Beiträge von Drumstudio1

    Zitat

    das isn mittelklasse set


    Ist es nicht.


    Bitte nicht falsch verstehen - ich thematisiere hier nicht den Preis dieses Sets der Mapex Frühphase, noch den Verkäufer... sondern den Begriff Mittelklasse-Set in Bezug auf das von Dir (warum auch immer) gepostete Ebay-Angebot.


    Kollegialer Gruß


    P.S: auch wenn Mapex immer "vorgibt" :) hier in Europa ganz neu zu sein, darf man nicht vergessen, dass in den Jahren seit es deren Sets bei uns gibt, unter den jeweiligen Produktnamen als da wären Mars, Saturn, Orion etc. etc. whatever... massive Produkt-Updates vorgenommen wurden. Das bezieht Verarbeitung, Hardware, Holzart - eigentlich alles was man an Drumsets verändern/verbessern kann ein. Das macht die Zuordnung auf dem Gebrauchtmarkt in Bezug auf den Zeitwert für uns natürlich sehr schwer. Trotzdem stimmen wir hoffentlich alle ein im Chor: "dieses alte Mars Set ist KEIN Mittelklasse-Set" und noch fieser... im zweiten Refrain "Das war es auch nie".


    [SIZE=7]edits... Schreibfehler raus![/SIZE]

    Ich hatte neben meinem edlen Artstar 1 (Cordia) Highend-Set auch einige Jahre später das eher schwache Artstar ES.


    Das Artstar ES entspricht eher der unteren Mittelklasse. Der Sound war Anfang der neunziger schon nicht berauschend. Auch wenn es vorgab etwas anderes zu sein!


    Heute wo man für wenige Kohle gebraucht tolle Birkensets erhält, sollte keiner mehr 500 Euro für eine Artstar ES Gurke hinblättern. Auch ein Basix Custom oder seine ganzen Plagiate klingen besser und druckvoller (aufgrund des besseren Holzes).


    Wie mein Vorredner schon richtig sagt, klingt ein EX nicht schlechter. Seine These, dass Rockstars womöglich etwas schlechter klingen als das Artstar ES... hmmm... in Sachen Bassdrum denke ich eindeutig "nein". Da würde ich die letzte Generation der Rockstars Sets soundtechnisch sogar höher ansiedeln.


    Warum bei Artstar ES oftmals unter den Freunden der härteren Fraktion (zu unrecht) feuchte Augen aufkommen, ist folgender Sachverhalt: Das ES hat eine optische Gemeinsamkeit mit den edleren Artstar II Sets. Nämlich die Super-Fetten-wuchtig-designten durchgehenden Stimmböckchen. Niemals wieder (auch nicht davor) gab es einen Drumhersteller, der soviel Metall an die Kessel "tackerte".


    Dieser "Ritterrüstungszubehör & CO KG" oder "He-Man läßt grüßen"-Effekt gefiel scheinbar vielen Heavy-Drummern. Von ihnen spielten Anfang bis mitte der neunziger viele die Hochpreis Sets Artstar II oder Artstar Custom (u.a. Scott Rockenfield auf zig Videos und Konzertbühnen). Natürlich auch andere nicht besonders "metall-kompatible" wie Simon P. oder Billy C. Ausnahmen gibt es ja immer.


    Das Arstar ES hat also genau diese Metal-Klischee-Kompatiblen fetten Tomböckchen übernommen. Sonst aber garnichts: weder die edlen Hölzer, noch die tolle Verarbeitung. Garnichts von den edlen Artstar II, oder Artstar Custom-Sets.... nur eben jene Böckchen.


    Also lieber Finger weg, wenn die Ohren die letzte Urteils-Instanz sein sollten.

    Um es ganz klar zu sagen: die Evans Hydraulik Felle wären die letzten die ich für diesen Zweck empfehlen würde.


