Beiträge von Drumstudio1

    Von Tama...


    ...die Aufkleber.... hahaha


    Die Mühle ist von Newsound. Böckchen-Indizien sind bei Newsound nicht so leicht auszuwerten/auszumachen denn es gab von Nwwsound viele, viele Produktgenerationen. Die Bassdrumrosette (unterlag zwar auch diversen Veränderungen) ist hier aber definitiv Newound... so wie manches mehr.


    Schöne Sticker!

    Vielen Dank! Hueni. Endlich mal jemand der Klartext redet.


    Wobei "Fernost Snare-Kessel" über OEM´s bezogen ist nochmal ein ganz eigenes Thema. Diverse Tradtionshersteller haben ihre Metallurgie-Abteilungen zusammengestutzt und verlassen sich hier auf OEM´s.

    Abweichungen sind überall dort möglich wo Mensch und Maschine Hand anlegen.
    Das zu leugnen wäre kindisch.


    Interessanter (und eben abseits der Tele-Tubbies) ;) ist das Ausmaß der Abweichungen und die prozentuale Auftretenshäufigkeit der Abweichungen. Also wieviele Sets von 100 produzierten haben gravierende Mängel. Und da 100 so selten produziert werden ist vielleicht die Frage schon interessanter: wenn ich 5 Sets derselben Serie eines Herstellers betrachte, bei wievielen dieser 5 muß ich gravierende Mängel feststellen. Bei keinem, bei einem oder bei dreien von 5. etc. etc.


    Wenn ich in meinem Leben ein einziges Set eines Herstellers gesehen habe das Murks ist - prägt das natürlich meine Meinung. Ob diese Meinung dann aber aufgrund der heftigen ersten! Prägung eher Vorurteil ist/wird oder sachlich aufrecht erhalten werden kann/muß (da faktisch überprüfbar auch spätere Modelle wieder und wieder diese Mängel haben) ist ein völlig anderes Thema.


    Insofern fände ich toll, wenn hier nochmals konkreter beschrieben wird was beanstandet wird: In welchem Ausmaß Mängel vorlagen (Grad der Abweichung vom SOLL-Zustand) als auch die Anzahl gesehener Stücke mit Mängeln.

    Queensryche gehörte nie zu meinen wirklichen Lieblingsbands. (die CD´s Operation Mindcrime und Empire mal ausgeklammert, die waren sehr gut)
    Daneben gab es einzelne Songs (oder Song-Interpretationen) die irgendwie ungerechtfertigterweise von vielen übersehen wurden.


    So insbesondere "I wlll remember" von der mich die Unplugged-Version seinerzeit wie heute schwer beeindruckt(e).


    SUPER-SONG


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=e-XvOk75KzU[/video]

    Zitat

    @ Drumstudio1: Für jeden, der sich bischen mit Hifi, PA und Raumakustik beschäftigt ist der Hinweis garnich so genial, sondern völlig slbstverständlich


    Wann machen Menschen schon das selbstverständliche...? :D Bei Hifi-Enthusiasten galt es mal als "selbstverständlich" CD´s in das Tiefkühlfach zu legen oder Randspuren der CD mit schwarzem Edding anzumalen - zur Klangoptimierung versteht sich ;) .


    Niles Beitrag finde ich brilliant und wichtig! weil er nochmals auf einen ganz klassischen, weit verbreiteten Anwendungs-Bias bezüglich dem A/B- Vergleich alternativer-Tomaufhängung vs. XY aufmerksam macht. Einen den wir auch bei diversen Produktpräsentationen finden etc.


    Insbesondere da es ja je nach Drumaubau auch nicht immer ganz einfach ist, das Tom sehr nahe im Idealfall an der ehemals befestigten Position in der Hand zu halten und anzuschlagen. Nicht selten fuchtelten bei Präsentationen die "Demonstranten" nebst des zu demonstrierenden Objektes willkürlich vor der Nase der Zuhörerschaft herum, bzw. auf und ab.


    Das Freaks and me den bias nie machen - davon ist auszugehen.
    Aber die Mehrzahl der Leser profitiert von solchen, guten Beiträgen.

    Zitat

    Oder Argumente wie Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit? Bei Holz gabs da schon Threads zu, bei Hardware glaub ich noch nic


    Nie hau! :D Doch das hatten wir natürlich schon mehrfach. Schadet aber nicht es immer wieder u.a. für die Rookies erneut zu erwähnen.


    U.a. ich hatte mal von einem chinesischen OEM (Drums, Drumhardware, aber auch andere Instrumentengruppen) den ich besucht habe, berichtet. Ein nicht gerade kleiner, der sehr billig produziert.


