Beiträge von Drumstudio1

    Einen der schwerwiegendsten Edit-Fehler oder? "CD-Glitches" durften Kiss-Fans around 2012 vernehmen.


    Die Neuabmischung bzw. Studio-edits des alten LP-Klassikers von 1976 "Destroyer" mit dem 2012 Titel "Destroyer Resurrected" (über den Sinn solcher Neuabmischungen/Edits kann man sicher herzhaft streiten) hatte beim Song "Flaming Youth" in den ersten Sekunden deutlich hörbar einen heftigen "Ruckler".
    Erstaunlich, dass sowas "widerstandslos durch Abhörohren ;) rutschte" ... denn man muß den Song nicht mal kennen, um irritiert vom Stuhl zum kippen, aufgrund des Fehlers.

    https://www.youtube.com/watch?…L553318AF1CB1DC55&index=5


    Nur mit Unblock-Youtube hörbar... lohnt aber die Mühe. Ich fand es damals wie heute heftig.
    Der Fehler wurden wohl in späteren Neuauflagen der "Destroyer Resurrected" beseitigt.

    Ring Of Fire CD„The Oracle“
    Song: „Face the Fire“


    Ring Of Fire, Allstar Neoclasscial Progressive-Powermetal-Band.


    Wahrscheinlich höre ich falsch.
    Wer jetzt sagt „es soll so sein wie auf CD, es sind punktierte Septolen der Kick bei 478 BPM, die müssen so klingen“ hat meinen Segen ;)


    Für mich klingt es als würde wenige Sekunden nach 59:12 die schnelle! Kick irgendwann etwas abweichen bzw. schwimmen und dann dann nach weiteren Sekunden irgendwann wieder „rund“ und genau! in Time (um 59:19) weiterspielen. Kann auch Gebastel am PC im Studio beim Überblenden von 2 verschiedenen Einspiel-Varianten als Ursache sein... oder brutale Fehlwahrnehmung von mir... ?


    Ich hörte diesen Song around 2002 sehr selten... meinte aber stets an der identischen Passage als Zuhörer innerlich unruhig zu werden. Erst! durch die entstandene Unruhe hörte ich genauer hin und meinte dann die Kick als Ursache für meine innere Unruhe zu orten. Es mag aber ein Hör-Bias von mir sein.


    Somit insbesondere dieses Beispiel ohne Gewähr. Denn diese Musiker sind interstellar gut!!! und mein betagtes Gehör kann hier im hohen Tempo sowieso nicht mithalten.
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=pyKfliIeJuk[/video]

    Zitat

    Zuerst mal: Super Idee für einen Thread! Ich freue mich schon jetzt auf viele feine Musik-Goofs!


    Thanks lieber Kollege!

    Das nächste Beispiel ist gegenwärtig leider, leider nicht so gut über Youtube verifizierbar. Es richtet sich eher an jene, die die CD im Original! (also in sehr guter Tonqualität) zu Hause haben.


    Journey „Revelation“– bzw. „The Walmart Years“ ;)


    Die Freude der Fans war im Jahre 2008 groß, als für kleines Geld in den USA exklusiv über Walmart vertrieben, ein Journey Triple-Pack veröffentlicht wurde.


    Eine CD mit nagelneuen Songs der Band, eine Live-DVD und eine weitere CD mit Neueinspielungen der größten Journey Klassiker. 3 Silberlinge zum Preis von einem!


    Alex Hlousek brachte mir an einem netten Nachmittagsdrummerplausch freundlicherweise (m)ein Exemplar mit. Danke nochmal!


    Um so größer meine Verwunderung einen (vermuteten) Punch-In oder sonstigen Mix-Kalauer zu entdecken. Die „Lokalisierung“ ging sogar ganz ohne Kopfhörer und schon beim ersten oder 2. Hören des Songs entdeckt.