    Und zur Kevlar-Thematik... das stimmt, was der Kollege vorschlägt. Nur auch bitte bedenken welche Lefima-Trommeln ihr bekommt. Bei einer Holzsnare im Marchingbereich sollte man ein Kevlar-Fell besser nicht bis Ultimo anziehen... denn "der klügere gibt nach"... in diesem Fall bei ultra-hoher Stimmung womöglich der Holzkessel oder die Böckchen.


    Kevlar ist quasi "atombombentauglich" und sofern sauber verarbeitet, materialtechnisch irre hoch belastbar. Insofern sollte man sich mit dem Stimmen und Materialkunde! schon etwas auskennen, bevor man "Kevlarfell und Trommel für extremstes high-pitch tuning paart" :)


    edit: Schreibfehler raus!

    Es gibt beides auch bei alten "japanoiden" Sets.


    Sowohl (annähernd) ganzflächig verklebt als auch nur punktuell. Bei meinem Uralt-Luxor besipielsweise sind die Späne ganz schön geflogen, als ich es enthäutete. Das war eindeutig an vielen Flächen der Folie mit dem Kessel verklebt (wenn auch nicht wirklich überall durchgehend). Dann finden sich bis zum heutigen Tag wiederum Sets, wo einen das Gefühl beschleicht, dass die Haupthaltewirkung der Folie von den Stimmböckchen erledigt wird und die Folie nur am Überlappungspunkt punktuell verklebt wurde.


    DW wollte damals sicher wie es ihnen firmentypisch zu eigen ist, wieder mal herausstellen, dass sie alles "ganz anders, besser und neu machen", was in der DW-Historie nicht das erste Mal eher Marketing-Hype als der reinen Wahrheit entsprechen würde :)


    Zur Ehrenrettung von DW kann man aber sicher anmerken, dass sie die ganzflächige Verklebung wahrscheinlich wirklich WORTWÖRTLICH meinten. Also dass jeder Quadratmillimeter der Folie gleichmässig mit Leim bestrichen wurde, und höchstwahrscheinlich auch unter gleichmäßigem Druck um den ganzen Kessel "gelegt" wurde. Was möglicherweise tatsächlich eine homogenere Verbindung bzw. "Schwingungsgemeinschaft" zwischen Kessel und Folie ermöglicht.

    Das mach(t)en soo exakt nämlich wirklich nicht viele Firmen... wie ja auch viele Wellen und Dellen mancher folierter Sets belegen :)

    ... was man auch nicht vergessen darf...


    Viele Kondensatormikros klingen passabel manchmal sogar toll an der Snare.


    Das C419 ist auch ein Kondensator. Man darf nicht vergessen, dass diese konstruktionstechnisch bedingt, hohe Frequenzen (Vorsicht Hihat!) in aller Regel "sehr deutlich" aufzeichnen.


    Wenn Du beim Aufnehmen oder danach beim Mix nun womöglich noch viele Höhen beim Snare-Kanal anhebst, ist natürlich die Gefahr groß, dass die Hihat im Mix plötzlich "haushoch vor Dir steht". Aber auch hier: bei korrekter Mikroausrichtung und Schwerpunkt auf Rimshots ist das vernachlässigbar bzw. kein nennenswertes Problem!

    Mit "Deinem Problem" sprichst Du mir aus der Seele...


    Ich habe unendlich viele Kämpfe hinter mir, da viele Engineers sehr modern mischen... nämlich Hihat und Becken nur "erahnbar im Mix" haben wollen. Also die Cymbals nicht so dominant hörbar! Wenn man meine snare aber schön laut im Mix haben will, taucht "plötzlich" die Hihat sehr deutlich mit auf.


    Mein Kernproblem ist und war dass ich aufgrund nachbarschaftlicher Rücksichtnahme auch wenn Aufnahmen anstehen extrem seltenst RIMSHOTS spiele. Da können wir jetzt endlos rumdiskutieren: fakt ist aber diese sind VORAUSSETZUNG für eine gute Trennung zwischen Hihat und Snaresignal.