    Nur nochmal 3-4 Stichpunkte:


    Maskentragen-Pflicht-Schild weißt optisch deutlich sichtbar Mitarbeiter beim "veredeln" von Blasinstrumenten darauf hin, dass diese anzulegen sind. Mehrere Mitarbeiter tragen aber keine Maske. Dt. Investor, der mich zu Prüfung der Drums des OEM-Herstellers dabei hatte, fragte die Firmenleitung ganz konket an dieser Produktionsstelle: "warum legen die Mitarbeiter die Masken nicht an?"


    Antwort vom General Manager (also recht weit oben in der Firmenhierarchie): "Es ist den Mitarbeitern freigestellt. Sie können die Masken tragen oder einen Ventilator einschalten".


    Die Pointe: die Ventilatoren (handelsübliche Billiggeräte für Privathaushalte Marke "es ist warm im Sommer in der Studentenbude") waren auch bei jenen die keine Maske trugen nicht an jedem Arbeitsplatz eingeschaltet. Und selbst wenn jene teilweise eingeschaltet waren, bliesen diese die Dämpfe nur zum nächsten Arbeitsplatz zum nächsten Mitarbeiter! einen halben Meter weiter. Es gab also kein Abluftsystem/Abzugssystem oder dergleichen für die Dämpfe.


    Beim Gang in einen ganz anderen Fertigungsbereich in dem sich (aus gutem Grund, würde ich heute sagen) nur 1-2 Mitarbeiter weit weg von dem dt. Investor und mir ausmachen ließen, erhielt ich rasch nach dem Betreten dieser Fabrikhalle einen massiven "Stich" im Gehirn von dem ich dachte mir setzt einer eine Hornisse ins Nasenloch und diese sticht von dort durch das Gehirngewebe bis in die Schädeldecke. Vielleicht nicht ganz überraschend: es war die Halle mit der Galvanisierungsstraße für Drumhardware etc. Wir waren zig Meter von den Becken entfernt (die Halle war recht groß) - aber zweifelsohne war da nichts! Gutes in der Luft.


    Thema Produktlebensdauer:
    Viele der Produkte waren direkt nach der Produktion und/oder schon während! der Produktion mit Teildefekten "ausgestattet". Wurden aber nicht aussortiert sondern durchliefen den ganzen Rest der Fertigungstrecke, so als sei nichts gewesen. Auch der Showroom offenbarte: die lichttechnisch sehr ansprechend angestrahlte Hardware war in der Mehrzahl der Fälle dysfunktional. Auf die Defekte angeprochen, insbesondere die erscheckend hohe Quote mängelbehafteter Produkte wurde ein Mitarbeiter/Ingenieur eilig herbeizitiert/telefoniert, jener mit einer Zange in der Hand :D . Aber diese surreale Story wo er mit der Zange vor unseren Augen den Mist zurechtbiegen wollte, den diverse Abteilungen vorher verbockt hatten, hatte ich hier im Forum auch schon 1-2 Mal erwähnt. Es wäre vieles zum Lachen, wenn es eigentlich nicht so traurig gewesen wäre.


    An anderer Stelle im Werk: Viele der Drumkessel rochen extrem auffallend nach Lösungsmitteln. Diesbezüglich hatte ich dann später noch die ein oder andere Email geschrieben, dass man bitte sowohl an die Endkunden in Europa denken soll, die sich nicht vergiften wollen, als auch an die Mitarbeiter im Werk!, die ja sicher auch noch ein langes Leben führen wollen und gesunde Kinder haben möchten. In jedem Falle machte der Kleber mit denen die Holzlagen bei den Kesselpressen verleimt wurden schon einen extrem (chemischen) Lösungsmittel-haltigen Eindruck. Die Lackierung der Kessel hat damals aber sicher auch nicht nur aus wasserbasierten Lacken bestanden. Denn auch in dem Showroom der Firma, wo schon vor längerem gefertigte Drumkits ausgestellt waren, breitete sich sobald man Felle wechselte ein extrem lösungsmittelhaltiger, strenger Geruch aus. Auch das wurde dann später nochmal thematisiert wobei mir da ein netter Drumbau-Kollege noch mal 1-2 Hinweise gab, die ich weiterreichte. Ob diese Mails je gelesen, ins chinesische übersetzt und an die tatsächlich entscheidungsbefugten Funktionsträger weitergereicht wurden, habe ich nie erfahren. Aber auch das ist womöglich? typisch, sobald ein potentieller Kunde abgesprungen ist und kein Auftrag mehr im Raum steht, macht jede weitere Kommunikation (bzw. das Binden von Zeit der Mitarbeiter) monetär/produktionstechnisch betrachtet keinen Sinn mehr.


