Beiträge von Drumstudio1

    Wie ich vor Wochen erfahren durfte, haben sich mehrere andere geschädigte Personen zusammengeschlossen und eine Strategie entwickelt, um den Abzocker zu stoppen.


    Ich wünsche viel Erfolg.


    Die Firma die er geprellt wird aber an einer anderen "Lösung" des Problems arbeiten.

    fwdrums


    Zitat

    Der Preis von Schlagzeugen ist von vielen Faktoren abhängig (Materialkosten, Löhne, Fertigungstechnik, Kapazitätsauslastung, Steuern, Abgaben etcpp.), am allerwenigsten von der Tatsache, ob ein Hersteller Endorser hat oder nicht.


    Das stimmt. Gleichwohl gibt es einige Firmen oder Vertriebe die quasi ala "Fishing for compliments" so tun, als hätte man sich aus purer Sympathie für die eigenen Kunden gegen Endorser entschieden... damit der Kunde nicht mehr zahlen muß. Wer auf solche Legenden reinfällt - dem kann man nicht mehr helfen. Trotzdem werden diese Legenden immer wieder ganz gezielt gestreut und auch (pseudo)-werbewirksam publiziert. Aber auch was gedruckt ist muß nicht stimmen- wie wir alle wissen. Meist liegt (sofern es tatsächliche keine Endorser geben sollte - das müßte erstmal geprüft werden) ein Mangel an Endorsern eher an fehlender logistischer, marketing-technischer oder sonstiger wettbewerbsrelevanter Kompetenz(en). Wobei ich aus rein rechtlichen Gründen letzteres Statements ausdrücklich nicht auf Solo Drums, Drum Solo, oder Drum Soli jeglicher Art... grins... beziehe.

    Ich bin mir nicht sicher... könntest Du mal staten wie erfahren Du mit snares bist?



    Ich bin mir nicht sicher was Du mit "fiepen" meinst. Ich gehe mal davon aus, dass sich kein Hamster in der snare befindet, der bei jedem Schlag aufschreit bzw. "fiept".


    Es gibt sehr wohl Holzsnares, die auch reichlich Obertöne produzieren können (die je nach Stimmerfahrung des drummers auch mal penetrant und dissonant-nervend sein können).


    Vielleicht meinst Du das Obertonverhalten der snare? Bitte genauer beschreiben, was Du meinst und wie Du sie "ge-" oder "verstimmt" hast :)
    Vielleicht kann dann jemand helfen... gleichwohl ist das virtuell recht schwer.

    100 % Zustimmung


    vielleicht sogar ´drüber hinaus. Auch ich empfinde das Drumming insbesondere der 1983 und 1984 outputs rattenscharf. Auch der Groove Aspekt ist bei Vinnie nicht zu überhören. Ich stelle immer wieder bei vielen (nehme mich nicht aus :) die versuchen die zunächst simpel erscheinenden Beats von ihm nachzuspielen fest, dass sie scheitern. Und sie faktisch seine Beats nicht SO zum klingen/grooven bringen. Ein wahnsinnig unterschätzter Drummer. Auch gibt es bei ihm viel mehr Ghostnotes zu entdecken als man bei "jugendlichem Hören" seinerzeit wahrhaben wollte :)


    Weltklasse - genau so sehe ich es auch. Außerdem auch ein wahnsinnig mutiger und offensiver Drummer, der sehr viel improvisiert. Mir hat mal jemand einen offiziellen Radio-Übertragungs-Mitschnitt vom "Monsters of Rock" oder sonstwas in Germany von 1987 zu hören gegeben. Da spielt der gute völlig improvisatorisch einen 10 + X Sekunden Break in der Power Ballade "All the fools sailed away" bei dem einen Hören und Sehen vergeht und ich dem armen Jimmy Bain die Daumen noch rückwirkend drücke dass er unter dem ganzen Fill-Gewusel noch "die Eins" am Bass findet. Und dergleichen tut und tat Vinnie immer wieder. Was viele möglicherweise als "sensationsgeil", "zerstörerisch" oder "unberechenbar für Bandkollegen" kategorisieren mögen, liebe ich an seinem live-Spiel. Der läßt sich an vielen Stellen total gehen, wagt und riskiert was. Dadurch verläuft jedes Konzert definitiv anders! Ich liebe sowas.


    Auch das mit dem Schatten vom Carmine stimmt natürlich. Ehrlich gestanden gibt es allerdings auch viele Parallelen in ihrem Drumming, ihre ganz speziellen Paradiddle-Kombinationen, Bass-Tom-Fills etc. etc.

    Zitat

    Wo das Gerücht bei Rundracks herkommt, möchte ich jetzt auch so langsam mal wissen. Oder hat gar doch die Qualität im letzten Jahrzehnt so drastisch abgenommen?


    Gutes Statement. Das bringt es exakt auf den Punkt. Also zunächst ist ein Rundrack wirklich nicht zwangsläufig schlechter. Aber...


    ... es gibt wirklich das "Verrutschproblem".

    Bevor das Chaos losbricht:
    Es besteht nicht! bei allen Herstellern in gleichem Umfang und tritt nicht bei jedem Aufbau auf. Oder anders formuliert, das Phänomen steht auch in Zusammenhang mit "Extremeinstellungen" bzw. sehr speziellen Winkeln und Ausrichtrungen von Drums oder Cymbals.


    Ich hatte jahrelang ein eher teures Gibraltar Rack der Road Serie. Null Problem mit "Verrutschen" solange man die Memoryclamps nutzt. Aber neben der Förderung der Erinnerungsleistung ist es auch deren Job das Verrutschen zu verhinden. Auch wenn das selten Erwähnung findet.


    Radikales Gegenbeispiel SIMMONS Rack der frühen Neunziger für das S2000. Gravierened Problem mit dem "Verrutschen"...täglich! Warum? Recht schnell begründet: die Kunststoffklammern konnten dauerhaft nicht fest genug zupacken. Das Verrutschen trat somit täglich auf. Selbst bei den mittel-leichten Plastik-Pads.


