Beiträge von Drumstudio1

    Zu Magnum (Catley) muß ich noch was loswerden. ^^


    Er fiel mir immer auf als jemand der live seine Stimme und deren Power und Tonlagen sehr genau! dosiert. Das muß kein Zufall sein, sondern kann eine längere Sängerperspektive zulassen. Würde mich freuen, wenn sich das für ihn auszahlt. Es gab mal einen Gig um 1986 "Out in the green" Live in Dinkelsbühl im dt. TV der mich immens! beeindruckt hatte. Sein Gesang war sehr auf den Punkt und sehr genau kontrolliert, Ich hatte es damals! auf Video aufgezeichnet und unzählige Male, aiuch Jahre später geschaut. Freilich habe ich damals NICHT! gedacht, "er wird lange Singen können" ;-). Ich fand es nur sehr gut kontrolliert und den Gig herausragend musikalisch.


    Edit: Und Youtube hat es sogar!

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    Zitat

    Da hat wohl auch der jahrelange Alkoholmissbrauch seinen Tribut gefordert.

    Bei DC denke ich, in seinem konkreten Fall eher nicht. Mental ist er voll auf der Höhe und ich fand ihn als Sänger in vielen seiner Bandstationen wundervoll. Bei ihm ist es biographisch womöglich? eher die lange Zeit als Raucher, dann eine schwere Nasennebenhöhlenentzündung nebst OP und 6 Monate Sing-Verbots in den Achtzigern (ich erinnere damals die gekaufte Eintrittskarte und die Rückgabe, weil die Tour verschoben werden mußte) dazu in späteren Jahren diverse Stimmlippenentzündungen, Stimmbandtrouble etc. etc. und ich vermute womöglich noch gravierender: eben immer wieder über Jahrzehnte über die Grenze singen/belasten (auch nach der OP bzw. den Stimmapparat-Erkrankungen). Die Folgen nennen die Amis oft: "the voice is shot". Es ist dann womöglich so viel gravierend beschädigt bzw. dysfunktional das es kaum einen oder keinen Weg zurück zur alten Stimme mehr gibt. Bin kein HNO-Arzt aber irgendwann ist dann wohl auch operativ nichts mehr zu machen.


    Er hat in den letzten 10 Jahren aber viele Modi versucht:

    - in der vorherigen Besetzung seinen Bassisten die höheren Tonlagen singen lassen bzw. Stimme von ihm doppeln lassen

    - Fans Refrain singen lassen

    - so weit vom Mikro weggehen in den Tonlagen die er nicht mehr trifft, das man Fehltöne kaum hört

    - so weit vom Mikro weggehen in den Tonlagen die er nicht mehr trifft, und das Mikro wieder an den Mund führen wenn der Ton getroffen ist

    - den gegenwärtig womöglich besten Rocksänger Europas Dino Jelusić als "Backup" bzw. Plan B in die Live-Band aufnehmen.

    - teilweise gab es aber auch Touren wo er weit vom Mikro wegging, man die Stimme aber trotzdem laut hörte, da wurde dann manches gemunkelt. Ich erlaube mir kein Urteil, weil ich unsicher war, ob getrickst wurde oder nicht, ich vermochte es nicht genau zu erkennen.


    Mir fallen gar nicht mehr alle versuchten Optionen von ihm ein. Aber es zeigt eben, dass diverse Stars mitnichten die Schwierigkeiten nicht wahrnehmen, sondern versuchen damit umzugehen bzw. pragmatische Modi zu finden.

    Nein. Lese bitte meinen Post nochmal genau. Du wirst besser, aber weil Du Dir später viel mehr angeeignet hast und die "Leistung" womöglich bei Dir in jüngerem Alter noch nicht so umfassend war. Wer aber im biographischen Unterschied dazu schon früh schon extrem fit im Drumming war oder gar im Hochleistungsbereich trommelte, wird sein! hochleistungs oder gar Weltklasse-Niveau in höherem Alter nicht in allen Spielebenen halten können. Genau wie im Leistungssport. Teildiszilinen wie z.B. Kondition in der Freizeit kann man hingegen auch spät(er) im Alltagsleben deutlich verbessern, wenn man vorher nur Coach-Potato war.