    Man ist oftmals nicht sicher, ob überhaupt Appelle (Qualitätsverbesseung der Produkte, Schulung der Mitarbeiter, Meiden toxischer Stoffe) verstanden werden. Hoher Produktionsoutput bzw. möglichst lückenlose Produktionsauslastung ist für diverse Produzenten ein Ziel das weitreichende Schatten auf andere Bereiche wirft, die garnicht wahrgenommen werden (wollen). Kommunikation ist mitunter ein sehr spezielles Thema. Alles was das Thema Stückzahl und Verkäufe betrifft (es wurde vom Investor u.a. auch aufgrund meines Eindrucks gegen den Import dieser Produkte entschieden) wird durchaus zeitnah beantwortet.


    Andere Themen - hust - siehe oben, werden entweder mit Hinhalte-Floskeln "ach so, ja da hören wir uns mal um", "Das ist machbar, wir kümmern uns darum" oder garnicht kommentiert. Man/ich hat dann mitunter Zweifel ob manche Rückmeldung oder Mail überhaupt gelesen, verarbeitet, bearbeitet bzw. an den richtigen Adressaten weitergereicht wurde.


    Das liegt nicht etwa am "bösen" Chinesen, sondern ist mitunter brutalst einfach zu erklären. In der Drum- und Instrumentenindustrie (wie in anderen extrem exportabhängigen Industriezweigen Chinas sicher auch) sind jene Chinesen an den "Schnittstellen nach Außen" tätig, deren Eltern sich vieles abgespart haben um diese zu einer besseren/weiterführenden Schule zu schicken, wo besseres Englisch vermittelt wird. Z.B das Schulenglisch unserer 7. - 9. Klassen entspricht :D . Aber eben für Landesverhältnisse deutlich über dem Durchschnitt. Deutlich besser als die Fremdsprachenkenntnisse anderer Bevölkerungsgruppen wo mangels Geld weniger in die Ausbildung der Kinder investiert werden kann. Jene durch teure Ausbildung geförderten Kinder sind dann als erwachsene, als erwerbstätige Arbeitnehmer in exportrelevanten Firmen einer sehr hohen! moralischen und Leistungserbringungs-Verantwortung den Eltern gegenüber. Sie müssen durch ihren Status im Beruf beweisen, dass sich das vom Leib absgesparte der Eltern, um in die Bildung der Kinder zu investieren, gelohnt hat.


    Das bedeutet ganz konkret, dass mitunter chinesische Mitarbeiter in der Musikinstrumenteindustrie mit jenen guten (für uns eher rudimentär erscheinenden) Englisch-Kenntnissen meist für verkaufsrelevante Kontakte/Aquisen eingesetzt werden. Die haben dann ein üppiges Grundgehalt von 300 oder 350 Euro im Monat und bekommen noch gewisse Prozente - aber eben nur, wenn! es zu nennenswerten Aufträgen kommt. Alles andere, wie z.B. Produktverbesserungen besprechen, umweltrelevante Dinge erörtern, Mitarbeitergesundheit oder -Schulung erörtern, kostet sie ihre Zeit, wird aber freilich nicht durch die Ausssicht auf eine Provision belohnt. Im Gegenteil: in der Zeit in denen jene Mitarbeiter E-Mails von dt. Investoren übersetzen, die möglicherweise von einer konrketen Bestellung nennenswerter Stückzahlen schon abgerückt sind, hätte man längst andere europäische oder amerikanische Investoren per E-Mail oder Telefon zum Bestellen veranlassen/"bereden" können. Und auch auf Seite der Firmenführung (denn letztere müßten die Verbesserungen ja initiieren und durchsetzen) stoßen diese Anregungen die nicht sofort zu einer höheren Produktionsauslastung führen, nicht selten auf halb- bis ganz taube Ohren.


    Ein nicht ganz unwichtiges weiteres Thema, ist auch die wirtschaftsförderung spezieller Regionen. Will heißen mitunter wird die wirtschaftliche Expansion von Firmen bzw. die Erschließung neuer Regionen als Produktionstandorte vom lokalen Machtapparat gefördert bzw. "protegiert" Es werden dann viele lokale Menschen eingestellt, also ausnahmslos Mitarbeiter rekrutiert die aus der Region! kommen. Dies sind nicht grundsätzlich die kompetentesten für das jeweilige Berufsprofil, aber das spielt mitunter erschreckenderweise keine Rolle. Unsere Vorstellung per nationaler oder gar internationaler Stellenausschreibung für spezielle, sehr wichtige Jobprofile (z.B: Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems, Produktverbesserung, Produktinnovation, Chef-Ingenieur etc.) unter den besten Bewerbern des Landes auszuwählen ist noch für diverse chinesische Firmen geradezu SCIENCE-FICTION. Vieles des protegiertern basiert genau darauf, dass man viel!!! produziert und den Menschen vor Ort irgendeinen Job anbietet und jene dadurch (im kleinen Maßstab) vom Wohlstand träumen können.


    edits: unendlich viele Schreibfehler. Inhaltlich wie meist, nix verändert. Aber noch 3-4 Nebensätze ergänzt zum - hoffentlich - besseren Verständnis.