    Also nur Problem mit Kunststoff-Klammern? Die gibt es doch heute sowieso fast nirgends mehr bei Racks für Akustik Sets???


    Leider nein! Folgendes Problem tritt bei manchen No-Name-Anbietern auf. Die Rack-Klammern sind nicht immer exakt gearbeitet. Das heißt es steht "Grat" oder was auch immer an Metall an manchen Stellen punktuell über. Dieses hindert die Klammer das Rundrohr nahtlos bzw. rundum-enganliegend zu umschließen. Das mußte ich mehrfach feststellen, wieder und wieder- bei verschiedenen Produkten. Dem kann man natürlich durch massive Gewalt begegnen. Also Festdrehen, bis die Finger blau werden und die Adern platzen. Dann rutscht auch nachweislich bei den schlecht verarbeiteten Clamps nix mehr. Der Nachteil: die Rohre werden beschädigt. Ich meine nicht etwa schwere Kratzer (das passiert bei vielen Billig-Racks sowieso) sondern DEFORMIERUNGEN. Kein Witz. Kann man unter gutbeleuchteten Bedingungen auch erkennen. Ich konnte oftmals damit leben (habe auch einige Billig-Racks gehabt... die mir trotzdem nie gefielen).


    So, nächster Punkt :)Was zur Hölle hat der Setaufbau mit dem "Verdrehen" oder "Verrutschen" bei Rundrohr-Racks zu tun?


    Folgendes Beispiel: Manche Drummer lieben extreme Aufbauten. Besonders Racks und ihre nahezu unendlichen Konfigurationsmöglichkeiten laden ja fast schon dazu ein. Z.B. ein Power Crash 18" oder gar 19" mit ausgefahrenem Galgen etwa 75 cm vom Hauptrohr nach oben gerichtet, aber in leicht zur Bassdrum neigenden Winkel. Dazu noch den Galgen maximal ausgefahren... z.B: noch mal 40 cm, die aber durch einen zusätzlichen Winkel das Crash nochmals Richtung Drummer führen. Als Physik-Looser kann ich es nicht naturwissenschaftlich korrekt in Worte kleiden, aber die Erdanziehung wirkt auf das Crash und sein "Gestänge". Außerdem kommt es bei derartigen Anwendungen und kraftvollem Drumming (Vibrationen wirken natürlich auch noch auf Anzugschraube an der Klammer, außerdem die Erdanziehung die das Crash nun endgültig auf die Bassdrum oder genauer den Erdmittelpunkt "ziehen will") doch recht "einfach" zum verdrehen. Da kann sogar die Memory-Klammer mitrutschen.... sollte sie auch schlecht verarbeitet sein und nicht nahtlos am Rundrohr anliegen.


    Jene Drummer die keine Winkel mit hohen Gewichten und kraftvollem Drumming anwenden, werden diesem Phänomen nie begegnen. Erst recht nicht bei gut verarbeiteten Markenprodukten. Bei Millenium und MP-Racks bzw. deren Klammerqualität passiert es aber. Von beiden Anbietern hatte ich früher mehrere Racks und das Problem trat immer wieder auf.


    Trotzdem mag ich auch Rundrohr-Racks. War für mich nie eine Glaubensfrage. Also entweder den Geldbeutel jede Gefahr ausschließen lassen (also eher Markenprodukte erwerben), oder keine extremen Winkel bzw. schwergewichtigen Cymbals weit ausgelenkt positionieren.


    Slide on :)


    edit: "lenganliegend" war ein Schreibfehler... gemeint ist ENGANLIEGEND oder um korrekt zu sein ENG ANLIEGEND :)

    Ok, die Bilder sind eindeutig und lassen meinen bisherigen Post verblassen, da es wesentlich übler aussieht, als ich mir von deinem ersten Post zusammenreimte. Die Fußmaschine ist über Flugrost schon ein paar Meilen entfernt.


    Ganz übel. Den Schaden über Versicherung klären. Alles andere ist NONSENS. Es liegt eine massive Wertminderung vor.

    Bezüglich Triumph, :)


    "Follow your heart" war vom Thunder Seven Album. Eine fantastische Scheibe. Auch die "Never Surrender" Scheibe sei Dir herzlich empfohlen. Beide finde ich sogar noch viel besser als "Allied Forces."


    Mit der Existenz von Triumph ist es seit Jahren ein Drama. Man hat sich scheinbar mit Rik Emmett nicht im besten getrennt (bzw. er sich vom Rest), und besonders er steht jeder Reunion bislang sehr abgeneigt gegenüber. Der Drummer Gil Moore hat angeblich seit Anfang der Neunziger keine Drumsticks mehr in der Hand gehabt... "würde aber wieder" wenn nur Emmett mitmachen würde etc.


    Fakt ist, dass "Metalworks" ein rießen Ton-Studio-Komplex (bzw. "Konsortium") in Kanada dem Triumph Drummer gehört und angeblich sehr gut und erfolgreich "läuft". Tja, das Geld bei Zeiten gut angelegt. Den finanziell gesicherten Absprung schafft nicht jeder ehemals aktive Musiker.


    Anyway... in den letzten Monaten sind mehrere DVD Neu-Auflagen älterer Triumph-Konzerte von Metalworks veröffentlicht wurden. Auch die Rechte des Back-Katalogs liegen größtenteils bei ihm. Insofern ist eher davon auszugehen, dass es von der ein oder anderen Triumph Scheibe nochmal Re-Issues geben könnte. Vielleicht gibt es die sogar schon? Mein Wissen dahingehend ist auch schon wieder über ein jahr alt :)

    Eines von beiden ist nachweislich NICHT Ahorn. Der erste Deiner Links zeigt ein Birke Set und beschreibt dies auch so.


    Bitte zumindest mal die Links anschauen, die von Dir gepostet werden, sonst können wir hier noch auf Jahre aneinander vorbeireden und führen Gespräche wie im Altersheim auf der "Alzheimer-Station".


