Beiträge von Hammu

    Ich befürchte nur, dass gerade diejenigen welche hier besonders deutlich Ihre Begeisterung zum Ausdruck bringen möchten möglicherweise noch nie anderweitig ein E-Drum System in verschiedensten Preisklassen ausprobieren konnten oder gar noch nie auf einem echten Schlagzeug in vernünftiger Qualität längerfristig haben Erfahrungen sammeln können.


    Aber genau das zeigt doch, dass diese Anwender mit dem gekauften Produkt, für ihre Zwecke, vollauf zufrieden sind, oder?
    Und genau dafür sollte doch dieser Thread sein, dachte ich.
    Natürlich wird es immer etwas Besseres/Teureres geben - nur braucht jeder immer das Nonplusultra?
    Zum reinen Üben hätte mir mein damaliges Fame DD602 ausgereicht, dummerweise bin ich aber so ein Technik-Fan, der nie zufrieden ist und immer hinterfragt, ob es nicht doch noch was Besseres gibt - in gewissen Grenzen habe ich mir das Fame auch für meine Genugtuung modifiziert, wollte dann aber unbedingt noch einen Rimclick bei der Snare haben, welches das Fame damals noch nicht bot.
    Mittlerweile können das aber auch schon einige aktuelle Billigheimer (die Technik geht doch immer etwas weiter, auch im Billigsegment). Die "Toptechnik" (trotz allem scheinbar immer noch nicht das Gelbe vom Ei) von damals steckt mittlerweile in den Billigheimern, die teureren Topteile der E-Drums sind allerdings im Gegensatz dazu leider nicht adäquat "mitgewachsen".

    Habe diese Snare nie getestet, aber schon aufgrund der Konstruktion (auf jedem Kesselteil nur eine Befestigungsstelle der Böckchen) könnte ich mir vorstellen, das sich die zwei Snarehälften, beim rauen Roadeinsatz, gegeneinander verschieben könnten und so die Stimmung leiden könnte.
    Ich habe allerdings eine Millenium Holzsnare (14" x 6,5", Natur hochglanz lackiert, keine Ahnung welches Holz, aber sauber verarbeitet - ähnelt, ohne den Milleniumaufkleber, sehr einer wesentlich teureren Yamaha-Snare :rolleyes: ), die ich einem Forenkollegen günstig abgekauft habe, die ich klanglich sehr schön finde (natürlich mit Markenfellen und Teppich).
    Und die Millenium Pro Doppelpedale habe ich auch lange Zeit benutzt (bin jetzt bei einer Mapex Falcon Single gelandet) und war damit sehr zufrieden - also billig muß nicht immer schlecht sein, aber man muß schon zwei/dreimal genauer hingucken.

    auch eine alte CD.


    Ja genau, und die CD vorher schön heiss machen, dann passt sie sich den Konturen der Bassdrum exakt an :thumbup:


    Im Ernst: ch würde mir einfach ein schönes Messingblech besorgen, es in der Größe anpassen und auf der Bassdrum zurechtbiegen, mit Gummi unterlegen (verhindert das Rappeln) und mit 4 schönen Schrauben festmachen oder schraubenfrei kleben.
    Als SONOR/TAMA Fan könnte man sich da dann noch einen Aufkleber drauf machen.


    Oder man klebt den Aufkleber einfach direkt aufs Loch - der Bassdrum und deren Sound ist das völlig egal.

    Was ist so schlimm daran, wenn er die Mehrkosten bezahlt, sollte das kein Problem sein.
    Für dich sehe ich da keinen Nachteil, es sei denn, ihr habt die Versandkosten schon vorher festgelegt - dann würde ich es nicht machen.

    Jürgen K: Ob Phonic oder Performer - für einen Einsteiger ist das eh irrelevant.
    Wichtig ist, dass sowohl Performer als auch Phonic eine qualitativ hochwertige Basis bietet, die besser ist, als so manches neue Billig-Set (besonders hardwareseitig, Böckchen, Spannreifen, etc.).


    Thema Becken:
    Natürlich gibt es innerhalb der beiden meistgespielten Materialgruppen (B10,12 und 22 lasse ich mal ausser acht) schon große qualitatve Unterschiede, die aber ein Einsteiger zunächst mal nicht wirklich heraushören dürfte, dafür hat er meist bei der Konzentration aufs Spielenlernen garkein Kopf/Ohr frei.
    Mit der Zeit wird aber das Ohr geschult und man findet dann auch die persönlichen klanglichen Vorlieben heraus.
    Daher finde ich teure Becken für den Anfang eher unwichtig - was nützt einem z.B. ein teures Beckenset von Zildjian, etc., wenn man dann nach einigen Jahren vllt. herausfindet, dass einem z.B. PAISTE Becken (oder Meinl, oder Sabian, und, und, und....) besser gefallen.
    Man kann dem TS ja vllt. den Ratb geben, neben der ganzen Überei immer mal wieder in einige Musikgeschäfte gehen und sich mal andere Becken anhören, dann kann er gezielt die Becken kaufen, die ihm dann gefallen (und die alten Billigheimer wieder abstoßen, wir reden hier über 40€ Aufpreis).
    Wobei teuer nicht immer auch gleich besser ist, so jedenfalls meine Erfahrung (hat schon recht lange gedauert, bis ich zu meinem Konglomerat an Becken (quer durch alle Firmen, Serien, Materialien und Preislagen!!) gekommen bin).