    Zitat

    Vielleicht hat der Klangunterschied auch damit zu tun, dass sich das Tom in einem anderen Winkel zu deinem Ohr befindet, wenn du es frei in der Hand hältst?


    Brillianter! Hinweis, da tatsächlich manchesmal bei Anwendern zu fehlerbehafteten Eindrücken führt. Im Idealfall testet man das Tom sehr nahe der realen Montageposition! Nicht zuletzt auch um raumspezifische Faktoren konstant zu halten.


    P.S: die Superstars haben das alte (schwarze) Star-Cast (Produktdifferenzierung läßt grüßen)

    Zitat

    Ein Freischwingding klingt in der Gummizelle kürzer
    als ein totgedämpftes abgewichstes Pinstripe auf
    einem Aldi-Tom in der Kathedrale.


    Das ist natürlich völlig richtig. Der Raum ist nicht selten der größte klangprägende Einfluß/Wirkfaktor auf unser Instrument, lange vor Freischwing-Effekten und was viele nicht glauben mitunter je nach Umgebung sogar vor dem Faktor Fellwahl etc. etc. Das haben wir ja vor vielen Jahren schon in mehreren Threads erörtert/diskutiert. Gleichwohl ist es schön das Maximum an Klang (es es geht ja nicht nur um "Nachklang"-Dauer) herauzukitzeln mittels guter Drums, guter Kesselhardware, alternativer Tomaufhängung etc. Abdämpfen kann man, wenn gewünscht, später immer noch. Aber den Sound HINGEGEN verlängern oder bass-dominanter machen etc., durch den Bau einer Kathedrale um das eigene Drumset, das ist heutzutage für die meisten ohne eine Heerschar von Leibeigenen schwerer realisierbar.


    edits: Zu viele Buchstabendreher.

    Bitte auch andere Wirkfaktoren nicht vergessen.
    Mitunter auch ganz banale: man kann bekanntlich beim Star-Cast schon mitels dem Anpressdruck der Kontermuttern gewissen Einfluß nehmen (das war früher immer mein erster und kostenfreier Versuch ;) ) .


    Auch wichtig: verkürztes Sustain steht mitunter nicht nur im Kontext mit dem Freischwingsystem sondern zuweilen auch dem Tuning. Wenn also von 4-5 mal längerem Sustain (wirklich gemessen? Wie? Womit?...) die Rede ist, dann wäre interessant in welchem Tuningbereich und wie bzw. ob! sich diese Relation "4 - 5 mal länger" in anderen Tuningranges nachweisen läßt? :D Dann gibt es noch den Zusammenhang mit dem L-Stück (bzw. dem Tomarm, an welcher Stelle des l-Stücks sich das Tom befindet bzw. wie fest der Nylonball oder andere Bauteile angezogen sind etc. Selbst dort kann man, wenn man alles wirklich pedantisch erforschen will noch (in Grenzen natürlich) Einfluß-Effekte feststellen. Das will verständlicherweise nicht jeder -muß man auch nicht :D


    Und auch noch wichtig. verkürztes Sustain ist ja nur ein Faktor. In vielen Fällen ist die engere! Tuning Range durch schlechte Entkopplung vonToms viel störender. Dies war für mich immer der noch viel! wichtigere Faktor. Nämlich in wirklich andere Tonlagen stimmen zu können, wenn ein Tom passabel oder gar gut entkoppelt ist. Desweiteren auch wichtig, das nicht selten ohne Freischwingsysteme je nach Tuning störende "Klang-Artefakte" dominanter werden bzw. erst hörbar auftreten... aber letztres ist nochmal ein ganz anderes hochkomplexes Thema.


    Ich denke hier im Forum gibt es eher eine Mehrheit Pro-Freischwingsysteme. Ich mochte sie tendenziell immer! Seit der Markteinfürhung von Rimsi. Gleichwohl wissen sicher viele, das manche Freischwingsytseme besser und anderer schlechetr sind. Manchmal sind eingschränkte Wirkeffekte nur bei gewissen Trommel-Maßen gegeben (wie oben schon beschrieben), manchmal ausgelöst nur durch kleine Detail-Mängel einzelner Bauteile, Gummis, Passung, Montage-Position, manchmal aus anderen Gründen...


    Gerade vor 1-2 Jahren hat Tama bei der Einführung der Star Serie den nächsten Schritt (der faktisch vorhersehrbar war ;) ) unternommen. Und ich erwarte der wird noch immer nicht die Schlußversion der Freischwingsyseteme sein. Es bleibt spannend.

    Das würde den Rahmen sprengen alles aufzulisten.


