Beiträge von Drumstudio1

    Poste ein Bild, dann wird es konkreter.


    Luxor war ein Label eines ehemaligen japanischen Drumherstellers (wohl aus Nagoya/Japan) der zwar auch Hoshino hiess aber nicht mit Hoshino Gakki (Tama) verwechselt werden darf. Recht komplizierte Geschichte...

    Ja, das mit dem "geklaut" oder "alt und schon mal dagewesen" ist ja das interessante...


    Die Janus-Idee zum Beispiel, mit der Doppelpedal-Hihat Lösung... völlig crazy.


    Irgendwann in den frühen neunzigern hatte mal bei mir ein mir unbekannter Drummer gebraucht Drumequipment erworben. Der berichtete von einem Kumpel der ein sehr kreatives Konzept entwickelt hätte mit lediglich 2 Pedalen sowohl Doublebass als auch Singlebass + Hihat spielen zu können. Er sagte sein Kumpel hätte das Sonor Ingenieuren bzw. Productmanagern vorgestellt, angeboten, vorgeführt... wie auch immer. Die hätten den Prototyp bzw. die Konzeptidee als solche wirklich gut gefunden aber abgelehnt mit den Worten "leider viel zu speziell - keine absatzrelevante Käufergruppe". Die Story klang kurios und ich hätte sie längst vergessen, wenn nicht einige Jahre ´drauf Mapex "plötzlich" ihre Janus-Gereration vorgestellt hätte. Klar die Idee ist sicher noch viel älter, aber die angebliche Sonorbegründung (sofern sie stimmt... wie gesagt das wurde mir so nur berichtet, Jahre bevor es die Janus gab) ist ja fast schon wieder Ironie des Schicksals wenn man die aktuellen Besitzverhältnisse bzw. Firmen-Verflechtungen berücksichtigt. Oder sollte man sagen "der Kreis schließt sich"? :)

    Meines Wissens "Ja".


    Ich habe in Natura allerdings in meinem ganzen Leben nur 1 mal ein reales HiPercussion Set gesehen. Ich weiß nichteinmal mehr wo.... ich glaube es war in irgendeinem versifften Bandkeller abseits in einer Ecke. Insofern kann ich über Sounds nichts sagen. Ich erinnere mich nur noch das es real doch noch etwas "klobiger" und (sorry) primitiver wirkte als auf Bildern. Allerdings war das Ende der achziger und da mußte HIPercussion im Vergleich mit damaligem Design-Zeitgeist erstrecht den kürzeren ziehen. Insofern also eher unfaires Statement von mir.


    Edit: um ganz sicher zu gehen. Das Bild ist keine Photomontage. Das was da "in der Luft hängt" befindet sich alles auf der Bassdrum und wird stabilisierungstechnisch durch ein recht dickes Basisrohr durch die Bassdrum "geleitet". Nicht das mir jemand unterstellt, ich hätte irgendwelche Stativbeine weg-editiert :)

    Ich dachte ein Thread "Kurioses der Drumhistorie" könnte sowohl uns alte Haudegen vor verblassenden Gedächtnisinhalten bewahren, als auch wissensdurstigen Rookies Einblicke in Innovationen von "Vor-Vorgestern" geben.


    Nicht ganz verschwiegen werden soll auch, dass die Drumindustrie ja auch aus marketing-gründen mit viel Hype uns alle paar Jahre etwas als "innovativ" oder "neu" verkaufen will... was einem manchmal verdächtig bekannt vorkommt.


    Aktueller Anlaß, ein Drummer berief sich mir gegenüber auf ein fahrbares Gretsch-Set, welches aktuell in der Drumgazette "Sticks" vorgestellt wird. Sofort schoß mir durch den Kopf "HIP". Nicht als aufjauchzendes "Bewerten" der Idee mittels dieses Modewortes, sondern in Anlehnung an eine alte italienische Drummarke, die heute kaum noch einer kennt, und deren eigenwilliger, schier unerschöpfliche Innovationsgeist nicht nur Lichjahre abseits der damaligen Marktlage war, sondern auch aus heutiger Sicht sehr gewöhnunsbedürftig ist.