    :)

    Kennt jemand den alten Triumph Song "Follow your heart" ?


    Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl... ich fühle mich am besten wenn ich dem folge, was mir die "innere Stimme" sagt. Verbiegen kann man sich immer noch später... in der Kiste... damit der Sargdeckel paßt.

    Vorsicht... 2002 oder früher ist der schwammige Begriff (wo wir gerade bei Wasser sind) PHILLIPINE MAHAGONY... das ist manchmal eher ein sinnfreies Wortkonstrukt für alle möglichen Hölzer oder Restbestände die gerade zu Hand und/oder billig sind. Also bitte nicht zwangsläufig einen Zusammenhang mit mitunter wertigem, echten Mahagony herstellen.


    Es dürfte einen Grund haben, warum die Pearl Mahagony Sets der MHX Serie "etwas" teurer sind und in Sachen Kesselmaterial von Pearl tatsächlich als "Mahagony" ausgewiesen werden. Im Gegensatz zu vielen älteren Pearl EX Sets vor 2002 die selbst von Pearl seltendst bis garnie :) als "Mahagony" bezeichnet wurden, sondern eher mal als "selected Hardwood Shells" oder eben "Phillipine Mahagony".


    Die Tatsache, dass die Kessel noch nicht verschimmelt oder aufgequollen sind, liegt meiner Meinung nach in obigem Falle weniger an der verbauten Holzart, sondern vielleicht eher am Umstand, dass Feuchtigkeit möglicherweise nur in Maßen über die Luft durchs Luftloch in die Kessel kam, aber nicht in Strömen in die Kessel geflossen ist. Ein Kellerrohrbruch mit Kesseln die am Boden stehen, hätte garantiert stärkere Auswirkungen.


    Also, vielleicht hast Du Glück und abgesehen vom Flugrost geht die Sache gut aus. Sicher bin ich natürlich nicht, da es wirklich von der Feuchtigkeitsdichte, Dauer der Berieselung, Trocknung und anderen Faktoren abhängt. Die von jemand zitierte Schimmelgefahr ist tatsächlich nicht ausgeschlossen und kann sich manchmal erst Tage/Wochen später sichtbar zeigen. Ist allerdings bei verunreinigtem Wasser (also nicht Regenwasser) viel eher gegeben. Wobei wir wieder bei Kellerrohrbrüchen sind.... ich habe da eine biographisch begründbare Phobie! :)

    Endlich, das Rätsel ist vollständig gelöst.


    Ich fasse mich kurz, obwohl man über Artstar 1 ganze Romane schreiben könnte.


    Es ist eine offizielle Tama Artstar 1 snare. Allerdings wie schon vorher vage zu erkennen, eine Amber (Birdseye) Maple! snare.


    Es gab innerhalb der Artstar 1 Serie (durch die Exotikholz-Umweltauflagen), viele Veränderungen seit ihrem Marktstart 1982/83. Somit durfte oder konnte (wenn der letzte Baum gefällt ist...) das exotische Cordia nicht mehr verbaut werden.


    Diese Snare entstammt also eindeutig der zweiten Hälfte der achtziger Jahre, ganz kurz vor dem offiziellen Start der Artstar II Serie, die dann die dicken "Heavy-Metal" Böckchen aufwies.


    Danke Richard für das Bild, um die Existenz dieser späten Serienvariante eindeutig zu belegen!


    Enjoy the pic mit Billy "the Kid"

    fwdrums


    ja, einige Deiner Hochkaräter höre ich auch... allerdings nur jene bei denen Rock-Einflüsse überwiegen... Dixe Dregs oder Morse sehr gerne.


    Nun ein paar heiße Empfehlungen. Trotzdem Warnung, der ein oder andere Kollege könnte sich angewidert abwenden. Es handelt sich hierbei stets um rattenscharfe Musik, aber sie ist gleichsam ziemlich abgedreht und stellenweise "irre"... man verzeihe mir die laien-psychiatrische Umschreibung. Es ist leider das meistverwendete Wort, wenn Freunde zugegen sind und mal jene Musik im Hintergrund läuft. Unvergessen, eine Endphase der Diplomarbeit, wo ein Studienkollege nachts um Vier (wir hatten Abgabestreß) jener Musik lauschen mußte... stets mit schmerzverzerrtem Gesicht.


    Also Thema Holdsworth widme ich Tip 1 und 2:

    1.) "Heavy Machinery" Johansson/Holdsworth
    199???
    Für meinen Geschmack tolles nicht zu kopflastiges, Fusion-Metal-Powerhouse-Drumming (Anders), dazu abgedrehte Orgel und Keys von Jens Johansson. Das er und sein Bruder Anders zu den begabtesten musikalischen Brüder-Doppelpacks gehören, ist dem ein oder anderen sicher bekannt. Eine tolle Platte, aber nochmals: sehr abgedreht! Obwohl wer Holdsworth kennt "fürchtet weder Tod noch Teufel"


    2.) "Flume Ride" Benny Janson 1999
    Mehr oder weniger deutlich von Holdsworth inspirierter Gitarrist aus Schweden. Auch hier Anders am Drumming, wiederum ungebändigt und jenseits jeglicher kommerzieller Zugeständisse in Sachen "Break-per-Minute-ratio". Feine Scheibe, mindestens ein Track sogar auch für Menschen mit weniger Toleranz entspannt hörbar. Auch Jens wieder an den Keys beteiligt. Keys stellenweise aber auch defensiv, atmosphärisch eingesetzt. Mir gefällts gut!