     

    Nur mal ein Weltklasse-Beispiel: Ian Paice war bereits als junger Mann extrem gut. Spieltechnisch und ausdruckstechnisch, kraftvoll und schnell und improvisatorisch extrem vielfältig und agil wie ein Wiesel. Jeder der das "California Jam Concert" 1974 und maximal (mit Einschränkung) noch 1-2 Folgejahre "Deep Purple rises over japan 1975" das Bild/Tonmaterial sichtet, ist geschockt vom spielerischen Können. Er trommelt heute noch toll und atemberaubend, aber trommelt natürlich nicht mehr so wie früher. Bei Dir liegt gerade ein Denk-Bias vor. Ich versuche es mit einer Analogie ;-): Wenn ich heute lernen würde einen Düsenjet zu starten oder meinetwegen ihn in der Luft zu halten, werde ich auch von Monat zu Monat und Jahr zu Jahr besser (wenn es der Kreislauf zuläßt). Ich lerne wo die wichtigen Instrumente platziert sind, wie gestartet wird, finde schneller den Weg ins Cockpit, verstehe die Zeichen der Lotsen besser zu deuten etc. etc.. Eben weil ich es vorher nicht oder kaum! konnte. Der derzeit weltbeste oder reaktionsschnellste Pilot sagen wir mit 27 Lebensjahren wird aber als 80 jähriger nie das Weltklasse-Niveau fliegen können und die Reaktionszeiten haben, die er als 27-jähriger hatte. Ganz egal wie viel er noch fliegt oder dazu lernen will. Weil neuronal und körperlich unaufhaltsame Dinge passieren.


    Hier hört man das auch bei Ansagen sein Stimm-timbre ein völlig anderes ist als früher. Tiefer, brechend im Ton, rauher, verletzter.

    Wenn man die mitsingenden Fans versucht auszublenden erkennt man, dass nicht nur bei sehr hohen Tönen sondern auch bei moderaten Tonlagen keine exakte Adressierung der Tonhöhe mehr möglich ist.

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    PS: eben erst gelesen das sich Nils und mein Post nun inhaltlich nahezu überlappen. Grandios! Sein PS. war beim verfassen meines Posts für mich noch nicht sehbar.

    Zitat

    überraschenderweise bin ich heute besser als je zuvor in den 39 Jahren, die ich trommle (bin 54). Ich lerne immer noch dazu, kann schnellere Sachen spielen als noch vor ein paar Jahren, meine Shuffles werden besser, der Groove tighter.

    Das wird daran liegen dass Du heute drumspielerisch mehr weißt oder Dir heute mehr technisch 'draufgeschafft hast, mehr Gedanken machst über Bewegungslehre, Effizienz etc. hast im Vergleich zum Status als früher, oder eben früher längst noch nicht so nennswert viel konntest. Das überlagert neuronale und körperliche Abbau-Effekte bzw. scheint diese subjektiv! überzukompensieren (was es in Wahrheit nicht tut),

    Zitat

    Und Edith fragt mal in die Runde: Was müsste passieren, dass hier einer von uns "Hobbyisten" jemals "aufhört"?

    Nur der Tod.

    Ich denke jeder egal ob Hobbiist oder Profi hat das recht das zu machen was er mag! Wenn es Ihnen Freude bringt, live-aufzutreten, dann weitermachen.


    Es ist gleichwohl für Zuhörer ein Dilemma, wenn das Niveau grenzwertig wird, dass sich aber für manche Nichtbesuch mancher Konzerte lösen läßt.


