicht mit anderen Fellbestückungen oder Umstimmen noch etwas tunen.

    egliche diskussion um den Preis mit ihm brachte nichts. Er wollte umbedingt das der mindestpreis ab wann man bieten kann 750€ ist. und bei sofort kauf wollte er umbedingt 1400€ habe ihn überreden können


    Ja, kenn ich - mein Schwiegervater ist genauso, er meint wunder was er für Schätze hat, hat aber die Marktentwicklung der letzten Jahre nicht auf dem Schirm (der wollte ungelogen für einen Kassettenrecorder (der mal 1000€ gekostet hat, noch 500€ haben :rolleyes: ) - und keiner will/braucht mehr so ein Teil).

    Ich werde mal mit Filz als Pad experimentieren.


    Würde ich nicht machen - der hält nicht lange unter der Belastung und dann klebt irgendwann mal der Beater am Befestigungskleber des Pads fest, wenn das Pad durchgetreten ist (passiert übrigens auch gerne bei gekauften Pads, besonders bei den recht dünnen EVANS Pads). Deshalb fixiere ich das selbstgemachte Pad neuerdings lieber mit vier schmalen Streifen Gaffatape am Rand vom Pad fest, anstatt Teppichklebeband vollflächig zu benutzen. Soundtechnisch kein Unterschied. Ein dünnes Metall-Pad wäre vllt. auch noch interessant für einen klickigen Sound, aber da leidet dann wieder der Filzbeater drunter.

    Hat jemand schonmal von alten Pinstripes das obere Fell bis zum schwarzen Kreis ausgeschnitten, sodass man ein einlagiges, dünnes Fell mit "Dämpfungsring" außen hat? Ich habe das mit alten Pinstripes für meine Toms gemacht und bin sehr zufrieden damit.
    Klappt das auch für 22" Pinstripe Bassdrum-Felle? Will es als Schlagfell nehmen und nicht als Reso. Hält das auch ohne Slam Pad mit Filzbeater?


    Habe ich schon öfter gemacht (aber dann die innere Folie weggeschnitten - ist dann quasi ein PS3-Style Fell mit Dämpfring innen) - funktioniert einwandfrei. Allerdings ist der Haltbarkeitsgrad stark abhängig vom Spielstil (bei mir hälts auch lange ohne SlamPad, aber ich habe trotzdem eins drauf wg. des Kicks (ist präsenter mit Pad). Das Pad muß man auch nicht kaufen, das fällt ja quasi beim Ausschneiden der inneren Fellfolie an (in beliebiger Größe rund ausgeschnitten (mit dem Teppichmesser rund um eine Konservenbüchse oder mit heißer Konservenbüchse ausstanzen) und mit Teppichklebeband aufs Fell gepappt).

    Eigene Erfahrungen kann ich zwar leider nicht berichten, aber warum sollte das nicht funktionieren?
    In einigen aktuellen Cajons sind ja auch Gitarrensaiten als Snareeffekt verspannt.
    Man müßte sich nur eine Halterung basteln, denn die gibts mit Sicherheit nicht von der Stange (aber vllt mit Mini-Stimmmechaniken von einer Mandoline experimentieren?).

    Man könnte auch einfach einen SONOR Werbe-Aufkleber über die Löcher kleben - aber eine schöne Messingabdeckplatte wäre der Qualität der Snare angemessener (war echt ein Schnapper, auch mit Löchern).

    @leenble: EZDrummer, Superior Drummer haben schon viel bessere Sounds als das normale Roland-Modul, das ist schon wahr. Allerdings nutzt du dann das Modul nur als Pad-to-Midi Wandler und brauchst noch einen PC, auf dem EZDrummer, Superior Drummer laufen und den du dann mit dem Modul ansteuerst (für live also jede Menge Aufbaugefrickel).