Beiträge von Drumstudio1

    Ich habe bislang nur wenige Soundanwendungen/Beispiele gehört. Da war die Snare übelst. Ganz übler Machine-Gun-Effekt. So als wüßte man nicht, dass dieser Effekt das Horrorszenario seit den AchtzigerJahren ist.


    Ob man dass noch beheben kann?... oder bei Demos bewußt nur eine Achtziger-Jahre-Simulation als Preset aktiviert wurde (aber dann frage ich mich warum?) weiß ich nicht..


    Man kann nur hoffen, dass daran noch massiv gearbeitet wird oder es z.B. noch frühe Vorversionen waren, die bislang im Web demonstriert wurden.

    Lange Zeit war die "Fersen-Arretierung" bei beiden Maschinen völlig anders.
    Bei Fame 9001 deutlich aufwendiger als bei der Millenium 222.
    Ob sich das nun geändert hat weiß ich nicht. Die Produktbilder zeigen immer roch den alten (auch real an den Maschinen feststellbaren) Unterschied.

    Ich habe das auch vor Jahren manchmal gemacht.
    Ist nicht verboten und auch als Methode nicht sooo unbekannt.


    Man bekommt viel Attack "aufs Band". Ich mochte den Sound.


    Kehrseite ist, dass man je nach Mikrofonkapsel (Höhenanhebung?) bzw Höhenanhebung des EQ am Pult unfreiwillig etwas viel vom Snareteppich einfängt.
    Logischerweise ist es kein so isoliertes Signal wie in der Bass. Man fängt sich also durchaus etwas mehr ein, just in dem Kanalzug, der sonst (bei In-Kessel-Mikrofonierung) recht sauber daherkam. Das erklärt schon zum Teil die seltenere Anwendung bei Drummern.

    Ich hätte noch eine ganz banale Theorie.


    Warum auch immer, Hayman für DDR-Devisen etwas günstiger im Einkauf war oder Import-Logistisch etwas leichter erhältlich war als Z.B. Ludwig etc. aber eben doch auch ein Stück weit zumindest einen gewissen (hust...) international-renomierten Namen hatte.


    Ob das stimmt weiß ich nicht. Es ist nur eine naive These...

    Zitat

    Zu den Farben: die wurden später eingeführt, daher sind ältere Becken schwarz gestempelt,
    klanglich ist es so, das Metall altert und daher mit der Zeit weicher wird und auch weicher klingt,


    Etwas konkreter: diverse Becken verlieren im Laufe des Lebens oftmals an "Brillianz und Definiertheit". Sie werden oftmals etwas "diffuser", "verwaschener".
    Dies schätzen manche Drummer sogar. Es kommt freilich auf das Ausmaß! und den Geschmack sowie die Gehörleistung des einzelnen an. In der Industrie und auch unter Kennern ist durchaus bekannt, dass irgendwann im worst-case ein Cymbal (ohne äußerliche Schäden) sich soweit von seinem es ehemals auszeichnenden Klanges entfernt hat, dass es für die Ohren der Macher oder des ursprünglichen Käufers der es aussuchte, nicht mehr akzeptabel klingt.


    Und um diesen Spagat, "was wird durch Alterung bzw. Beanspruchung klanglich einfach etwas anders oder gar schöner" vs. "wann geht es in verbraucht oder abgenudelt über"... ranken sich seit Dekaden viele Interpretationsformen und Mißverständnisse, oder zuweilen auch "gewollte Mißverständnisse". Mancher Vintage-Verkäufer liebt es natürlichj jedes! auch noch so angeranzte Becken zum "millionenschweren Sammlerstück" herbeizufabulieren ("da steckt die Seele aller Vorbesitzer darin" oder "so gut wurde nur unter Umgehung aller heutigen Umwelt- und Arbeitsschutzbedingungen 1928 produziert") etc. etc.
    Ein sehr komplexes Thema.

    Es kommt für mich sehr darauf an was ´draufsteht und/oder in welcher Optik bzw. ob der GEsamtkontext durch das BAssdrumfell irgendwie unetrstützt wird. .


