Beiträge von Drumstudio1

    Die speziellen (eigenwillig geformten) Böckchen wurden bei Pearl bei manchen Snares ab 1988/1989 verwendet.


    Die Session Elite Serie (und somit hochwahrscheinlich auch diese Snare) wurde 1991 vorgestellt, erlebte aber ab da diverse (Design etc.) Veränderungen. Deswegen die ganze Konfusion unter vielen Drummern, insbesondere wenn bei Snares oder Toms Badges mit der Beschriftung fehlen..

    Tatsächlich wurden Snares mit diesen für Pearl eher etwas seltsamen Böckchen Ende der Achtziger angeboten. Ich erinnere da manches.


    Wie schon von Kollegen beschrieben müßte man nun eigentlich nur noch schauen, ob auf der Abhebung Pearl steht. Ich wette darauf.
    Die Photos sind perspektivisch natürlich Murks, dass macht die 110 prozentige :D Bestimmung etwas kniffliger. Und dewegen taumeln auch manche mit der Erkennung der Spannböckchen.


    Aber nochmals: Diese Böckchen gab es von Pearl. Z.B: auch bei der Alusnare AL6214D.


    Insofern hat der Kollege (Respekt, so was wissen/erinnern eher wenige) mit der Session Elite ins Schwarze getroffen.


    Aber nicht generell. Denn es gab die Session Elite Snares natürlich auch in Produktgenerationen mit den wesentlich schmaleren! (Pearl typischeren durchgehenden Spannböckchen und anderer Abhebung etc..


    Aber es gab sie auch! mit den breiten wie in den Bildern des Threaderöffners und dieser Abhebung (wenn sie Pearl als "Einprägung" trägt, wovon ich ausgehe).

    Und selbst wenn die Preisangaben von Dr. Doublekick zu hoch wären... hat er inhaltlich trotzdem recht.


    Ich kann mich an Firmen erinnern deren Mitarbeiter in den billigsten Absteigen übernachteten, weil Standmiete, die Flüge aus Übersee für 3-5 Mitarbeiter etc. so viel Firmen-Etat fraßen (Ausgaben die vor der Firmenleitung ja auch gerechtfertiigt werden müssen) dass am Hotel bzw. der eigenen Unterbringung etc. massiv gespart wurde.


    Ich weiß, dass es manche nicht glauben wollen. Ich wiederhole es hier (gebetsmühlenhaft :D ) sicher das 9. oder 10. Mal. Aber es ist so, dass die Gewinn-Margen der angeblich so wahnsinnig überteuerten Drum & Cymbal-Produkte (so wird es ja von manchen immer wieder unterstellt) in vielen Produktranges viel geringer sind als manche für möglich halten. Hi-End-Produktdifferenzierungsklasse mal ausgeklammert - aber in der Produktrange wird stückzahltechnisch leider wenig bis sehr wenig abgesetzt. Auch das muß man bedenken.


    Ich kann mich an (branchenfremde) Vertriebe/Investoren erinnern denen man eine Vertriebsaufgabe für Drum-und Cymbalprodukte vorschlug, die lachend oder bestürzt!! abgewunken haben mit den Worten, "nein, das lohnt nicht".


    Andere Vertriebe die Produktgruppen übernommen hatten, letztlich froh waren nach 2-3 Jahren bei *- Null oder einer verschmerzbaren roten Zahl herausgekommen zu sein.


    Auch schon mehrfach erwähnt: Viele Firmen der Drum- und Cymbalbranche kämpfen ums nackte Überleben.


    Das mag vielen zu negativistisch klingen oder manche zu Rufen wie "der Markt reinigt das alles von selbst und erholt sich wieder" veranlassen. Ich sehe es leider deutlich pessimistischer.


    Wer das alles nicht glauben mag... vielleicht ein ganz anderer kleiner Hinweis.
    Erinnern sich manche noch an massive Abverkaufsschlachten vom Musicstore, Thomann und Musikproduktiv etc. etc. vor einigen Jahren? Immer wieder mal konnten Drumsets ab/bei der Neuvorstellung der aktualsierten Drumserie das Vorjahresmodell teilweise für 50 % der wenige Tage zuvor noch abgelichteten Uvp erhalten werden.


