Beiträge von Drumstudio1

    Letzteres (also Maple und Birke) hatte ich vor zig Jahren ab und an mal zitiert. Auch irgendwo in den Tiefen des Forums, denn es gab 1-2 Uralt-Katalog(e) wo auf Birkekessel mit Mapleanteil hingewiesen wurde. Nur würde ich auch dort keinen Eid `drauf schwören für welche Sets bzw. für wieviele "Produktläufe" dies mal galt.


    Genau den Katalog hast Du scheinbar gefunden! :thumbup:


    Die wenigsten wissen auch dass es Superstarkessel zunächst mit 4-Lagen (6mm) und Verstärkungsreifen gab. Erst später dann 6 ply (9mm), ohne re-rings.


    Unlängst wies jemand sogar auf alte 22 x 15" Bassdrums des Superstar hin, nebst Katalog-"Proof", die angeblich kein Druckfehler eines Tama-Kataloges waren. Keine Ahnung, jene sah ich noch nie real.


    Es gibt vieles, was mancher vergessen hat... oder noch nicht wußte.

    Zitat

    Nett, dass du mich als "jungen Menschen" einstufst :D


    Das tat ich nicht. ;)
    Ich bezog mich auf 1-2 Statements von Dir und wie diese von jungen und/oder unerfahreneren Drummern eingeordnet werden "könnten" bzw. im worstcase ;) fast zwangsläufig (mangels eigener konkreter Erfahrung) werden. Denn so wie ich den Threadstart verstehe oder dieses Thema hier im Thread, sind die erfahreneren Drummer die letzten die Antworten brauchen ;)


    Zitat

    mein Ansatz sollte eher in die Richtung gehen, dass man sich von deren Seiten erstens in allen Qualitätsklassen eingekauft hat und da dann bestimmt auch das eine oder andere brauchbare Instrument existiert und zweitens, deren "Entry Levels" ja zu ähnlichen Konditionen zusammengeschustert werden wie andere Billigeimer aus Fernost auch


    Genau so hatte ich Dich verstanden. Dieser Ansatz stützt sich auf Plausibilität und kann in vielen Lebensbereichen bei unvollständiger Informationslage oftmals tolle Näherungswerte zur Abbildung der Realität liefern. Immer?


    Davon abgesehen: Humor rulez, in diesem Punkt sind wir zwei uns immer! einig. :thumbup:

    Ich mache es knapp.


    Ich hatte und habe vieles... von nahezu allen Firmen mal angeschafft zur langfristigen Nutzung.
    Auch von Ddrum einige! Sets und Snares.


    Ddrum ist nüchtern bewertet ein x-beliebiger Brandname der je nach Serie bzw. je nach Produktionslauf auf einige der günstigeren Fernostfertiger setzt. Das beachten die wenigsten... ist aber Schlüssel zur "Er"(klärung) diverser unterschiedlicher "Produktausprägungen" unter dem Brandname DDrum ;)
    (Custom-USA Produkte klammere ich hier aus, da sie auf dem hiesigen Markt keine Rolle spielen).


    Die Tatsache, dass jene Produkte der letzten 15 Jahre wo Ddrum 'draufsteht teilweise von z.B. Jin Bao (...), Maxtone (naja...) oder Wang Percussion(... joooah) gefertigt werden/wurden macht eine allgemeinverständliche Aussage für Rookies oder Semi-Erfahrene so schwer... weil jene die Aussagen nicht bewerten oder ins Verhältnis setzen können.


    Kleinere bis mittlere bis massivere Mängel finden sich eben je nach Fertiger.
    Damit möchte ich es diplomatisch bewenden lassen.

    Noch der Hinweis, dass es Websites mit "Free-Fonts" gibt, mit denen man im Einzelfall vielleicht auch mal eine wie auch immer geartete "Überraschung" erleben kann.