    Wenn jemand auf dem Kickfell Firmenwerbung macht wie "Sanitärreinigung Alois Pichelsteiner", dann mag dass eine ansprechende Werbung für den Opa des Drummers sein, mir gefällt so was nicht.


    Auch sonstige Stilbrüche mag ich persönlich nicht. Also Galaband im Anzug mit Metal-Optik-Frontfell.


    Auch wenn ein Bandname per se schon eher peinlich, abgehangen oder einfallsarm ist, würde ich ihn mir erstrecht auf der Bass verkneifen. Es gab immer wieder rmal Cover-oder Tanzbands wo in eher grausigem Schriftbild geistreiche Bandnamen wie "The flying colibris" oder ähnliches steht. Da mag es für die Band entsprechend der Buchungen irgendwie Sinn machen, nochmal darauf aufmerksam zu machen wer da auf der Bühne steht... ? Ich weiß es nicht. Ich mag es nicht, wenn denn nochmal auf die literarische "Glanzleistung" der Namensgebung hingeweisen wird.


    Ist aber ein Schriftzug optisch schön umgesetzt bzw. unterstreicht im besten Falle auch die "Corporate Identity" der Band, ist also womöglich irgendwie auch stimmig zur Erscheinung, Stilistik, Bühnenbild etc. dann finde ich Schriftzüge und/oder Graphiken auf der Kick fulminant schön und nicht wirklich auf eine Zeitphase festlegend/festlegbar.


    Ich ertapp(t)e mich nicht selten dabei , dass meine Augen auf schönen Schriftzügen oder optisch edel gestaltenen Bassdrumfellen als Zuschauer recht lange verweilen.

    Ist/erscheint sehr! günstig.
    Wobei "nagelneu"... da gab es dass Bassdrum-Resoloch bei Orion-Neuware nicht.


    Außerdem steht ja noch "B-Ware" dabei. Das können die bei Mapex irre häufig vorkommenden nervigen Farbweichungen sein (also dass es zu dieser Bassdrum nichts anderes gibt, das paßt) ... oder andere Dinge....


    Vielleicht ist aber auch alles OK, selbst die Lackierung und das Ding ist nur ein paar Mal im Laden hin und hergeschoben worden. Das ist die Frage was mit B-Ware gemeint ist.


    Der Preise klingt wirklich sehr günstig.

    Dann können wir aufgrund des durchschnittlichen Gewichts von Han-Chinesen (man bedenke das Fertigungswerk) die 1-Täter-These verwerfen.


    Es kommt also nur ein Täter-Duo in Frage, um auf das angenommene, schädigende Gewicht zu kommen. :D


    Ich vermute es ist das einschlägig bekannte Sabotage-Duo Yin und Yang. Hoffentlich wird man den zweien endlich habhaft. Der durch ihr ungehemmtes Treiben mittlerweile entstandene Schaden in der Drumindustrie dürfte in die Trillionen gehen.

    Toll Bruzzi! :thumbup:
    So kann kollegiale und pragmatische Hilfe aussehen!



    Zitat

    Auffällig ist außerdem, dass ausgerechnet in dem Bereich zwischen beschädigter Gratung und Riss eine Art Spachtelmasse oder auch Leim aufgetragen wurde. Ob das ein fehlgeschlagener Verschlimmbesserungsversuch war kann ich nicht beurteilen.


    Ich glaube auch ein Bild suggerierte schon so etwas...

    Nochmals:


    wir haben hier 2 Ebenen.
    Die rustikale Verarbeitung einerseits und das andere viele wichtigere Thema: das was vom Stimmböckchen "rissartig" ausgeht/"zuführt" bzw. um das Stimmböckchen herum und seine eine! Schraube. Es hat vermutlich wenig Sinn :D beide Dinge dauernd in einen Topf zu werfen ;) .


    Und an den Threadstarter (da ich ja bei etwaigen Rissen in Stimmböckchennähe beim Saturn/Orion immer leicht etwas "rieche" oder vermute wie bereits im Thread erwähnt insbesondere in Bezug auf die Kräfteverteilung die auf und von den Stimböckchen ausgehen/einwirken kann bei "Komplikationen" etc.).