    Dieser für uns Endkunden so tolle Preiskampf existiert in der alten so dramatischen Form fast nicht mehr. Klar gibt es noch Rabatte oder zuweilen deutliche Reduzierungen, aber das Ausmaß der Reduzierungen ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.


    Auch schreiben nicht alle der großen Shop-Anbieter schwarze Zahlen...
    Aber das ist ein heikles anderes Thema.


    Manchem wird auch bei diversen obere Einstiegsklasse und unteren Mittelklasse-Drumsets aufgefallen sein, dass in den letzten 5 Jahren teilweise downgrades stattfanden. Rohrdurchmesser kleiner, Produktfeatures down-gegraded etc. Darüber könnte ich Seiten schreiben. Die Entwicklung wurde clever kaschiert... ist aber bei mehreren großen Herstellern nachweisbar. Auch das geschah vermutlich nicht aus bösem Willen, sondern im Bestreben in diesen Produktklassen irgendwie noch etwas wie Gewinne einzufahren.

    Ein toller Film.
    Daumen Hoch für die Umsetzung.
    Wollen wir hoffen, dass die Uni das fulminante Ergebnis (an)erkennt und entsprechend mit der maximal-möglichen Bewertung versieht.


    Das wichtigste ist, das dem Filmmacher gelungen ist den Film vom Protagonisten und dessen Überzeugungen tragen zu lassen und diesen produktionstechnisch auffallend still und sachlich einzufangen. Ohne Blendwerk! Es gibt freilich einige wundervolle Kameraeinstellungen, die manche Räumlichkeiten der Lebens- und Arbeitsumwelt des Trommelbauers perspektivisch beeindruckend festhalten. Aber eben nicht mehr als das.


    Es wirkt wie ein Gegenentwurf zum "medialen Viagra-Overkill vieler kommerzieller Mainstream- TV-Dokumentationen."


    Genau durch diese mediale Zurückhaltung entsteht eine Atmosphäre in der die Aussagen und Produktionsschritte des Trommelbauers wundervoll unaufgeregt aber umso authentischer und! mächtiger transportiert werden...
    … und auf den Zuschauer (ein)wirken!


    Die meisten Thesen sind freilich nicht neu, aber selten so überzeugend vermittelt worden wie von Boris.


    Während des Films kam mir mehrfach folgende Assoziationskette in den Sinn:
    Viele von uns kennen diverse Funktionsträger der Musikinstrumenteindustrie, aber auch kleinerer Instrumentenbau-Betriebe, Vertriebler, Shopbesitzer, Verkaufsrepräsentanten etc. Es sind einige tolle Leute darunter.


    Aber leider auch eine unschöne Anzahl von Wannabes, Blendern und Scharlatanen.


    Boris ist zu letzteren die wohltuende GEGENTHESE. Er ist eine offensichtlich sehr beeindruckende Persönlichkeit der es gelingt in wenigen Sätzen ihr Paradigma der Handwerkskunst ebenso wie die Leitgedanken des bedachten Umgangs mit Waren und Werten eindrucksvoll zu vermitteln.


    Wenn man seine Aussagen gegen viele Produktworthülsen die uns gegenwärtig gerade auch wieder von der Namm-Show 2016 in manchen Youtube-Videos um die Ohren gehauen werden stellt...
    ... dann möchte man manchem der Nebelkerzen-werfenden Verkaufsrepräsentatnten jener YouTube-Videos das Mikro aus der Hand reissen und in den Schlund... ich möchte den Satz gar nicht vervollständigen. ;)

    RESPEKT!


    P.S:
    Das ist einer der beeindruckensten Links den das Drummerforum in seiner Geschichte je angeboten hat.