    Ich hatte vor wenigen Jahren den Fall, dass ich für eine Website einen "Gratis" Font auf einer dieser Free-Fonts Websites fand. Nach stundenlanger, über mehrere Tage verteilte Suche, fand ich endlich einen einzigen!, der mir optisch wundervoll zusagte zur Verwendung für eine neue Website von mir. Ich hatte den niemals zuvor gesehen und dachte: "Typisch, da gibt es einen so wundervollen Font und keiner verwendet den, die Welt ist voller Banausen die zu blind sind zu erkennen wie schön und seriös der ist." :D


    Meiner damaligen Webdesignerin kam der Font seltsam vor, sie hatte vielleicht sofort gewisse Zweifel oder einen Riecher ;) , recherchierte und fand heraus, dass just dieser (genau dieser!) Font für gar nichts freigegeben ist. Selbst für wenige Texte auf meiner Website hätte der eine jährliche! Nutzungsgebühr erfordert, die meine Providerkosten der Website um das 5-fache pro! Jahr übersteigt. Wie der auf diese "Gratis"-Font-Seite kam, ist mir ein Rätsel.


    Als meine Schnappatmung endlich aussetzte, habe ich mich dann in Anbetracht dieser Kosten gegen die Schrift (so toll sie war) entschieden.


    Vielleicht war "mein" Font ein Einzelfall... aber ich denke LeoB weist zu Recht darauf hin, dass man genau schauen sollte unter welchen Lizenzbedingungen welcher Font angemeldet und abgerechnet wird.


    Ich hatte mich damals auf die "Politik" der Website verlassen, die sagte alle gelisteten Fonts dieser Website können geladen und frei verwendet werden (privat & kommerziell).

    Kleiner Hinweis:
    Fast alle Printmedien (Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Monatsausgaben, regionale Anzeigenblätter/Gazetten, Fachmagazine) sind seit Jahren bis Jahrzehnten im Abwind. Von diversen kann man die offiziellen Zahlen nachlesen... die stetig sinkenden Auflagen. Manches ist ein Bild des Schreckens schwer vorstellbaren Ausmaßes.


    Auch der Kampf um Anzeigenkunden (war schon lange meist ein hartes Brot) ist heftig bzw. manche Anzeigenkunden überlegen dreimal wo, in welcher Frequenz und Größe sie inserieren bzw. schon lange ob sie überhaupt noch in Printmedien werben wollen und können.


    Auch die Drumzeitschriften segeln hart am Wind.


    Randdetail: mir war bei einem Magazin vor einigen Monaten das unschärfere Druckergebnis bzw. das andere Papier? aufgefallen. Ich dachte erst, ich muß zum Augenarzt. Aber wer Ausgaben der Jahre und Dekaden zuvor daneben legt, erkennt es womöglich.


    Insofern steigen nicht nur Preise, sondern es wird viel (zuweilen zuviel getan, um die Kosten des Druckerzeugnisses zu senken). Ich verstehe den Kostensenkungsdruck (Thema Druckergebnis) durchaus... aber wenn ein PC-Monitor billigster Preisklasse ein höheres Lesevergnügen bietet als ein Printmedium... dann wird es sehr heikel. Ich fand es schade. Vielleicht auch nur meine subjektive Einzelmeinung ;)


    Ich gehe seit Jahren davon aus,schrieb dies ja schon häufiger, dass nicht mehr alle 3 Fachzeitschriften nebeneinander existieren werden... oder eben nur mit Notbesatzung und allenfalls brutalst zusammengestutzt. Also bei knallhart reduzierter Mannschaftsstärke.


    Ein Alleinstellungsmerkmal (auch gegenüber Produkt-Claquer-Websiten der Industrie) wären sehr viel kritischere Produkttests gewesen, aber auch die Einführung ganz neuer Rubriken, die es anderswo nicht gibt ("mancher" ;) hat hier im Forum einige beispielhafte Threads gestartet die nicht so ganz zufällig, Ideen vorgaben bzw. auch für Printmedien "vorleben" sollten)... aber die Printmedien machen eben weiter wie bisher...


