Zitat
Aber das eigentliche Klangproblem besteht eher, wenn man die Hi-Hat unmikrofoniert anspielt.
Das war (für mich als Leser) bislang der wichtigste! Hinweis im Thread. Denn ich hatte den Threadstart beim Erstlesen so nicht verstanden.
Ganz kurz noch zur Aufnahmel (auch wenn die wohl garnicht das Kernprobloem ist). Es ist alles andere als leicht eine Hihat so aufzunehmen, das sie einzeln! abgehört gut oder zumindest passabel klingt. Ich bin oft daran gescheitert. Insbesondere dabei eine Hihat so abzunehmen, dass diese über das Mikrofon annähernd! so klingt (dann auf dem Aufnahmemedium "abgebildet wird") wie sie real von meinen Ohren! im Raum beim Drumming wahrgenommen wurde. Das hat aber damit zu tun, dass oftmals meine Ohren deutlich weiter entfernt von der Hihat sind als meine Hihatnikros. Mancher würde erschrecken wie selbst seine (favorisierten, geliebten) Hihat-Becken klingen, wenn er mit den Ohren beim Anschlag mal bis auf ein paar Zentimeter heranbringt (also etwa so wie manche die Mikro spositioneiren). Oftmals nimmt man in dieser Nähe mit den Ohren (erstmals) diverse nervende Obertöne und/older Dissonanzen etc. wahr... die einen verstören oder gar schockieren.
Wichtig: HNO-Ärzte raten von soklche einem Prozedere aus gutem Grund ab!
Da es ganz offensichtlich die Becken selbst sind, die Dir schon in Natura nicht gefallen, sehe ich abseits großer Diskussion oder umfassender Mikrofonierungstiips 3 Möglichkeiten:
1.) Die Hihat-Becken gefallen Dir einfach vom Klang nicht
2.) Die HIhat- Becken sind kaputt (verzogen oder sonstwas) und gefallen deswegen nicht .- obwohl sie eigentlich wenn unbeschädigt, gut geklungen hätten
3.) Du bist womöglich noch recht unerfahren, was Drumming, Klängwahrnehmung und "Gehörschulung" in Bezug zum Drummaterial/Cymbals angeht und legst "falsche" Klangerwartungen an den Tag. Wir alle werden da auch von modernen Tonträgern "geprägt" bis "pervertiert"
die einem sowohl bei Drums als auch bei Cymbals oftmals massiv bearbeitete Klänge als "Hörnorm" servieren (CD, Radio), die es so in Natura oftmals garnicht oder nur selten gibt.
Punkt 3 klingt womöglich radikalo oder "frech" von mir. Ich meine es überhuapt nicht so. Es ist unglaublich wie sich im Laufe von mehr Erfahrung andere Höreindrücke bilden. Selbst beim IDENTISCHEN SERIEN-MODELL.
Ein kleines Randdetail noch: dass in diversen Musikstilen/Musiikproduktionen die Hihat so unglaublich leise im Mix ist, dass sie mitunter nur mit Konzentration für unerfahrenere Zuhörer ortbar ist, sei auch noch erwähnt.
Will heißen: vielleicht ist in Deinem Settup beim Trommeln oder auch beim Aufnehmen, die Hihat einfach zu dominant (zu laut) und Dir würde der Klang womöglich schon deutlich besser gefallen, wenn dieser garnicht massiv anders wäre, sondern einfach: LEISER, subtiler im Verhältnis zu Kick, Snare und Toms oder Begleitmusik. Eventuell wird auch Kick und Bass zu leise gespielt und die Hihat von Dir zu druckvoll angeschlagen? Bzw. Spielweise verstärkt das Ungleichgewicht womöglich noch...
Ich bin recht sicher, dass die Erklärung der Phänomene nicht im Anwinkeln der Hihat liegt, oder im Austausch von Beckenfilzen oder dem Klangeinfluß des Hihat-Stativs (den es zuweilen in gewissen Grenzen frelich auch gibt), sondern im Dunstkreis einer dieser 3 Punkte.
Edtis: Rechtschreibung, aufgrund 14" Monitors. Inhaltlich nichts verändert.