Beiträge von Drumstudio1

    Auch hat allzu leicht mitunter "seinen Preis".


    Ich erinnere bestens ein Kit mit Spannböckchen aus synthetischem Werkstoff. Ins Feld wurde für jene immer wieder geführt "drummer mögen es leicht". Ich war mir hingegen sicher: der maßgebliche, ehrlichere Grund für jene war die günstigere Produktionsmethode. Ich war von Anfang an sehr skeptisch.


    Anyway... eines Morgens fand ich ein Spannböckchen der Snare auseinandergeplatzt vor. Es hielt den Zugkräften der Spannung nicht stand. Ich war sicher nicht der einzige dem dies passiert war... aber es wurde mancherseits so ungern darüber gesprochen...


    Um Sicherzugehen: ich favorisiere im Prinzip auch leichtere Kesselhardware (ich mag bis heute die 1,6 mm Spannreifen, wenn jene gut gefertigt sind und habe die Verteufelung jener von manchen nie verstanden), aber nicht um jeden Preis :D

    "I'll see the light tonight"... einer meiner alltime favorite-Lieblingssongs seit 1985!!! Abertausende Male gehört, neben der offiziellen Studio-Version auch zig Live-Varianten.


    Wenn man bereit ist über manche "etwas" affektierten bzw. adrenalin-getriebene Klischee-Gesten hinwegzusehen... bleibt eine rattenscharfe Live-Performance.
    Leider auch schon 2 (der unter Musikern berühmten) Artisten auf der Bühne im Jenseits.


    Die Wahnsinns-Performance bleibt für die Ewigkeit.


    Zum Glück bin ich kein HNO-Arzt ;) . Kann sowas also unbelastet sehen, hören und geniessen. Der fantastisch klingende Gesang/Einsatz der Stimmbänder und das massive Hinzufügen von Zerrung in der Stimme! bis an die Leistungsgrenze in hohen Tonlagen, kann auf Dauer für die Stimme nicht wirklich förderlich sein. :D
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=jhHsy4Vb26k?t=2m19s[/video]

    Sein Drumming insbesondere auf den ersten 2 - 3 Mr. Big CDs fand ich genial. Auch heute noch. Es war technisch oftmals anspruchsvoll (je genauer man hinhörte, umso mehr entdeckte man) aber dazu trotzdem songdienlich zugleich. Und das verrückte: es war zusätzlich auch noch weitestgehend eigenständig. Bei Mr. Big kamen bei vielen Songs drumtechnische Leckereien zu Tage, die man bei anderen virtuosen Hardrock- und/oder AOR-Bands nicht hörte. Es war bei diversen Songs und Songparts augenfällig (ohrenfällig) anders getrommelt als es viele andere Drummer tun würden.


    Der Sensenmann tut mit vielen Menschen grausame Dinge. Brutal!

    Thanks für den wichtigen Hinweis. :thumbup:


    Zitat

    Mailanbieter werden auch gehackt, die E-Maildressen geklaut und damit Rechnungen verschickt. Das ist gerade voll in. Wenn viele falsche Invoices über die Mailserver der Provider gegen, fällt das natürlich auf.


    Genau dieses Phänomen hatte ich vor ca. 3 Jahren. Es war sehr turbulent und eine höchst unschöne Erfahrung.


    Nur wundert mich warum nun! mit einer Latenz von Jahren solch eine Meldung kommt...

    Bei einer E-mail-Adresse die von mir genutzt wird erscheint nun regelmässig beim einloggen "verwenden sie bitte eine andere Emailadresse"


    Ich kann mich noch einloggen, aber dieser Hinweis ist irgendwie... unschön bzw. beunruhigend.
    Meine Assoziation wäre beim Boarding von einer Stewardess begrüßt zu werden mit den leise gemurmelten Worten: "mit dieser Maschine würde ich nicht fliegen".


    Niemals zuvor habe ich sowas gelesen.


    Irgendwelche Hinweise, wer kennt sowas auch?

    Wann immer mich mal jemand fragte "welche Band aus Deutschland hörst Du gerne?" gab ich jahrzehntelang folgende ehrliche! (aber das Gegenüber meist verstörende) Antwort:


    "Ich höre in der Freizeit fast keine Musik dt. Bands. Mit einer Ausnahme: ZENO, eine Band die fast keiner kennt, liebe ich seit Jahrzehnten. Du wirst sie sicher nicht kennen!"


    Ob der Kopf überhaupt in den letzten Jahren/Jahrzehnten noch in Deutschland lebte... wußte ich nicht, zumal sich die Zeno CD´s sicher allenfalls in Japan noch verkauften.

    Soeben wurde bekannt gegeben: Zeno Roth ist tot.
    Ich liebe viele seiner Songs, aber insbesondere sein orgiastisches Gitarrenspiel, dass neben Geschwindkeit und viel Spieltechnik stets auch melodisch wundervolle "Songs innerhalb seiner Songs" bildete.


    Ein schwarzes Jahr, jetzt schon.

    R.I.P.


