Die "Retro-Grusel-Archivare" kennen "Bloody Pit of Horror" natürlich. Er gilt schon lange als rechtefrei bzw. Public Domain. Mir ist es nie gelungen den Film länger als 3 Minuten anzuschauen, da alles so gestört erscheint. Manche sagen ja irgendwann wird ein dilletantisch umgesetzter Film (also ein Trash-Ergebnis) schon wieder lustig? Vielleicht waren alle damals projektverantwortlichen unter Drogen? Ich weiß es nicht.
Zweifelsohne ist Euer Video irgendwie trashig-bizarr. Das war der Film im Original allerdings auch schon. Insofern ist die Frage ob man durch die Verknüpfung mit Eurer Musik da etwas neues oder anderes schafft? Oder der Film eurer Musik irgendetwas bringt? Ich denke leider in beiderlei Richtung: "Nein".
Ich habe prinzipiell auch immer Zweifel ob eine Verknüpfung von Musik mit Filmsequenzen (bei der es im Original ja - auch wenn es trashig umgesetzt wurde - um die Androhung und Folterung von Menschen, insbesondere Frauen geht) eine begrüßenswerte Wahl ist. Auch hier denke ich: "Nein".
Eigentlich liebe ich oftmals bizarres... aber vielleicht doch nicht in Bezug auf jedes Material.
Fazit: Ich würde den Folter-Scheiß weglassen.
Davon abgesehen, finde ich einiges der Gitarrensoli und Licks garnicht übel , teilweise sogar richtig gut bis furios!
Ganz sicher gibt es auch in diesem Genre wesentlich! schwächere Songs. Das Drumming finde ich prinzipiell auch gut. Die Kicks sind in meinem Ohr nicht immer 100 % tight zum Riffing der Gitarren oder umgekehrt aber das passiert uns allen! dann und wann und ist nicht so tragisch, vielleicht heir auch gewollt um es rauh und "ungeschliffen" klingen zu lassen.
Da es ja nur ein Vorab-Video ist (das also von dem Endprodukt abweicht) kann es sein, dass meine konstruktiv gemeinte Kritik, sowieso unnötig ist.