    ... und so sehe ich persönlich eher die See rauer und rauer werden und die Sonne am Horizont untergehen.


    Ahoi oder gute Nacht! Schade eigentlich...

    Vor ca. 12 - 15 Jahren gab es eine Gratis-Software, die aus jedem x-beliebigen Jpg eine Wasserspiegelung in absolut flüssiger und extrem-vielschichtigem Wellenverlauf generierte. Es gab dann einen HTML Code mit dem man diese absolut flüssige, photoreale Animation auf Webseiten anbetten konnte. Diese per software generierten Wellen waren noch dazu sehr komplex. Es wirkte unglaublich echt und wirkte sehr plastisch "in die Tiefe".


    Ich meine der Macher dieser Software war aus Italien, aber bin nicht mehr sicher. Ich meine etwas mit A beginnend und dann Soft. Die Buchstaben dazwischen ;) sind mir entfallen. Anyway... nach ein paar Jahren war die Software plötzlich weg.


    Nun haben wir das Jahr 2018 und ich finde aktuell keine Software die auch nur annähernd diese flüssigen Bewegungen generieren kann. Alles was ich finde ist in Sachen Optik ein schlechter Witz. Ich habe das Gefühl, als würden Animationen aus dem Jahre 1984 gezeigt.


    Als sehr schwach empfinde ich dies: Sqirlz Water Reflections.


    Hat irgendjemand eine Empfehlung besserer Freeware oder gar ein Programm, mit dem er mir ein Bitmap oder Jpg-Bild in eine etwa 10-sekündige Film-Sequenz mit Water Reflections wandeln kann/würde?


    Vielen Dank für jeden konstruktiven Hinweis.

    Ich habe eine schlechte Nachricht für Dich.


    Das sind alles billige Fälschungen aus Fernost.


    Es sind gülden bemalte Messingkessel, die Felle sind uralte völlig verschlissene des Fernost-Herstellers Fen-Murk-Si die einer mit einem schon 1978 in Sachen Haltbarkeit abgelaufenen Tortensahne-Spray neulich ganz billig auf hell weiß bzw. "looks like new, smells like death" gepimpt" hat. Der Teppich setzt sich aus alten Fischgräten zusammen die hastig in eine giftige Bleilösung getaucht wurden. Ich sage nur Gehirnschwund... nur eine der fatalen Folgen der musikalischen Nutzung dieser Pseudo-Instrumente. Erspare mir bitte die Nennung weiterer Details, wie es zur unheilvollen Zusammenstellung dieser 3 wertlosen Schrotthaufen kam.


    Für Dich nun aber sicher wichtiger:
    Damit Du nun nicht noch zusätzlich Ärger mit der ordnungsgemäßen Entsorgung dieses fernöstlichen Dreifaltigkeits-Mülls hast (die Kessel sind in Wahrheit ultradünn und kein bisschen Verwindungssteif, die lassen sich falten wie Papier), wäre ich bereit - aus purem Mitleid - Dir diesen Gang zum Wertstoffhof abzunehmen. Ich hole sie selbstlos Morgen früh ab. Ehrensache, man kann Dich mit dem Kummer ja nicht hängenlassen.


    Also bis Morgen um 10.00 Uhr.

    Erlaubt ist was gefällt. Wem der Thread Erkenntnisgewinn und Freude bringt der macht natürlich weiter. Warum auch nicht?