    Danke an Onkyelplayse für den Hinweis wo es mehr Fotos gibt. :thumbup: Ich hatte lange nur das Startpost-Photo gesehen.

    Zitat

    Ich will damit sagen, dass der Verkäufer des Sets, um das es hier geht, bestimmt wusste, dass die Ware nicht i.O. ist und es einfach mal drauf ankommen lassen hat.


    Zitat


    Genau der Gedanke beschlich mich recht früh
    bei diesem Fall.



    Me too:

    Zitat

    Eine kleine freche Spitze ;) kann ich mir aber nicht verkneifen. Dieses Set gab es bei keinem Anbieter Europas zu diesem niedrigen Preis. Einfach weil es ein toll klingendes Drumset ist. Und diese Limited-Modelle sind nicht unbekannt. Gerade in der erfahreneren! Drumcommunity. Und selbst bei unzureichendem Gehör, ist die Klanggüte dieser Kits recht offensichtlich. Da fragt man sich schon warum ausgerechnet in Tschechien so ein Witzpreis angeboten werden soll? Die sind ja nicht blöd.




    Ein tolles Angebot Bruzzi an den Threadstarter. Wundervoll kollegial! :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    [quote]ich bin dieses Wochenende zu hause, du kannst gerne bei mir vorbeikommen.
    In der Trommelwerkstatt nehmen wir das Teil mal in Augenschein und ich vermesse die Trommeln und kontrolliere mal auf Risse. Ich bin ja nur 80 Km von Frankfurt weg und es kostet dich auch nichts.[/quote

    Zitat

    Kessel Flüssigkeitsflecken oder sowas gefunden, es kann auch Leim vom verkleben sein....


    Das gibt es insbesondere bei Mapex häufig. Nicht bei jedem Kit, aber doch häufig! Ich habe das viele Male bei werksneuen Kits erlebt. Verunreinigungen, Fettflecken, Klebespuren, Schleifspuren im Kesselinneren. Ich habe mich über viele Jahre gewundert warum KHS keinen Willen zeigt, solche Dinge abzustellen.

    Ich denke aber, die Riß-Frage ist die entscheidendere! Also ob es einen Riß gibt oder keinen.


    Eine kleine freche Spitze ;) kann ich mir aber nicht verkneifen. Dieses Set gab es bei keinem Anbieter Europas zu diesem niedrigen Preis. Einfach weil es ein toll klingendes Drumset ist. Und diese Limited-Modelle sind nicht unbekannt. Gerade in der erfahreneren! Drumcommunity. Und selbst bei unzureichendem Gehör, ist die Klanggüte dieser Kits recht offensichtlich. Da fragt man sich schon warum ausgerechnet in Tschechien so ein Witzpreis angeboten werden soll? Die sind ja nicht blöd.


    Apropos: gerade B-Modelle werden bei Händlern und Mapex Kits auffallend häufig beworben/verkauft. Da reicht ein Blick der letzten Jahre ins Web um dem Gewahr zu werden. "B-Modelle mit Farbabweichungen", "B-Modell mit xyz" etc.


    edits: only Rechtschreibung

    Das Bild reicht mir noch nicht ganz als Beweis für einen Riß. Kann aber auch an meinem uralt-Monitor liegen.


    Fest steht aber, dass "Effekte" die beim Saturn/Orion optisch von Schrauben ausgehen sehr verdächtig nach etwas riechen können. Insbesondere wenn man die "Kräfteverteilung" bei diversen Saturn/Orion etc berücksichtigt. Jene hatten ja nur eine Schraube und zusätzlichen klitzekleinen Stift der vom Böckchen ausgehend in eine Eindrückung im Holz ragt. Das schien von jeher einigen Menschen als etwas gewagt.
    Ab und an fand man auch mal im Web eindeutige Photos.


