Beiträge von Hammu

    @ WayneSchlegel
    Das kann ich hundertprozentig so unterschreiben. Mein Maple Set (Pearl MMX) ist auch wesentlich schwerer zu stimmen, als mein Birken Set (Basix Custom). Desweiteren habe ich auch als erstes das I.S.S. System vom Pearl verbannt und gegen ein Worldmax R.I.M.S. System getauscht. Zweitens spiele ich auch schon seit längerem nur noch einschichtige, coated Ambas (auf beiden Sets, erhöht das Sustain immens) und drittens habe ich mit Gussreifen auch nur selten (und wenn, dann nur auf einigen Snares) gute Erfahrungen gemacht. Ich denke, Gussreifen haben ihren guten Ruf noch aus eibner Zeit, als es noch keine 2,3 mm Stahl Powerhoops gab, d.h. die damaligen Stahlreifen waren zu beweglich (und verbogen sich mit der Zeit). Gussreifen waren dagegen total starr und waren daher auch leichter zu stimmen. Nicht alls was stabil ist, ist auch soundfördernt (s. alte Sonor Phonic/Phonic Plus - die Werbung mit dem fetten Typ, der auf der Trommel steht - dicke, atombombensichere Kessel, aber wenig Kesselschwingung, trockner ,mittiger Klang).


    Ich benutze seit langem nur einschichtige Felle auf meinem MMX, sie klingen einfach dynamischer. Sie sind aber auch etwas schwerer zu stimmen als die doppellagigen (wegen der Obertöne). Ich benutze Remo Ambassador. Ich habe auch schon Aquarian Satin coated probiert (sind einen Tick dicker als Ambas), aber da war das 10" Tom schon zu trocken mit. Aber generell sind einlagige Felle nicht besser als doppelte, nur der Sound ist anders - also eine reine Geschmacksfrage.

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    Original von gizzmo
    ...und genauso gibts Berichte über gerissene Zildjians und Paistes, hab erst kürzlich darüber gelesen...Bei Stagg wird natürlich deutlicher hingeschaut, weil man ja bei dem Preis was scheißiges finden muss, wo doch alle assimilierten Markenjünger erzählen, wie wichtig es ist 300 Euro fürn 16" crash auszugeben....Solltest du dir die Mühe machen wollen, Studien über die identitätsstiftenden Kriterien bei der Platzierung und Pflege einer Marke am Markt zu studieren, kann ich dir empfehlen, am besten auch mit Grundnahrungsmitteln vorzusorgen....
    ...aber egal, jedem so, wie er meint... bin halt immer wieder etwas verwundert über diese Promotionmärchen...


    Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen - du sprichst mir voll aus der Seele !! Gerade bei K-Zildjians und Paiste Giant Beats scheint mir die Verklärung besonders groß zu sein. Nur was alt ist, ist gut - oder so. Ich habe schon richtig teure K`s gehört, die für mich schrottig klangen. Im Gegenzug habe ich auch Stagg DH Crash - Becken (allerdings aus der DH Vorserie), die ich nicht mehr hergebe, weil sie so gut klingen. Stagg Splashes sind sowieso super. Da klingen auch einige SH`s sehr gut. Man muß nur etwas länger suchen.

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    Original von Tusk
    @drumstudio


    ............Grundsätzlich denke ich,das grosse Namen nicht unbedingt ihr Geld wert sind,umgekehrt aber bei noch unbekannten
    Marken durchaus gute Qualität bekommen kann.Ob das immer "politisch korrekt sein mag,ist sicherlich eine ganz andere Frage.Aber hat ein Pearl
    Mitarbeiter in China bessere Arbeits und Lebensbedingungen als ein Mitarbeiter bei Basix oder Platin?Von ökologischen Dingen ganz zu schweigen.I don`t know.Da weisst du sicherlich mehr.


    Genau das ist der Punkt! Eigentlich alle großen Marken lassen ihre Trommeln heute in China produzieren (das ist aber nur meine Meinung - zumindestens bei anderen Dingen, Elektronik etc. ist das definitiv so. Zumindestens bei Pearl ist das schon sehr lange so - mein altes MMX ist made in Taiwan), pappen ihren Namen drauf und verdienen sich eine goldene Nase (und lachen sich über die doofen, unwissenden Käufer kaputt). Dann doch lieber gleich ein original chinesisches Produkt (z.B. Basix, Platin)kaufen, dann steckt man sich die Gewinnmarge wenigstens selber ein. Und ich denke, jetzt mal Kinderarbeit ausgenommen (die sollte wirklich nicht sein), so schlecht geht es einem chinesischen Mitarbeiter garnicht. Aus unserer Sicht verdient er zwar sehr wenig, aber ohne diesen geringen Verdienst hätte er überhaupt nichts. Und die Lebenshaltungskosten in China sind meines Wissens auch wesentlich niedriger als bei uns - obwohl, wir arbeiten dran (s. Hartz 4 und Steuererhöhungen). Demnächst lassen die Chinesen dann bei uns produzieren.