    Abseits des Funfaktors könnte man manches aber auch anderes sehen. Nämlich dass sich mancher hier für eine Lappalie oder sehr subjektiv empfundenes, zwanghaft verbeißt. :D


    Man muß auch mal loslassen können im Leben :D



    Damit es noch spaßiger wird:
    Wäre ich die Person um die es geht, würde ich (um ein bisschen den unfreiwilligen Humor des Threads erwachsenen-pädagogisch zu Spiegeln) folgendes Posten:


    "Ihr habt recht. Ich habe einen großen, fast unverzeihlichen Fehler gemacht. Ich habe ein völlig unmusikalisch klingendes Preset aktiviert und nicht bemerkt wie zerstörerisch dessen Klangparameter auf meine Komposition wirken muß und wie verstörend, nein traumatisierend! auf die ganze Drumcommunity. Die Kritiker hier haben völlig recht, solch ein Kardinalfehler darf eigentlich nicht passieren. Ich hoffe Ihr gebt mir eine zweite Chance. Ich werde künftig mein Drumming und die Soundpresets nur noch an der Mehrheitsfindung von Youtube-Kommentaren ausrichten. Warum bin ich selbst darauf nur nicht früher gekommen? Virtueller Gruß!" :D


    Das Drumming selbst ist für meine Ohren toll, und wenn viele Drummer glauben, dass sie nur "etwas mehr üben müßten" oder ihre Aufmerksamkeit "etwas mehr" auf diese Inhalte des Drummings legen würden, könnten sie sicher auch dieses spieltechnische Niveau erreichen, dann schwindeln sie ihr eigenes Spiegelbild an.

    Mit der Autostory triggerst Du bei mir (indirekt) was... :D


    Vielleicht ist der Hinweis nicht unwichtig, dass es in Bands und ganz allgemein "um das Musikmachen herum", viele Seitenstränge gibt, die von weitem betrachtet garnix mit der Musik zu tun haben (ja beinahe Off-Topic anmuten), unter dem Brennglas bzw. akribisch betrachtet aber eben doch in Zusammenhang - zuweilen fatalem Zusammenhang mit der Musik und ihrer Akteure stehen. Teambildung, Kumpels, Freundschaft, Spaß oder auch in Krisenzeiten helfend füreinander da sein ??? Ein großes Faß, dem mancher mit Brachialgewalt den Boden ausschlägt...

    Prolog:
    Welche Situation war die peinlichste, ungemütlichste oder unverhoffteste Wendungen nehmende im Leben? Eine Gesprächssituation, der ich an einem hier nicht näher spezifizierten Tag/Jahr (nur der vage Hinweis: ich war noch sehr jung) mehr oder weniger unfreiwillig beiwohnte, erhebt Anspruch darauf, gleichermaßen alle 3 Kategorien zu erfüllen, streift aber eher peripher das Thema Musik und ist verbal oder textlich eigentlich nur unzureichend wiederzugeben. Das untenstehend Beschriebene mal Faktor 10 nehmen, dann hat man in etwa eine annähernde Vorstellung in Bezug auf den Streß bzw. die xenophobe „Atmosphäre“ während folgender Begebenheit.


