Beiträge von Drumstudio1

    Ich denke hier nehmen right from the start einige den Begriff "lautlos" zu wortwörtlich.
    Ich vermute der Threadstarter meint, das was zig tausend anderen Drummern beim Videodreh auch reicht.
    (Also Meshfelle, oder die üblichen Sound-Off/Kautschuk-Vliesse/Dämm Auflagen wie beim Avantasia-Dreh etc. etc.)


    Das kann aber nur der Threadstarter selbst wissen. :D

    hueni


    Vielen Dank für den Bruford-Hinweis (also zur Autobiographie) :thumbup:


    Jetzt kommt die Pointe: ich fand und finde bis heute den Hit ("Lift me up") toll, den Rest der Scheibe langweilig. Die liegt seit Jahren in einer Ecke herum. Was aber bei" Lift me up" damals (und heute, durch mehr Gehörschulung) auffällt, ist diese radikale ÜBERPRODUKTION. Es ist zuviel von allem!!! Teilweise wirkt es wirklich als seien Gesang, Gitarren, Keyboards und Drums vielfach wie eine Collage/übereinander "wieder und wieder" eingespielt worden. Das meinte ich auch mit Besetzung die sich einer Big Band angenähert hat. Das war womogich (ich kann natürlich irren) eine produktionstechnische und besetzungstechnsiche Gigantomanie die Musik als solche zu sehr überfrachtet bzw. in den Hintergrund rückt(e). Insofern finde ich es toll, wenn er sich da autobiographisch kritisch äußert. Trotzem ist es für mich als normalsterblicher ein toller Song mit tollen Musikern. Seine Bauchschmerzen beim Einspielen der Sache höre ich "Ignorant" :D bzw. "Unwürdiger" ;) nicht wirklich heraus.

    Es gibt für solche und ähnliche Hi-End-Exoten und derartige Anzeigen einen einfachen Plausibilitätscheck:
    Der ist nicht 100 % sicher - das ist bekanntlich nix im Leben, aber 95 % ist auch schon viel.


    Wer solch ein handgeschnitztes Hi-End-Instrument besitzt, inklusive güldenen! Stands...
    1.) ... weiß ganz genau was ihn der "Dekadent geht die Welt zugrunde"- Look ;) gekostet hat und verkauft nicht so weit unter Wert.
    2.) ... bewirbt solch ein Ausnahmeprodukt nicht so fehlerhaft/primitiv wie einen gebrauchten Salzstreuer der Frittenbude "Zum reihernden Jupp" auf Sankt Pauli.

    Aufgrund der fantastischen Steilvorlage von Hueni :thumbup: ...


    ... around 91/92 gab es eine Monster-Reunion von Yes. Die damalige Besetzung die sich Big Band-Ausmaßen annäherte ;) hatte dementsprechend sowohl Bill Bruford als auch Alan White an den Drums aufzuweisen.


    Über deren üppige Drumsets im Rahmen dieser Reunion-Tour könnte man locker eine Diplomarbeit schreiben.


    Für Simmons-Fans war und ist bis heute das von Bruford seinerzeit aufgefahrene Drum-Set in Sachen Materialaufwand zum Knie erweichen...


    Vielleicht aber noch interessanter war durch die Doppelbesetzung die sinnbildliche Verknüpfung "experimenteller Moderne" (Simmons SDX mit vielfältigsten auch unerwarteten Sounds durch Bruford) mit der eher "traditonelleren Druminstrumentierung/Orchestrierung (natürlich auch musikalisch absolut hochwertig) von White am echten Akustikset.


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=dmmv_SIbyTI[/video]


    Der Song "Lift me up" war dann tatsächlich trotz dem zeitgleich erfolgenden multimedialen "Massiv-Angriff"/Siegeszug (bzw. dem Generationswechsel) von Dream Theater auf die "alten" Progressiv-Bands noch ein Song der viel Airplay erhielt (wenngleich natürlich auch in spielzeittechnisch stark editierter Version für die Radios) . Man kam anfang der Neunziger selbst wenn man gewollt hätte durch Fernsehen, Radio und Präsenz in Musikgazetten an Bruford und White garnicht vorbei ;)


    Zum SDX und Bruford hier noch mehr:
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=9T-DcSAIagk[/video]


    SDX mit anderem bekannten Menschen:
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=cGSyPMIaP50[/video]

    Sorry Nevrem... aber ich glaube wir reden da von verschiedenen Dingen :D


    Drummikrofonierung mit Kugel-Charakterisitk kann man meiner (kuriosen) ;) Erfahrung nach in stark reflexionsgeprägten Räumen für Drumaufnahmen eher vergessen. Es sei dem, man will den akustischen Eindruck von 360 Transrapid-Zügen überfahren zu werden. Das ist akustisches Chaos mti Einstreuungen vom Raum mannigfach reflektierter Schallwellen ohne Ende.