    Was ich ganz schlimm an diesen ganzen Tests in den Drummerzeitschriften finde, ist, das bei teuren Marken oder Custom Sets, die negativen Aussagen (im Gegensatz zu Tests von Billigsets) geschickt in eine positive Aussage umformuliert werden, um eine Begründung für den (für die Leistung) überhöhten Preis zu liefern.


    Beispiel aus der aktuellen D&P (Test des Odery Privilege Kits, schlappe 2195 €): "...die Toms klingen knackig klar mit kurzem Sustain, und vor allem bei tiefer Stimmung zeigen sie einen dunklen Charakter. Bei hellerem Tuning kommt mehr und mehr ein kurzer, knackiger Ton mit recht scharfem Anschlag zum Vorschein, der mit einschichtigen Fellen noch mehr dominiert und mit den aufgezogene, doppellagigen Evans etwas abgeschwächt wird. Somit sind diese Felle die richtige Wahl für das Set. Den trockenen-knackigen Klang hören wir auch bei der Bassdrum, wobei hier der dunkle und warm-bassige Charakter noch deutlicher im Vordergrund steht. Ein wenig Dämpfung tut gut, wenn man einen mehr satten, druckvollen Punch benötigt."
    Hört sich recht gut an, nicht wahr? Muß ja auch, teuer kann ja nicht schlecht sein!

    Aber........


    Bei billigen Sets hätte da gestanden:".....die Toms sind sehr höhenlastig und haben, trotz der Freischwinghalterung, kaum Sustain. Bei höheren Tunings wird der Klang noch kürzer und auch härter, einlagige Felle sind nicht zu empfehlen. Der Einsatz des Sets ist daher nur für Rockmusik sinnvoll. .....Auch die Bassdrum klingt sehr trocken und kurz, mit etwas Dämpfung erreicht man aber doch noch einen, für harten Rock, benutzbaren, punchigen Sound."


    Deshalb lese ich die Tests in diesen Zeitschriften eigentlich garnicht mehr. Nur die Vorstellung neuer Trends und Technikneuerungen rechtfertigen den Kauf dieser Zeitschriften. Man muß ja auf dem Laufenden bleiben.

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    Original von Gast


    Doch!
    Frag mal die Basix Mafia hier, die werden dir was anderes erzählen.


    Warum? Ich spiele auch ein Basix Custom aus Überzeugung, und freue mich trotzdem immer wieder, wenn es auch andere Nichtmarken Produkte gibt, die gut klingen und trotzdem einen vernünftigen Preis haben. Ich habe das Platin auch schonmal angetestet, mich dann aber fürs Basix entschieden, weil ich schon ein Maple Drumset (MMX) habe und einfach mal ein Birken Drumset haben wollte. Die neuen Ahorn Magnas sind übrigens auch nicht schlecht.

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    Original von wuschel82



    ...da liegst du richtig mit deinem Gefühl - wäre auch schlimm wenn nicht ;) :D


    Leider doch. Soweit ich weiß, waren die alten Exports aus Phillipine Mahagoni (dunkler, voller Klang). Die neuesten Exports sind aus Pappel, also mit eher matschigen, trocknen Sound (s. auch alte Sonor Force 1000/2000 - da sind die neuen aber aus Birke, was sich positiv auswirkt).
    Aber das ist nur mein Klangempfinden, ich mag den Klang von Pappel (Poplar) einfach nicht.
    @ Themenstarter: Also müßtest du aus deiner alten BD locker ein ordentlich tiefes Pfund rausholen können, da sie ja noch aus Mahagoni sind.


    Ich habe mir gerade die angegebenen Zultan angehört. Ich finde sie sehr schön vom Klang. Aber für 365 € findest du auch sehr gute, gebrauchte Paiste 2002 oder Zildjian/Sabian Becken (z.B. hier in den Kleinanzeigen).

