ZitatAlles anzeigenwie soll er denn ein foto machen, wenn nix ist?
ne blutblase ist ne unterhautliche verletzung, bei der blut unter gesunde haut läuft.
das kommt, wenn man sich übel kneift.
ne blase kommt durch ausseneinwirkung an der hautoberfläche. reibung und sone scheisse.
beides in kombination ist unsinn.
der themenstarter hat ein rad ab. ende.
To whom it may concern...
Ich hatte in jungen Jahren bis Mitte meiner Zwanziger ab und zu Blutblasen. Ob der Begriff medizinisch-diagnostisch oder vampiristisch korrekt ist weiß ich nicht - behaupte ich auch nicht.
Fakt ist: massive Oberflächenreibung (langes, sehr langes Trommeln, stundenlanges trommeln etc.) verursachte Blase. Aufgrund WEITEREN dauerhaften Weiterspielens!!! zum Beispiel Gig noch 2 weitere Stunden oder Folgetag mit 3-4 Stunden Trommeln sammelte sich EINDEUTIG rot-blaues Blut (lecker) unter der Blase. Man konnte bei Druck auch sehen, dass es nicht etwa eine oberflächliche Rötung war - sondern dass da "etwas hin und her floss". Allerdings war es bei mir ausschließlich am Zeigefinger.
Wenn man das aufstach (2-3 mal gemacht) tat das teuflisch weh. Es brannte wie "Kreuz auf Vampirstirn". Davon würde ich höllisch abraten... da es dann noch in der Folgezeit stundenlang wehtat und dann wirklich an jegliches Trommeln nicht mehr zu denken war. OK, streng genommen sollte man bei einer Blase auch nicht mehr trommeln, erstrecht nicht mehr bei einer Blutblase, aber manchmal hat man eine Aufnahmedeadline im Rücken oder eben einen vereinbarten Gig! Was also tun?
Ich wiederhole mich hier... da ich das schon 3-4 mal im Forum schrieb seit Jahren.
Beim ersten!!!! Anzeichen einer Blase (also bitte nicht auf Blut warten bzw. eine obergroße Blase) würde ich niemals Tapen, da die meisten Tapes eine glatte Oberfläche haben und der Stock noch mehr rutscht. Dieses mehr an Rutschen "kompensiert" man als Drummer unwissentlich mit noch mehr Druck der Finger (Aus Angst der Stock könnte wegfliegen - eine berechtigte Angst beim Tapen).
Insofern rate ich, wenn sich erste Anzeichen einer Blase bilden (oder gar doch schon eine dicke Blase da ist) immer zum HANSAPLAST-Standard. Einem der besten aber eben auch günstigeren Pflaster. Es hat eine "baumwollartige" eher grobe Oberfläche und hält den Stock dadurch besser als Tapes, glatte Isolierbänder, oder die meisten antiseptischen Pflaster, die aus glattem Kunststoff sind. Die Standard-Pflaster-Oberfläche ist somit meines Erachterns etwas hautähnlicher in Sachen Oberflächenstruktur als die meisten anderen Pflaster. Das Pflaster sollte auch nicht zu großflächig aufgebracht sein. Man kann auch je nach Schmerz der Blase ein kleines zusätzliches Stück Pflaster als "Puffer" zwischen Blase und eigentlichem Pflaster "reinschieben". Meist die effektivste Methode, die erstaunlicherweise stundenlanges Weitertrommeln OHNE! VERGRÖßERUNG oder Verschlimmerung der Blase ermöglicht. Wenn es denn aufgrund wirklich! wichtiger
Verpflichtungen sein muß.
Obwohl ich Seppel als Drummer wahnsinnig! schätze - gefällt mir der Tonfall nicht. Das darf man vielleicht auch mal anmerken.
Auf der Messe sage ich mitunter (in lockerer, humoriger Runde und ohne jemanden zu beleidigen) unter uns! älteren herren: "Die Musikbranche wird von impotenten alten Männern regiert." (nochmals: ich zähle mich da gerne dazu, wenn jemand mit dieser blumigen Umschreibung ein Problem haben sollte). "Kommen junge Leute und beschrieben uns! ein Problem oder geben Produkthinweise, dann werden sie abgekanzelt als Wannabe´s, Deppen oder Spinner. Man schiebt sie zur Seite, lacht sie aus etc."
Auch mir ging es so als ich jung war. Wieder und wieder. Diese Ignoranz (faktisch auch Dummheit einiger Funktionsträger, wenn ich bedenke welchem Produktrelevanten Fachinput sich manche Firma dadurch verweigerte... und wo sie heute steht :-)) werde ich NIEMALS vergessen. Deswegen versuche ich wann immer es geht die Bälle flach zu halten und Dinge die ich augenblicklich (noch) nicht verstehe nicht gleich als Spinnerei abzutun. Und erstmal den jungen Leuten ernsthaft zuzuhören!
Es ist somit eine Frage
1.) des RESPEKTS
2.) der Erfahrung (wie es sich früher für einen selbst anfühlte)
3.) aber eben auch des Wissens um die EIGENE UNZULÄNGLICHKEIT! Nämlich zu wissen, dass man selbst NICHT ALLES WISSEN KANN. Das immer mal jemand auftauchen wird (sei er noch so jung) der einen richtigen, oder gar neuen Hinweis gibt.
Wenn man diese Selbstkritik nicht aufbringt - kein Problem, die Welt ist voll davon
Aber dann wäre ich erstrecht mit der Schärfe meiner Formulierungen vorsichtiger.
Ich erkenne nicht wo der Threadstarter Unsinn redet, da ich genau sein Phänomen 5-6 mal in meinem Drummerleben erlebt habe. Auch ich nannte das Blutblase. Ich erkenne keine Spinnerei. Nirgends - da ich es genau so wie beschrieben erlebte - allerings stets am Zeigefinger.
Der Hinweis auf eine kritischen Check der Spieltechnik ist stets korrekt! - das hilft immer diverse Symptome zu mindern oder sogar deren auftreten ganz auszuschließen.
edits: inhaltlich nichts verändert. GARNICHTS! Nur viel Rechtschreibung und diese etwas verbessert