    3.) "Sonic Winter" Johansson (Brothers) 1997
    Eine Scheibe die weniger Fusion sondern deutlicher neo-classical &
    Hardrock-Einflüsse aufweist. Und doch hat sie mit letztgenanntem nix zu tun. Ich denke die schwierige stilistische Einordnung hat ihr auch jegliche relevante Verkaufszahl verwehrt. Trotzdem, einen Track (guest-apperance Yngwie Malmsteen) möchte ich Dir gerne empfehlen. Zugegeben der Song hat zunächst wenig "feel" im Sinne von Spiel mit microtime oder groove... er ist stellenweise eher das Gegenteil: fast mechanisch/mathematisch
    in Aufbau und Struktur. Aber einer der spannendsten Instrumental-Tracks den ich kenne. Ein irssinns-Drumfill vom anderen Stern "irgendwo" Wenn er kommt weiß man wo :) ENIGMA SUITE... ist der besagte Track. Ich finde die Scheibe stellenweise klasse. Glücklicherweise seit Jahren nicht mehr nur als teurer Japan-Import erhältlich sondern auch zu zivilen Preisen.


    4.) Jonas Hellborg "E"
    Siehe Punkt 1. Anders und Jens diesmal mit Hellborg. Unglaubliches Power-House-Drumming, mit Vitalität, Finesse, Spielwitz - (aber) musikalisch sehr heavy!


    5.) Kennst Du wahrscheinlich schon, da Du die Varney "Raushau-Exzesse" von ghitarrenlastigen LP-Outputs ja miterlebt hast. Trotzdem eine der besten Varney-Shrapnel releases: "Minds Eye" von VINNIE MOORE mit Tommy A. an den drums. Mir gefällt die Platte bis heute. Insbesondere der Opener.


    sixstring...


    Dir möchte ich superherzlich die erste offizielle Yngwie Malmsteen CD empfehlen. Aufgenommen 1984 auf 48-Spuren, was seinerzeit unglaublich viel war. An den Drums Barriemore Barlow (Jethro Tull... wenngleich das Drumming dieser Platte durch doofen Mix eher betagt klingt, dafür kann er aber nix) Anyway, diese CD wird Dir sicher gefallen. Es ist völlig zu recht in den Augen vieler die beste gitarrenorientierte Instrumental-Scheibe überhaupt. Mit einer Einschränkung: es befinden sich nachweislich 2 Gesangstracks mit Jeff Scott Soto darauf´. Nochmals Kaufgrund. Das diese CD seinerzeit für einen Grammy nominiert war (logischerweise nicht erhalten... viel zu anti-kommerziell :) ist nur gerecht. Wenngleich die Einordnung seinerzeit "Instrumental-Platte" aufgrund der Gesangstracks wieder mal Beleg ist, dass einige "review-people" heftig was an der Klatsche haben. Also 2 Gesangstracks mit Jeff sind enthalten - versprochen!


    "YNGWIE MALMSTEEN´S RISING FORCE" ist der Titel und gleichzeitig auch der Bandname jener CD.

    fwdrums


    Vielleicht Zufall... und Du kennst sie schon... aber das Ritchie Kotzen Instrumental-Debut 1989 mit einem "hyperaktiven" Steve Smith an den Drums und Stuart Hamm am Bass ist auch cool.


    Allerdings nur, wenn man auch "Gitarrenshred" erträgt - vielleicht sogar mag. Ich Liebe sowas... höre dann aber immer schon die Schreie im Hintergrund "mach´ das leiser, das ist nicht auszuhalten". Die hatte ich als Platte recht kurz nach dem release seinerzeit erworben. Dann ging er zu Poison... und ich war enttäuscht :)


    Wo wir gerade bei Gitarrenvirtuosen sind:


    Tony Macalpine hat mit Steve Smith eine rattenscharfe Instrumental-Platte eingespielt. 1986 glaube ich: "Edge of Insanity". First Track (Name entfallen) sowie der Song "Empire in the sky" sind meine Anspieltips. Tolles Drumming, deutlich heavier als man es von Steve Smith vermutet... aber schlichtweg klasse, sehr virtuos, technisch und doch heavy. Für mich die mit Abstand beste Macalpine Platte/CD...

    OK, hier mein 2. großer Post zum Thema Janus-Doppelpedal.


    Der Händler mit dem sehr günstigen Angebot von 219.- Euro war scheinbar in der Lage die Schrauben meines 2. Janus Doppelpedals zu lösen. Ich habe es vor wenigen Tagen zurückerhalten - mit neuen Schrauben. Der Händler hat meinem Wunsch entsprechend die Bandsysteme selbst angebracht. Sehr nett! Dankeschön nochmals. Scheinbar ein Laden mit engagierter Crew, wie auch die schnellen und makellos-kundenfreundlichen Umtauschmodalitäten bewiesen haben. Thumbs up!


    Merkwürderweise verfügte nun das 2. Doppelpedal sowohl bei Main- als auch Slavepedal über deutlich hörbare Laufgeräusche. Ich wollte schon am eigenen Verstand zweifeln, genau das super-positive im ersten Thread herausgestellte (nämlich absolute Laufruhe) soll hier nicht mehr vorliegen? Mit Fahrradöl war es in 20 Sekunden gerichtet. Also keine Beanstandung!


    1.) Das "Spiel" des Mainpedals im Bereich der Achse bzw. Schlegelaufnahmestelle ist auch hier deutlich gegeben. Sogar noch mehr als bei meinem anderen Janus Doppelpedal. Das verwundert mich wirklich. Also kein Einzelfall. Da sollten die Konstruktions-Ingenieure von Mapex eindeutig noch mal ganz neu ansetzen. Es ist mir völlig rätselhaft, warum das vorher noch kein Besitzer dieser Doppelpedale gepostet hat. Zumal man es deutlich sehen kann! Bei meinem neuen Doppelpedal war dieses Spiel sogar hörbar (bis das Öl zum Einsatz kam). Auch bei diesem Pedal ist bei leichtem hin- und herwippen mit dem Fuß ein deutliches "schlackern" und "verrutschen" spürbar. Und nochmals, das kommt nicht von der Trittplatte oder gar dem Fersenschanier sondern der Achse bzw. der Schlegelaufnahmestelle oder dem Übergang zum Kugellager rechts am Mainpedal. Das ist nicht besonders vertrauenserweckend und auch nicht wirklich professionell. Ich unterstelle nicht einmal, dass es im Laufe der Zeit schlimmer wird - das wäre dann ein Fiasko - aber so wie es scheinbar konstruktionsbedingt schon bei Werksauslieferung bei der Janus am Mainpedal vorliegt, ist es zumindest unter professionellen Gesichtspunkten schwer zu akzeptieren. It´s easy as this! Analog zu meinem anderen Janus Doppelpedal ist das "Spiel" des Schlegels des Slavepedals deutlich weniger vorhanden.