    Ich beschränke mich auf ein Beispiel jüngerer Zeit, dass auch in Deinem Thread eine Rolle spielt.


    Demon-Pedal auf der Messe tagelang immer mal wieder angetreten. Für toll befunden. Das ist sie faktisch auch.
    Das Demon Pedal dann günstig gebraucht gekauft. Nach einigen Wochen Spielzeit hatte ich mich allerdings bei manchen "Spiel-Figuren" haptisch irgendwie nicht wohlgefühlt. Irgendetwas schwer benennbares störte mich bei 2 aufeinanderfolgenden Sechzehnteln. Nur da fühlte ich mich bei der Demon mitunter je nach Tagesform etwas unwohl. Jede Parameteränderung des Pedals bewirkte diverse Laufunterschiede... aber behoben dieses kleine Problemchen (also sich an manchen Tagen nicht ganz so wohl zu fühlen bei 2 flotten Sechzehnteln) von mir nicht. Ich Laufe der Monate trat dieses Detail in den Hintergrund. Es spielte keine Rolle mehr für mich.


    Dann kam das Low-Budget-Modell "Demonator" (932).
    Diese ist ja nur optisch angelehnt. Faktisch ist es eine völlig andere Maschine. Aber diese übertraf für mich deutlich! die Budget-Vorgänger-Modelle 900/902 bzw. noch früher die P122 (die ich auch bestens kannte und mehrfach hatte). Sie hatte somit lauftechnisch Verwandschaft mit den Modellen P122 und 900 (trotz anderer! Konstruktionsweise) die ich jahrelang gespielt hatte, übertraf diese aber sofort! in Sachen Spielfeel. Und dieses Gefühl des übertreffens bzw. "hier geht es sofort", hält bis Heute an. Es gab right from the start bis zum heutigen Tag nicht das geringste Gefühl des Unwohlseins in irgendeinem spieltechnsichen Teilbereich. Dieses Pedal fühlte sich für mich ab Day one extrem gut an, ohne jegliche Veränderung über die bisherigen Monate.


    Aber Fußmaschinen sind (wenn nicht DIE) individuellste Entscheidung. Obiges soll also keinerlei Kaufempfehlung sdein, sondern nur mal die höchst subjektiven zuweilen skurrilen Individual-Befindlichkeiten aufzeigen.

    Zitat

    Eine meiner Toms klingt scheiße und schwingt nicht frei. Sie klingt abgewürgt und passt nicht zu meinem restlichen Set.
    Vieleicht finden wir ja eine Lösung


    Das gibt es zuweilen auch fernab Deines Posts, bzw.- Fernab vom Thema "Freischwingsysteme". Vielleicht einfach weil die Relation "verbaute Drumshell-Hardware zu Kesselmaßen bzw. Shellkonzeption" nicht bei jeder Trommel (nicht bei jeder "Trommelmaß-Relation") Sinn macht. Mancher von uns hat schon erlebt, dass mehrere identische Modelle einer Serie beim 10" toll klingen aber beim 12" nicht oder umgekehrt etc. etc. z.B: nur mal als erster vager Hinweis: Relation Spannschraubenböckchen-Anzahl zum Shellmaß etc. etc. vieles mehr ist bedenkbar :D


    Meine (vielleicht für manchen kühn-anmutende) These war dann eher das mit jener Relation je nach Tom-Maß bzw. verbautem Material etwas nicht mehr aufgeht, was beim nächstgrößeren oder kleineren Tom noch funktionierte etc. Oder andersherum: stimmt die Relation des Verbauten nicht... kann auch der "Freischwinger" nichts mehr retten. So habe ich es mehrfach erlebt. Nicht oft - aber leider auch nicht ultra-selten.


    Die Identifation solcher Phänoemen erlaube ich mir persönlich ;) allerdings wirklich nur (und nur dann) wenn ich tatsächlich mehrere Serien-identische Kessel mit 100 % identischer Ausstattung mit dierem Effekt nachweisen kann.


    Bei einer einzelnen! Trommel von Pipi-Mao-Ling würde ich hingegen stets zunächst andere Ursachen verantwortlich machen bzw. bedenken... wie schlechte Verarbeitung, verzogener Kessel, mieses "Klangholz", meise Gratungen, falsch dimensionierte Spannreifen, unzureichend geschulte Mitarrbeiter (bzw. erlogenes Qualitätsmanagementsystem, dass in Wahrheit nie implementiert wurde), betrunkene MItarbeiter etc. etc.


    Kurios: Just bei der 1. Superstar Hyperdrive Generation (Birke/Linde) hatte ich 3 folierte Sets parallel im Test im Raum. Bei allen dreien fiel stets dasselbe Hängetom im Vergleich zur Tuning-Variabiltät bzw. Klang zum 2. Hängetom ab. Das habe ich in den tiefen dieses Forums vor Jahren so mal beschrieben. Ich finde den alten Thread nicht mehr. Welches Maß (also ob 10 x 6,5 oder 12 x 7 habe ich vergessen). Es klang auch mitnichten "scheiße" sondern war einfach etwas weniger gut und hörbar etwas eingeschränkter in Sustain und auch Tuningrange.


