Beiträge von Hammu

    Sind Supraphonic und Black Beauty ein und dasselbe?


    Nein, soweit ich weiß, hat die Black beauty einen schwarz vernickelten Messing (Brass) Kessel, und die Supraphonic einen Aluminium-Kessel.
    Die Kessel von Supraphonic und Acrolite sollen wohl identisch (bis auf die Spannböckchen) sein - nur die Supraphonic verchromt - dummerweise, da Chrom auf Aluminium nicht sonderlich gut hält (daher auch die "Rostpickel" auf alten Supras).


    Also völlig normale, weitverbreitete Materialien - obwohl da wohl noch irgendetwas Anderes sein muß, was den Klang der Ludwig-Snares so eigen macht (vllt Gratung?).
    Ich konnte letztens im Laden mal eine neue 14" x 6,5" Supraphonic (630€!!) gegen eine neue 14" x 6,5" Ludwig Supralite (Stahlkessel, 200€!!) testen - und empfand, sie lagen klanglich garnicht sooo weit auseinander, aber, im Grundklang, beide weit trockener, als Snares von anderen Herstellern.
    P.S.Ich habe in meinem bisherigen Drummerdasein bereits zwei 14" x 6,5" Ludwig Supersensitiv Snares und eine 14" x 5" Supra besessen und gespielt. Habe sie aber letztendlich immer wieder verkauft, weil mir der Sound doch nicht so zusagte (und bei den Supersensitives die Teppich-Einstellmöglichkeiten einfach zu grottig waren ). Ich bin dann irgendwann mal bei zwei Pearl Snares (14" x 6,5", Brass Freefloating und Sensitone Brass/Blacknickel) hängengeblieben und habe es bis jetzt nicht bereut - alles eine rein persönliche Geschmacksfrage.

    selbst bei nicht optimaler Stimmung und nicht nicht optimaler Spielweise klingt die Snare top.


    Naja, alles ist relativ - bei einem Anfänger wird auch diese gutmütige Snare beschi.... klingen. Bei einem echten Drumcrack wird, im Gegensatz dazu, sogar ein Pappkarton (entsprechend mikrofoniert und equalized) super klingen, einfach durch seine Spielweise, Artikulation, etc.
    Ich finde, beim derzeitig sehr hohen Preis der Supra (neu wie alt (LUDWIG macht wahrscheinlich 80% seines Umsatzes mit der Supra, der Rest ist imo doch eher bescheiden)) steckt ne ganze Menge Nostalgiebedürfnis des Käufers und Vintage/Prestige-Getue dahinter. Wenn man die Kohle hat ist das OK - wenn nicht, ist es aber auch kein Beinbruch, keine Supra zu spielen (meine PEARLS (beide Messing) klingen, selbst bei meiner relativ bescheidenen Spieltechnik, auch richtig gut).


    P.S. Meine erste LUDWG Supersensitiv 14" x 6,5" (quasi die Supra (identisches Kesselmaterial und Hardware), aber mit Parallelabhebung) hat mich Mitte der 70er Jahre neu 500 DM gekostet und das nicht in einem Superstore, sondern beim kleinen Händler um die Ecke. Das nur zum Thema der heutigen, überzogenen Preise.

    Vergiss die Snare aus Ebay - hat mit Ludwig nichts wirklich zu tun (in China unter Vorgaben von Luswig gebaut) - einfachste Dutzendware. Mir wäre im Übrigen eine 4,5 " tiefe Snare zu flach für Rockmusik.
    Die "echte" alte Ludwig Supraphonic hat schon was (Nostalgie, Mythos, ein bißchen auch der eigenständige Klang (nahtlos gezogener Aluminium-Kessel)) - ist aber den horrenden Preis nicht wirklich wert. Ich habe seinerzeit meine 14" x 5" Ludwig Supraphonic verkauft und habe mir vom Erlös eine 14" x 6,5" Pearl Messingsnare (mit Blacknickel Oberfläche) gekauft (und noch einiges Andere :D ) und bin bis heute damit zufrieden.

    Wir können hier lange schwafeln über den Klang von Becken - Fakt ist, du mußt die verschiedensten Beckensorten selbst einmal gehört haben (und zwar live im Musikladen!! Internet ist ganz nett, aber der Klang oft verfälscht - man weiß nie, mit welchen Mitteln der Klang aufgepeppt wurde), um dir ein Bild vom grundsätzlichen Klang zu machen!!