    Wenn Du wirklich hauptsächlich Rimshots spielst, kann es eigentlich kein nennenswertes Problem mit dem "bleed-in" der Hihatbecken über das Snare Mike geben. Eben weil die Snareschläge so "unendlich" viel lauter und druckvoller vom Signal sind. Wenn doch... dann würde ich die Mikrofonplatzierung und Ausrichtung noch mal ganz genau hinterfragen!


    Die meisten Snare-Referenzmikros gefallen mir nicht. Gerade weil ihre Richtwirkung im Gegensatz zu mancher Behauptung immer noch zu viel Einstreuung von Hihat zuläßt oder ihre antiken Soundübertragungseigenschaften dem technischen Stand von 1843 entspricht.


    Ein dynamisches Mikro hat mich allerdings positiv überrascht. Ich kann nur jedem Freak empfehlen auf dem Gebrauchtmarkt danach Ausschau zu halten.


    Das AKG 3400 /3500 (sie sind konstruktionstechnisch baugleich, bis auf den Unterschied, dass man bei dem 3500 einen Basscut schalten kann). Dies sind meine Lieblings Mikros im bezahlbaren dynamischen Bereich. Sie klingen auf den Toms toll und erstrecht auf der Snare. Sie haben wesentlich mehr Output (irgend eine Neodym-Eisen-Bor Magnetlegierung) als fast alle dynamischen Mikros die ich kenne. Will heißen, ich muß den Mikrofonvorverstärker viel weniger aufreißen, gegenüber vielen Konkurrenzprodukten- das Signal klingt reiner, ich habe weniger Rauschen etc.


    Auf den Toms ist ihr Sound in meinen Ohren viel besser (druckvoller, klarer) als der der antiken Tomreferenz von Sennheiser 421 (die eigentlich sehr verwaschen klingen).


    Und auf der Snare empfinde ich ihre Einstreusignale als hörbar geringer als die aller anderen dynamischen Mikros die ich kenne.


    Das dumme ist: diese Mikros gibt es nicht mehr neu. Da muß man bei Ebay länger suchen. Es war verkaufstechnisch ein Flop von AKG. Die Leute konnten sich mit dem Design nicht anfreunden... darum die Warnung:
    das Mikro sieht beknackt aus - ist aber wirklich klasse. Für 50 Euro eine super-Empfehlung auf dem Gebrauchtmarkt - die zig Konkurrenz-Mikros im dynamischen Drumsektor soundtechnisch aussticht.


    Edit... Zahlendreher raus

    Ja kann man... haben auch schon mehrere Firmen in der Verganghenheit umgesetzt.


    Gleichwohl halte ich deine Soundschlußfolgerung für zu stark vereinfacht :)


    Gerade die Tico Snare weist ja einige ganz spezielle Konstruktionscharakteristika auf, die wahrscheinlich viel entscheidender für den Sound sind, als dass FF-Prinzip.


    Nämlich der sehr spezielle, gegossene, sehr dicke (3mm) Alu-Kessel.

    Alphonze Mouzon ist ein rattenscharfer Drummer... ich habe irgendwo noch ein älteres Ohne-Filter-Konzert-Video mit Passport (bzw. ehemaligen Passport-Musikern, Doldinger etc.). Da spielt er ein rotes Phonic Plus Kit. Aber ob es Deines ist??? Ich habe den ersten Post nicht ganz verstanden, insbesondere die Farbbeschreibung. Auch im folgenden Post nicht (liegt womöglich an meinem betagten Alter :)


    Das Kit welches er dort spielt (mitte der Achtziger) hat ein knalliges Rot.


    Ob Dein-Set seins ist/war respektive "werden könnte"...
    ... was ändert sich dadurch?