    Von der späteren Hyperdrive-Variante (Full Birch) hatte ich nur noch eines hier. Da erinnere ich den Effekt nicht mehr. Kann aber auch am verstaubten Gedächtnis liegen. :D

    Auch oft übersehen bzw. nochmals etwas konkreter: einer der wichtigsten/mitentscheidensten Faktoren des "Spielgefühls" und der Laufeigenschaften: die Schlegel-Auslenkung ("Länge") und der Winkel des Schlegels zum Fell. Wer den Schlegel total mittg zum Bassdrumfell führt hat eine völlig andere Hebelwirkung/Spielgefühl, als 3-4 + X Zentimeter weiter höher (was einige Nasen and me :D bevorzugen).


    Die längerfristigen Tests haben simple gesprochen "Vor- und Nachteile".
    Ich habe viele Fußmachinentypen längere Zeit besessen.
    Das interessante, je länger ich diese spielte umso eher gewöhnte ich mich an jene... irgendwann dachte ich: "also doch kein Fehlkauf, läuft gut".
    Dann kam irgendwann eine andere Fußmaschine unter die Zehen die sofort gut lief und mit der Microtime-Dinge möglich waren die bei anderen Modellen selbst nach 2 Jahren Spielpraxis mir nicht möglich waren.


    Got it ;) ?
    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Dies hat bei der Einschätzung der wirklichen "Passung zwischen Mensch und Maschine" teilweise erhebliche bias-behaftete "Beurteilungen" zur Folge.


    Um ein Produkt in Sachen Langzeittauglichkeit/Ausfallquoten zur bewerten gilt natürlich je länger im Test, desto besser.


    Aber beim, Bewerten der Laufeigenschaften der Maschine und der Tauglichkeit für einen selbst, ist es wesentlich kniffliger, zu beurteilen, ob eine längere Testzeit per se eine REALERE EInschätzung/Bewertung zuläßt - siehe Beispiel oben.

    Und das grandiose:


    wenn Du alles konzentrierst im Thread ein zweites mal liest :D , wirst Du feststellen, dass viel weniger aneinander vorbei geredet wurde, also Du vermutest und für viele Anfänger und manche Fortgeschrittene sich womöglich auch noch ein gewisser Erkenntnisgewinn einstellen kann. :thumbup:


    Unterhaltungswert + Aufklärungsarbeit = Dr. Sommer-Team ... ähm, ich meine natürlich Drummerforum!

    Zitat

    Die Trommel klingt also lasch, flach, nicht druckvoll und die Obertöne kommen stärker zur Geltung. Fellseitige Dämpfmaßnahmen dämpfen bevorzugt die Obertöne, wo hingegen die Grundschwingungen kaum/ wenig bedämpft werden. Also das genaue Gegenteil zu der Freischwinggeschichte an den Kesseln!


    Und dies genau erklärt auch ein viel gravierenderes Problem. Habe ich Floortoms die nicht gut vom Boden entkoppelt sind (also nicht sehr frei schwingen können) , kann ich diese nicht so tief stimmen. wie es eigentlich der Kessel im Zusammenhang mit seiner Befellung zulassen würde. Es gibt diverse Floortoms verschiedener Drumserien und Hersteller (übrigens über Trends hinweg - von Vintage bis zur Gegenwart), bei denen würde mancher Drummer (in positiver Hinsicht) "erschrecken" wie gut diese klingen (könnten), wenn sie besser entkoppelt wären und ein viel tiefer und "reiner ausklingendes" Klangergebnis erzielbar wäre, wenn der Hersteller bessere Entkopplung implementiert hätte. Wie deutlich weiter ihre Tuningrange wird - und für viele auch nicht unwichtig: wie viel leichter diese zu stimmen wären, wenn sie besser entkoppelt sind.


    Diese "Drei bis vier+ X" Effekte (weitere Tuning-Range, tieferer "Grundton", schnelleres Stimmergebnis etc.) betriftt natürlich prinzipiell auch kleinere Toms aber insbesondere bei diversen Floortoms läßt sich selbst für jeden Mittel- und Innenohr-entzündeten, hochfiebrigen ;) hörbar! nachweisen, dass Entkopplung beileibe nicht nur mit Ausklangzeit oder etwa "nur Details" zu tun hat, SONDERN mitunter recht MASSIV MIT DER TUNING-RANGE und wie flexibel man stimmen kann... insbesondere wie tief und "sauber" es nach unten stimmbar ist.