    Trotzdem, ein paar Ideen waren wirklich kurios und teilweise im Ansatz (keinesfalls deren realer Umsetzung!) auch super-kreativ. Ich erinnere mich noch an stimmbare Standtoms (ala Pauke bzw. Remo-Rototom-Fuß-Add-on), rollbare Bassdrums, rackartige-monströse Hardwareaufbauten, wüste Setmischungen aus Toms und Concertoms, die eher optischen als spieltechnischer oder ergonomischer Logik zu folgen schienen etc. etc.


    Es war genau zu meiner Startzeit als Drum-Rookie ca. 1979 als mir ein Flyer und ein Gesamtprospekt jener Firma in die Hände fielen. Der Flyer berief sich auf den ersten internationalen Endorser und Saxon-Drummer ("Gill" glaube ich?) und seinen Chart-Erfolg mit "747 Strangers in the night" in Großbritannien und seinem HiPercussion Ser, welches man auf dem entsprechenden Longplayer der Band hören könne. Von dieser Band hatte ich bis dato noch nix gehört... was sich aber schon wenige Wochen später durch die große Medienpräsenz änderte. Die kuriose Drumfirma hingegen verschwand recht kurze Zeit danach im "nirgendwo". Ich weiß aber, dass es eine ZDF ? Konzertfernsehübertragung gab, wo ein HiPercussion Set von Saxon bearbeitet wurde. Wenn davon jemand noch einen Mitschnitt hätte.... würde ich Tränen der Nostalgie-Rührung weinen!


    Das Bild zeigt leider nur einen eher moderaten Aufbau. Ich "schwöre", im Hauptprospekt gab es viel wüstere Dinge zu sehen! Andererseits reicht das Bild sicher für einen ersten Einblick. Wohlgemerkt ca. 1979

    Das ist prinzipiell nicht zuviel. Leider gibt es aber gerade heutzutage einige Veranstalter die sich auf Festgage (besonders bei noch nicht etablierten Bands - also jenen ohne berechenbaren durstigen "Fan-Followship" bzw. Bierumsatz) z.B. 250.- Euro Fix, garnicht mehr einlassen. Leider...


    Insofern werdet ihr ausprobieren müssen, wo ihr Chancen habt und wo euch hingegen ein "No way" entgegenschlägt. In letztem Falle könnt ihr ja trotzdem vorab für euch schon mal die absolute Schmerzgrenze festlegen. Denn es gibt ja auch immer wieder mal locations mit nettem Ambiente oder gutwilligem Publikum wo das "spielen als solches" schon ein Teil der Entlohnung darstellt.


    Trotzdem nochmals: Dein Zahlenbeipiel "Fix plus X" ist für gestandene Herren nicht zu viel... und doch manche werden es nicht zahlen... siehe oben.

    Ja, wußte ich. Trotzdem thanks für den Hinweis. Das war mein Lieblingslied als ich 8 oder 9 war. Auch später fand ich es noch super. Aber dann hatte es irgendwann jede Coverband des Erballs ins Programm aufgenommen... und ich kann es (so gut es im Prinzip ist) leider nicht mehr hören. Selbst wenn es der tolle Soto interpretiert. Mein persönliches Problem :)

    Bitte mal posten wo die DVD offiziell erhältlich ist. Muß ich haben. Jacob war immer einer meiner Lieblings-Basser. Das er seit ein paar Jahren in Schweden Psychologie studiert macht ihn mir aus biographischen Gründen (schmunzel...) noch sympathischer.


    Noch ein kleiner Hinweis... viele Menschen haben JSS auch in ihrem CD Schrank ohne es zu wissen...