    In der Neuaufnahme von Wheel in the Sky recht deutlich bei 1:08 und 2:08 Minuten.
    In der Vokalisten-Zeile „Uhh, I don't know where I'll be tomorrow“ ist scheinbar? ein punch-in vorgenommen worden. Die Silbe ist im Wort „where“ (man hört nur „whhh...“ bzw. eine Art subtiles „Ploppen“ oder ähnliches) brutal abgeschnitten bzw. falsch ge-puncht und wirkt dadurch auch rhythmisch für mein Drummergehör irritierend bis verstörend. Ich denke nicht, dass er da Schluckauf hatte. Wobei auschließen möchte ich es nicht :D Es wirkt aber eher wie ein Punch-In Fehler wie sie irre schnell passieren können. In jedem Falle ist das Ergebnis für mein Gehör störend. Ich höre Musik oft zum Einschlafen.. hahaha - ohne Witz! Wenn solch ein „a-rhythmischer“ ;) Kalauer kommt bin ich sofort aus dem Halbschlaf gerissen und sitze mit erhöhtem Puls aufrecht im Bett :D . So war es dann auch beim Hören dieses Songs.


    Nur zum Sichergehen:
    Es betrifft nur die von Kevin Shirley produzierte Neueinspielung von „Wheel in the sky“ von der Journey CD „Revelation“ aus dem Jahre 2008.


    Mit Kopfhörer hört man ihn besser... geht aber auch ohne (je nach Speakerbox).
    P.S. Mein teuerster Kopfhörer Zuhause kostete 39 Euro. Meist höre ich leider über einen Billighörer für 12.90 Euro ab – den Superlux HD-651 . Die genannten Beispiele sollten also weitestgehend auch für andere reproduzierbar sein ;)


    Leider finden sich bei Youtube nur radikal runtergerechnete Versionen mit grottig-schlechtem Klang. Man kann das oben beschriebene Phänomen hier kaum wahrnehmen (allenfalls bei 1:08 hörbar) bzw. mißverstehen bzw. garnicht wahrnehmen. Wer die CD „Revelation“ im Original abspielt hört es unmißverständlicher! Ich habe es auf diversen CD-Playern abgehört. Insofern ist der Link, leider, leider nicht so optimal. Schaut Zuhause! ob Ihr die Cd habt.
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=lftcCDTwmw4[/video]

    Zitat

    Das Käng-Becken zwei Takte vorher fällt natürlich störender auf


    :thumbup:
    Störend ist relativ. Ich mochte genau jenen Sound allerdings auch nie besonders. Den muß man freilich auch nicht entdecken... da er so prominent im Mix ist.
    Die Priest Platte "British Steel" weist abseits von diesem kuriosen/diskussionswürdigen China ansonsten sensationelle Beckensounds auf. Freilich lauter als heute Becken im Mix repräsentiert werden. Man munkelt es sei dort einiges einer Schweizer Firma eingesetzt worden. Ich denke, der Hersteller ist hier eher sekundär... die Aufnahmetechnik bzw. der Mix gelang für das Jahr 1980 SENSATIONELL in Bezug auf den Klang von Hihat, Crashes, Effektbecken. Selten zuvor und kaum noch danach haben Becken in einem Band-Mix so viel Stellenwert bzw. Raum erhalten.

    Je länger man Musik aufmerksam hört, je feiner wird im Laufe der Jahre und Jahrzehnte die musikalische Differenzierungsfähigkeit.
    Das ist eine Binsenweisheit... und doch bis ins Alter spannend zu erleben bzw. "introspektiv" ;) zu verfolgen.


    Ich erinnere mich auch noch an diverse „Liner-Notes“ vieler früher CD's Anfang bis Mitte der Achtziger. Als Konsument hatte man eigentlich tollen Klang erwartet vom Übergang der LP zur CD, aber viele professionelle Labels machten bei ihren CD's im Booklet darauf aufmerksam, dass gerade aufgrund des neuen Mediums (ich gebe zu, die CD gibt es mittlerweile seit Jahrzehnten) eventuell Mängel der Aufnahmen nun beim Zuhörer beim hochwertigen Medium CD besonders offenbar werden könnten. Man meinte u.a. damals originär wohl eher das Rauschen alter (Master)Bänder... aber im Laufe der Jahre war für mich immer mehr zu entdecken.


    Ganz wichtig: wir alle machen Fehler. Es geht nicht um „Vorwürfe“ ;) im Sinne von „wie kann das passieren?“ sondern ganz im Gegenteil: das kreative feinkalibrieren der Gehörgänge bzw. das gegenseitige Aufmerksam-Machen und Vergleichen im Sinne von: „hört ihr das auch?“ im Zusammenhang mit Spaß! :D und nicht zu viel Ernst.