    Akt 1: Ein fantastischer Sänger hatte abseits der Musik immer wieder Probleme, einem geregelten Job nachzugehen. Als wieder mal ein Zeitarbeitsvertrag gelöst wurde, standen noch gewisse Restzahlungen an ihn aus. Er bat mich eindringlich, ihm bei einem bevorstehenden Gespräch mit der Chefin der Zeitarbeitsfirma (deren Name und Firmenstandort hier keine Rolle spielen soll und darf) als „Freund“ und „Zeuge“ beiseite zu stehen. Er hatte sichtlich Angst das noch ausstehende Geld, welches er dringendst für die Miete und den Unterhalt seines Autos (welches ihn bislang stets zuverlässig zur Bandprobe beförderte) benötigte, vorenthalten zu bekommen oder, neudeutsch formuliert, “abgezockt“ zu werden. Ich befürchtete von vornherein, dass es ein sehr schwieriges Gespräch werden würde. Insofern definierte ich mit ihm genauestens die Spielregeln an die er sich zu halten habe. Wir spielten sogar mehrere Gesprächsverlaufsoptionen durch. Als Worst-Case-Scenario bestand ich darauf, dass, wenn er sich in sehr ungeschickter Weise im Gespräch mit der Chefin äußert, ich ihm unter dem Tisch als unmissverständliches „Erkennungszeichen“ auf den Fuß treten werde. Dadurch würde er sofort gewahr, dass er sich verbal falsch verhalten hat und hätte die Chance, seine Argumentation zu verändern - nötigenfalls würde ich dann das Wort ergreifen und das Gespräch in eine andere Richtung lenken. Ganz wichtig war mir aber, dass er mich der ehemaligen Chefin nicht als „Zeuge“ vorstellt, sondern als Freund, der ihm als Ausländer hilft, die schwierigen, verklausulierten deutschen Vertragsbedingungen zu lesen und inhaltlich zu verstehen! Vier mal… nein fünf mal vor dem Gespräch, letztmalig im Aufzug, wenige Sekunden bevor wir im Büro ankamen, sagte ich „benutze NIEMALS das Wort Zeuge“. Denn das würde der Chefin sofort klar machen, dass wir sie quasi vorab kriminalisieren bzw. ihr übles, vertrauensunwürdiges Treiben unterstellen und somit unsere Erfolgsaussicht, durch ein konstruktives Gespräch das Geld zu erhalten, mindern. Ich machte meinen Bandkollegen außerdem darauf aufmerksam, dass sie als Chefin Hausrecht hat und mich gar nicht einlassen muß bzw. jederzeit rauswerfen kann und selbiges sicher sofort tun wird, wenn die Vokabel „Zeuge“ fällt. Das hatte er offensichtlich verstanden und mir mehrfach mit eigenen Worten versichert, dass er die Strategie versteht und befolgen wird.


    Akt 2: Die Fahrstuhltür öffnet sich, wir kommen in einen Vorraum und begegnen wenige Sekunden darauf der Chefin (die unsympathischste Frau, die ich bis dato je erblicken „durfte“ und für die ich selbst beim höchsten Honorar der Welt niemals und in keiner Form – dazu später mehr - arbeiten würde). Bereits bevor wir dazu kamen, an ihrem Tisch Platz zu nehmen, stellt mich der Sänger mit folgenden „diplomatischen“ Worten vor: „Ich bin hier, weil ich noch Geld von dir kriege, und das ist Gerald, den habe ich als Zeugen mitgebracht“. Ich dachte mich trifft der Schlag. Das war wirklich jenseits meiner pessimistischsten Horror-Szenarien, dass bereits in der ersten Sekunde alle Dämme brechen. Sofort (wie von mir befürchtet) rief sie: „Raus“ und deutete mit ihrem Finger in meine Richtung bzw. die der Tür. Und immer wieder und wieder: „Sie verlassen sofort mein Büro.“ Ich hatte im Vorfeld dem Sänger versprochen, nach Möglichkeit nicht von seiner Seite zu weichen, bis wir das Geld haben, und nun das. Da der Sänger zu großer emotionaler Instabilität neigte (auch körperliche Aktionen/Reaktionen nicht vollends auszuschließen waren), schoß mir sofort durch den Kopf: „Wenn hier irgendwo andere Männer in Büro-Räumen sind und versuchen sollten, uns zu entfernen, gibt es womöglich eine zerlegte Einrichtung bzw. die sprichwörtlichen Toten auf der Tanzfläche.“ Glücklicherweise eilte keiner herbei, der sich gegen uns stellen wollte/konnte. Es waren scheinbar nur 1 - 2 andere Damen in weiterem Abstand bzw. angrenzenden Büroräumen anwesend, die sich interessanterweise nicht einmischten. In gewisser Weise sicher auch bezeichnend für jene Firma bzw. den „Beliebtheitsgrad“ der Chefin. Somit nutzte ich die Chance (zugegebenermaßen widerwillig und beschämt) in Richtung Diplomatie zu agieren und möglicherweise dadurch das vorab angestrebte Ziel doch noch zu erreichen. Ich redete mit Engelszungen auf diese Frau, Chefin oder was auch immer sie sein mochte ein und sagte, der Sänger sei gerade sehr unbeherrscht gewesen, hätte totalen Quatsch geredet, „es wäre doch schön, wenn wir in Ruhe über die Sache reden können“ etc. etc. Immer wieder, geradezu inflationär ihre postwendende Antwort: „Raus!!!!!!!!!!“ Ob es eher meiner sportlich-stoischen Geduld und Trotzköpfigkeit oder ihrer fehlenden Ausdauer zuzuschreiben ist, dass ich mich keinen Millimeter in Richtung Ausgang bewegte und die Büroräume NICHT VERLASSEN habe, vermag ich bis heute nicht zu erklären. Ich gebe zu, einen kleinen Filmriß gehabt zu haben, bis wir uns plötzlich sitzend in einer Unterhaltung an ihrem Bürotisch wiederfinden. Was zwischen ihrem vielfachen „Raus“ und dem Platznehmen an ihrem Tisch stattfand ist wie ausgelöscht – ein Blackout meinerseits. Ich gelobe feierlich sie weder bedroht noch geküsst zu haben. Alle anderen Handlungsformen zwischen Mann und Frau, die sonst noch existieren mögen, kann ich nicht ausschließen. Ich weiß es wirklich nicht. Ich kann mich nur daran erinnern, dass mir im Anschluß an das Gespräch unser Sänger neben unendlich vielen Dankesworten übermittelte, ich würde unzweifelhaft der beste Psychologe ;) Deutschlands werden oder so ähnlich und mir in Sachen Verhandlungsführung kein zweiter Erdenbürger das Wasser reichen könne. ( Gleichwohl bedeutete mir der überschwängliche Dank nichts in Anbetracht dieses Horrormeetings mit "Lady Evil" und war in keinem Fall eine angemessene Wiedergutmachung. Das ein oder andere ergraute Haupthaar ist sicherlich jenem unvergesslichen Nachmittag zuzuordnen. Zurück zum Verhandlungstisch!