    Das mag vielen Drummern egal sein ;) , da diese Verbesserungen im Alltag ja nicht hörbar sind. In welchem Alltag eigentlich?
    Dass diese Phänomene nicht wahrgenommen werden beim Clubgig und 50 betrunkenen Nasen am Tresen die kontraproduktiv :D gegenüber der Band, den gesamten Gig hinweg die Wirtin immer wieder lautstark zum lasziven Tanz auf dem Tresen herbei-gröhlen, mag sein. Also mit jedem Meter weiteren Abstand zum Drumset oder im Zusammenspiel mit den anderen Musikern und/oder "störenden" Umgebungsgeräuschen kein Schwein mehr ein besser klingendes Tom wahrnimmt. Natürlich ist das oftmals so, dass akustische Verbesserurngen irgendwann zur vernachlässigbaren Größe werden. Es gibt aber zum Glück auch Drummer die hören selbst gern ihr gut klingendes Drumset aus der Fahrerpostion beim Spielen, und sei es nur im Proberaum, weil es einfach Spaß macht auf einem toll klingenden Set zu spielen, weil es beflügelt und schön ist. Das wäre mir! Argument genug gut klingende Trommeln zu haben. :P Wer das nicht will... so what.

    Zitat

    finde es weitaus "entspannter" meine Snares gleichartig überall hochzustimmen und ggf. mit einem kleinen Moongel-Pad ein paar wenige Obertönchen/Sustainlängen zu reduzieren.


    Das genau ist ein wichtiger Punkt.
    Es ist Jahrzehnte her, da wurde als ein Teil-Argument der "Verstimm-Methodik" nicht selten genannt, so könne man Einfluß auf störende Obertöne nehmen wenn gerade mal kein Stückchen Gaffa oder Tempo-Teilstück oder sonst etwas dämpfendes zur Hand ist. Das "Argument" fand ich in zivilsatorisch eng besiedelten Regionen schon vor 30 Jahren... - hust - ... etwas albern, aber heute wo sich jeder mittels Handy zur Pizza von Luigi noch den Milchshake von Alfonso bestellt, überhaupt kein Argument. Wo um Gottes Willen gibt es noch einen Gig ohne irgendetwas kleb-bares greifbar bzw. dämmbares? Und wie schwierig wäre zeitnahe Abhilfe mittels moderner Vernetzung?


    Vorsicht, jetzt wird es etwas böse: mich beschlich früher manches mal das Gefühl, als ginge es eher darum zu tarnen, dass man in Wahrheit mit manchen Obertönen doch nicht leben kann/will obwohl man nach außen hin selbstbewußt die Maxime ausgibt "es sollte möglich offen und resonant klingen, sonst würgt ihr euer Instruemnt ab". Und da kam es manchen recht jene Drummer denen man sofort! die herkömmliche Dämpfung (kleines Stückchen Tempo, oder Möbelfilz-Gleiter oder sonstwas) ansieht, als die "unwissenden" oder "soundkiller" zu bezeichnen... und sich selbst ins Fäustchen zu lachen, weil man faktisch, das selbe Ergebnis über einen anderen Weg erzielt (der aber von außen als MAKEL nicht identifizierbar ist). Vielleicht auch nur böse Gedanken von mir... aber es gab zig Situationen wo mich dieser Impuls überkam. :D

    Zitat

    Bei den Toms halte ich das aber auch für möglich. Besonders wenn man wie hier nicht drauf achtet, wie der Reifen liegt, sondern nur nach Falten guckt und dann mit einer einzelnen Schraube stimmt. Ich sehe oft völlig dezentral aufliegende Reifen, wo eine Seite quasi am Kessel andockt und auf der anderen fast 1 cm "Luft" ist. Ist auf Dauer vermutlich auch nicht so toll für den Reifen.


    Unverständlich bis "furchtbar" (für meine Lesart :D ) , wenn Menschen so stimmen. Dann wäre aber anzumerken, dass extrem-verschieden gestimmte Trommeln nicht jeder schätzt. Kann es sein, dass mitunter Tuning-Varianten beschrieben werden, die mit höherer Wahrscheinlichkeit zu lasten (insbesondere nicht allzu verwindungssteifer) Spannreifen gehen durch einseitige Beanspruchung? Das scheint womöglich die Quintessenz der Diskussion zu sein. Das wäre ja fast schon... "lustig". Naja, Spanneifen kosten ja nichts. Und das bisschen Verchromung macht Mensch und Umwelt ja sicher auch nix. Ordern wir nochmal ein paar für die nächsten Dekaden. :D Ironie-Modus off.


    Zitat

    Meine Spannreifen leben jedenfalls seit mehr als zehn Jahren und ich halte mich
    an die traditionellen Stimmtechniken der Konservativen


    Tja, da erscheint dann solch eine Aussage in ganz anderem, wohl überlegten Licht. Auch ich habe habe bislang sehr wenig bis keine Spannreifen geschrottet. Die meisten Verluste/Mängel traten tatsächlich ab Werk, also fabrikneu! auf.