    Ergänzend vielleicht noch den Hinweis, dass es gibt auch von Paiste B20-Becken gibt, wie z.B. die Twenty und die 602.


    Ok, dann aber auch von Meinl (z.B. Bycance,M-Serie, MB20) und von Sabian und Zildjian gibt es auch Billig-B8 Becken - sollte auch nur eine grobe Übersicht sein.

    Ich würde trotzdem hinfahren (wieso eigentlich trotzdem? Das Teil ist doch völlig i.O. für den Preis).
    Und, wie schon geschrieben, bessere Becken kann man später immer noch kaufen - erstmal muß man viel üben (dafür reichen die Billigdeckel) und erstmal herausbekommen, welcher Beckenklang von einem selbst als "GUT" empfunden wird, da geht die Bandbreite hier im Forum nämlich, auch bei "alten" Hasen, kreuz und quer.
    Die einen lieben B20 Becken (z.B. Zildjian, Sabian, Diril, Masterwork, Stagg, etc.), die anderen eher B8 Becken (z.B. Paiste, Meinl) oder wie ich, das Beste aus beiden Welten (natürlich wieder rein subjektiv bewertet ;) ).
    Entscheiden muß/kann nur dein Ohr und das will erstmal ordentlich "trainiert" werden.
    Aber mit dem Set hätttest du imo eine solide Anfangsbasis (klanglich wie optisch) und das für nur 300€ inkl. Becken, dafür bekommt man normalerweise nur eine neues "Müllenium" mit den gleichen Blechdeckeln.
    Und ob es nun ein Phonic, Phonic+ oder Performer ist, ist eigentlich nur für Sammler wirklich interessant. Fakt ist, es ist ein altes SONOR und die waren einfach solide und gut verarbeitet, auch klanglich gesehen.

    Entweder Lautsprechermembran hat einen kleinen Riss, den man nicht sofort sieht.
    Oder die Speakerabdeckung resoniert bei bestimmten Frequenzen mit (nicht richtig vom Gehäuse entkoppelt oder nicht richtig verschraubt).

    Rascheln hängt ja nicht nur von Schnur oder nicht Schnur ab


    Ich meinte das Nachrascheln beim einzelnen Schlag auf die Snare - ohne Mitmusiker.
    Wenn der Teppich leicht "schief" gezogen wird, d.h. wenn das eine (oder beide) Nylonband etwas im Schlitzverschoben ist (s. Skizze, etwas übertrieben dargestellt), ist das Nachrascheln größer.
    Und das kann schon beim einfachen Ab und Anspannen passieren. Durch Verwendung von Schnüren kann man diesen Effekt schon im Vorhinein, verrutschungssicher, minimieren.
    Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine, kann es leider nicht besser ausdrücken.


    Ich verwende auch bei meinem Puresound-Teppich Schnüre statt der beigelegten Nylonbänder.
    Ich finde, dass der Teppich mit Schnüren seitlich besser austariert werden kann, da diese ihre Zugkraft ganz aussen am Teppich wirken lassen, wohingegen die Nylonbänder nur mittig greifen.
    Bei billigen Teppichen sind oft auch die Schlitze für die Nylonbänder etwas breiter als die Bändchen, daher können diese dnn beim Abspannen und erneuten Anspannen etwas verrutschen und produzieren dann einen Sound, der mehr nachraschelt.
    Gute Teppiche (Sonor, Pearl, etc.) haben an den Stellen, wo die Schnüre sitzen, auch leichte Ausbeulungen (Cord Tunnels), damit die Teppichenden nicht vom Fell weggedrückt werden - der recht teure Puresound hat das leider nicht, es klingt aber, mit den Schnüren, trotzdem gut und raschelfrei.
    Vorbildlich ist hier z.B. ein Pearl Ultra Sound Snareteppich: Der hat sogar an allen Öffnungen leichte Verdickungen zum Schutz gegen ein Einreißen der Schnüre/Bänder und kostet im Netz schlappe 15€.