    Ich sehe noch mehr Ebenen, seit ich in den Neunzigern durch Raubbau an der Stimme im persönlichen Umfeld durch "Macho-Kraftschreie", "Singen als gäbe es kein Morgen", "weitersingen selbst wenn die Stimme schon hörbar ermüdet" erlebt habe, dass eine eigentlich tolle Stimme eines Bandkollegen unwiderbringlich geschädigt wurde/verloren ging. Die lange Überbeanspruchung bewirkte nach den ersten Stimmbandknoten das irgendwann nicht nur die höheren Tonlagen weg waren, sondern selbst moderate Tonhöhen nicht mehr korrekt adressiert werden konnten. Es also immer "leicht falsch" ist und keine Rückkehr zu ehemaliger Intonation möglich ist. Heute! durch das Internet ist es viel leichter durch Vocalcoaches genau von diesem Phänomen bzw. dieser konkreten Folge zu erfahren. Über die Wnichtigkeit korrekt erlernter Stimmtechnik um möglichst lange und vielleicht sogar lebenslang eine Stimme als "schönes Instrument" einsetzen zu können zu erfahren. Was ein Unterschied gegenüber hohlem Rock'n' Roll Geseier der späten siebziger oder frühen Achtziger man solle viel Whiskey saufen und rauchen, um eine rockig-raue Stimme zu bekommen (den Bullshit gab es als Aussprüche gestörter, das glaubt einem heute keiner mehr, solche hohlen Sätze fielen wirklich). Mächtigstes Motiv war aber die Unkenntnis mancher Musiker im Umfeld, die das Ausmaß des Downtunings nicht bemerkten oder dieses zunächst irrtümlich als stilistisches Ausdrucksmittel deuteten.

    Dies (um auch mal ein beeindruckend-positives Beispiel zu nennen) fand ich bahnbrechend.

    Zig Songs, auch jene die im Original Gesang hatten, als Instrumental-Medley zusammengeführt.

    Es ist bei vielen Bands sicher keine Toplösung (Zumal ja dann der Sänger nix zu tun hätte), in jenem Beispiel fand ich es aber (bis heute) sensationell gut musikalisch gelungen und kein bisschen langweilig.


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    Ähnliches gilt für Coverdale, Kotipelto (Stratovarius) etc. etc.

    Diverse der namhaften Sänger die 'runtertransponieren hatten Stimmbandinfektionen bzw. schweren medizinischen Trouble.


    Viele (das belegen massig alte Videoquellen und Bootlegs, dass es keine Einzel-Fehlanwendungen waren) überbeanspruchten aber ihre Stimmen. Insofern ist es bei einigen jahrelange Überbeanspruchung, bei anderen Krankheit, bei dritten beides etc. etc. Wer weiß das schon?


    Wir kennen es vielleicht ansatzweise auch vom Drumming? Sehnenscheidenentzündungen sind deutlich häufiger bei Menschen anzutreffen die keinen Unterricht haben. Auch Prädispositionen mögen mitunter eine Rolle spielen und vielleicht das wichtigste: das Ignorieren ernsthafter Ratschläge einseitigen Überbeanspruchungen zu entgehen.


    Laybrie war (da bleibe ich eisenhart) einer der weltbesten im Prog-Genre. Hätte man mich einmal im Leben mit solch einem Sänger zusammengeführt, ich hätte es als Lottogewinn betrachtet. Hier bitte mal 'reinhören Trommla. Solltest Du jemals einen Sänger treffen, der auch nur ansatzweise so singen kann, ruf mich sofort! an. Ich werde ihm die Tür einrennen ;) Du "mußt" den Gesang nicht mögen, aber alleine die Variabilität der Lautbildung, Timing, Phrasierung, Tonumfang sollte wahrgenommen werden mit gesundem Ohr, zumal es lange vor Autotune aufgenommen wurde. Wie lange seine Ausbildung bei einer der berühmtesten US-Gesangslehrerinnen war, weiß ich nicht. Aber schon 1992 sah man an Lippen und Kieferbewegung, am Stimmvibrato! vom Bühnenrand, dass er ausgebildet sein "mußte". Vor Fehlanwendungem seinen Macho-Kreisch-Schreien, bewahrte es nicht. Schon damals fürchteten viele, dass man sich damit die Stimme zerstören kann. Letztendlich wird es nicht zu klären sein und/oder ist in der Rückschau bedeutungslos.