    Letzte Anmerkung: Spannreifen machen übrigens auch Fabrikneu und je nach Typus nicht immer dieselben bzw. langklingenden Töne. Wir sind hier wieder ganz schön am generalisieren.... uiuiuiuiuiiiieeeeee.


    Slightly Off-Topic, aber irgendwie paßt es doch zum Thread: Soeben das 2. neue Saturn IV von Schülern hier zum Tuning und Aufbau gehabt. Am hartnäckigsten das nagelneue 16" Saturn Flootom im tuning. Der Klang fiel deutlich zu den beiden wirklich gut klingenden 10" und 12" Hängetoms ab. Beim uralten Gähn-Verfahren "das Standtom mal in de Luft zu halten und anzsuschlagen" stellte ich fest, ich hatte doch gut gestimmt. Nun klang das 16" Tom fantastisch, 1-2 Klangklassen besser als auf den Beinchen und schön tief und mächtig plus langem Sustain. Sobald ich es wieder auf die mitgelieferten Füße stellte, änderte sich sofort die Ausklangphase massivst und schlimmer noch: diverse der tiefen Frquenzen waren nicht mehr da (bzw. offensichtlich "ausgelöscht"). Und das obwohl die Floortombeine doch "Sonicclear" heißen und in Katalogen so deutlich als neue Besonderheit herausgestellt werden... in meinen Ohren Mumpitz, leider!


    Fazit: Man kann so viel sagen, schreiben kolportieren und fantasieren. Probiere jeder selbst ungehemmt aus und bilde sich seine eigene Meinung. Das halte ich immer noch für die beste Methode mit dem größten praktischen Erkenntnisgewinn. Wer lieber in seiner begrenzten Lebenszeit trommeln will, kann das natürlich auch tun Just as you wish. :D


    Edits: Rechtsschreibung und Kleindruck vorgenommen, da manches slightly Off-topic.

    Zitat

    Auf Nachfragen hat Hr. Masshoff zugeben ( müssen), dass die Spannreifen nach etwa 2 Jahren irreparabel verzogen sind.
    Für mich persönlich ist das ein Ko- Kriterium.


    Auf Nachfrage hat die Nasa zugeben müssen, dass auf Alpha Centauri, Dinosaurier leben und auf übergroßen MP-3 Playern Musik von Mozart hören. Nach 2 Jahren sind die Batterien entleert und mangels passender Ersatzbatterien funktionslos. Das ist für mich ein KO-Kriterium. Ich kaufe mir nie wieder einen Mp-3-Player von Alpha Centauri. :D ;)


    Also manchmal befürchte ich (ich kann natürlich irren) wird auf unserem Planeten viel zu viel nachgeplappert bzw. womöglich etwas zu undifferenziert empfohlen oder etwas zu undifferenziert kolportiert. ;)


    Ich bin im Zweifel immer für die material-schonendsten und budget-günstigsten Methoden.


    Interessanter und im Alltag womöglich gravierender als das Haltbarkeitsdatum (übrigens ich liebe bei Toms "Ultra-Low-Tuning", halten dann Spannreifen auch nur 2 Jahre?) von "Spannreifen" (ich denke es ist bekannt, dass sich auch außerhalb des Typus Gußreifen zig verschiedene Spannreifen mit verschiedenen Materieleigenschasften respektive verschiedenen Verwindungssteifigkeiten tummeln) dürfte für normalsterbliche Drummer die bereits in der Fertigung mit Toleranzen gefertigten Spannreifen sein, die immer wieder mal vorkommen und oftmals von Drummern nicht korrekt identifiziert werden, sich jene also einen Wolf stimmen und/oder leider irrtümlicherweise dem Tom- oder Snarekessel unzureichende Klangqualität zuschreiben. Auch Spannreifen die BAUARBEITBEDINGT mit manchen Fellen mancher Hersteller nicht kompatibel sind - letzteres ist womöglich das "best kept secret of the Drumindustry ´til today" ;) - halte ich für das tägliche Musizieren und Stimmen bzw. Soundgenerieren für wesentlich bedeutsamer. Ist vielleicht aber nur meine Individualmeinung :D


    Zitat


    Gussspannreifen lassen Felle tendenziell leichter stimmen


    Nicht für Jedermann! Ich persönlich schätze diverse Gußreifen sehr (nicht vergessen, auch da haben wir aber zwischen manchen Herstellern Unterschiede)j aber Stimmen mit jenen ist für viele Drummer mitunter etwas schwerer... und nicht leichter.


    Edit: wichtiger Satz zum besseren Verständnis eingefügt.