    Toller Reisebericht. Danke dafür. :thumbup:


    Aber um sicherzugehen: kannst Du zu dem Zitat unten nochmal exakt etwas sagen? Welcher Fehler aufgetreten ist? Auch ich habe es nicht ganz verstanden, das Steuerprozedere. Dann kommt ja noch die Verzollung etc.


    Zitat

    Allerdings handelt es sich bei diesem Laden um das wohl einzigste Musikgeschäft in Istanbul die Steuerfrei verkaufen, d.h. man bekommt am Flughafen die 18% Mehrwertsteuer wieder zurück. Hierzu werden die kompletten Papiere für den Zoll in in einem Nebenbüro ausgefüllt (ca. 30 Minuten für 6 Becken). Bezahlen kann man mit Kreditkarte. Am Flughafen dann vor dem Einchecken an einem extra Schalter die Papiere vom Musikladen abstempeln lassen und nach der Passkontrolle die ausgewiesene Steuer an einem extra Schalter ausbezahlen lassen. Leider hat das bei mir nicht geklappt, da mir das Personal am Checkin eine falsche Info über den genauen Ablauf gegeben hatte:-(

    Der Wechsel an sich ist auch völlig spannungslos bzw. dramaturgisch nahezu unbedeutsam :D und wie wir doch alle wissen gab es dass immer wieder mal. Beim einen mehr beim anderen viel weniger. Bei Nicko waren Wechsel sehr! selten - insofern erfährt er nun natürlich (auch wegen seiner exponierten Rolle als weltberühmter Drummer) natürlich etwas mehr Aufmerksamkeit und es ist nur logisch und konsequent dass dies Sonor auch werbewirksam und effektiv nutzt.


    Das für einige Drummer viel spannendere sind die Umstände und die turbulente (undiplomatischer formuliert: BRUTALE) Marktsituation der letzten Jahre mit der manche Firma ringt. Dies wird auch vom Herrn Menzel erstaunlich transparent und inhaltlich verständlich im Video skizziert. Und das kuriose: das betrifft viele Drumhersteller. Nur wird es "nach außen" von wenigen kolportiert. In diesem spezielleren Kontext ist der Thread klasse (thanks essetiv :thumbup: ) und durchaus für manchen interessant, da die wenigsten Endkunden diese Entwicklungen wahrgenommen haben. Ich erinnere nur mal an unzählige DIskussionen (in der realen Welt, wie hier im Forum) wie viel zu teuer diverse Produkte angeblich sind... etc. etc. und wie leicht man die noch viel günstiger für Endkunden anbieten könnte etc. ;)


    edit: ein Buchstabe zuviel, einer zuwenig. inhaltlich nichts verändert.

    RIP Jimmy Bain 19.12.1947 - 24.1.2016


    Er war einer meiner Heroes am Bass (seit ich ca. 16 Jahre alt war).


    Die Rainbow "On Stage" hörte ich unendliche Male. Es dürfte von den Rillen des Vinyl nicht mehr viel übrig geblieben sein. Einer meiner absoluten Favoriten an Live-DLP''s damals wie Heute!


    Das Rainbow "Rising" Meisterwerk kennt ohnehin jeder Musiker meines Jahrgangs. Auch mit Jimmy am Bass.
    Ebenso die frühen "Dio" Band-Veröffentlichungen mit Jimmy am Bass, dürften den meisten bekannt sein.


    Sein Bass-Spiel wirkte oft sehr simpel bzw. Grundton-orientert. Aber es war - schwer zu beschreiben - in den Ohren vieler genial auf den Punkt bzw. zum jeweiligen Song beeindruckend! stimmig.


    So findet sich sein Bassspiel folgerichtig auch auf der ein oder anderen Scheibe wo es der normale Musikkonsument vielleicht garnicht vermutet, da Jimmy abseits der 2 obengenannten, weltberühmten Bands auch ab und an herbeigerufen wurde um im Studio Parts zu übernehmen.


    Unlängst schickte ich mal unserem lieben Kolllegen fwdrums einen Link zu der tollen Symbiose zwischen Drums und Bass die ich im Web entdeckt hatte, zum Fachsimpeln für uns Drummer.


