Beiträge von Oddjob

    Hallo zusammen!


    Demnächst muss ich mit ein paar Kollegen die Musik für einen Tanzabend liefern. Da ich allgemein nie viel gecovert hab und speziell zum Thema Standardtänze nicht viel sagen kann, wär ich froh, wenn ihr mir ein paar Anregungen geben könnt, was man da so an gängigem Material spielen könnte. Die Liste, die erweitert/vervollständigt werden möchte, sieht so aus:


    - Langsamer Walzer --- Someday my prince will come, Sometime ago
    - Tango --- Blue Bossa(?)
    - ChaChaCha --- ?
    - Rumba --- Oye Como Va
    - Jive --- Rock`N`Roll (ternär)
    - Samba --- Night & Day
    - Salsa --- ?


    Auch über einzelne Titel freue ich mich! Vielen Dank im voraus!

    Wenn es sich also um einen Workshop handelt, der auf 4 Termine aufgeteilt ist, dann nehm ich alles zurück! Nur wäre das etwas unpraktisch, wenn man nicht gerade aus der Gegend kommt und zufällig an diesen 4 Wochenenden Zeit hat.

    Ich zähle das in 11/16, kommt ja im Endeffekt aufs gleiche wie 11/8 raus. Herangehensweise wäre diese:


    3+3+3+2 ist die Unterteilung, also drei punktierte Achtel und eine Achtel. Man nehme also nun die bekannte Gruppierung 3+3+2 ("panama-panama-cuba") und erweitere sie um eine 3er-Gruppe ("panama-panama-panama-cuba").
    Das Pattern ist zweitaktig, die Snareschläge kommen im ersten Takt auf den ersten Schlag der dritten 3er-Gruppe, im zweiten Takt auf den ersten Schlag der 2er-Gruppe. Bassdrum spielt alle restlichen punktierten Achtel bzw. Achtel (außer an den Stellen, wo Snare gespielt wird).



    Die Taktart ist über den ganzen Song hinweg dieselbe.

    Das schlagende Argument für Open Handed ist für mich dieses: Damit kann man alles spielen, was überkreuz entwickelt wurde - aber umgekehrt gilt das nicht.


    Das stimmt so nicht.
    Beispiel Rimclick: Wenn man dabei (beim crossed) seine linke Hand an die Snare "kettet", kann man mit der rechten Hand Hihat und auch Toms, Ride etc. bedienen. Mit der rechten Hand auf der Snare wäre dann die linke Hand frei, welche aber vom Spielraum deutlich eingeschränkt ist, wenn man von einem traditionell rechtslastigen Aufbau ausgeht.


    Rimclick spiele von daher als "Umlernender" noch relativ häufig crossed, wogegen ich sonst versuche, die Hihat möglichst immer mit links zu bedienen.

    @crudpats: Bodenlose Art zu diskutieren.


    Hier mal zwei konkrete Vorteile des traditional grips:
    - stick on stick funktioniert leichter, weil der Stick leichter anzuwinkeln ist (bzw. schon gewinkelt ist)
    - Ghostnotes aus steilem Winkel fühlen sich anders (teils besser) an und klingen anders als Ghostnotes aus flachem Winkel! Dies wäre mein Hauptgrund, trad zu spielen.

    "Secret Weapons..." ist eine reine Technik-DVD, hilfreich für jeden, aber halt doch sehr speziell. Gerade als Anfänger ist man eher auf Grooves, Licks, verschiedene Styles aus.
    Ich stöber selbst auch des öfteres auf Youtube rum und bei diesen Herren hab ich schon des öfteren Hilfreiches mitgenommen oder fand die Videos einfach gut gemacht:


    Joe Crabtree
    Mike Johnston
    Randy Van Patten


    Diese zeigen aber großteils fortgeschrittenen bis richtig kernigen Stoff.
    An Anfänger-Drumlessons kenn ich eigentlich nur den von dir bereits verlinkten, der macht sein Zeug nicht verkehrt.