    Das manche ambitionierte Musiker bei Kleinstlabels oder Selbstvermarktung schnell mal etwas überhören oder übersehen ist erst recht verständlich. Um jene geht es mir nicht!


    Ich möchte mich auf hoch-professionelle Aufnahmen wohlbekannter internationaler Bands/Interpreten beschränken, die mancher vielleicht sogar schon viele dutzendmale + X im Leben gehört hat.

    In den letzten 2 Jahrzehnten habe ich kurioserweise sehr viele „Dinge entdeckt“ und doch konnte ich bei manchen Songs die ich seit Jugendjahren höre, plötzlich Dinge zum ersten Mal wahrnehmen. Mir macht diese Form des Gehörtrainings „im Geiste Sherlock Holmes“ ;) Spaß und ich fände es schön, wenn in diesem Thread neben dem unterhaltsamen, spaßigen Entdecken auch etwas „pädagogisch“ das Hörvermögen geschult wird.


    Beispiel 1:
    Die alte Refrain-Hymne von Judas Priest „United“.


    Früher als junger Mensch war mir und Kumpels das nie aufgefallen... aber neulich beim Joggen über Mp3... hoppla.


    Es klingt als wäre monaural auf der rechten Seite des Mix ein Ton womöglich einer ultra-cleanen E-Gitarre? oder sonstiges...
    Ein falscher! Ton wohlgemerkt der da eigentlich nicht hingehört. Vielleicht irgendein Artefakt von einer früheren Aufnahme oder eine sonstige Unachtsamkeit... ? Aber es gehört nie und nimmer in diesen Song an diese Stelle und ist beim Endmix offensichtlich überhört worden.
    Über Lautsprecher früher abgehört fiel mir das jahrzehntelang nie auf. Aber beim Joggen unlängst, war es dann soweit.


    Kopfhörer (für bessere Abhörkontrolle) aufsetzen und los geht es!

    Nochmals: dissonanter Ton (ganz rechts) bei Minute 1:21. Im letzten Ausklingen der Endung „Stand“ bzw. unmittelbar danach (Vocal-Zeile: „Make a stand“) ist der "suboptimale" :D Ton hörbar – denke ich ;)

    [video]http://www.youtube.com/watch?v=QbL8n2LurzA[/video]

    Sorry, in diesem Falle die Endorsement-Logik falsch verstanden ;)


    Zitat

    Warum haben die ihm PDA gedost und nich WD? Würde WD nich mehr Glamour und Ruhm einbringen? Besonders bezüglich der constant-present-double-horn-perforation?


    Er soll vorrangig Papperlapapp aufwerten.
    Nicht Papperlapapp ihn.

    Ich hatte es auch vor Tagen gesehen...
    ... und eine Vermutung.


    Das geradezu überschwengliche Lob zum Set hatte mich hier im Forum gewundert... bedenkt man die Preisklasse bzw. den mutmaßlichen Fernost-Oem...
    das wußte "man" ja alles schon vor dem Kauf bzw. konnte es sich denken.


    Die Idee mit den Concerttoms fand ich klasse und brutal anachronistisch und für 699.- wie sehr lange als Neupreis beworben hätte ich die Kiste schon des Gags wegen gerne gekauft. Für 999.- (die es dann plötzlich kosten sollte) schon nicht mehr.


    Dann tauchten irgendwann im Web mal vereinzelte Bilder auf mit gewissen Farbabweichungen mancher Kessel zueinander oder anderes... ach naja... ist ja jetzt alles Geschichte.