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    Original von The FloW
    kauf dir lieber nur 2 anständige Becken, alte Alphas würd ich dir nicht empfehlen, da kann man gleiche 101er nehmen...
    Da ist ein Satz von den billig Sabians die bessere Wahl


    Ich mag Paiste Becken im Allgemeinen nicht so sehr, egal welche Serie. Aber zwischen 101 und Alpha ist doch wohl ein himmelweiter Unterschied, den ja sogar ich als eher B20 Jünger höre und respektiere. Die Alphas sind Becken, die 101er nicht. Und die Billig Sabians (Solar) schon garnicht. Die B8er gehen zur Not noch, sind aber auch nicht viel besser als alle anderen Billigbecken der Markenfirmen. Nur der Sabian (Paiste, Zildjian, etc.) Aufdruck allein ist noch keine Qualität. Dann besser günstige Zultan, Istanbul oder Stagg DH Becken.


    Zum Drumset: Sowohl das Basix Custom, als auch das Roadworx sind gute und schöne Sets mit ordentlichem Sound, die man lange Jahre spielen kann.


    Nicht das Phonic Plus war damals die Krone der Schöpfung, sondern das Sonor Signature (hatte zwar auch die langen Kessel aus Buche (auf Wunsch auch dünner), wie die Phonic Plus, aber zusätzlich eine Innen/Aussenlage von Bubinga, Rosenholz oder Makkassar. Ich habe mich damals allerdings auch für das viel billigere Phonic Plus in MahagoniRot (nur rot gebeizte, dicke Buchenkessel) entschieden. Aber nach einiger Zeit ging mir der sehr trockene, mittige Klang auf den Geist. Freischwinghalterungen (R.I.M.S.) brachten zwar etwas Abhilfe, aber der Sprung zu einem SonorLite in Maserbirke mit normalen, dünnen Kesseln war vorprogrammiert. Daher auch der günstige Preis für Alt - Sets.

    Mein Vorschlag (so mache ich es jedenfalls): Schau, welcher Thread deiner Frage am nächsten kommt, in deinem Fall z.B. Paiste Becken oder Welche Hihat soll ich kaufen etc. Wenn du deine Frage dorthinein postest, kommt der Thread nach oben (up) und wird von den meisten Forumsmitgliedern auch gelesen (und evtl. beantwortet).

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    Original von logicmac
    Also wenn ich die Antworten hier so analysiere sieht es nicht danach aus das ich mit der Snare einen guten Kauf tätigen würde. Es hört sich eigentlich durchweg negativ an. Somit lasse ich erst einmal die Finger von Spaun. Kann man denn Spaun irgendwie mit einer anderen Marke Qualitativ vergleichen? Ich hätte jetzt gedacht das Spaun so in der Liga von dw spielt. Das mit der Folie scheint wohl typisch amerikanisch zu sein. Bei DW wird anscheinend auch in hohen Preissegmenten noch mit Folie gearbeitet. Ich hätte nun wirklich ein Schnäppchen vermutet weil die auch so angepriesen werden.
    Sollte es doch nur Geschäftemacherei sein?



    http://www.just-music.de/search.html


    Spaun ist sicher nicht die schlechteste Marke, aber eben, im Moment, eine gehypte Marke. Alles angeblich Custom. Haben ja auch ein paar angesagte Endorser. Das heißt aber nicht, daß alles von Spaun gut ist. Ich würde nur meinem Ohr trauen und bestellen, wenn es ein Rückgaberecht gibt. Der Gedanke mit dem Super - Schnäppchen soll ja gerade vermittelt werden, um Unentschlossene zum Kauf zu bewegen. Halber UVP (und das bei einer momentanen IN - Marke), wer kann da schon nein sagen?
    Wenn die Folie, wie bei DW, als letzte Furnierschicht voll verklebt wird, ist dagegen auch nichts zu sagen. Wenn man es mag.


    Absolutionen kann und sollte man sich hier nicht holen wollen. Das Kind ist nun mal in den Brunnen gefallen. Aber alles muß heutzutage ja gestern schon
    passiert sein - am besten alle Becken auf einmal, egal wie Schei....!Und vor allem Marke, egal wie mies die Serie ist. Ich habe mindestens ein Jahr nur mit einer HiHat am Set gespielt und lange gebraucht, bis ich ein Ride leisten konnte. Na und? Ging auch. Aber tröste dich, lernen über den Geldbeutel ist aber immer die heilsamste Medizin!