    Ich kenne das Interview nicht - würde aber vermuten, das er entweder nicht auf Close-Miking setzt(e) :D bzw. in reflexionskontrollierterem Setting Kugelcharkteristik einsetzt.


    Im Zweifel noch mal meinen Eingangspost lesen.


    Ich hatte gehofft jemand hätte schonmal mit einem Shotgun an der Snare experimentiert. Ich kann ja nicht der einzige sein, der auf so eine blöde :D Idee kommt. Die kam mir schon vor 10 -15 Jahren... es ist streng genommen das einzige Experiment was ich mangels eines geeigneten Mikros noch nicht umgesetzt habe. Sonstige akustische Exzesse (auch mit Kugel in starkl reflexionsgeprägten Räumen) habe ich ohne größere mentale Schäden ;) überstanden - zumindest bilde ich mir das ein. :D

    Premier Resonator Drums


    Auch diese Sets mit ihrem Prinzip des "Kessels im Kessel" (siehe JPG-Attachment ganz unten, am Ende dieses Posts) waren drumhistorisch ein beachtenswerter, innovativer Ausnahmefall der Premier bei vielen älteren Drummern bis heute eine Art Sonderstellung beschert und um deren Existenz man als Drummer wissen muß.


    Apropos.... in meiner Musik-Sozialisation wurde Premier Ende der siebziger eindeutig durch die britischen Bands the Who und die Band "Blondie" geprägt. Letztere Band war auch in Deutschland Ende der Siebziger Jahre/Anfang der Achtziger Jahre von unvorstellbarer Medienpräsenz begleitet Trotz der damals wenigen dt. TV-Stationen, "mußte" man geradezu irgendwann auch auf Clem Burke - den energetischen Drummer - dem es oftmals aufgrund seiner "ausladenden Spielweise" gelang die meist auf Deborah Harry verweilenden Blicke auch mal auf sich zu lenken - aufmerksam werden. Im Fernsehen allerdings auch häufig bei Playback-Einsätzen unbeschwerter, leichtverdaulicher Sendeformate. Aber es gab auch lobenswerte, echte Live-Ausnahmen in Deutschland - siehe Link 1.


    Er, Keith Moon/Kenny Jones und insbesondere der vorab schon erwähnte Carl Palmer ließen mich in den frühen Achtzigern in Shops oder der Musikmesse neben Tama-, Sonor-, Pearl und Ludwig-Prospekten auch IMMER nach Premier-Infos Ausschau halten. Those were the days.


    Clem Burke scheint um den Kult des Drumsets bzw. seinen damaligen Drumsounds zu wissen und betonte mal in einem Interview das er die sehr erfolgreiche Blondie-Scheibe "Eat to the beat" von Blondie definitiv mit seinem Premier Resonator in den Power Station Studios in einem mächtig klingenden, ambience-lastigen Raum eintrommelte.


    Bei den Videos kann ich nicht 100 % garantieren das es jeweils Resonator Kits waren, insbesondere da in der Geschichte von Premier nicht alle gefertigten Resonator-Drumsets das kleine annähernd rechteckige Extra-Badge aufwiesen und die "Bildschärfe" (ich meine die Pixel) diverser Youtube-Beiträge Drumset-Identifizierung generell nicht leicht macht. Da müßte man Clem fragen.


    Live hier, das meine ich auch früher ... hust... "vorgestern" gesehen zu haben... schnief.
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=-MnJ9bNEan0[/video]


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=0-HgR88vofc[/video]


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=0cuqencXoLI[/video]
    Abseits vom Resonator-Thema: das Clem Burke auch in der Moderne nicht nur Kult sondern auch geradezu "wissenschaftlich" ;) relevant ist, sieht man hier:
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=eXwr4E-HA7k[/video]


    edits: only Rechtschreibung.

    Mich würde höllisch interessieren ob ich einen oder gar mehrere :S Denkfehler mache...