    Er findet sich z.B. auch auf auf Tributes wie "Dragon Attack" a Tribute to Queen und auch nicht selten als "ad-lip" bzw. Chorus-Harmony-Singer im kleingedruckten der Booklets. Selbst bei... hust... Stryper z.B. "Believe" vom "Can´t stop the Rock Album"... wo er übrigens wie nicht anders zu erwarten rattenscharf singt... und besser bei selbigem Song alle Vocalparts übernommen hätte :)

    Kleine Anmerkung noch:


    Ich hasse eigentlich marktschreierische Superlative... aber:


    Jeff Scott Soto ist einer der besten, ausdruckstärksten und beeindruckendsten Vocalisten des Erdballs. Seit 1985 singt er tolle CD´s ein (sowohl als Fulltime-Member für diverse Bands als auch als "Legionär" für diverse Projekte)


    JSS ist tragischerweise einer der besten Sänger der Welt von dem das breite Publikum noch nie etwas gehört hat... trotz dutzenden internationalen Top-Produktionen! Völlig tragisch und auch ungerecht, wenn man sich manche "Träller-Lerchen" anschaut, die in den letzten Jahrzehnten von den Medien gehypt wurden.


    Hier ein kleiner Ausschnitt seiner internationalen Bandstationen und CD-Projekte:
    Yngwie Malmsteen´s Rising Force
    Eyes
    Panther
    Axel Rudi Pell
    Talisman
    Takara
    Soul Sirkus
    Brian May (Queen)
    Kuni
    Alex Masi
    Human Clay


    Wer aucn nur ansatzweise etwas mit "Rock"- Musik verbindet muß! hingehen.

    100 % Zustimmung mit Scarlet!


    Schwatvogel, auch wenn es off-topic ist... ich hoffe dass dein Statement wiederum nur als Ironie gemeint war. Solltest Du das Ernst gemeint haben (wovon ich nicht ausgehe) dann wird es wirklich kalt in Deutschland...


    ... und dann brauchst Du auch nicht eine apokalyptische (Staats)-untergangsstimmung zu verbreiten, oder uns Passivität oder sonstwas vorwerfen, sondern besser mal einen ernsten Blick in den Spiegel werfen und Dir das selbst gepostete mal laut vorlesen. Gehörschutz vorher entfernen.


    Es dürfte sich herum gesprochen haben das jegliche Erniedrigung, Beleidigung oder sonstige "kleine Geschmacklosigkeiten" (wie Du es nennst) Mitmenschen gegenüber fast immer niedrigschwellig anfangen... und immer weiter gesponnen werden (entsprechende psych. Prädisposition des "Beleidigers" vorausgesetzt) wenn nicht frühzeitig reagiert wird.


    Genau jenes Reagieren hat doch Scarlet mit dem Hinweis auf Redaktions-Emails initiieren wollen. Das zu kritisieren ist ja wohl ziemlich daneben. Aber ich denke immer noch sicher, du machst ´nen Joke.


    Es sind leider oftmals genau jene "kleinen Geschmacklosigkeiten" in den Frühphasen, die wenn sie unsanktioniert bleiben, uns Wochen später verwundern lassen, warum das Jugendamt nicht vorher die Kinder rausgeholt hat, nicht vorher die Frau vor ihrem Freund schützte, nicht vorher die Schläger der Schule verwies und einem Anti-Aggressions-Programm zuführte... aber das weißt Du alles selbst.


    Und wenn Du mal im Bus stehst, und dir ´ne Jugendgang mitteilt, dass deine Mutter eine .... ist, oder einfach mal jemand "lustig drauf" ist, und dir auf die Fresse haut, oder sich über dein Übergewicht ausläßt... dann ist es dir sicher egal, ob jemand für dich Partei ergreift. Mir aber nicht und ich freue mich über jeden der handelt - und sei es nur mit Worten. Denn das ist in vielen Fällen deutlich mehr als nichts.


    P.S: solltest du nie Bus fahren oder kein Übergewicht oder keine Mutter haben... dann ist das natürlich alles irrelevant und geht dich nix an.


    Und mich nicht falsch verstehen - natürlich haben meine harten Beispiele zunächst scheinbar noch nix mit den hier geposteten "kleinen Geschmacklosigkeiten" zu tun. Aber nochmals auf das rechtzeitige Reagieren kommt es an... damit unsere Lebensumwelt nicht zum Kotzfleck verkommt (um nochmals bildlich bei Deinen "Geschmacklosigkeiten" zu bleiben).


    edit... mist, jetzt habe ich doch so reagiert als sei dein post kein Scherz. Kannst Du ja nochmal klarstellen.

    Hallo Kollegen...


