Beiträge von Hammu

    Bei Paiste wird eben schon in der Herstellung dauernd nachgemessen, das kostet Zeit und damit Geld.
    Dafür hat man hinterher fast keine Reklamationen.


    Nur der Vollständigkeit wegen:
    Das gilt doch imo für alle Topserien der arrivierten Beckenhersteller (z.B. Zildjian, Sabian, Meinl), nicht nur für Paiste ;)
    Und bei den Billigserien sieht es leider weder bei Paiste noch bei den Mitkonkurrenten sooooo toll aus - aber wie du schon richtig schriebst: Wo es schnell fertig sein muss, kann man eben nicht so exakt arbeiten.


    Klar, Qualität hat ihren Preis, aber, und das ist das Verückte - man kann auch bei den nicht soo gut verarbeitetenden Firmen (Türkei/China) Becken mit gutem Klang finden (und weder Paiste noch Zildjian haben früher (in den 60/70/80er Jahren) immer besonders ordentlich gearbeitet, wenn ich mir mal so meine gutklingenden "Oldies" anschaue)

    Man muß hier schon fein unterscheiden zwischen den verschiedenen Herstellungvarianten.
    1.Wirklich handgehämmerte Becken gibt es imo nur sehr selten (das hieße für mich aber auch , daß das Becken komplett aus dem gegossenen Rohling , von einem Beckendengler, in Form (Größe, Dicke, etc.) in Handarbeit gehämmert würde).
    Sehr zeit und arbeitsintensiv (daher zwangsläufig, aber gerechterweise auch recht teuer). Da kann und darf es dann auch leichte Unregelmäßigkeiten (Unwucht, normabweichenden Durchmesser, etc.) geben - Hauptsache der Klang ist gut.
    2.Die meisten der heute als handgehämmert angepriesenen Becken sind imo in grobe Form gepresst und dann nochmal händisch (oder leicht maschinenunterstützt, sprich: der Beckendengler hat die Möglichkeit, das Becken verschieden unter dem Hammer zu platzieren und nur die Wucht des Hammers kommt dann, zur Erleichterung der Arbeit, von der Maschine) nachbearbeitet - dann sollte es solche Unwuchten, wie im Video des Armoni zu sehen, nicht geben.
    Eher sollte es exakt wie im Paiste-Video sein, alles Andere ist imo ein Fabrikationsfehler (auch wenn der Händler von einer angeblich gewünschten Unexaktheit gesprochen hat (imo völliger Blödsinn)).
    3.Die nicht handgehämmerten Becken werden dann quasi komplett maschinell in Form gepresst und nach einem computergesteuerten Alghorismus komplett von der Maschine gehämmert, gefräst, geschitten - Vorteil: immer gleiche Becken (bei ordentlichem Ausgangsmaterial auch immer den gleichen Klang), Nachteil: uniformer, oft langweiliger Klang (besonders bei billigerem Ausgangsmaterial (z.B. Messing, etc.). Bei teuren maschinenunterstützt produzierten Beckenserien wird dann evtl. noch einmal per Hand feingetunt.


    Und diese ganzen Verarbeitungsarten werden völlig unabhängig vom Material (B8, B10, B20 oder B25, die normalen Aveden sind z.B. so weit ich richtig informiert bin, auch "nur" maschinell gehämmert) eingesetzt und sind nicht immer klang/preisbestimmend (in der Türkei oder Fernost sind die Arbeitslöhne nun mal niedriger, als in Amerika, Europa oder in der Schweiz).


    Ich würde die Armonis zurückschicken, es sei denn, der Klang wäre, trotz starker Unwucht, in meinen Ohren gut. Denn kaputtgehen werden die Becken wg. einer Unwucht eher nicht (denn dann müßten ja auch die ganz teuren, wirklich handgehämmerten, Becken schnell zerstört werden).

    jetzt ist die frage: können die normalen 6" kleinen felle hohe spanungen aushalten


    Und jetzt die Frage: Was soll an einem kleinen Fell aus dem gleichen Material wie die Größeren anders sein als bei den großen Fellen? Das verwendete Material bestimmt doch die Reissfestigkeit und Dehnbarkeit und Felle sind doch extra zum Spannen und Draufhauen gemacht - bei Ambas von Remo brauchst du da sicher keine Befürchtungen hegen.
    Ich hatte auf einem Rototom sogar mal ein ganz billiges Fame Fell (Musikstore Hausmarke) in schwarz drauf - auch das hat recht lange gehalten.

    Wenn ich eine Frage habe und mich macht daraufhin jemand auf einen Umstand aufmerksam, den ich möglicherweise nicht bedacht habe, bin ich dankbar.