    Ich habe auch um dem Vorwurf zu entgehen "etwas Spiel gibt es bei anderen Profi-Pedalen auch" nochmals im A/B-Vergleich meine beiden Pearl Doppelpedale gecheckt. Hier muß man schon sehr kräftig ziehen um irgendetwas wahrzunehmen. Aber selbst dann ist es deutlich!!!! weniger als bei beiden Janus Doppelpedalen. Und da gibt es nicht dieses ominöse "Schlackern". Das ist mir in 25 Jahren Drumming noch bei keinem Marken-Pedal untergekommen.


    2.) Ich weiß, es wirkt wie ein Widerspruch: Trotzdem, die Laufeigenschaften des 2. Doppelpedals sind abgesehen von dem unguten Gefühl bei Punkt 1.) sehr gut. Sie sind sogar besser als bei meinem anderen Janus Doppelpedal, da die Abrollwinkel glücklicherweise absolut identsch sind. Zur Erinnerung: bei meinem anderen ist es dauerhaft unmöglich zwisschen Slave und Mainpedal ein identisches Feel bzw. identische Übersetzungsabrollwinkel einzustellen. Dieser Punkt ist vielen Drummern sehr wichtig, darum verweise ich gerne nochmals auf den ausführlichen Post vom Thread-Start.


    3.) Die Kardanwelle hat bei diesem Pedal glücklicherweise weniger Spiel. Auf mich macht sie trotzdem keinen sonderlich soliden Eindruck, dass sei nicht verschwiegen, da sie "billig" wirkt. Aber immerhin, bei diesem Pedal scheint sie recht "spielfrei" und tut ihren Dienst.


    4.) Beide Trittplatten haben am Fersenteil-Schanier bislang "Null Spiel". Gut so.



    Zwischenstand:
    a.) Ich mag die Laufeigenschaften sehr (mit Einschränkung des für mich nun doch etwas besorgniserregenden Punktes 1.). Sie sind sogar noch besser als bei meinem anderen Janus Doppelpedal mit den unterschiedlichen Abrollwinkeln.


    b.) Ich mißtraue der Janus Kardanwelle grundsätzlich: diese erinnert frappierend an Billigwellen aus Fernost (noch dazu segnete sie das zeitliche bei meinem Schüler, außerdem belegbar auch zusätzlich bei einer früheren Janus-Generation eines Bekannten und auch bei einem meiner Janus-Doppel-Pedale weist sie direkt ab Werk zuviel Spiel auf).


    c.) Ich mißtraue aus gutem Grund einzelnen Schrauben der Janus bzw. ihrer Material-Qualität. Eine war mir ja beim Versuch das Bandsystem anzubringen sofort ausgefranst... die zweite hätte höchstwahrscheinlich dasselbe Schicksal ereilt, wenn ich es länger versucht hätte. Ähnliche, recht eindeutige Materialverlust-Hinweise in Bezug auf Mapex-Schrauben und Nieten hatten mich vorab in mehreren Emails und Anrufen von Drummerkollegen in den letzten zwei Jahren erreicht.


    d.) Einen bislang verschwiegenen "Bock" haben aber die Entwicklungsingenieure des Pedals geschossen... oder womöglich eine nachgeschaltete Mapex-Abteilung, die deren Ideen nicht konsequent umsetzen wollte? Am Janus Ergo-Pedal kann man (wie auch in allen Produktprospekten selbstbewußt herausgestellt) auf die Trittplattengestaltung Einfluß nehmen. Also Teil-Ebenen der Pedal-Tritt-Oberfläche entfernen, mit anderem Inlay ersetzen etc. Eine interessante, lobenswerte Idee wie ich finde. Ich persönlich z.B. hasse Fußstopper und war beruhigt zu wissen, dass sich auch diese bei Mapex besonders eigenwillig gestaltete Anhebung am vorderen Teil der Janus-Trittplatte abschrauben läßt. Wie auch andere "Ebenen" der Trittplatte. Die Pointe, die mich unschön an (hoffentlich) unzutreffende Klischees von Reiswein-Orgien in Fernost erinnert, ist folgende: Man hat vergessen ein Inlay für dieses vordere Fußteil zu konzipieren oder jene den Janus Pedalen beizulegen. Will heißen, wenn ich den Fußstopper abmontiere, rutschen meine Zehen in eine unschöne "Kuhle". Für diese nun entstandene "Kuhle" gibt es nämlich KEIN Inlay. Für andere Fußauflage-Stellen schon - nur für jene nicht. Obwohl dieser Fußstopper mit einer entsprechenden Schraube die letzteres zuließe, ausgestattet ist. Es ist zum Haare raufen. Sowas darf nicht passieren. Das muß spätestens beim Erstellen, der Produktfaltblätter auffallen, dass man eine Option des Abschraubens theoretisch ermöglicht, aber ein die Ebenen-angleichendes-Teil vergißt. Es muß darüberhinaus aber auch dem erstbesten Produkttester, Endorser, Zeitschriften-Reviewer... whatever auffallen, denn das Feel für die Zehen ist nicht besonders behaglich sobald man den Fußstopper entfernt. "Hühneraugensalbe ick´ hör dir tapsen". Eigentlich intolerabel und ehrlich gesagt irgendwie auch peinlich. Ich bin bestrebt darüber zu lachen, aber es ärgert mich auch, da es mir absolut unverständlich und gleichsam unprofessionell erscheint.. und mich faktisch beim Drumming stört. Das muß Mapex dringendst nachbessern!