    Ach ja, und die Hihat kannste ja jetzt am Besten selbst bewerten, da du sie ja schon bespielst. Gib bitte deine Erfahrung an andere Einsteiger weiter.
    Als Warnung für Alle:
    http://cgi.ebay.de/Paiste-101-…14435QQrdZ1QQcmdZViewItem

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    Original von williken


    wieso denn das?
    und jetzt komm nicht mit: "aber ich hör da nen Unterschied"...
    hab letztens im Drumcenter eine folierte Solid Pork Pie angespielt und diese Snare kam dem, für mich perfekten Sound schon sehr nahe.
    logicmac: frag doch einfach mal den Laden, wie es mit dem Umtauschen geht, oder ob sie dir evtl. netterweise die Snare zum Testen zuschicken würden.


    Ich mag einfach keine Folien, weil die Hersteller der Trommeln sich damit oft ein vernünftiges Holz sparen. Mit Folie wird meist ein billiges Furnierholz kaschiert, aber trotzdem voll abkassiert. Es gibt sicher Ausnahmen, aber in der Regel ist es so. Und deshalb gebe ich ganz einfach keine 300 € für eine folierte Trommel aus. Aber da ich sowieso am liebsten Messing Snares bespiele, bin ich auch noch nicht in die Verlegenheit geraten, mir eine solche Snare kaufen zu wollen.

    Zitat

    Original von Iron Cobra


    findest du die wirklich feiner im vergleich zu den obrigen?


    Genau, da find ich die Meinl MCS aber feiner vom Klang (auch ohne daß Zildjian draufsteht).

    Genau, diese Gefühl habe ich auch. Ich glaube mittlerweile auch, daß es nur ein einziges Trommelwerk in China gibt, das für alle möglichen Firmen im Auftrag baut (wie z.B. in Amerika Keller). Zu ähnlich sind die Qualität (ja, die ist wirklich vorhanden) und der Klangcharakter verschiedener neuer Drumserien (von Ludwig bis Sonor).

    Selbst eine andere Snare würde ich nicht für 300 Euro kaufen, wenn sie foliert ist. Und ohne Probespielen schon überhaupt nicht. Aber dein Beispiel zeigt doch, daß das alte Spielchen mit dem hohen UVP und dem vermeintlichen Superschnäppchenpreis immer noch funktioniert - es lebe mal wieder der seriöse Händler vor Ort.

    Ich weiß garnicht, warum Becken "zuasmmenpassen" sollen und was das überhaupt bedeuten soll.
    Ich kaufe mir z.B. ein 16" Crash, weil es an einer Stelle des Songs für die Betonung (Hervorhebung) dieser Stelle benutzt werden soll. Dann kommt es doch nur darauf an, ob mir persönlich der Klang
    (Länge, Obertongehalt, Lautstärke, etc.)
    dieses Beckens zusagt. Für eine andere Stelle eines Songs brauche ich nun vllt. aber ein etwas länger
    und/oder mit mehr Oberton
    klingendes Becken. Also gehe ich auf die Suche nach einem Becken das meinen genauen Vorstellungen (natürlich auch immer in Hinblick auf meine Geldbörse) entspricht in eine Laden und teste. Ob das Becken zu den vorhandenen passt ist mir erstmal schnuppe, weil ich ja einen ganz bestimmten Klang(effekt) im Ohr habe. Das Einzige, wobei die Becken zusammenpassen sollten, ist meiner Meinung nach die Ansprache/Lautstärke - es sollte schon so sein, daß ich bei gleichbleibender Schlagstärke auch die gleiche Ansprache/Lautstärke erhalte, sonst klingt alles irgendwie unausgewogen. Tonhöhenmäßig müssen sie nicht unbedingt zusammenpassen, ich will ja kein Lied darauf spielen (Becken sind ja auch kein Xylophon, für eine Oktave bräuchte ich ja dann acht Becken). Andererseits sind Becken immer auch ein Kompromiss, soll heißen: ein 16er Crash passt hier im Song super, bei einem anderen (vllt. ruhigerem Stück) überhaupt nicht. Daher rührt die riesige Anzahl von Becken bei einigen (finanziell potenten) Drummern oder Endorsern einer Beckenmarke. Die wollen eben keine großen Kompromisse eingehen - da ist jedes Becken vllt. nur für einen Song innerhalb des ganzen Gigs. Mir wäre das zuviel Schlepperei (denn die Ständer kommen ja auch noch dazu). Deshalb haben viele Jazzer meist nur zwei !! Becken, die man sowohl als Crash und Ride benutzen kann (die sind eben noch fauler). Du siehst schon, erstmal ist dein eigener Geschmack (eigenes Klangempfinden) wichtig. Und deine Entscheidung kann und sollte dir niemand abnehmen. Vergiss das "Zusammenpassen", das ist typisch deutsch - alles muß wohlsortiert und ordentlich sein.:D Erlaubt ist alles, was dir Spaß macht.