    Dieser echte! akustische Drumsound hatte mich ab 1981 (und einige Folgejahre) massiv geprägt. Fantastischer Raumambience-Anteil. Keine Folgeplatte der Band konnte diesen Sound nochmals erreichen.
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=a84Fp6-mGhQ[/video]


    Ebenso (gleichwohl völlig anderer! Klang) der akustische Ian Paice-Drumsound von Martin Birch festgehalten auf der "Come an' get it" LP/CD von Whitesnake. Der Sound von Paice auf dieser Scheibe gefällt mir bis heute. Insbesonde die Klangsymbiose von Snare und Kick ist einzigartig. Beide Drum-Instrumente haben hier einen individuellen sehr charakteristischen! (sofort indentifizierbaren) Sound der sich aber sensationell zusammen ergänzt! Nahezu zeitlos in meinem Ohr und jeder einzelne Takt sofort als "Ian Paice -Come an' Get it - " LP/CD identifizierbar. Wenn ich diesen Drumsound heute höre, frage ich mich warum??? viele Studios heute Drumeinzel-Spuren am PC-Putzen (vom Übersprechen anderer Klänge bereinigen, Stummschalten etc.).
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=cEgeNqC1rUk[/video]

    Ich kann da Hajo und Korki nur zustimmen.


    Wer einmal in den letzten Jahren, Piano, Flügel aber auch Orgel-Simulationen, Synthie-Simulationen/Emulatoren etc. gehört hat, kann nur betroffen feststellen, das justamente das zuweilen von manchen als simpelst verhöhnte Instrument, "die Trommel" oder "das Drumset", jenes ist, welches als elektronische Simulation noch am weitesten vom Akustik-Original entfernt ist. Es geht mir hier nicht um das "warum". Es ist einfach "nur" mein Höreindruck und der sehr vieler Kollegen.


    Zur Aussage "eigenständiges Instrument E-Drum": Das ist ein Feigenblatt dass sich diesmal nicht Adam oder Eva dorthin halten wo die Sonne selten hinfält, sondern jene (E-Drum-)Anbieter vor sich her tragen, die an der genaueren Reproduktion des akustischen Sounds bislang noch (massiv) scheitern (und auch manchem spieltechnisch zu erfassendem) :D . Das wird nicht auf ewig so bleiben. Ich bin diesbezüglich viel optimistischer als manche Kollegen. Irgendwann ;) wird immens aufgeholt... nur das "wann" ist noch nicht auszumachen.


    Jeder der einmal in Japan war (immer Bedenken, dass der Marktführer Roland, aber auch Yamaha, Pearl etc. japanisch sprechen :D ), erahnt, dass sehr viele Musiker in brutalst dicht besiedelten Ballungsräumen chancenlos sind, wenn es um den Besitz und das Unterbringen eines akustischen Drumsets geht (gilt freilich nicht nur für Tokyo oder Japans Großstädte ). Auf E-Drums wird mitnichten von der Masse der E-Drummer zurückgegriffen, weil sie an der Abildung der Realität scheiternde Sounds als "so wundervoll eigenständig und reizvoll" empfinden :D , sondern weil das angebotene im E-Drumsektor das einzig verfügbare ist, was wenig Platz braucht und wenig oder zumindest begrenzbare Lautstärke mitbringt.


    Alles andere zu vertreten, würde den Verdacht nähren der plumpesten Werbepropaganda auf den Leim zu gehen. Fragt doch mal andere Musiker nach ihren Präferenzen in dicht besiedelten Städten bei angespannter Wohnsituation vieler Musiker.


    Ich spiele E-Drums weil es eine eigenständige Instrumentengattung ist" habe ich als Kernmotivation seltenst bis niemals gehört.


    Die Aussage, "ich habe wenig Platz", "es darf nicht laut sein, es gibt Anwohner/Mitbewohner" hingegen hundertfach!!!


    edit: only 2 Wörter hinzugefügt, da diese Satzbau-technisch fehlten.

    Zitat

    Hallo,


    was ist so besonders an einer Ludwig Snare und warum sind diese i. d. R. so teuer?


    Was würdet ihr für eine Ludwig ACCENT CS Combo Snare 14 x 4,5 aus Japan bezahlen?




    Zitat

    zu 2)
    nichts.


    Da unterscheiden wir uns, Jürgen.


    Ich würde womöglich einiges zahlen, wenn Ludwig in seinen low-budget-Serien plötzlich auf japanische Snarefertiger zurückgreifen würde.
    Da ich das aber für höchst unwahrscheinlich :D halte, zücke ich erst garkeine Geldscheine für CS Combo Snares.
    Ich glaube ich gebe mein Geld lieber für einen neuen Atlas aus.


    Humorvoller Gruß an alle!