    Das ist ja auch grundsätzlich, in Maßen, O.K. - aber leider ufert die darauf folgende Diskussion eben oft genug so weit aus, daß die Ursprungsfrage dabei völlig vergessen wird - so wie jetzt gerade wieder :D ;)

    Bitte nicht mißverstehen - ich finde die Verwendung von Tropenhölzer auch nicht gut.
    Aber ich finde, diese Diskussion hat nichts in diesem Thread zu suchen - es wurde eine einfache Frage gestellt und wer nichts dazu zu sagen hat, soll doch einfach woanders weiterlesen.
    Sonst haben wir hinterher nur noch Threads, in denen irgendwelche Diskussionen über Sinn und Unsinn einer Sache/eines Gegenstandes (braucht man wirklich Doppelfußmaschinen, müssen Drums überhaupt aus Holz sein, sind Becken, angesichts von Resourcenknappheit, überhaupt noch zeitgemäß,.... ;) ) vom Zaune gebrochen werden, die aber den Fragensteller, und dessen Problem, nicht wirklich weiterbringt.

    Erfahrungen? Neupreis?


    So hart es sein mag, aber Josh hat es auf den Punkt gebracht - das sind eben die dunklen Seiten der "schönen, neuen Welt", und da ist man als Einzelperson so gut wie machtlos.
    Und macht man was dagegen, wird man schnell als "Öko-Terrorist" abgestempelt
    Im Übrigen ging es in diesem Thread ursprünglich um die Frage:

    Erfahrungen? Neupreis?


    und nicht um die Umweltverträglichkeit/Nachhaltigkeit des Sets.
    Die Teile von Worldmax (div. Snares), die ich schon gespielt habe, waren allesamt sehr ordentlich (verarbeitungsmäßig wie klanglich).

    Für mich ist das Maß der billigen Dinge das, was ich einmal kaufe und jahrzehntelang
    besitze.


    So denke ich mittlerweile zwar auch, aber wir sollten nicht vergessen, dass dazu auch ein gewisses selektives Gehör erarbeitet werden muß, was ein Einsteiger zunächst mal, im Normalfall, nicht hat.
    Am Anfang habe ich auch so garnicht gewußt, was mir gefallen könnte und selbst wenn ich heute mal teure Becken kaufe, kann es mir passieren, dass die mir nach einigen Wochen doch nicht mehr sooo toll gefallen (das ist jetzt allerdings Jammern auf hohen Niveau, leider wird man nach einiger Zeit sehr anspruchsvoll und hört jeden Pups der nicht si richtig passt ;) ) und dann merkt man, dass es auch unter den teuren Becken solche gibt, die man nicht so schnell, ohne finanziellen Verlust, los wird (da gibt es leider auch immer wechselnde IN-Ströme im Gebrauchthandelsmarkt).


    Messingbecken würde ich aus heutiger Sicht garnicht mehr kaufen!
    Und bei B8 und B20 Becken darf es auch schon besser die mittelpreisige Schiene sein (Paiste ab PST8, 802, Stambul, 505, Alpha oder Meinl Classic, Raker, Profile, Istanbul Troy, Fame B20, oder Zultan Aja, Rockbeat oder Ähnliche).
    Gebraucht werden die sogar für recht kleines Geld gehandelt - es muß also wirklich niemand mehr Messingbecken für den Anfang kaufen.

    Tom und Beckenhalterung komplett von der Bassdrum wegmachen.


    Warum eigentlich? Gerade in den Auftrittssituationen, wo man so ein kleines Set braucht (winzige Kneipe, Füßgängerzone,....), ist man froh über jeden zusätzlichen Ständer, den man im Proberaum lassen kann.
    Ich würde mir, im Gegenteil, sogar noch einen Tomarm auf die BD montieren, um die Snare daran zu befestigen (s. Yamaha HipGig).

    Sicher ists falsch, aber prinzipiell weis doch jeder was gemeint ist und so wirklich schlimm find ich es jedenfalls nicht



    Viele Nichttrommler verwenden den Ausdruck innerhalb der Musikszene, irgendwann hab ich es aufgegeben den "Weltverbesserer" zu mimen,
    um dies immer richtigzustellen.


    Genau, sehe ich auch so - und weiterhelfen tuts ja auch niemandem.

    Bevor ich selbst daran herumbastel frage ich lieber mal, wieviel dieses, leider unvollständige Teil noch wert sein könnte.
    Imo ist es ein Ludwig Strainer P85, bei dem aber leider unten die Befstigungsplatte für die Spannbänder fehlt (gibts die vllt irgendwo einzeln nach zu kaufen?


    Bleibt nur zu hoffen, dass sich Herr Weckl wieder beruhigen konnte ....und die Leute vor Ort die erhofft gute Show bekamen.


    Wie schon weiter oben schrieb - für mich wars genial (ich habe allerdings auch keine Vergleichmöglichkeiten zu anderen Shows mit Dave Weckl) und informativ.
    Alle anderen möglichen internen Querelen sind mir auch eigentlich wurscht bei so einem Workshop.
    Wie die "Geldsäcke" :rolleyes: (Herr Weckl ist da wahrscheinlich noch das finanziell kleinste Licht, er ist doch genau genommen auch "nur" kleiner Dienstleister) das untereinander regeln (oder eben auch nicht) ist bei der gelieferten, guten Show eh zweitrangig fürs interessierte Publikum.

