ich hatte vor zwei Jahren einen Hörsturz, ohne Vorwarnung, ohne daß ich hoher Lautstärke ausgesetzt worden wäre, ich saß ganz normal im Büro am PC und habe gearbeitet - plötzlich war auf der linken Seite das Gehör fast weg. Das was ich noch gehört habe, war als ob man mir mit heftiger Gewalt ein dickes Kissen auf das Ohr drücken würde.
Ich war innerhalb einer halben Stunde in einer Fachklinik in Pforzheim, der hat nach 30 Sekunden sicher gewußt, daß das ein Hörsturz ist, nach einer weiteren halben Stunde mit div. Meßverfahren, hat er mir an Ort und Stelle Medikamente verabreicht. Die ersten habe ich sofort wieder gekübelt, die zweiten haben mir fast den Hut weggenommen...
Die gleichen Medikamente in wesentlich niedriger Dosis habe ich noch weitere drei Tage genommen, dann war Nachuntersuchung. Die Meßergebnisse waren wieder wie bei einem Neugeborenen. Ich hatte das Glück zu den 30-40% zu gehören, bei denen der Hörsturz vollständig verschwindet, aber das ist eine Frage der Reaktionszeit, jede Stunde, in der die Behandlung zu spät ansetzt senkt die Wahrscheinlichkeit der Genesung rapide.
Folgen sind außer einer ständigen Hörbeeinträchtigung, eine erhöhte Infarktgefahr und vor allen eine wesentlich erhöhte Empfänglichleit für einen Tinitus.
Lange Rede kurzer Sinn:
Morgen ist besser als noch später, aber wenn du jetzt einen Spezialisten mit Notdienst findest, dann sofort zu ihm - und nimm dir einen Fahrer mit, selber wird das nix nach der Behandlung!