    ... hier die versprochene Rückmeldung.


    Pearl, um genauer zu sein der verantwortliche Productmanager, Herr Panthel hat sehr kulant und nett reagiert.


    Nach einer Prüfung der Schäden durch Pearl-Mitarbeiter wurden mir die Hocker heute (30.08.2005) durch neue ersetzt. Dem Fabrikationswerk wurden, wie ich bereits vorher informiert wurde, meine Beanstandungen mitgeteilt, was ich auch wichtig finde.


    Vielen Dank!

    ´reality


    Du bist hundertprozentig ein lieber Bursche. Bitte werde Deinem Avatar-Namen gerecht :) und laß´Dich von keinem Verkäufer zum Kauf eines derartigen Spielzeugs überreden. Denn die Yamaha DD sind selbst von der einfachsten Drum-Reality soweit entfernt wie die Graphik eines schwarz/weiß Gameboy Flugsimulators vom realen! Cockpit-Blick eines offiziellen Boing-Piloten. Doofer Vergleich sorry.


    Anmerkung: da ich Hirni ´reality mit drumnewbie verwechselt habe, und dieser Post somit ein unfreiwilliges Senil-Highlight von mir hier im Forum ist: ein offizielles Sorry an ´reality. Den Post lasse ich zur allgemeinen Belustigung, so wie es mein betagtes Hirn ersponnen hat.


    Klasse ´reality dass Du so locker und cool reagiert hast. Kollegialer Gruß

    ´Tschuldigung... aber wenn Du wirklich ein DD - quasi die Yamaha-E-Drum-Spielwarenabteilung - erwerben willst, wirst Du hier im Drummerforum eher Kopfschütteln ernten.


    Für annäherndes Erweitern des Horizontes (vom Erlernen des Drummings selbst auf einfachem Niveau mal ganz abgesehen) ist dieses "Ding" und die meisten seiner Produktverwandten und Clone egal ob Casio oder sonstwas nicht sonderlich geeignet. Ich möchte dringendst abraten. Sorry... nur gut gemeint.


    Wenn ich Gitarre lernen will, würde ich mir auch keine Gitarre bei Quelle kaufen, deren Korpus aus Plasik ist und die auf Griffbrett-Druck reagiert :) weil sie keine Saiten aufweist. Vielleicht erahnst Du was ich sagen will?


    In jedem Falle auch von mir Willkommen!

    Auch ich teile (bislang) Bumklaatt´s Eindruck.


    Könnt Ihr mal konkret posten auf welchen Preisvergleich Ihr euch bezieht? Ich fand bislang auch den Unterschied nicht sooo immens. Auch bei 2 Händlern, die schon mal vor 2 Jahren für RMV-Felle warben mit den Worten "viel billiger bei toller Qualität" machte es dann nur eine Handvoll Euro aus... im Falle eines 14" Snare Felles damals sogar nur 1,5 Euro.


    Aber vielleicht existieren neue Preise oder eine RMV-Special-Price-campaign?


    Wäre klasse, wenn sich jemand traut die jeweils günstigsten Preise von Händler X bei Remo/Evans neben den günstigsten Händler Y für RMV-Heads zu listen. Würde mich aufrichtig interessieren, da mich bislang diese Überflutung mit RMV-Werbung eher abgeschreckt hatte...

    Hallo Kollegen,


    ich muß offen gestehen, dass ich in den letzten 15 Jahren öfters mal mit Mapex-Produkten geliebäugelt habe, am Erwerb aber mehrfach ganz knapp vorbeigeschrammt bin. Teilweise aus völlig nichtigen, fast schon zufälligen Gründen. In Sachen Hardware-Design und Produktfeatures bzw. Produktinnovation gefiel mir von Mapex schon lange einiges! Anyway - über Drumschüler und Kollegen kam ich auch desöfteren mit Mapex Sounds/Drumsets und der Hardware verschiedenster Serien in Kontakt - nur zum Kauf reichte es bislang nie.


    Auf der diesjährigen Messe sah ich mir die Ergo 7500 Doppelpedal-Fußmaschinen kurz an. Der erste, flüchtige Eindruck war wirklich gut. Nein - sehr gut!