    Auch, wenn du (abbot) jetzt versuchst, in das selbe Horn des "gleich laut spielens" zu blasen, gibst du mir gleich noch mehr Material für meine Argumentation:
    Die Band-/Orchesterinterne Dynamik ist auch
    - Stilabhängig. Bei einem Folk-Singer-Songwriter, der eine Band dabei hat, kann man erwarten, dass das Schlagzeug im Verhältnis leiser ist, als bei einer Rockband. Und trotzdem wird der Zuhörer (guter Mix vorausgesetzt) bei beiden Bands sagen, dass die Lautstärken passen. Oder sogar, dass "alle gleich laut sind".
    - Instrumentenabhängig. In einem Orchester wird die Triangel locker gegen Kontrabässe und Chellos ankommen, wenn alle "gleich laut" spielen. Vermutlich wird sie sogar "dominieren".
    - abhängig von der Intention des Komponisten/des Arrangeurs/des Bandleaders. "An der Stelle will ich von der kleinen Trommel vollen Dampf, Bläser bleiben bitte auf ihrem Level". Der Zuhörer ohne diese Hintergrundinfo könnte sich denken "boah, sind die wirlich gleich laut? Ich glaube nicht!"

    Scheinbar ist dein Leseverständnis ähnlich entwickelt wie deine Rechtschreibung.


    Ist für dich im CB-Video die Hihat "gleich laut" wie etwa die Gitarre? Für mich dominiert sie in diesem Fall. Für jemand anderen vielleicht nicht.
    Natürlich kann ein Instrument im Verhältnis zum anderen zu laut sein. Aber das ist Geschmackssache, Trendfrage, eine Frage der Hörfähigkeit (hohe Frequenzen vielleicht durch Alter/belastete Ohren nicht mehr wahrnehmbar?) usw. - dementsprechend: schwammig.


    Goldwaage würde ich sagen :rolleyes:


    "Gleich laut" ist, wenn der Eine den Anderen nicht dominiert.


    .


    Also mir kommt die getretene Hihat schon recht laut vor. Das kann aber verschiedene Gründe haben:
    1. Sie ist im Mix einfach zu sehr da (überhaupt: meinst Du, die Aufnahme gibt genau die Lautstärken wieder, die tatsächlich gespielt wurden/live hörbar waren?)
    2. Ich habe andere Hörgewohnheiten, weil sich evtl. der Trend zu einer leiser getretenen Hihat entwickelt hat in den Jahrzehnten danach. Es sieht für mich auch so aus, dass er die Hihat kräftiger tritt, als heutzutage üblich.
    3. Als Kombination von 1+2 fällt mir ein, dass ich Aufnahmen aus den 70ern kenne, wo etwa die Hihat deutlich lauter gemischt wurde, als es heute üblich (zB Cat Stevens - Wild World: hier hört man vom Set fast nur die Hihat). Für mich ein Trend im Mixing.


    "Gleich laut" bei so vielen verschiedenen Musikinstrumenten ist genauso schwammig, wie "den anderen dominieren".

    Den Zusammenhang zwischen swing pattern bzw. den darin möglichen Betonungen und dem Zitat versteh ich nicht. In Letzterem gehts doch drum, dass er (Elvin) der erste gewesen sei, der beim comping immer wieder die mittlere Triolenachtel gespielt/betont hat, also mit Snare, BD etc.
    So verstehe ich das zumindest, und nicht so, dass er bei der Ridefigur die Synkope (hier wohl als "middle note of the triplet" verwechselt) betont und darüber compt.

    Grooves sind ganz nette dabei, davon abgesehen, dass sich das alles (wie bereits erwähnt) in einem ähnlichen, hohen Tempo abspielt.
    Deine Fills sind aber fast durchgehend "cookie cutters". Durchgehende 16tel-Läufe (hin und wieder auch triolisch), die auf der Snare beginnen, dann auf Toms wechseln, bei immer gleicher Lautstärke. Dazwischen die typischen Hand-Fuß-Kombinationen (4 oben, 2 unten; 4 oben, 4 unten), auch immer in der gleichen Lautstärke.


    Das Ganze spielst du aber sehr sauber, das muss man sagen.