    Die Becken sind zwar nicht die besten, aber für 40€ würde ich die mitnehmen (zu dem Kurs kriegste die immer wieder verkauft), denn für den Anfang reichen die allemale.
    Später, wenn man weiß, was man will, kann man immer noch bessere Becken kaufen - ich würde hinfahren und das Set kaufen.

    Nichtsdestowenigertrotz finde ich das Set für einen Einsteiger mehr als nur geeignet, so gut wie unverwüstlich.
    Das Performer war auch ein sehr gutes Set, vllt nicht für Sammler, aber ein imo ordentlich werarbeitetes Arbeitstier (ich habe einige Zeit lang auch eins gespielt).
    Und 260€ finde ich schon recht preiswert, wenn noch alles i.O. ist (Gratungen, Kessel, Böckchen, etc.).

    Universeller einsetzbar ist imo die Kombination 12" - 16" (da habe ich auch Jahre gebraucht, um dort hinzukommen).
    Ganz früher war ja eine 13" - 16" Kombi sogar der angesagte Standard (aber 13" Toms haben mich klanglich noch nie wirklich überzeugen können, hochgestimmt klingen sie für mich nicht wirklich voll, tief gestimmt passeen sie nicht zu allen Musikstilen).
    Mit 12" - 16" bin ich aber, bis jetzt :rolleyes: sehr zufrieden, das deckt eigentlich alle Stile ab (ich spiele vorwiegend Cover-Rock).
    Bei reiner Swing/Dixie/Blues Musik in kleiner Trio-Besetzung ziehe ich aber eine 10" - 14" Kombi vor (die habe ich aus dem Rest meines alten Drumkits generiert - also ein großes Set zu kaufen wäre dann auch nicht so verkehrt, um extrem flexibel zu sein), druckmäßig reichen diese Größen, können aber schön hoch gestimmt werden, ohne abgewürgt zu klingen (wobei dazu dann natürlich eine 18er oder 20er BD besser passen würde).


    Auf den Holzarten-Focus kannste gelinde verzichten - ich habe seinerzeit nach einem Drumset gesucht (ich wollte damals unbedingt ein Hochglanz Drumset haben und das SONOR war leider nur matt lackiert :rolleyes: :huh: ), was klanglich meinem SONOR Lite (dünne Birkenkessel) ähnelte, und bin, nach langem Suchen in diversen Musikläden, bei einem PEARL MMX (dünne Maple/Ahorn Kessel) gelandet, welches ich jetzt immer noch zufrieden spiele. Man konnte interessanterweise beide Holzsorten aauf einen fast identischen Klang hinbiegen - tolle, aber schockierende Erfahrung für mich mich damals.

    Schau doch einfach mal hier in die Kleinanzeigen - solche Schnäppchen sind da zu finden: Biete Premier XPK/Cabria (Made in England) Set 22-10-12-14-14SD + Extras für 333€
    Einen Satz ordentliche Becken (http://www.thomann.de/de/zulta…_beat_profi_cymbalset.htm oder http://www.musicstore.de/de_DE…Finish/art-DRU0017540-000) dazu und du liegst auch mal gerade bei 600/700€.
    Oder schau mal hier: http://www.ebay.de/itm/Schlagz…in_77&hash=item1e9659b645 Da sind schon brauchbare Becken dabei und das Set ist klanglich und qualitativ auch vollkommen i.O. (habe ich selbst auch lange Zeit gespielt).

    Schau mal hier: (Biete Mapex Meridian MAPLE Shellset (Neu/neuwertig) 399.- SENSATIONSPREIS) - mußt du halt nur selbst abholen. Aber dieses Set ist mit Sicherheit qualitativ besser, als ein neues Billig-Gretsch (ist ja auch nicht wirklich ein echtes Gretsch Made in USA).
    Und dann kannst du dir noch einen günstigen Hardwaresatz (z.B. Fame 9000) und vernünftige Becken dazu leisten, denn die SBR (die dem "Gretsch" beiliegen) dürften den Namen SABIAN eigentlich auch nicht tragen, so gruselig ist der Klang - sorry, aber ich kann leider nicht Besseres dazu sagen.

    da es da beim "alten" Modell mit den schwarzen Rims wohl häufiger zu Problemen kam.


    OK, da hast du Recht, das kann natürlich sein, da das ganze Gewicht der Trommel nur an zwei Böckchen hängt. Deshalb werden ja heute bei ähnlichen Systemen (von Sonor z.B.) in der Mitte des Toms noch Gummipuffer angebracht, die das Gewicht am Kessel so neutral wie möglich abstützen.
    Also die Halterung und die Böckchen vor dem Kauf ordentlich auf Risse oder Verbiegungen anschauen.
    Zur Not könnte man, bei späterem Defekt, das ganze Konstrukt durch andere übliche, preiswerte R.I.M.S.-Systeme (z.B. Worldmax) ersetzen.