    Gleichwohl haben mich aber die letzten Jahre auch einige e-mails von Freunden und Drummerkollegen erreicht, die von Hardware-Ausfällen ihrer Mapex-Produkte - kurioserweise auch in dem Mapex High-End-Bereich berichteten.


    Da einer meiner Schüler seine Ergo JNSP 7500 vor kurzem mal mitbrachte, schien sich aber ein zweites Mal mein guter Eindruck dieses Doppelpedals zu bestätigen. Gute Laufeigenschaften und beeindruckende Produktfeatures (die ihr bitte den Prospekten entnehmt... sonst nimmt der Post hier kein Ende).


    Interessant war allerdings, dass bei jenem Schüler nach wenigen Monaten Nutzung 2 recht gravierende Mängel auftraten.


    1.) Kardanwelle defekt, "totales Spiel", da die Nieten sich völlig gelöst zu haben schienen.
    2.) Achs-Stift eines der Pedale defekt.


    Beides wurde vom Händler bzw. Touchmusic im Rahmen der Garantie unproblematisch ausgetauscht.


    Da der Schüler wirklich ein "Mister Power-Feet" ist (mit immenser Krafteinwirkung auf die Pedale), wollte ich dies nicht! in die Schublade der E-mail-Mahner einordnen. Lieber selbst ein Urteil bilden, besonders da es seit Wochen einen Anbieter gab, der das Janus-Doppelpedal für 219 Euro inklusive vollem Zubehör, Tasche, verschiedenen Übersetzungen sowie Kette und Bandoption anbot. Ein günstiger Preis den kein!!! Mitbewerber für sein Hi-End-Pedal momentan bieten kann.


    Ich bestellte 2 dieser Doppelfußmaschinen zu verschiedenen Zeitpunkten (eine kam aus dem Lager des Händlers, die andere wurde nachweislich von Touchmusic nach meiner später erfolgten Bestellung schnell an jenen Händler zugestellt) und ist letztendlich heute bei mir eingetroffen. Da ich sowohl an meinem Practice-Set unterm´ Dach als auch an meinem Set für Drum-Aufnahmen das identische Pedal-Feeling haben möchte, ist ersichtlich, warum ich 2 Doppelpedale brauche. Hat also nix mit Mr. Onassis zu tun - nur das kein falscher Eindruck entsteht.


    Hier meine ersten Eindrücke (um mal etwas ausgewogener zu sein und nicht immer nur zu kritisieren, erwähne ich ganz bewußt auch einige auffallende Pluspunkte):


    @Bibbel... man soll es nicht glauben, mein letztes Yamaha-Mungo Doppelpedal ist nun verkauft und tut nun seinen Dienst in der UKRAINE :)


    Back to topic:


    1.) Beim ersten Auspacken aus dem Karton kommt einem ein unglaublich strenger Geruch entgegen. So streng, dass mich noch Tage nach Ankunft der Maschine(n) mehrere Personen die nur durch den Raum gingen, in dem die Koffer standen, nach dem "Lösungsmittelgeruch" fragten bzw. O-Ton "habt ihr Gift gesprüht, dass ist ja widerlich?".


    Ich persönlich vermute kein Lösungsmittel im eigentlichen Sinne sondern ein "schweres" Maschinenöl. Bin mir aber nicht sicher. Ich bin kein Warmduscher, und komme nachweislich auch nicht aus ´nem Mädchenpensionat (leider :) und habe alles andere als ´nen sensiblen Riechkolben - aber auch bei mir war die erste Assoziation "Gift!". Gerade weil der Geruch penetrant und wirklich streng ist und auch die Räumlichkeiten diesen Geruch schon nach wenigen Minuten oder einem kurzen Abstellen der Koffer "annehmen". Vielleicht kann sich jemand von Touchmusic mal äußern was da los ist. Ich kenne schon einige Öle die in metallverarbeitenden Betrieben zum Einsatz kommen. Dieser strenge, penetrante Geruch, mit grüner Welle zum Gehirn (schwer zu beschreiben, der bohrt sich radikal schnell durch die Nase auch in einem Meter Abstand!) ist mir allerdings neu! ich hoffe sehr dass ich und alle Besucher der letzten Tage irren und alles harmlos ist. Hoffentlich! In jedem Falle kommt da was zum Einsatz, was ich in 25 Jahren trommellei mit hunderten erworbenen Hardwareartikeln niemals zuvor hatte. Oder entstammt der womöglich dem Synthetik-Material der Koffer oder deren Reisverschlüssen? Keine Ahnung.