    Akt 3: Die Chefin hat sämtliche Vertragsunterlagen auf dem Tisch. Verhandelt werden Arbeitstage, Anfahrtswege und Kilometerpauschalen sowie (als wäre die ganze Vorgeschichte nicht schon lächerlich genug gewesen) Arbeitskleidung insbesondere Arbeitsstiefel. Immer wieder dutzt der Sänger die Chefin und mir kommen übelste Phantasien zotigster Prägung, ob in diesem Raum vielleicht noch etwas gänzlich unausgesprochenes eine Rolle spielt(e), von dem ich nichts weiß. Gleichwohl läßt der Sänger kein Fettnäppchen aus. Immer in jenen Momenten, in welchen sich annähernd eine Entspannung in Sachen Verhandlungsführung der Chefin andeutet, verhält er sich falsch, wird immer wieder anmaßend wirft ihr u.a. mehrfach im Gespräch vor, mehr Geld als er zu verdienen (kein Wunder, sie ist Chefin einer Firma, er ist Zeitarbeitsnehmer), beruft sich auf die Arbeitsbedingungen seines Herkunftslandes, wo alles viel besser und fairer sei als hier usw. Immer wieder trete ich mit meinem Fuß auf seine Zehen. Nicht einmal, nicht fünfmal… unzählige Male, teilweise je nach Wortwahl von ihm gemäß deutscher Silbentrennung. Ein Mitzählen war schon bald nicht mehr möglich. Ich hielt mich verbal weitestgehend zurück, da die Chefin mehrfach ein lasziv-debiles Grinsen in Richtung des Sängers auflegt und plötzlich ansetzt, private Situationen zu schildern, wo sie ihn gesehen haben will. Völlig irre und zusammenhangslos sowie überhaupt nicht in Übereinstimmung mit den heftigen Worttiraden wenige Minuten vorher vor ihrem Büro in Einklang zu bringen.