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    Hier bin ich am Taumeln, ob es der Gesang des Handy-filmenden ist, oder...

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    Zitat

    Und wir Normalos? Wir müssen uns in unseren Bereichen des Lebens und im Beruf im Alter einfach anpassen. Ich war im Kopf und im Handeln immer sehr, sehr schnell. Nun, heute mit 53 ist das nicht mehr so schnell

    Danke das Du den Mut hast das auszusprechen. Ich bemerke genau das bei mir selbst seit ein paar Jahren und stehe völlig neben mir, zwischen es akzeptieren bzw. sinnlos dagegen an rebellieren.

    Mike Portnoy ist/war workoholic und Kontrollfreak. Angeblich brachte er viel Zeit mit dem Lichtmischer zu, bis jedes Licht in Time programmiert bzw, vom Lichtmann stimmungstechnisch und rhythmisch jeweils an jeder Stelle jedes Songs "verstanden ist". ;)

    Portnoy ist lange weg, wer weiß welche Sorgfalt nun auf die Lightshow gelegt wird...?

    Auch eine von mir sehr verehrte Band, wenngleich ich nach dem Ausstieg/Rauswurf von Portnoy als Drummer deutlich das Interesse an der Band verloren habe. Neuveröffentlichungen der Band bekomme ich nur noch am Rande mit. So toll Mangini technisch ist, der Portnoy hatte so viel kreatives und abseits seiner Kritiker eben doch! hörbaren Groove bzw. eigene Microtime. Egal, die Songs waren zur Blütezeit der Band gesangstechnisch um das Jahr 1992 und folgende irre vom Tonumfang.


    Aber seit 10 oder gar 15 Jahren fordern immer wieder (viele) "Fans" den Rauswurf des Sängers aus der Band. Kommentare in Prog-Foren, fürchterliche Hetzposts bei Youtube (ich wußte zunächst nix, bis mich vor einigen Jahren ein Drumschüler genau darauf aufmerksam machte). Einzelne Youtuber haben sich auf ihn eingeschossen und stellen seit Jahren alle Live-Vokalfehler von ihm in Compilations-Videos zusammen. Ich persönlich finde das furchtbar! gemein. Denn er hat die Band nach! der ersten CD der Band (mit anderem Sänger) sensationell auf der 2. CD "Images and Words" an die Weltspitze geführt. Er war jahrelang ein Weltklasse-Sänger mit massig Ausdruck, Timing, großem! Tonumfang etc. etc.


    Es bleibt natürlich das Dilemma, was? abseits des Downtuning (bzw. tiefer singen/transponieren) tun, wenn jenes offensichtlich nicht mehr ausreicht? Auch hier bleibe ich ratlos zurück, ich weiß keine gute Lösung. Vielleicht wäre eine Option, Songs völlig neu musikalisch und vokaltechnisch zu interpretieren? Das würde aber vermutlich auch nicht jeder akzeptieren...? Ich persönlich fände es aber einen Versuch wert!


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    Druffnix

    Mit Bon Jovi hatte ich mich früher eigentlich nie beschäftigt. Bis vor einigen Monaten, als dies (Link 1) und diverse vergleichbare Konzerte der Zeitachse 2022 auftauchten. Manche wirkten vom Bandleader so verstörend kraftlos, dass ich Zweifel hatte ob es nur die Stimme ist, oder verschleppte Grippe oder sonst ein Gesundheitstrouble der womöglich jeden Menschen treffen kann. Auch hier ein Orden am Band für die Mitmusiker, die alles geben ein tightes und solides Fundament zu legen, damit trotz downtuning (bei dem die Songs auch in diesem Falle immens an Wirkung verlieren) und nicht vorhandener Stimme zumindest manche Songtitel noch erahnbar sind.