    2.) Die Maschinen sind absolut laufruhig. Dies sind mit Abstand die leisesten Pedale die mir jemals untergekommen sind. Flüsterleise - null hörbares Geräusch (gerade letzteres habe ich so noch nie! erlebt). Sehr gut!


    3.) Da ich Bandzug-Fan bin, war diese Option ein wesentlicher Kaufgrund - neben der bereits erwähnten großen und aufgestauten Neugier, Mapex-Produkten gegenüber. Beim ersten Doppelpedal fiel auf, dass zunächst nach dem Umrüsten, die Winkel der Übersetzungen bzw. die Abroll-Stellung letzterer in total verschiedenen Positionen waren. Diese Positionen waren zunächst auch nicht durch die allseits bekannten Schrauben annäherbar. No way! Seltsam! Somit war das Feel des Slave-Pedals zum Main-Pedal selbst wenn man die Schlegel millimetergenau auf den identischen Winkel einstellte, völlig unterschiedlich. Hoppla - das war kurios und das habe ich bislang weder bei Tama, Yamaha, Pearl etc. kennengerlernt. Nach einigen Stunden lies sich das Justieren. Ich bin hoffentlich? recht clever was Einstelloptionen von Pedalen angeht - in jedem Falle sehr erfahren- bin mir aber nicht sicher, was plötzlich dieses Manko etwas beseitigt hat. Es hat scheinbar mit der Andockstelle der rechten Schraube der Kardanwelle am Mainpedal zu tun. Diese läßt sich kurioserweise nur so fixieren, dass der Winkel der Übersetzung des Slave- Pedals von dem Mainpedal abweicht. Wenn ich mit Brachialgewalt diese Schraube in minimal veränderter Halteposition befestige (da gibt es nämlich ein klein wenig Spielraum, obwohl die Achse zur Schraubenbefestigung "gekennzeichnet" bzw. abgeflacht ist), sind die Winkel etwas besser annäherbar, aber diese Position wird nach wenigen Minuten Drumming wieder "verlassen", da die Schraube in einer minimal anderen Position faktisch nicht dauerhaft fixiert werden kann. Das Abrollfeel ist also immer noch nicht identisch. Ich mag die Laufeigenschaften trotzdem sehr!, aber unterschiedliches Feel zwischen Slave- und Mainpedal ist nicht jedermanns-Sache und einer emanzipierten, moderneren Fußtechnik (also selbige Fußtechnik bzw. Abroll-Feel und Widerstand für linken und rechten Fuß) eher abträglich. Insgesamt sehr rätselhaft. Beim zweiten Doppelpedal stimmte zum Glück dieser Winkel beider Pedale überein.


    4.) Beide Pedale sind ab Werk in Sachen Federspannung auffallend hart bzw. schwergängig eingestellt. Ich liebe das - Marketing-technisch sicher trotzdem ein Fehler, da Händler oder Drummer die sich nicht die Mühe machen groß nachzujustieren im Vergleich mit vielen anderen Pedalen die Janus als "träger" empfinden werden. Was sie faktisch nicht ist bzw. nicht sein muß! Die meisten Drummer die ich kenne lieben eher leichtgängige Pedale - die Janus Werkseinstellung suggeriert genau das Gegenteil. Aber nochmals - für mich persönlich sehr gut - das erste Pedal meines Lebens, bei welchem ich die Federspannung nicht nachjustieren muß und (nach den anderen Justagen) direkt ab Werk spielen kann. Aber man kann sie natürlich auch nahezu butterweich einstellen und zum laufen bringen... mit der Einschränkung des Punktes Nr.9