    Mein Fazit:
    Die Laufeigenschaften der Janus Doppelfußmaschine sind mit Einschränkungen (wie erwähnt) sehr gut. Allerdings befindet sich meiner Meinung nach diese Maschine in Sachen Ausgereiftheit/Engineering, Materialqualität und Professionalität eindeutig NICHT auf Iron Cobra oder Eliminator-Niveau... um nur 2 gutverkaufte Mitbewerber zu nennen. Es ist mir völlig unerklärlich, wie einige geschätzte Kollegen bei nüchterner Betrachtung zu einem anderen Schluß kommen (konnten).


    Aber, die Janus kostet auch deutlich weniger. Es wäre unfair und schäbig von mir das nicht deutlich herauszustellen. Für 219.- würde ich sie vielen empfehlen, die wissen, dass 219.- Euro ihre absolute Schmerzgrenze ist. Jene, die also nicht mehr ausgeben können bzw. wollen. Wer bislang plante eine No-Name für 150.- oder 200.- zu kaufen, würde ich raten die wenigen restlichen Kröten noch bei der Omi zu erbetteln und eher die Janus zu kaufen... eben da ich weiß, dass viele Billig-Pedale oftmals deutlich schlechter sind. Auch das soll nicht verschwiegen werden. Mit den Materialausfällen und hahnebüchenen Engineering-Fehlern diverser Billigfußmaschinen bzw. No-name-Pedale könnten wir aus dem Stand heraus deutlich!!! längere posts als diesen hier, erstellen. Auch das muß der Fairnis halber Erwähnung finden.


    Also, (eingeschränkte) Kaufempfehlung bis 220 Euro... prinzipiell "ja, schon" denn trotz der erwähnten Mängel bietet die Janus tolle Features. Die Einschränkung die ich hierbei aber trotzdem machen muß: sofort ab dem Kaufdatum sehr kritisch auf die Materialeigenschaften des Pedals achten und die genauen Garantie-Ablaufzeiten im Auge behalten. Meine 2 Pedale sind bislang keinesfalls ein Fehlkauf. Nur das ein oder andere deutliche Fragezeichen hat sich bei mir recht schnell gebildet.


    Ich klemme mir hier den irgendwo vom Kollegen geposteten Spruch eines Händlers "so noch nie vorgekomment". Ich kann nur immer wieder warnen, "wie sichere ich weiterhin die Absatzzahlen dieses Produktes"-Strategien mancher Händler irgendeinen Glauben zu schenken. Mir persönlich sind auch bei diesem Pedal Ausfälle zugetragen worden, wo Händler solche Statements 1 zu 1 zum besten gaben. Ich behaupte andererseits keinesfalls (oder zumindest nicht immer :) das jene Händler lügen. Da muß jeder von uns selbst im Kopf die Festplatte rotieren lassen und sich einen Reim ´drauf machen.


    Jenen, die finanziell solider bestückt sind, und auch Hochpreisprodukte nicht scheuen, solange ein Höchstmaß an Professionalität geboten wird (sowohl in Sachen Endkontrolle, Materialqualität und ganz wichtig: ENGINEERING!) würde ich eindeutig zu den teureren Konkurrenz-Produkten raten. Und nochmals: ich behaupte nicht, das bei diesen Produkten dann niemals Mängel auftreten. Wer das folgert hätte diesen letzten Abschnitt falsch verstanden... Ich berufe mich also eher auf "Auftretenswahrscheinlichkeiten" und wirklich bis ins letzte Detail durchdachte Produktkonstruktion, wie sie die Mitbewerber bieten... und gegenwärtig leider (noch) nicht Mapex.

    Übrigens:
    über Langzeitnutzung bzw. Effekte der Janus werde ich sicher zu einem späteren Zeitpunkt nochmals posten. Ich bin selbst gespannt.


    Final-Statement...
    Janus = Billig-Fußmaschine ? Ist nicht zutreffend!
    Janus = Profi-Fußmachine ? Ist auch nicht wirklich zutreffend!

    @Pomke...

    Zitat

    Was mich aber noch interessieren würde,wäre,was aber wahrscheinlich noch Zeit braucht,mal ein klares Statement á la "kaufbefehl" oder "finger weg",bzw. was dazwischen.


    Zitat


    Ich muss dich aber um eins bitten: die Frage- und oder Ausrufezeichen mitten im Satz,ohne dann einen neuen anzufangen stören den Lesefluss,man solls nicht glauben,ungeheuer.vielleicht lässte die weg,zumindest bei solchen langen posts.


    Ich befürchte ich schaffe das nicht. Ist nicht böse Absicht.


    Nun, zu ersterem Zitat: Du hast total recht! Ich bin seit Tagen am Überlegen. Mein "Problem" ist folgendes... je deutlicher ich werde, desto mehr kommen wieder Meldungen ala "ich habe die aber auch und die ist SUPER!". Außerdem möchte ich keinesfalls einem Hersteller, der sich bemüht für weniger Geld ein interessantes Produkt auf dem Markt zu lancieren "eine Reinwürgen". Schwierige Situation, eben gerade da die Janus ja deutlich günstiger angeboten wird als die Konkurrenzprodukte. Andererseits möchte ich aber schon aus Eigeninteresse dezidiert jene Dinge nennen die gut sind und genauso deutlich, jene Dinge, die absolut unprofessionell sind und sich eindeutig nicht auf Iron Cobra oder Eliminator-Niveau befinden.


    Fest steht, ich habe mein zweites Doppelpedal seit wenigen Tagen wieder. Der Händler hat nun netterweise die Bandsysteme selbst angebracht. Ich werde sie nun ausprobieren und dann noch mal ein umfassendes Update posten. Ich werde dann ein möglichst konkretes Statement abgeben im Sinne von "Kaufen" oder "nicht kaufen". Ich wußte das der bisherige Post auf manche sehr verwirrend wirkt. Mein erstes Ziel war aber, jenen, die ganz kurz vor dem Kauf dieses Pedals stehen, zumindest noch einige Dinge mitzuteilen, die mir recht schnell auffielen. Und was die Laufeigenschaften bei Fußmaschinen angeht, behaupte ich schon etwas arrogant :-), mich sehr gut auszukennen, da ich nicht nur unzählige besaß, sondern in jungen Jahren auch öfters mal Materialprüfungsanstalten und/oder Maschinenbauprofs Fußmaschinen zur Prüfung vorlegte.