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    Neulich (2023) kam dann aber dies, und jenes scheint wieder ein klein wenig besser. Freilich immer noch ernst bzw. dramatisch anders, gemessen an hohen Tonlagen und der Intonationsicherheit die er früher mal hatte. Aber keiner von uns kann die Uhr zurückdrehen. Wenn ich vor einer Hifi-Box sitze wünsche ich meinem Ohr auch wieder die Wahrnehmung hoher crisper Frequenzen von Musik zurück, die ich mit 14 Lebensjahren mal hören konnte. Sie sind traurigerweise weg, unwiederbringlich. Shit! Die Zeit holt uns alle!

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    Eine andere Methode bei einer von mir gottgleich verehrten Band in den ca. 10 letzten Jahren ihres bestehens war, eine Art "Glissando" oder "permanentes Glissando" bei der Lautbildung zu integrieren. Diese Methode hatte ich so inflationär extrem-oft angewendet in nahezu jeder Songtextzeile, jedes! Songs niemals zuvor bei Bands gehört und ich hoffe auch sehr dass es keine Nachahmer finden wird. So so sehr ich die Band liebe, für mich eine der belastendsten Lösungen für Zuhörer. Fast jede Anfangssilbe und eine vielzahl weiterer Töne des Gesangs wird in einer Art fließenden Tonfolge dargeboten. Geht also von falsche Tonhöhe - in leicht falsch - in richtiger - in korrekt - in fast noch korrekt - in leicht falsch über. Als Zuhörer sollte/konnte/"mußte" man sich dann also den richtigen Ton heraussuchen und diesen im auditiven Gehirn festhalten.


    Es war eine für Zuhörer sehr anstrengende Methode, zwischen den vielen Näherungswerten die leicht falsch waren, den richtigen Ton "wenn er an der Reihe war" bzw. vokalisiert war, wahrzunehmen und zu genießen. Ich weiß nicht wieviele Konzertmitschnitte (dutzende ganz sicher) ich über die Jahre sah, aber es gibt unzählige die dies in den letzten Jahren von Rush dokumentieren. Schade. Die Instrumentalpassagen waren freilich wie immer bei Rush grandios! dargeboten und ich persönlich hätte only Instrumentals bzw. das weglassen des Gesanges als tolle Alternative empfunden.


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    Das "machen lassen was ich will" stößt schon dadurch an seine Grenzen, dass das Verbalisieren der Soundattribute die man wünscht, seltenst beim Gegenüber die identischen Assoziationen auslöst. Mir reicht schon die geradezu erschreckend unterschiedliche Bandbreite von Assoziationen die verschiedene Menschen unter dem Wort Türkis als Farbton verstehen. Selbst bei solch einfachen (einfach scheinenden) Farbbezeichnungen verbirgt sich eine Fülle unterschiedlicher, also hoch individueller Auslegungen. Von den Verständigungsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Fremdsprachen oder dem en- oder dekodieren von Sprache in Schriftform für Onlinemasken oder Emails rede ich hier noch garnicht.


    Was bedeutet schon "mehr Ping", "komplexere Obertöne", "weniger Wash", "späteres Aufschaukeln", "mehrdimensionaler", "weniger Dissonanzen", "trockener", "erdiger", "natürlicheres Decay" etc. etc. als Vorstellung in meinem Kopf im Vergleich zu dem was in anderen Köpfen darunter verstanden wird? Und bitte komme mir nun keiner mit Fabulationen wie: "Die Beckenschmiede verstehen das, die machen das seit 1623". Bullshit!

    Im folgenden Beispiel wird die Aufwertung bzw. das Kaschieren des Gesanges (und des Leadgitarrenspiels) abseits des Downtuning durch die Verjüngung der Band durch sensationell-gut ausgebildete bzw. hochmotivierte und hochbegabte "Begleitmusiker" erreicht.


    Es ist "unter den gegebenen Umständen" fulminant-beeindruckend, zu sehen und hören wie die 3 anderen alles geben, die Songs zumindest ihrerseits qualitativ hochwertig über die Ziellinie zu bringen.


    P.S. Es gibt auch hier mehrere aktuelle Konzerte jener Band unter diesen "Umständen". Also kein Einzelereignis.


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