    Gleichwohl ist das Bild für meinen schwachen Monitor noch KEIN BEweis.
    Dieses Drumset Birke/Walnut + Extra-Außenlage Mischkessel-Set klingt akustisch nach extrremer Oberklasse. Ich hatte es auch mal. Insofern super-tragiscvh wenn da was wäre. Der Kessel sieht auf Deinem Bild innen freilich sehr "rustikal" verarbeitet aus. Kein Glanzstück - so oder so.

    Zitat

    Das Pedal geht ab Stufe 4 runter, also nur mit der höchsten Federspannung bleibt es am Anschlag, danach geht es bei jeder Stufe ein Stück weiter runter.


    Ja, das finde ich auch nicht so prickelnd. Da ist ja GARKEIN Justage-Spielraum mehr, wenn die Feder im Laufe der Betriebsjahre noch weiter an "Rückholwirkung" einbüßt. Ich würde umtauschen.


    Und um sicherzugehen: das beschriebene Problem ist sooo selten nicht. Ich kenne es insbesondere von mehreren No-Name bzw. "günstig"-Fernost OEM-Maschinen (bzw. den dort verbauten Federn). Aber eben auch von einer meiner Pearl 900 der letzten Jahre.

    Noch mal um sicherzugehen:


    Ich kenne das Phänomen bestens. Sowohl als "normal" als auch als "Defekt".
    Und genau in diesem Spannungsfeld befindet sich der ganze Thread. Beides ist bislang für den Threadtstarter scheinbar noch nicht 100 % sicher auszuschlie0en.


    Deswegen versuche ich nochmal einen anderen Erklärungszugang der Phänomene. Denn ich denke dIe Unterscheidung (ob defekt oder nicht) ist eigentlich garnicht so wahnsinnig schwer.


    Wenn durch Nach-Justage der Feder es möglich ist/wird das die Trittfläche (nebst Top-Becken, nebst Gummi-unten) wieder in die Ausgangsstellung zurückkehrt? Ist das erreichbar, dann würde ich behaupten ist alles Ok.


    ABER: ist sebst bei "Fester-drehen" der Hihat-Feder es nicht möglich das die Trittplatte wieder korrekt in die Ausgangsstellung zurückkehrt (nebst Topbecken, nebst "Gummi unten" ;) dann würde ich Umtauschen.


    Ich habe oft identische Hihatmodelle mehrfach. Sehr oft war alles OK und nix zu beanstanden. Sehr oft gab es aber auch (bei einem Hersteller, der hier ungenannt bleiben soll) andere massive und stets auftretende SYMPTOMATISCHE Mängel - die aber mit diesem Thread nix zu tun haben.


    Back to topic:
    In jedem Falle hatte und habe ich auch lange 3 Pearl 900 (aus den ersten Produktionschargen)
    2 davon liefen tadellos.


    Eine (die ich heute noch habe) zeigte sehr früh folgende UNSCHÖNE Effekte:
    1.) Topbecken sinkt ab (egal ob "medium" oder schwereres Top-Becken)
    2.) Pedal nebst Kette, nebst Gummi unten schaut zentimeter-weiter! aus dem Basisrohr als bei beiden anderen identischen Hihatmodellen die ich habe/hatte. Das gesamte Feel der Maschine ist völlig anders als bei den 2 anderen identischen Modellen. Das bemerken oft auch Schüler mit wenig Erfahrung.
    3.) Selbst ein massives Höherdrehen der Federspannung ändert an den Phänomenen von Punkt 2 NICHTS!
    4.) Es ist auch unter erheblichem Druck des aufliegenden Fußes deutlich anspruchsvoller die Hihat-Becken in einen sauberen "Closed"-Zustand zu versetzen als bei den beiden anderen baugleichen Modellen. Schnelle Funk-Rock "Hihat-auf" vs. "Hihat-zu" Sechzehntel-Phrasierungen werden da zum Phobie-besetzten Trauma, da diese bei dieser EINEN Maschine, irre knifflig präzise ausführbar sind.


    Die hätte ich (als es noch ging) Umtauschen sollen. Die war und ist defekt. Weil die Phänomene mittels Nachjustage der Feder nicht zu regulieren bzw. nicht zu kompensieren sind.


    edits: only Rechtschreibung