    5.) Beide Doppelpedale hatten von Beginn an "NULL-Spiel" was die Schaniere der Trittflächen betrifft. Großes Plus! Das hatte ich sofort überprüft und war froh, dass es dem heutigen Standard von High-End-Pedalen aller Hersteller gerecht wird. Trotzdem weiß ich von anderen Marken, dass hier in seltenen Fällen noch manchmal Montagsproduktionen ausgeliefert werden. Meine Doppel-Pedale gehörten nicht dazu. Schön! Umso erstaunter bin ich leider, dass das Slave-Pedal nach etwa 1-2 Wochen Nutzung doch ein deutlicheres "Spiel" im Schanier aufweist als in der ersten Woche, wo es weder nach links noch rechts zu bewegen war. Das finde ich im Verlaufe von 1-2 Wochen nicht so toll, aber es ist (noch) nicht sehr ausgeprägt und in dieser Form noch keine schwerwiegende Beanstandung wert - aber seltsam! Mehr wird womöglich ein Langzeittest offenbaren.


    6.) Eine der Kardanwellen hat etwas "Spiel". Nicht dramatisch, ist aber bei meinen 2 anderen gegenwärtig im Haus befindlichen Pearl-Doppelpedalen garnicht! der Fall und war auch bei meinen bis vor kurzen in Besitz befindlichen Yamaha Doppelfußmaschinen trotz jahrelanger Nutzung nicht aufgetreten. Vielleicht Zufall und nicht so tragisch - aber bei nüchterner Betrachtung nicht wirklich High-End sondern eher Low-Budget-Standard. Letzteres ohne Ironie - ein ganz nüchternes, einordnendes Statement. Auch sind viele andere Hersteller im High-End-Bereich vor ca. 3 Jahren dazu übergegangen etwas leichtere Alu-Wellen zu verwenden. Kein Muß, aber die Kardanwelle habe ich schwer im Verdacht nicht dem High-End-Anspruch des Mapex Janus Pedals gerecht werden zu können. Da wette ich meinen Kopf, das bei künftigen Janus Updates bzw. Produktgenerationen der Hersteller nachbessert - sollte er tun!


    7.) Das zweite Doppelpedal, das heute eintraf ist leider eine Spaßbremse. Es ist nicht möglich die Ketten abzumontieren. Die Schrauben unter dem Pedal (kurioserweise Kreuzschrauben an dieser Stelle - wohingegen fast alle anderen Justagemöglichkeiten über 2 Imbusschlüssel und den Drumschlüssel vorgenommen werden) sind im Werk so fest angezogen, dass sie sich mit dem passenden Kreuzschraubenzieher aus meiner Werkzeugkiste nicht lösen lassen. Eine Schraube ist nach mehrmaligen Versuchen "ausgefranst". Ein Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebs den ich atok um Hilfe bat, meinte lapidar: "Butter-Schraube". Ich vermute er bezieht es darauf, dass sich die Schraube wenn sie härter oder wertiger! wäre, lösen lassen würde, ohne ihre Form zu verändern. Da ihre Materialqualität aber zu weich ist und scheinbar vom Mitarbeiter im Werk höllisch fest angezogen wurde, franst sie aus, sobald man sie lösen will. Der Bandzug war somit nicht anzubringen. Auch am Slave-Pedal war jene entsprechende Schraube mit 2 Versuchen nicht zu lösen. Mehr Versuche wollte ich NICHT unternehmen, da ich hier unbedingt das Ausfransen verhindern wollte. Nun habe ich eine E-mail an den Händler gerichtet und um Rücknahme dieses Doppel-Pedals gebeten. Mal sehen was dabei herauskommt und wie schnell ich Ersatz bekomme.


    Ich möchte nun auf jeden Fall eine Janus-Doppelfußmaschine, bei der der Händler selbst den Bandzug anbringt, um weitere hin- und Herschickerei zu vermeiden. Ich bin in bezug auf diese Unannehmlichkeit schon etwas sauer, da es wie gesagt beide Maschinen des neuen Doppelpedals betrifft.