    Ich glaube wenn wir hier alle Auflisten wer, welches Drumset/Equipment wer von welchem Drummer hat (oder vermutet es zu haben) nimmt die Sache kein Ende mehr :)


    Tatsächlich ist es in aller Regel kein Problem von vielen bekannten Drummern ehemalige Sets zu kaufen. Das war auch schon vor der Etablierung des Internet kein besonders großes Problem. Lediglich eine Frage des Geldes... aber selbst da sind Preise nicht selten völlig bescheiden (bei vielen erfreulicherweise von "VIP-Attitüde" keine Spur) auf regulärem Gebrauchtpreis-Niveau oder deutlich darunter. Das liegt einfach daran, das viele vielbeschäftigte Drummer keine Hardcore-Sammler oder Materialfanatiker sind und auch keine "Waren-Eingang-Logistiker" sein wollen. Sondern viel lieber von Zeit zu Zeit ihre Kits upgraden oder durch neue Endorsements alte "Schüsseln" abstoßen
    (sofern dies die Endorsement-Verträge gestatten - hängt vom Status des Drummers und seinem Verhandlungsgeschick ab).


    Gerade unlängst wurde mir aus der Familie der Chouinards das Ludwig Recording-Kit des viel zu früh verstorbenen Bobby Chouinard angeboten. Damit hat er im Studio alle möglichen Billy Squier Platten, Alice Cooper, Gary Moore und weitere feine Hochkaräter eingetrommelt. Ich lieb(t)e sein drumming. Trotzdem lehnte ich ab. Was ändert der Erwerb SEINES Sets an mir und meinem Drumming??? Garnix - leider!


    Wichtig ist doch, dass Dein Set klingt!


    Bevor wir dem tollen Drummer Alphonse Mouzon "Alterseffekte" unterstellen (was ich btw nicht sehr nett finde - schon garnicht da er Dir ja freundlicherweise auf Deine e-mail geantwortet hat)... würde ich mich persönlich einfach am Drumset erfreuen.


    Vielleicht hat er einfach recht. Vielleicht ist es NICHT sein Set. Vielleicht hat irgendwer mal bei Sonor ein Set anfertigen lassen, was seinem ähnelt/gleicht. Ist auf Kundenwunsch mit entsprechender Brieftasche durchaus möglich... bei vielen Firmen, nicht nur Sonor! Vielleicht war es auch ein Set was im Rahmen irgendeiner Tournee oder whatever im Einsatz war und A.M. bezieht sich auf sein "favorite Main-Kit" von Sonor, welches tatsächlich noch in einer Garage steht. Oder es wurde angefertigt (wie eine doublette) für spezielle Events (messen, Workshops um logistisches Hin- und her verschiffen zu vermeiden), er hat es bei einer Messe gespielt (auch diesem Falle wäre es nicht sein Mainset welches er in der Garage glaubt) und schon wurde das Gerücht geboren, "ich habe SEIN Set". Da gibt es viele weitere Möglichkeiten.


    Platziere doch einfach mal Photos hier. Ob es A.M. gehörte oder nicht... es ist sicher ein tolles Set und wir würden es sicher fast alle gerne mal sehen.


    P.S: Wer ist "Alfons" ???


    edit: Schreibfehler weitestgehend? entfernt :)

    ... noch was vergessen. Da können hier unsere E-Technik-Freaks mehr gehaltvolles dazu beitragen.


    Nicht alles, was sich Kondensatormikrofon nennt und Phantomspeisung benötigt - ist ein Kondensatormikro.


    Dem ein oder anderen ist sicher schon mal die Bezeichnung "true condenser" aufgefallen. Die genauen Unterschiede zwsichen Elektret, FET, True, "Untrue" etc. habe ich seit frühen Jugendjahren längst vergessen...


    Ich weiß aber von einem befreundeten Kollegen, dass sein vor 20 Jahren erworbenes edles EV-Konsensator-Mikro für Gesang (keine Ahnung ob True oder untrue :) von Jahr zu Jahr weniger Output brachte... vom kristallklaren high-Gain-Output zur frigiden Rauschgurke verkümmerte bis er es entsorgte. Er war ein eingeschworener Technik-Freak und konnte mir genau erklären, warum bei ganz speziellen Kondensator-Mikrotypen diese Alterseffekte auftreten. Nur habe ich das Erklärungsmodell a.) nicht vollends verstanden oder b.) vergessen - respektive c.) beides in Kombination.


