... eher zur Philosophie, zur Existenzberechtigung, zur inneren Einstellung eines Percussionisten! Wie bereits erwähnt, ich habe zugesagt, weil ich immer neugierig und für alles offen bin, aber ich möchte wissen, was Menschen denken, die von sich sagen, "Percussionist" zu sein! ...
Das kann ich nur von meiner Sicht aus benennen, aber ich sehe das zum Teil drastisch anders als die Percussionisten, die aus der typischen Latin-Scene kommen - dort scheint mir das Macho-Gehabe Teil der Ausbildung zu sein, was öfters zu Problemen führt mit Drummern. Da ist dann oft wichtiger, "wer ist der Chef" der Schlagwerker, keiner will nachgeben - Ergenis für die Band oft unbrauchbar.
Wenn ich Percussions spiele (mit einem Drummer!), dann bin ich einfach ein gleichberechtiger MUSIKER, bin bestrebt die Gesamt-Musik dienlich zu unterstützen, brauche mich nicht profilieren, indem ich ständig dem Schlagzeuger ins Gehege komme. Ganz besonders gut funktioniert das immer dann, wenn der Drummer das kollegial auch so sieht. Das hindert uns nicht einmal am Abend auch eine Battle zu spielen, aber ansonsten sind wir einfach beide Musiker, die dem Song, der Band, der Musik dienen.
Klar, mit manchen Drummern kann man besser, mit anderen nicht so gut - das ist oft in beider Spielansatz begründet.
...kleines OT am Rande, ich habe einen allerliebsten Freund, super Schlagwerker (studierter Berufsmusiker), er spielt extrem geil Big Band am Drumset, wir müssen uns beide nichts beweisen - aber ich kann mit ihm nicht Jazz spielen, er ist in seiner Kreativität dermassen "flächendeckend", er läßt mir keinen Raum. Nicht absichtlich, aber das ist seine Spielanlage. In anderen Situationen (z.B. in der Klassik) ist er mein idealer "Nebenmusiker".