    Das man extreme Richtrohrmikrofone benötigt zur Aufnahme des Kükens eines Vogels das 30 Meter entfernt hoch im Baum piept, weil der Aufstieg um näher mit einem Mikro heranzukommen nicht möglich ist, oder die Tiere gefährdet und man durch die weite Entfernung vom "Signalgeber" möglichst keine Störgeräusche aus seitlichen Quellen will, ist klar.


    Aber jetzt weg vom Tierreich :D : würde das nicht bedeuten, dass wenn Drummer eine stärkere Isolierung der Snare von der Hihat wollen oder von den Toms etc. hier ein Richtrohrmikrofon nicht auch Sinn machen würde? Insbesondere in Räumen/Settings mit vielen Reflexionen?


    Viele Jahre schien mir die Mehrzahl dieser Mikros wenn ich es recht entsinne für hohe Schalldrücke nicht geeignet. Ich meine aber in den letzten Jahren immer mehr Shotguns zu entdecken die auch hohen Schalldruck angeblich standhalten.


    Was denkt ihr?
    Mache ich irgendeinen radikalen Denkfehler?
    Bringt ein Shotgun auf kurze Distanz(en) vielleicht garkeine nennenswerten Effekt im Sinne der Ausblendung von "seitlichen"/störenden) Klangeinfllüssen?


    Edits: only Rechtschreibung.

    Ich finde den Drummer videotechnisch sympathisch - ohne Abstriche.


    Funktionale, drummethodische "Glaubenssätze" ;) kann man hingegen teilen oder ablehnen. Wir sind ein freies Land. :D


    Das man als junger Mensch zuweilen in übereifrigem loyalem "Gehorsam" :D etwas zu weit geht... weiß jeder von uns. Mitunter bewertet man das selbst ein paar Jahre später anders. Alles nicht tragisch, sondern allzu menschlich.


    Detail am Rande: die Bassdrumrosette der Mesawa-Schießbude sieht mit Verlaub in meinen Augen fürchterlich klobig aus und läßt den Geruch von Heng Chao aufkommen... macht ja nichts. Die sah man vor ein paar Jahren auf der Messe auch in unseren Breiten.


    Weiterhin viel Erfolg.

    Ganz sicher nicht das einzige/erste - aber das Carbon-Drumkit mit der größten Außenwirkung bzw. dem größten Bekanntheitsgrad!


    Yamahas Sonderanfertigung für Tommy Aldridge sah nicht nur die Bühne des Donington Festivals mit Whitesnake und sonstige Gigs im Rahmen der Whitesnake Tournee des "Slip of the Tongue" Albums sondern wurde auch in Videoclips von Bands wie House Of Lords etc. gefeatured. Sein customized-Drumrack für die Carbon-Drumkiste-haben sicher auch manche alte Hasen nicht vergessen.


    Kurioserweise war ich genau Anfang der Neunziger Jahre in Besitz der Kauf-VHS-Kassette die nun in Auszügen bei Youtube zu finden ist (siehe Link 1). Auch hier ein filmisches Deja Vu ;) nach einigen Jahren.


    Ich finde es auch super welche Fahrt der Thread aufnimmt und hoffe das wir hier auch weiterhin tolle, zeitlich zurückliegende Drumkits und wichtige Sondereditionen etc. vorstellen. Im Idealfall mit Bild und Ton (also bewegtes und vertontes Filmmaterial). Also tolles vorstellen, aber Grundsatzdiskussionen warum Walnuß-Holz aus Neuguinea besser klingt als Carbon im Weltraum von Ulf Merbold gedrechselt, in anderen Threads führen,


    Ein paar Infos zum Carbonkit:
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=KrXY8SuWB2A[/video]


    Whitesnake Donington Festival 1990 mit dem nicht ganz unbekannten ;) Steve Vai an der Gitarre:
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=criYQk8qcG8[/video]

    Josh ist vielelicht etwas Hart in den Äußerungen, und doch kann ich sie offengestanden gut nachvollziehen.


    Ich muß sagen dass eine derartig generalisierende Überschrift (wie in diesem Thread) wenn sie so in Suchmaschinen auftauchen sollte, im Vergleich dazu die Bildzeitung zum zurückhaltend-nüchtern-berichtenden Wissenschaftsblatt macht. ;)

    Diese pauschalisierenden-reißerischen Überschriften mögen Clickzahlen hochtreiben helfen... aber sind für unser (an sich sehr schönes) Forum eine unnötige und bedauernswerte Annäherung an die inhaltliche Bedeutsamkeit des Teletubbie-Forums