    Ich hatte neue und alte Alphas - die Alten (Kreis mit Viereck) gefielen mir besser - weniger metallisch, wärmer - ABER noch lange nicht so gut, wie meine jetztigen 2002 (14" HiHat und 22" Rides). Wobei ich da auch einschränken muß - mein altes 22" 2002 Ride (schwarzer Aufdruck) gefällt mir besser, als mein neueres 22" 2002 Ride (roter Aufdruck). Wie bei den Alphas ist das ältere Becken wärmer und dynamischer spielbar als das Neuere, welches mehr in eine metallische Richtung geht (aber das scheint eh der Trend bei B8 Becken zu sein - härter, lauter, metallischer). Aber alles eine Klangetage über den Alphas (wie auch immer die das, bei Verwendung der gleichen Bronzelegierung, hinbekommen).
    Und für Crashes nutze ich nur B20 Becken (Masterwork, Diril, Tosco, Sabian) - klingen einfach voller, komplexer, schöner, als B8 Becken.
    Aber gilt alles nur für meinen Geschmack - du mußt dir selbst deinen Geschmack ausbilden und dein persönliches (Traum) Beckenset zusamnnen"hören" (das braucht Zeit und Vergleiche), da kann dir leider niemand wirklich bei helfen.
    Deshalb würde ich nur gebrauchte Teile kaufen, die bekommt man, bei Nichtgefallen, wenigstens ohne große Finanzverluste, wieder verkauft.

    Da mir im Proberaum der Teppich-Klang meiner 14" x 6,5" PEARL Sensitone Brass Snare zu "schrill"/brilliant/höhenlastig war, habe ich einfach versuchsweise am Rand ein Stück dünne Pappe (in der Breite des Teppichs x 2 cm) zwischen Snareteppich und Resofell geklemmt - und siehe da, die Snare klingt viel weicher (aber auch etwas leiser), was sie im Lautstärkeverhältnis zu den Toms besser integriert klingen läßt.
    Damit das Stück Pappe, bei heftigem Spiel, nicht sofort wieder davonsegelt, habe ich es mit zwei kleinen Stückchen Klebeband (rechts und links) fixiert. Je mehr das Stück Pappe in die Snaremitte rückt, desto dumpfer wird der Sound.
    So habe ich mir teure Experimente mit anderen Snareteppichen oder Resofellen erspart.


    Die Dicke der Pappe kann man leider nicht messen - da zu dünn.

    Leider kann ich zu den vorliegenden Becken nichts sagen, aber ich nutze auch zwei alte 15" TOSCO (B20 Bronze, Made in Italy, um die 1450 g je Becken) "Marsch"-Becken als HiHat, die supergut klingen - sehen aber von der Hämmerung ganz anders aus.
    Aber wenn sie gut klingen, wäre mir die Marke auch schnuppe.

    Ich sagte, daß ich da keinen großen Unterschied im Klang höre


    Ich denke, man muß auch mal schauen, welcher Musikstil gespielt wird.
    Im Metal Bereich wird man da sicher weder bei einem Freischwingtomhalter noch bei Rosette/Tom Kombination irgendeinen Unterschied im Klang wahrnehmen (diese Drums sind bei den Hauptacts eh meistens getriggert, was mich schon oft bei einem Festival genervt hat - fast jede Metal-Band hat heutzutage den gleichen Drumsound, absolut austauschbar, ob da nun Tama, Pearl, Sonor oder sonstwas auf der Bühne steht).
    Beim kleinen Akustik-Clubgig/Barjazz wird man den Unterschied schon eher wahrnehmen und auch wenn es vllt nur dem Drummer auffällt, es klingt imo viel klarer, transparenter, offener und runder mit Freischwinger und Co.

    Und ddrum scheint da wohl nicht auf Augenhöhe mit Yamaha, Pearl & Co.


    Naja, ich denke da auch nicht so sehr an die "echten" Hochpreis-Yamahas, Sonors, Pearls,etc., sondern eher an die Unter/Mittelpreis-Sets, die eigentlich nur einen nachträglich aufgeklebten Markensticker haben und die auch, klanglich wie verarbeitungsmäßig, beliebig austauschbar sind und trotzdem recht teuer. Die dürften von der fast fehlenden Qualitätskontrolle ebenso betroffen sein, wie die DDrum-Sets - könnten also auch Ausreißer haben, sind aber, wie DDrum Sets, auch brauchbar.

    die Qualitätskontrolle in jüngeren Jahren wohl eher dürftig geworden ist, dass man mit ddrum durchaus mal ein recht gutes Set für relativ schmales Geld ergattern kann, aber genausogut auch ein Set, das nachher Frust verbreitet


    Das gilt mittlerweile auch für hochpreisige, neugekaufte Gerätschaften (z.B. DW 9000 Fußmaschinen, TAMA Drums, etc....), habe ich mal irgendwo gelesen ;) - es wird also immer ein Montagsprodukt geben, aber heutzutage eben mehr denn je.
    Der Käufer kanns ja vorher ordentlich untersuchen. Achja, die Farbgebung finde ich sehr erfrischend im üblichen Drumset-Einheitsbrei.

