Völlig oberflächlich mein Kommentar... und wirklich nur erste Bauchgefühle, da ich maximal 5 Minuten an einem Pad und dem Modul zubrachte. Aber vielleicht kann es Kollegen anregen genauer in die Tiefe der Menüebenen vorzudringen und dadurch fundiert zu berichten.
Ich eilte soeben von der Messe nach Hause.
Das Hardwaremodul sieht auch wenn "Gewa" 'draufsteht wirklich schön aus. Gerne würde ich Vorurteile pflegen... aber das wäre kindisch. Ich war in Natura sehr überrascht. Selbst die oftmals vernachlässigte Rückansicht mit den Anschlüssen. Bei den vielen Einzelausgängen geht mir das Herz auf. Optisch das schönste Drummodul das ich je sah. Keine Ironie. Ganz sachlich.
Auch die graphische Darstellung der Benutzeroberfläche wirkte auf mich ziemlich beeindruckend. Ich erwischte nicht immer jene der kleineren Menüpunkte, dies kann aber an meinem Tremor liegen bzw. dass ich in der Tendenz zu soft drücke, da ich bis auf einen Drucker zu Hause fast nichts mit Touchdisplay nutze. Das müßte ich mal in Ruhe checken bzw. einüben.
Da ich viele Gerätegenerationen von Roland kenne und deren Menü-Ebenen und deren Software-Ergonomie (ich fand deren Zugang zu Parametern immer sehr logisch) sich wie ein Virus in meinem Gehirn festgesetzt haben, war ich mit der Touchdisplay-Oberfläche bzw. der für mich natürlich neuen Struktur etwas verloren. Vieles wirkt aber gut strukturiert angelegt. Hier denke ich bräuchte ich 5 - 10 Minuten mehr Zeit und ich hätte zielgerichteter agieren können.
Für die Studio-Freaks:
Erstaunlicherweise wurden die Soundfiles wohl im Berliner Funkhaus und zusätzlich einem Studio in den USA aufgenommen. Holla, ein nicht unerheblicher Aufwand. Von den vorab von mir hier im Thread gemutmaßten Frost-Samples wurde nichts mehr genutzt. Die ganze Entwicklung dieses nun vorgestellten Moduls startete, so die Auskunft, wieder bei Null bzw. ganz von vorne.
Liefertermin ist wohl (vorsichtig) der Herbst angestrebt.
Eine Sache hatte mich verwundert. Ich testete nur ein Pad mit Snare-Sounds. Ich fand die dynamische Umsetzung seltsam. Es waren recht deutlich Sprünge 'drin die ich mir nicht erklären konnte. Ein wirklich geduldiger und Auskunfts-Kompetenter Mitarbeiter (Dennis?) konnte befragt werden. Ich sagte "die Umsetzung der Dynamik ist offensichtlich nicht linear, können wir das mal im Menü checken bzw. verändern". Und tatsächlich, es hatte wohl jemand eine andere Dynamik-Umsetzung angewählt. Sie wurde dann also durch den Mitarbeiter verändert es wurde vielleicht etwas besser aber ich war immer noch irritiert. Ich bat um resetten des Gerätes und auch diesem Wunsch wurde entsprochen. Finde ich gut und nett. Ich vergewisserte mich nun nochmal per Rückfrage ob dies nun dem Werkszustand entsprechen würde, wenn man das Modul nun anschließt und erstmalig spielt.
Mein oberflächlicher Eindruck blieb, dass irgend etwas mit jenem Pad und/oder dem Trigger oder dem Modul(Eingang) in Bezug auf die dynamische Umsetzung (also in welcher Intensität erreicht der Trommelstock das Fell und in welcher daraus resultierenden Lautstärke wird dann ein Schlag ausgegeben) nicht wirklich stimmte. Für mich waren es vorrangig nicht nachvollziehbare Dynamiksprünge. Also minimal mehr Stock-Impact resultierte für mich etwas überraschend in einer deutlich lauteren Soundausgabe, Vielleicht hätte man das Modul auch nochmal ausschalten müssen? Das weiß ich nicht. Wer es länger testet wird vielleicht feststellen, dass ich spinne und mich heute beim oberflächlichen Check geirrt habe? Das ist gut möglich. Vielleicht hätte man auch noch andere Menü-Ebenen anwählen müssen und an die Spielweise viel genauer justieren und anpassen müssen?
Wäre interessant wie Kollegen die es die nächsten Tage testen, dies empfinden bzw. vielleicht meine Aussage widerlegen können. Genau dafür ist unser Forum da. Menschen auch auf deren Irrtümer hinzuweisen.
Anmerken möchte ich noch, dass ich nach dem Testen und bei der gefühlten 50. Umrundung der überschaubaren Drumaussteller noch einen wirklich netten Plausch mit Diehappy hatte. Und dass obwohl er um meine kritische Haltung vielem gegenüber weiß und wußte. In so einer guten und kollegialen Form hätte ich das nicht erwartet... und das war klasse! War somit doch kein Fehler dieses Jahr ad hoc nochmal die Messe aufzusuchen.