    Vielleicht hilft mir/uns einer weiter?


    Bei welchen Kondensatormikrotypen sind im Laufe jahrelanger Nutzung, sich summierende Klangverschlechterungen/Leistungsverluste (wohlgemerkt: trotz funktionierender Phantomspeisung) zu erwarten???

    Noch ein kleiner Hinweis etwas off-topic.


    Die Batterieversorgung bei Kondensatormikros ist möglicherweise fast immer die schlechteste Option.


    Es gibt sogar mitunter Hinweise einzelner Hersteller, dass ihre Meßwerte in den technischen Datenblättern sich NUR auf die Anwendung mit einer konstanten Phantomspeisung beziehen... bzw. nur damit zu reproduzieren sind. Eben weil gute/stabile technische Daten bei Konsensatormikros dauerhaft mit Batterien wohl schwer zu erzielen sind.


    Bestes Beispiel ist immer das mir aus unerfindlichen Gründen hochgelobte C1000. Das klingt über Phantomspeisung anders/druckvoller/transparenter als über Batterie... selbst wenn die Batterie noch recht neu ist. Zumindest war das immer mein Höreindruck... und einige "externe Ohren" teilten diesen. Vielleicht auch nur "das Gras wachsen hören", aber seit den frühen C1000-Versuchen kam ich nie mehr auf die Idee Kondensator-Mikros über Batterie zu betreiben.


    Eine ähnliche Erfahrung machte ich auch mal mit einer externen Phantomspeisung für 4 Mikros von Millenium. Da war auch einiges klangtechnisch suboptimal. Alle Mikros auch C4000 etc. klangen sehr leise, outputarm, drucklos... als wären sie "Lungenkrank". 1- 2 Mal das externe Netzteil ausgetauscht, brachte nichts. Erst als das komplette 19" Phantomspeisegerät ausgetauscht wurde, ging soundtechnisch die Sonne auf! Was wirklich im Gerät defekt war, erfuhr ich nicht mehr.


    Also wichtig: es kann sehr wohl Spannung sowohl durch Batterie (oder wie im Ausnahmefall durch defekte Phantomspeisegeräte) anliegen, es kommt auch hörbar Sound aus dem Mikro... aber es klingt, verwaschen matt und schwach. Es ist also nicht zwangsläufig mit dem digitalen-Denkparadigma "an" oder aus" - dazwischen gibt es nichts - vergleichbar. Es gibt sehr wohl das ein oder andere (ungewollte) Zwischenstadium... nur befürchte ich bemerken das manche Anwender erst zu spät :(



    edit: Schreibfehler fuck-off

    Wechsel gibt es immer wieder mal... das geht seit Jahrzehnten bei vielen Firmen hin und her...


    Gründe gibt es viele: Mutterfirma "A" ist mit der Arbeit von Inlandsvertrieb "XY" unzufrieden...


    ... oder Inlandsvertrieb "YY" ist mit den Konditionen der Mutterfirma "B" unglücklich und überlegt ob sich der Aufwand weiterhin rechnet.


    Und dutzende Gründe mehr.


    Im Falle von Pearl wage ich die verwegene These, dass der Marktanteil von Pearl in Deutschland nicht steigen wird (um es mal sehr diplomatisch zu formulieren). Nicht weil Holland "so weit weg ist", oder dort schlechter gearbeitet würde als hier, sondern weil M&T mit Sicherheit Mapex nun mit voller Kraft in den Markt drücken wird. Der Anstieg der Verbreitung von Mapex (gestiegene Marktanteile) war in den letzten Jahren ja schon auffallend... das wird ganz klar noch mehr werden. Ich bin mir sicher, dass M&T nun engagiert(er) an potentielle Pearl-Käufer herantreten wird.


    edit... Schreibfehler

    Zumal Du auch mal nach Imperialstar-Toms Ausschau halten kannst. Da gab es auch mal das Midnight Blue... auch im Zeitrahmen 78/79 wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich läßt. OK, die Böckchen des Imperialstar sind anders geformt... aber passen (auch oder gerade) in Sachen Soundstilistik würde das schon.