    Heute paßt der Link wenn auch aus traurigem Anlaß irgendwie wieder. Das Zusammenspiel von jimmy und Vinny (Appice) dieses Links st fantastisch. Mitunter braucht man viele Jahre der Gehörschulung um zu ermessen, wie gut! das Zusammenspiel zwischen Bassisten und Drummer gelungen ist und woran tausende andere scheitern (die den Song covern).


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=lkzSEDM7Y_0&feature=youtu.be[/video]

    "Partnerwechsel" unter Musikanten gab es immer wieder. Aus den verschiedensten Gründen.


    Mitunter straucheln aber nicht nur Endorser bei der Auswahl bzw. Fragestellung "welche Firma bietet mir (logistisch, materialtechnisch) "was", "wann","wo" und "in welchem Ausmaß?"...


    ... mitunter geht aber auch bei manchen Firmen etwas vor... und dann gibt es "Signale" und dann gehen manche etc.


    Als ich die Nachricht las, fiel mir SOFORT! untenstehendes Video ein und mein gewisses Befremden als ich dieses vor etwa 3 Jahren sah.
    Damals ging mir vieles durch den Kopf. Ich war etwas "ergriffen", und zwar mitnichten weil ich die Dialoge und Gesten wortwörtlich übersetzte sondern etwas "freier" versuchte mir einen Reim daraus zu machen.


    Mein Kerngedanke, justamente bei diesem Video vor 3 Jahren war "schauen wir mal wie lange noch?" bzw. der 2. Gedanke der visualisierte beherzte Versuch "Nicko bei der Stange zu halten"... denn damals waren ja schon einige gegangen. Dazu kam/kommt noch die Marktsituation/Position etc. etc. "der raue Wind auf stürmischer See".


    Nun retrospektiv ist es natürlich garnicht mehr wichtig zu interpretieren, weil Fakten geschaffen sind.


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=IJEeILo4stg&feature=youtu.be[/video]

    Ich mache auch gerrne darauf aufmerksam dass mit der Verlängerung der Röhre, der tieffrequente "Booom" tatsächlich zunehmen wird/kann, aber der Attack bzw. die Lokalisierbarkeit des Attack in gleicher Relation indifferenter wird bzw. je nach Standort des Drummers oder der Zuhörerschaft auch abnimmt!


    Insofern wünschst Du die Eierlegendewollmilchsau. Die ist aber nicht leicht zu züchten/finden.


    Diese "Klangrelationen" in Bezug auf die jeweilige Kesseldimensionierung ist nicht jedem Drummer bekannt, das macht auch nichts ;). "Nur" macht es Sinn vor weiterem Materialverbau sich etwas mit dieser Thematik zu beschäftigen.

    Danke für den Erfahrungsbericht.


    Prinzipiell finde ich es beeindruckend (insbesondere menschlich beeindruckend) bei solch einem "Trash-Handel" noch so freundlich zu bleiben.
    Ich erlaube mir hier mal die Bemerkung, dass nahezu jeder annähernd ambitionierte Drummer mit rudimentärer Sehkraft (vom Hörvermögen oder Professionalität will ich freundliciherweise garnicht erst schreiben) durchaus erkennt wenn 2 Becken von verschiedenen Herstellern stammen.


    Humor rules:
    Wahrscheinlich fiel nicht nur das Internet aus, sondern die Becken wurden auch von einem schnell zupackenden Schüler eingetütet und verschickt, da sich der Drummer traurigerweise Hände und Füße verstaucht hatte und somit das Verpacken und zur Post bringen nicht selbst übernehhmen konnte und durch die Augen-Laserbehandlung leider auch keinen prüfenden Blick mehr auf die Ware werfen konnte. Sonst (also abseits dieser widrigen schicksalshaften erschwerenden Umstände) wäre ihm natürlich aufgefallen, dass die Cymbals nicht zusammen gehören. Aber wir wollen ja nicht "pingelig" sein und wünschen einfach: Gute Besserung! :D