    Stay tuned... und sorry wenn es noch ein paar Tage dauert. Aber ich hasse Schnellschüsse und ich möchte sicher gehen welche Mängel des ersten Doppelpedals, sowie denen des Schülers nun auch bei meinem zweiten Doppelpedal Vorliegen (bei letzterem war ja bereits der Hauptmangel, dass sich 2 Schrauben nicht lösen liessen).

    Eine Rechnung oder Kopie, Durchschlag oder was auch immer sollte aber beim Händler zu finden sein. Versuchen kannst Du es mal.


    Also, ich würde Reklamation probieren, Shop kontaktieren (auch ohne Rechnung) Buchhaltung bitten nachzusehen, ob sie noch was finden. Sehr nette Händler machen das (manchmal). Wenn nicht, dann mit Haftstahl oder besseren Methoden fixieren.


    Es ist möglich, dass JB recht hat. Es kommt auf die Konstruktion an. Das ist alles so schwer in Worten zu beschreiben. Ich gebe es auf :)
    Hier mal ein Bild wie es bei Pearl gelöst ist.

    Eben drum...


    würdest Du Hardrock oder Metal Spielen wäre das nicht passiert.
    Komische Meinungen werden hier vertreten... nix für ungut.


    Also, sowas kann passieren, wenn eine Materialschwäche/Materialermüdung, Fertigungsmängel etc. vorliegen.


    "Falsche Handhabung" schließe ich mal aus...


    Solltest Du noch Garantie haben, schnellstmöglich mit dem Händler Kontakt aufgeben. Falls nicht... ich kannte mal ´nen Drumfreak der solche Fußmaschinen-Verluste mit "Haftstahl" jahrelang gekittet hatte.


    Aber wirkliche Metallverarbeitungsfreaks haben sicher bessere Lösungsmöglichkeiten.


    Ich kenne dieses Pedal nicht! Selten, aber hier wirklich der Fall. Ich würde aber darauf "tippen", dass das Mainpedal faktisch eine 2-Säulen-Konstruktion ist. Diese Achse ist also nun nicht mehr wie vom Hersteller ersonnen, stabilisiert. Das kann natürlich noch Wochen gutgehen... ob sehr viel länger? Da habe ich Zweifel, besonders wenn ich an die Halbwertszeit mancher ähnlicher Artikel denke.

    @ Homer
    Beatboy26

    Zitat

    Ich habe mich gefragt, was du mit deinen Mails bezwecken wolltest.
    Einsicht, Entschuldigung und Wiedergutmachung?


    In diesem Fall lass dir gesagt sein, dass dafür das Anliegen von der ersten is zur letzten Zeile freundlich und sachlich dargestellt werden musst, egal wie groß dein Ärger ist. Mit Beschimpfungen kannst du es knicken....


    Gut, über Formulierungen und den Grad der (nötigen) Diplomatie kann man streiten. Die Tatsache, dass es offensichtlich zum Dialog kam, zeigt aber das Homer schon was erreicht hat. Ich finde derartige Kontaktaufnahmen prinzipiell gut und wünschte so was würde noch öfters erfolgen bzw. gepostet.

    Meine Erfahrungen: sowohl sehr positive, als auch in einem Fall sehr negative mit dem Musik Store in der großen Budengasse:


    Die negative: schon etwas länger her… about 1999
    Ich wollte sehr dünne, schwarze Reso-Felle, noch dazu Evans erwerben. Deren Serie war damals im Musicstore Katalog als „Black Gold“ bezeichnet und in vielen inch-Größen gelistet.


    Ich rufe an und bestelle meines Wissens 2 oder 3 in verschiedenen Größen sowie einen anderen Artikel der Drumabteilung. Gedächtnisprotokoll:


    Gerald: Hallo, ich würde gerne Evans Resonanzfelle bestellen. Black Gold in 12” und 15“ inch sowie Artikel XY” (war also eine kleine Kombi-Bestellung 2 Felle + ein anderer Drumartikel… eines der Felle hatte ein etwas ungewöhnliches Maß… ich meine es war 15“)


    Mitarbeiter der Drumabteilung: „Ahhhhhhhhhhhhhhh Black Goooooooooooooooooooooold, super!“ „Warum sollen es denn die Black Gold Felle sein?“ (Verkäufer kichert ! Das Wort „Gold“ wird von ihm 2 Sekunden langgezogen und tieffrequent in den Telefonhörer geröchelt… nein es war nicht die Karnevalszeit!)


    Gerald: “Ich möchte möglichst dünne Resonanzfelle, außerdem passt die Farbe schwarz optisch ideal zu meinem Drumset.“ (Anmerkung: damals ein customized Kit von Stegner)


    Mitarbeiter der Drumabteilung: „Warum muß es denn schwarz sein? Nimm doch Remo Felle“


    Gerald: „Um ehrlich zu sein, ich möchte aber die Evans. Wie gesagt, die Farbe würde gut zu meinem Kit passen. Ihr habt sie ja auch im aktuellen Musikstore-Prospekt beworben bzw. gelistet. Es ist für mich auch mal eine gute Möglichkeit die Sound-Unterschiede zu den Remo Diplomat rauszufinden.“


    Mitarbeiter der Drumabteilung: “hmmmmm, die haben wir aber nicht da. Das kann lange dauern mit der Bestellung, ich weiß nicht ob der Vertrieb sie vorrätig hat.“