    8.) Die Laufeigenschaften des anderen mit Bandzug umrüstbaren Doppelpedals (wo die Schrauben nicht so irre fest angezogen waren) sind bislang wirklich klasse und gefallen mir besser! als die meiner bisherigen Doppelpedale. Trotzdem verwundert mich der folgende Aspekt:


    9.) Neben den tollen Laufeigenschaften dieses Doppelpedals fällt aber trotzdem etwas auf, was nachweislich keines meiner bisherigen Drumpedale hatte. Das Mainpedal hat wenn man ganz leicht mit dem Fuß auf´s Pedal tippt, einen spürbaren "Schaltpunkt", bzw. ein ganz leichtes "schlackern" im Bereich der Achsaufhängung. Sogar sichtbar! Es hat nichts mit dem Fersenschanier zu tun, sondern ist direkt an der Achse bzw. ihrer Aufhängung rechts. Diesen "Schaltpunkt" hört man nicht - wie gesagt ein super-leises Pedal, aber man spürt einen ganz leichten "Ruck". Beim Slave Pedal spürt man nahezu nichts - aber auch dieses hat ein gaaaaaanz leichtes Spiel im Bereich der kurzen Achse, dort wo sie ins Main-Pedal mündet. Ich weiß das klingt verworren - als hätte ich mich verschrieben. Stimmt aber so. Zunächst dachte ich, vielleicht hat ein Kugellager eine Beschädigung, also alles ausgebaut untersucht.. aber nix festzustellen. Mancher mag einwenden "was willst du denn?, an diesen Stellen sind die Achsen ja faktisch nur an einer Säule befestigt, da gibt es nun mal gewisse Unruhen aufgrund der geringeren Haltewirkung"... dem muß ich aber widersprechen und Entgegnen das meine langjährigen Sonor Signature Fußmaschinen auch eine Einsäulenaufhängung hatten und auch in jahrelanger Nutzung kein "schlackern" oder "Spiel" feststellbar war. Ich habe sehr viele Top-Model-Doppelfußmaschinen anderer Hersteller besessen, keine hatte an der Achse Spiel, selbst nach Monaten intensivster Nutzung nicht. Das Spiel läßt sich leicht überprüfen, wenn man mit der Hand ganz leicht die Schlegel in montiertem Zustand nach links oder rechts bewegen will. Das geht nämlich! kurioserweise bei meinem Janus Doppelpedal. Es macht am Beater selbst sehr grob geschätzt etwa einen Millimeter aus (und betrifft wie erwähnt das Main-Pedal deutlicher... aber auch beim Slave-Pedal-Schlegel, dort wo er am Main-Pedal positiniert ist, sicht- und verifizierbar. Es ist aber nicht der Schlegel an sich, sondern entweder die Achse selbst oder der Übersetzungsblock. Aber auch das Abmontieren selbiger Bauteile inklusive massivem Festziehen der entsprechenden Imbusschraube die auf die Achse wirkt, bringt leider keine Verbesserung. Das "Spiel" mag nicht viel sein, ist aber trotzem suboptimal und in Sachen Engineerung seltsam, da eine "Schlackerbewegung" bzw. jeglicher Bewegungsspielraum in der "Horizontalen" bei Fußmaschinen eigentlich konstruktionstechnisch ausgeschlossen wird. Ob diese Effekte so auch bei dem zweiten Janus-Doppelpedal welches ich zurückschicken will, auftreten untersuche heute ich nicht mehr, da sie schon verpackt ist. Ich werde dieser Sache aber sofort nachgehen, wenn ich ein neues Janus-Doppelpedal bekomme, oder es dem Händler gelingt die Schrauben zu lösen.


    Ich weiß, dies ist nur eine eher oberflächliche Rückmeldung... ich werde posten, wie sich die Pedale im Verlaufe von Monaten der weiteren Nutzung bewähren werden. Ich hoffe Ihr verzeiht diese Oberflächlichkeit (kennt man sonst so nicht von mir, hoffe ich?), aber da die Janus momentan so im Gespräch ist, dachte ich schon, dass die ein oder andere wichtige Info dabei ist.


    Stay tuned :) wie der Erfahrungsbericht weitergeht.


    Edits... zu viele Schreibfehler, sowie eine hoffentlich erklärende Ergänzung nach Rückfrage von Kollegen. Die Fehlerrate korreliert eindeutig mit der Länge des Posts :)