    Das versuchte ich doch zu sagen :)


    Die normalen Spannreifen waren traditionell 1,6 bis 1,8 Millimeter dick.


    Die Super-Hoop II und einige der Mitbewerber (z.B: Mighty Hoops von Tama) haben 2,X.... sind somit also dicker als die lange Zeit vorherrschenden "normalen Hoops".

    @Bibbel


    keine Ahnung. Ich weiß ehrlich nicht "wo" die messen... und habe selbst noch nie am Spannreifen irgendeine Meßlatte angelegt. Vielleicht beziehen sich die 2.3 Millimeter auch auf einen Ausgangswerkstoff... der dann geformt, geflanscht wird und etwas weniger hat??? Wäre denkbar...


    Aber wie gesagt, lange Zeit waren prinzipiell Spannreifen 1,6 - 1,8 Millimeter. Und dass sind diese moderneren eindeutig nicht mehr... wie scheinbar auch Deine Messung belegt.

    Hallo Purschen,


    ich bin ja schon mal froh, dass Kollege Pibbelmann seinen Post etwas relativiert hat :)


    Tatsächlich ist die Geschichte der Spannreifern so komplex, dass selbst meine Geduld :) nicht ausreicht sie hier auch nur annähernd ausreichend wiederzugeben.


    Einige Faktoren und Kenndaten sind aber schnell umrissen:
    Viele Jahre lang waren geflanschte Spannreifen (also die herstellungstechnisch einfachste, billigste und leichteste Variante, Felle mit Druck auf den Kessel zu pressen) about 1,6 oder 1,8 Millimeter dick. Bei sehr vielen Firmen.


    Gußreifen, die dicker und teurer waren sowie konstruktionsbedingt wesentlich!!! verwindungssteifer und belastbarer, gab es je nach Snare-Modell und Hersteller. Gleichwohl sagten Gußreifen nie allen Drummern des Erdballs zu.


    Andererseits gab es aber auch bei den leichten, dünnen geflanschten Reifen in der Drum-Historie öfters mal Probleme. Diese Probleme (nicht in Form bleiben, Spannung nicht gleichmässig genug auf den Kessel übertragen, an der "Schweißstelle" aufreißen etc.) mögen teilweise auch fertigungsbedingt gewesen sein (und garnicht zwingend ursächlich mit der dünnen Materialstärke zutun gehabt haben... retrospektiv an dieser Stelle aber nicht bedeutsam, da allzu sehr ins Detail zu gehen)


    Im Laufe der späten achtziger und frühen neunziger Jahren gingen aber einige Hersteller dazu über, die geflanschten Reifen etwas aufzuwerten, respektive dicker zu machen. Der erste Schritt an den ich mich noch erinnere waren exakt 2,0 Millimeter bei Pearl. Die wurden dann teilweise schon als "super-strong" beworben und zusätzlich mit der Herausstellung der 2 Millimeter dicken Materialstärke von anderen hoops abgegrenzt.
    Spätestens hier wiederum der Beleg, dass die regulären dünner waren/sind.


    Das wird zu lang hier... um es abzukürzen... über mehrere Etappen sind wir bei geflanschten Reifen mittlerweile im Hause Pearl bei Super-hoop II und der gesteigerten Dicke von 2,3 Millimeter angekommen.


    Inwiefern fertigungsbedingt die regulären Spannreifen um beim Beispiel Pearl zu bleiben heutzutage wirklich auch schon den 2,3 Millimetern entsprechen, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber nochmals... vor einigen Jahren waren die geflanschten Reifen fast aller Hersteller nachweislich dünner, als diese 2,X Millimeter. Mich würde es insofern nicht wundern wenn die normalen Steel Hoops von Pearl immer noch 1,6 oder 1,8 oder ähnliches aufweisen. Aber da muß jemand anderes einfach mal Nachmessen... beim Forum oder Target oder vielleicht auch EX.