    Mein Sohn und ich waren auf dieser Drumveranstaltung im Store und waren beide ziemlich begeistert, einmal wegen des spielerischen Könnens und zweitens wegen der recht lockeren Art, unvermeidliche Infos zum Equipment (dafür zahlt ja schließlich der Sponsor) zu geben und dennoch viele zusätzliche interessante Informationen hinsichtlich des Spielens, Übens, etc.
    So wie ich das gesehen habe, ging es auch nicht um die Kamera vom Store, sondern um die Handykamera eines Zuschauers, was ich auch völlig nachvollziehen kann.
    Diese ewige Rumfilmerei/Rumfotografiererei auf Konzerten nervt mich auch mittlerweile ziemlich stark - meine kopfinterne Kamera/Festplatte hat diese Veranstaltung in bester Weise aufgezeichnet und ich werde sie mir auch noch oft intern abspielen lassen können - dazu brauche ich keine digitale Hilfskrückentechnik.
    Wie schon geschrieben, die Clinic war toll und imo sehr informativ und dazu kostenlos - was will man mehr?

    Da hab ich aber auch das Problem dass ich den BD-Kessel nicht brauche, bzw. fürs Triggern ein kleinerer besser ist. Und irgendwie liebäugel ich auch mit nem Rack, auch wenns nur das billigste Millenium Rack ist.... ^^


    Dann nimmst du eben das 14er oder 16er Standtom als Bassdrum - das klappt immer.
    Ich sage ja nichts gegen das Millenium Teil (ich kenne es und seine Qualität allerdings nicht), aber wenn wenig Geld da ist, muß man eben Abstriche machen.
    Ich habe aber schon so einige Uralt-Sets gekauft, meist war die Hardware garnicht so schlecht.
    Ich würde die Trommeln immer selbst bauen, das Modul aber fertig gebraucht kaufen - mein altes gebrauchtesTD6 reicht mir da vollkommen.
    Entscheiden mußt du aber selbst.

    Lohnt sich da noch der DIY Bau?


    Ich denke, mit der DIY Variante kommst du etwa mit der Hälfte des Geldes aus.
    Kauf dir z.B. irgendein gebrauchtes, verranztes Akustik-Billigstset (max.100€, der Natursound ist ja eh vernachlässigbar bei Verwendung als Trigger-Pads und du hast direkt alle nötigen Ständer mit dabei), Meshheads (eins pro Tom reicht ja völlig (Resos sind da nur wegen der Optik)), die Piezos und etwas Moosgummi/festerer Schaumstoff (ich habe meine Trigger nur nährungsweise in Kegelform aus 1 cm dicken Schaumstoffplatten in verschiedenen Durchmessern ausgestanzt und übereinandergeklebt).
    Lege dafür lieber beim Modul mehr Geld an.

    ...leicht abgeranzt schaut das Teil ja schon aus :D
    Da musste ganz schön schrubben, bis das wieder blank ist lol...
    Oder du lässt es einfach so...


    Ja sicher, aber die Bassdrum ist so schön leicht (viieelll leichter, als die üblichen 20er Teile) und da ich mal eine Lefima BD ähnlicher Bauweise hatte, die richtig gut klang (anders, als jede handelsübliche BD heute), will ich mir einfach die Arbeit machen und schauen, was rauskommt.
    Die Spannschrauben liegen schon in Cola (perfektes, schonendes Entrostungsmittel) und der Schwingschleifer schon bereit =)

    Dass mit den 51 (2,54 x 20 = 50,8) wussten wir aber vorher schon, oder?


    Nö, ihr vllt, ich aber nicht - sonst hätte ich ja nicht gefragt ;) .
    Ich habe eigentlich noch nie ein Fell auf der Innenseite gemessen, habe mich immer darauf verlassen, das der Aufdruck auf dem Fell stimmt, wenn ich mal eins ersetzen mußte.
    Aber bei alten Trommel und Naturfellen ist mit der Größe eh nicht immer alles klar.
    Und bei Billigfellen sowieso auch nicht. Selbst bei REMO und EVANS 360 soll ja mittlerweile ein Unterschied bestehen - habe ich aber eben auch nur gehört und nicht selbstgemessen.


    P.S. Vllt sollte ich mir mit dem 22er Fell doch lieber ein Gongtom aus der BD basteln ;)
    Oder ich hol mir im Schlachthof nen Kuhfell und nagle das drauf :D
    Oder bastel mir eine Spannvorrichtung wie bei den Landsknechttrommeln - es gibt 1001 Möglichkeiten.

    Falls es jemanden interessiert:
    ich habe online auch bei einem Musikladen nachgefragt und die Antwort nun bekommen - ein 20" BD-Fell hat in der Regel einen Innendurchmesser von ca. 51 cm, wird also auf meine alte BD passen.
    Danke auch für alle anderen Antworten.