    Akt 4: Formale Verabschiedung. Der Sänger bekommt bis auf vernachlässigbar geringe Abzüge sein Geld (die Arbeitsstiefel wurden meiner Erinnerung nach nicht bezahlt). Wir haben gesiegt. Kann man das sagen? Ich weiß es nicht – das, was wir als Zielsetzung definiert hatten, haben wir zu 99 % erreicht. Alle besprochenen Gesprächsstrategien und Spielregeln wurden von mir strikt befolgt. Vom Sänger in keiner Minute des Gesprächs. Er dankt mir wie bereits erwähnt überschwänglich, auch Tage später betont er, dass sich niemals zuvor in seinem Leben jemand so stark und entschlossen für ihn eingesetzt hat, beklagt aber auch mehrfach, wie schlimm ihm seine Füße wehtun. Ich hätte unter dem Tisch immer wieder übelst und mit großer Kraft auf ihn eingetreten. Kein Wunder, so wie er sich verhalten hat!


    Epilog: Trotz mehrmaliger Aufforderung meinerseits, wenigstens im Nachhinein zuzugeben, dass zwischen ihm und der Chefin sexuelle Begehrlichkeiten eine Rolle spielten (jene wiederum ein „Grund“ für die Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Vertragserfüllung waren) und dies maßgebliche Ursache für die sehr eigenwillige Kommunikation zwischen beiden und dem absonderlichen Gesprächsverlauf sein muß, leugnete er dauerhaft und entschieden jegliche sexuelle Verbindung mit „Lady Evil“.

    Ok, leichtverdaulich ohne! Verletzung von Persönlichkeitsschutzinteressen dritter (und womöglich juristischer Konsequenzen ) ist dies hier:


    Spätestens ab Mitte/Ende der Achtziger gab es im Hardrock-, Rock- und Metalgenre, wie viele sicher erinnern, diverse namhafte Drummer mit Stick-Twirls und/oder bestimmten "Wurftechniken" beim Drumming.


    Ich hatte um 1985 Mountain auf dem Maimarktgelände in Mannheim gesehen... ein riesen Openair wo man zig Bands über sich ergehen ließ, obwohl die meisten nur für die Deep Purple-Reunion gekommen waren. Anyway... der Mountain-Drummer hatte ein riesen Stock-Reservoir neben sich. Quasi gefühlt die Tagesproduktion eines Trommelstockherstellers. Warum? wurde schnell klar. Bei jedem 2. oder 3. Crashabschlag ließ er direkt beim Auftreffen des Stocks am Crash diesen los. Entsprechend seiner Ausholbewegung flog der Stock zig Meter weit nach dem Auftreffen am Crash über jenes Hinweg hoch-energetisch-schwungvoll ins Publikum. Diese Technik hatte ich dort erstmalig gesehen... (erfunden hat er es sicher nicht) und das inflationär häufige Anwenden von ihm fand ich klasse schräg und bizarr. Die Musik der Kombo ließ mich kalt. Der "Stockverschleiß" hatte sich in mein Gehirn gefräst, der Drummer hatte den Gig für meine Augen gerettet. Wundervoll offensiv!


    Um 1988/89 dann vor einem kleinen Dorfgig in der Dämmerung im Freien(wir waren damals die einzige Kombo die sich "traute" Rock völlig eigenverantwortlich, also ohne jede Vereinshilfe oder Dorf-Lobbyisten in leicht angestaubter Umgebung aufzuführen) übte ich diese Technik ein paar Mal im Proberaum. Relativ gemeingefährlich in engem Raum. Ich dachte sehr bald um Material- und Inventarverluste im Raum gering zu halten: es reicht für die Live-Anwendung, um die Landbevölkerung in Aufregung oder (je nach Fasson) in Verzückung zu versetzen.