    Prächtigen Abend an alle prächtigen Drummer da ´draußen.


    edit... zu viele Rechtschreibpfehler

    Wenn es beide 14" Standards Snares sind... so habe ich es verstanden... würde ich die von Dir favoristierte Snare in ihrer jetzigen Stimmung belassen!


    Die andere sehr hoch stimmen. Oder je nach belieben und vertrauen in die Kesselkonstruktion eventuell auch ULTRA-HOCH. In diesem High-Pitch-Stimmbereich läßt sich fast jede traditionelle Snare soundtechnisch einer Piccolo (oder gar Soprano) annähern. Man hat dann einen (klaro, Geschmackssache) tollen Soundkontrast zwischen den zwei snares.


    Außerdem sind zwei so unterschiedliche Snares ein didaktischer Lehr-Meister in Sachen "was hat es mit Rebound auf sich" und "wieviel Bewegungsinput von mir ist nötig und was schenkt mir die Fellspannung ohne das ich motorisch allzuviel tue?". Da können sich auch ganz neue Erfahrungshorizonte auftun, fernab der Soundfrage.


    Go for it!

    Das wichtigste vergessen: das Produkt war ein riesiger Flop... dementsprechend niedrig die Verbreitung. Abgesehen von einem Messebesuch damals, habe ich niemals! einen Drummer gesehen, der dieses Set hatte.


    P.S: dieses Prinzip ist, wenn Du Dir Abstandhalter anfertigst/anfertigen läßt sehr schnell mit den meisten Drumsets umsetzbar. Dann kannst Du beurteilen, ob Du diesen Sound wirklich so viel resonanter und besser findest.


    Aber das wichtigste nicht vergessen!!!
    Man darf nicht vergessen das damals viele Hersteller die Kessel ihrer regulären Sets noch nicht so deutlich unterdimensioniert hatten wie es seit einigen Jahren nun der Fall ist. Also die Felle damals oftmals noch nicht wirklich "schwimmend" auflagen. Das ist aber heute bei allen Herstellern so... insofern hat sich das Pearl Extender Prinzip... bzw. die Notwendigkeit ein Stück weit erledigt.

    So ein Kit wollte ich schon immer mal haben. War eine Innovation von Pearl zu meiner Jugendzeit... Anfang der Achtziger.


    Das Prinzip ist/war einfach und hardwaretechnisch bzw. herstellungstechnisch kongenial simpel umgesetzt:


    Auf Schlagfellseite wurden bei diesen Sets von Pearl die Stimmböckchen mit "Abstandhaltern" (Plastik.. whatever... unterlegt). Sie standen also weiter vom Kessel ab, als üblich. Dadurch ist es möglich z.B. 13" Spannreifen und Fell auf einen 12" Kessel zu ziehen.


    Oder ein 14" Fell und Spannreif auf einen 13" Kessel usw.


    Dieses Prinzip finden wir heute im weitesten!!! Sinne (bitte nicht direkt vergleichen) bei Tamas Gong-Toms.


    Der wesentliche Unterschied ist aber, das Pearl komplette Drumsets mit dem Extender-Prinzip kurzzeitig!!!! anbot. Also Toms die auf Schlagfellseite das überdimensionierte Fell und Spannreifen boten, aber trotzdem Resonanzfelle aufwiesen. Die Gongtoms von Tama hingegen sind ja quasi überdimensionierte Concerttoms... also weisen kein Reso-Fell auf.


    Vielleicht hat jemand noch einen Prospekt von damals und kann mal Bilder posten. Denn diese interessante Erfindung von Pearl kennen selbst viele Hardcore- Drummaterialfreaks garnicht.

    edit: zu viele Schreibfehler