    Es gäbe da aber wohl eine größere Fertigungskonstanz (klanglich)


    Das wird auch der Hauptgrund sein - alles was noch ordentlich klingt, aber nicht dem exakt Referenzbeckenklang entspricht, wird nicht wieder eingeschmolzen, sondern wahrscheinlich unter "Troy" verkauft. So macht man, über den Preis, auf sich aufmerksam, und hat weniger Arbeit (wieder einschmelzen, neu dengeln, etc.-alles viel Aufwand) - zwei Fliegen mit einer Klappe.
    Ich bin mit meinen, günstig gebraucht gekauften, Masterwork-Custom Becken auch total zufrieden. Warum die arrivierten B20-Beckenfirmen (Zildjian, Sabian) soviel teurer sein müssen - keine Ahnung (vllt. die Herstellungskosten-Manpower ist eben doch teurer ausserhalb der Türkei oder Chinas). Zumindestens Meinl B20-Becken müßte eigentlich preiswerter sein, da sie ihre "Ur"-Bleche ja schon vorgedengelt aus der Türkei beziehen (seltsamerweise sind sie es in Amiland ja auch ;( ).

    Ich habe ein gebrauchtes Roland TD6 mit selbstgebauten Meshhead-Trommeln (Bauhilfen gibts hier im Forums massenweise) und fertigen Millenium Gummibecken (die sind garnicht mal übel) - bin sehr zufrieden damit. Natürlich sind die Sounds nicht so toll, wie die auf dem PC, aber es hindert dich ja keiner, das TD6 Modul einfach als Midiwandler zu "mißbrauchen" und den PC anzusteuern. Dann hast du auch amtliche Sounds. Die Verzögerungszeit durch die Umsetzung ist zum Üben imo eher vernachlässigbar.

    Anzeigen/Auktionen sollten schon eindeutig und in sich schlüssig sein (also Bild sollte zum Text passen) - sonst würde ich die Finger davonlassen.
    Es gibt bestimmt zuviele juristische Wortverdrehungsmöglichkeiten, wo so ein Verkäufer mit seiner Auktion doch noch durchkommen könnte - und dann schaut man als Käufer in die Röhre.
    Wer keine ordentliche Anzeige/Auktion zustande bringt, verkauft eben nichts - so einfach kann das Leben sein.

    Der Sound der Kessel ist eher dumpf und paßt zur damaligen Rock-Szene. Wenn Du da einen mehr brillianten Sound
    (mit viel "Nachhall") haben willst, schaffst Du es - vielleicht, bei diesen Kesseln - gerade noch einlagigen Fellen
    (oben und unten).


    Richtig! - Ich habe zwei Toms dieser Serie (12" und 16") im Einsatz und habe sie mit REMO Ambassador coated/clear (12") und REMO Ambassador X coated/clear (16") bestückt und kann wirklich nicht klagen. So richtig "singen", wie meine gleichgroßen Toms aus der PEARL MMX Serie tun sie zwar nicht, aber das war eigentlich auch zu vermuten (Kesseldicke, Holzart, Verarbeitung, etc.).

    Für das Geld gibbet gebraucht mindestens doppelt so gut


    Aber ohne 2 Jahre Gewährleistung, Hardware und oft auch mit ausgelutschten Fellen ;)


    P.S.: OK, habe gerade gelesen (Post 5), dass keine Hardware (ja nicht einmal Tomhalter (Post 11)) und Snare dabei sind - das relativiert natürlich den Preis um einiges. Einen Kauf würde ich dann auch stark überdenken.
    Solange man für diesen Kurs auch solches bekommen kann: Biete Sonor Force 3000 Shellset Metallic Green: Versand möglich

    Mein 16er Crash, im letzten Jahr gekauft, erinnert mich optisch mehr an STAGG (also chinesische Fertigung).
    Aber das ist, glaube ich, sowieso das Problem von solchen "Hausmarken" - man weiß nie, was sich gerade im Moment für Produzenten dahinter verbergen.
    D.h. aber leider auch, das ein positiver Test vom Vorjahr, nicht unbedingt in diesem Jahr auch noch gilt - also immer schön aktuell selber testen.

    Handhämmerung gibt es bei der Firma nicht mehr


    Echt? Auch bei den K-Serien nicht? Und dann soo teuer - dann doch lieber gleich nen originales Türkenbecken. Andererseits, wenns der Produktgleichmäßigkeit dient :huh: Echt schwere Entscheidungen, die man als geneigter Beckenkäufer da so fällen muß - deshalb lasse ich immer mein Gehör entscheiden und fast nie den Preis (nur bei fast gleichgut klingenden Becken im Zweifel für das Billigere ^^ )