    Aber wie live agieren, als Provinztrommler ohne Endorsementunterstützung?
    Ich sammelte zum Glück schon von Beginn des Drummings (1979) meine defekten Sticks... bzw. warf sie bis dahin so weit ich es erinnere, selten bis niemals weg. Also stellte ich eine Sammlung zusammen jener Sticks die ich ähnlich wie beim berühmten Vorreiter, direkt nach dem Crashabschlag entbehren könnte. Der Unterschied war nur: meine waren kaputt. Es wäre also monetär kein Fiasko.


    Es kam zum Gig.
    Als ich das dritte Mal unseren damaligen Gitarristen (er wurde Jahre später einer der virtuosesten dieses Landes und unterhält mittlerweile ein fulminantes Tonstudio, wurde mir berichtet) am Hinterkopf bzw. Nacken traf (er stand eben immer wieder mal ungünstig in der "Flugrichtung" :D ) drehte er sich zu mir um und sagte, ich solle das lassen, ich meine noch so etwas wie: "das tut weh!". :D


    Das brutale, wenn solche Sticks jemand der Zuschauer in die Augen bekommen hätte... gar nicht auszudenken. Irre, welches Risiko zuweilen junge Menschen eingehen. Ich bin sonst eher Risikovermeider.


    Drollig war aber, dass nicht jeder der "Dorfbevölkerung" ;) mein Ansinnen bzw. den intendierten optischen Unterhaltungswert verstand. So gaben mir nach den Songs manche Leute freundlich meine doch längst defekten Drumsticks zurück.... total nett - eigentlich. Die dachten wirklich, ich hätte jene beim Trommeln "verloren". Liebenswert!!!

    Einer der schönsten Songs des Melodic-Rock-Genres überhaupt.


    Die 2. CD von Mr. Big lag Wochen oder gar monatelang wie "Blei in den Läden" ... dann entdeckten Radiostationen "To be with you" als massentaugliche Hitsingle... die Band wurde weltberühmt, die CD verkaufte sich plötzlich wie verrückt und die Rockmusikanten entdeckten spätestens nun, dass auf jener CD noch viel, viel bessere Songs waren. Z.B: "Greentinted sixties mind". Zugegeben... ich gehörte zu jenen Spätkäufern... etwa 2-3 Monate nach dem Erscheinen. Das ist nun über 25 Jahre her und kommt mir vor wie gestern.


    P.S: von den kaum bekleideten Ladies wußte ich damals nix. Die habe ich eben erst entdeckt. Ehrlich!


    R.I.P. Pat Torpey.
    Green tinted sixties mind
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=-Hr0rBXILMY[/video]

    Fantastische Idee.


    Ich schaue, mal ob ich hier konstruktiv etwas betragen kann. Ich habe jetzt vor Lachen schon wieder die Tränen in den Augen... wobei viele Dinge auch grausam-bizarr sind. Also nicht alles nur zum Lachen ist oder war. Ich muß mich erst mal ordnen ("Bilder im Kopf") :D

    Ich finde es überragend souverän getrommelt. Auch der Gitarrist ist handwerklich toll...
    .. und wenn man den Kemper im Hintergrund sieht, würde ja fast das Roland auch dazu wieder passen... (von wegen Virtuell und so) nur der Kemper klingt eben besser! hahaha
    Geil. Prodcut-Placement für Kemper. Naja, vielleicht war der Kemper auch garnicht angeschlossen, keine Ahnung.


    Im Ernst: Die Frau trommelt klasse, Ihr Liedgut hingegen muß ich/man nicht kaufen :D . Aber wenn Ihr sowas hilft ein Roland TD50 umsonst zu bekommen (wovon ich ausgehe), dann kann man es ihr doch gönnen. Ihr Marktwert ist seit Jahren eben sehr hoch... und das entgeht Firmen bzw. Vertriebsleuten nicht - so what.


    Das alles auf einem echten Drumset besser klingen würde, ist uns klar.