    Gerald“ Gut, dann bestelle ich sie hiermit.“


    Nach einiger Zeit, kam der Artikel XY aber leider nur ein Fell. Das kleinere. Das größere kam nie. Weder eine zweite Sendung noch irgendeine sonstige Info erreichte mich, dass man sich darum bemüht. Bezahlt habe ich damals leider alles. Ein Teil der bezahlten Lieferung hat mich also bis heute nicht erreicht. Da ich seinerzeit total im Streß war, Berufsstart, 2 Wohnorte parallel inklusive Equpiment von A nach B schaffen und bei C zwischenlagern, diverse Bands etc. konnte ich mich nicht darum kümmern. Verübelt habe ich dem Store sowohl die unvollständige (und somit überbezahlte) Evans-Fell-Lieferung, als auch den kindischen Ablauf am Telefon („zugekifft“ war meine erste Assoziation). Ich war auch kurz am Überlegen dies dem dt. Evans Vetrieb mitzuteilen… fand das aber dann doch zu „rentnermässig“ bzw. pedantisch und habe es gelassen. Obwohl ich weiß dass statistisch in jeder Firma auch mal ein zugekiffter Bruder mit senil-debilem Humor vorkommen kann. Auch behaupte ich nicht, dass er es faktisch war… er verhielt sich „lediglich“ so. Ich fand jenen Drumverkäufer seinerzeit allerdings nicht nur arrogant, unfreundlich, faul, irreführend und unkooperativ in seinen Äußerungen sondern nachweislich wurde die Bestellung intern auch nicht korrekt bearbeitet. Das hat möglicherweise ein ganz anderer Mitarbeiter verschuldet? Jeder macht mal einen Fehler und wäre die Bestellannahme nicht so dreist gewesen, hätte ich das auch längst verziehen.


    Positiv:
    Nun eine Music Store-Story (einer ganz anderen Abteilung… ich traue mich nicht so recht sie zu nennen… ich finde aber der Mitarbeiter hat sich fantastisch verhalten) die wesentlich aktueller ist about 2004... und die obere deutlich aufwiegt. Preise sind gerundet… um das Produkt nicht zu verraten :)


    Ich wollte ein Produkt erwerben, dessen Listenpreis deutlich jenseits der 10.000 Euro Grenze lag. Glücklicherweise hatte der Store jenes Produkt schon seit Monaten für ca. 6000.- Euro gelistet. Das war für mich aber immer noch ein riesen Batzen. Aber ich wollte unbedingt einmal im Leben so ein wertiges Gerät haben. Ich hatte also innerlich schon damit abgeschlossen soviel Geld zu verbraten. Trotzdem noch gewisse Skrupel: Also in ganz Deutschland rumtelefoniert, u.a. beim offiziellen Europa-Vertrieb des Produktes (der gab (s)einen ersten vagen Tip nach 40 minütigem Gespräch, betonte aber verwirrenderweise die 6000 Euro seinen doch schon ein toller Preis, eigentlich sollte ich ihr Produkt nun kaufen) sowie mehreren anderen Händlern. Dann aufgrund des vagen Tips der finale Anruf beim Store. Ich wusste, wenn der Mitarbeiter keinen Euro runtergeht, werde ich in den sauren Apfel beissen und 6000.- Euro löhnen.


    Gerald: “Hallo ich habe ein riesen Interesse an Produkt XY, ich habe total lange geträumt einmal im Leben so ein Teil zu besitzen. Es ist bei Euch für 6000.- Euro gelistet. Nun habe ich lange mit dem Vertrieb telefoniert. Die sagen ich solle bei Dir nachmal nachfragen. Was ist denn der aktuelle Preis?“


    Supernetter Kölsche Jung bzw. Verkäufer:
    „Also, wenn du mir versprichst, dass nirgendwo im Web oder sonstwo zu schreiben... in unserem System ist der Preis 6000.- noch wochenlang eingetragen. Wir haben aber vor wenigen Tagen das gesamte Europa-Kontingent des Produktes aufgekauft. Wir werden in 6-8 Wochen liefern können. Zu einem Preis von 3000.- Euro. Diese Wochen müßtest Du dich aber noch gedulden!“


    Gerald: „Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas????“ Das gibt es doch nicht. Ich könnte sie heiraten!“


    Supernetter Kölsche Jung bzw. Verkäufer:
    „Soweit sollten wir vielleicht nicht gehen“ (Anmerkung von mir: auch ich stehe nur! auf Frauen)


    Es folgte eine genaue Abstimmung (inklusive Aufnahme meiner Adresse, des definitiven Preises). Ich habe trotzdem noch 2 mal nach diesem Telefonat bei ihm angerufen. Weil ich es nicht glauben konnte und in meinem eigenen Interesse ganz sicher gehen wollte. Stets erinnerte sich der Verkäufer an mich, und versicherte mein Mißtrauen sei unbegründet, ich sei unter den ersten an den dieses Hochpreis-Produkt vom Store zum Preis von 3000.- Euro geliefert wird. Und genau so kam es auch. Sowas positives in Sachen Kundenfreundlichkeit hatte ich bis dato noch in keinem Shop erlebt. Ein riesen Lob an diesen Mitarbeiter. Natürlich habe ich daraufhin öfters und gerne bei diesem Mitarbeiter Produkte bestellt.


    Trotzdem muß auch eines erwähnt sein: Das Musicstore-Konzept, quasi mit akribischer Recherche Restbestände oder überfüllte Lager der Vertriebe zu ermitteln, denen dann einen Preis vorzuschlagen der die gesamte Lagerleerung beinhaltet, ermöglicht natürlich letztendlich für den Endkunden oftmals tolle, niedrige Preise. Ist aber für den etablierten Musikalienhandel vor Ort ein ganz, ganz schweres Brot. Es tut mir um viele lokale Musikgeschäfte (die ich, zumindest dann, wenn das Team nett und kompetent ist :) bis heute auch durch Käufe „unterstütze“, manchmal sehr leid. Einige werden die Preiskämpfe der großen (z.B: Musicstore, Thomann) nicht überleben. Eine ganz fatale Entwicklung die mich selbst ohne Paranoia an internationale Fusionen und Verdrängungswettbewerbe erinnert. Ich weiß, ich bin Dinosaurier und vielleicht auch altmodischer Moralist :)