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=bBTR0kLkfiQ[/video]

    Sehr sympathisch und authentisch ' rüberkommend (sofern man dies von einem Video erschließen kann) ;)


    Wer lang genug hoch aufmerksam lauscht, wird erfahren, dass DW auch eine tolle Option gewesen wäre, wenn es mal nicht geklappt hätte (bzw. wie dicht DW produkttechnisch bzw. auch personell für ihn im Wettbewerb zu Sonor stehen.)


    Da bin ich fast vom Stuhl gefallen. Gerade bei Briten ist es oft hoch-spannend wann die oftmals überragende Diplomatie und politeness mal kurz einen Millimeter weit verlassen wird. Es ist superfreundlich und immer noch irgendwie diplomatisch... aber doch mehr und konkreter als manche andere in Interviews zuweilen äußern. Insofern wahrscheinlich auch sehr ehrlich!


    In Bezug auf die materialtechnische Solidität etc. hat er fachlich natürlich mit der alten Sonor Signature-Hardware recht. Sowas bietet niemand mehr an. Selbst Sonor nicht.
    Es ist womöglich die einzige Hardwareserie bzw. das einzige menschliche Erzeugnis, dass in einer Million Jahren die Aliens beim Besuch des Planeten als Überbleibsel der Menschheit vorfinden werden. :D


    SPOILERALARM!!! Alleine die Story seiner alternativen Verwendung eines fälschlicherweise gelieferten (im doppelten Wortsinne :D ) Force 3000 auf einer Konzertbühne ist der Brüller des Jahres... auch wenn die Story schon über 2 Jahrzehnte zurückliegt. Göttlich!


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=uN7QueS4L2U[/video]

    Thanks!


    Kleine Randanekdote: Ich wunderte mich früher über die verschiedenen Sounds früher Kiss Platten. Manche frühe Scheiben klangen dumpf und verwaschen. Der Horror klanglich war die "Hotter than Hell" insbesondere deren furchtbar schlechter Drumsound. Eine Platte stach im Kontrast aber positiv heraus: Der Sound der Scheibe "Rock 'n' Roll over" war besser als der Sound der Schallplatten davor und mancher danach. Kurios! Die Antwort ergab vor Jahren das Internet. Eddie Kramer hatte bei der "Rock 'n' Roll over" den Job von Kiss für das Mixing bekommen und massiv! auf den Drumsound dieser Platte eingewirkt. Aber auch die anderen Dinge hatte er gut auf der Scheibe gemischt.
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    Da unlängst leider verstorben, setze ich hier mal den ebenso weltberühmten Chris Tsangarides an.
    Seine (ich weiß nicht ob er das Verfahren wirklich erfunden hat) "Vortex-Methode" ist akustisch atemberaubend. Ich schüttel zwar über Hype-Begriffe gerne den Kopf, aber die Methode! bzw. den theoretischen Hintergrund dieses Recording-Verfahrens finde ich cool. Er wendet es wohl insbesondere für (Rhythmus)- Gitarren an.
    Close Mike und "Fernab"-Mike links und rechts verteilt und die frequenzselektive Stereomodulation (laienhaft formuliert) die damit erreichbar ist.


    Wir Drummer erkennen im ersten Video sicher den 7/8 Takt (Song: "Enemy" von Malmsteen). Der Cozy an den Drums ist natürlich für uns Drummer auch sofort identifizierbar. Tsangarides verrät im Video das Klangbeispiel nicht, deswegen mein Hinweis, wer das konkrete Hörbeispiel auf CD sucht: "Enemy" auf der CD Facing the Animal von 1997.


    Die CD ist nun über 20 Jahre alt. Der Gitarrensound (und vieles klanglich mehr) selbst heute noch unglaublich fett und räumlich! Man hätte eigentlich erwarten müssen, dass die Tracks heute mixing-technisch betagt klingen. Mitnichten!


    Vortex-Methode in der Theorie (Stereo-Effekt mittels 2 Mikros für Gitarrenamp)
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=7sSdok8Q4yw[/video]


    "Vortex"-Methode in der Praxis:
    (Amp-Sound irre schwach, das Gitarrenspiel und andere Dinge lasse ich fairerweise unkommentiert) und doch ist das schnelle Ergebnis ein Brett! Wundervoll räumlich bzw. "vital flottierend". ;)
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=0H64YSqTwuI[/video]

    Anders Johansson backstage als der Drumtech vorbeischaut und ihm wenige Minuten vor Gig in gut gefüllter Langener Stadthalle verkündet:
    Drumtech/roadie: "I can not fix the broken pedal."


    Anders (lapidar): "It doesn't matter to me".


    Den Abend hat er mit zerbröseltem Kugellager bzw. beim Rückprall stets steckenbleibenden! Beater der Fußmaschine trotzdem fulminant gut getrommelt. :thumbup:

    Den Song liebe ich seit 1990. "A touch of evil"
    Atemberaubender Refrain mit im späteren Verlauf dramaturgisch super inszenierten Song-Höhepunkt herausgeschrien: "You`re possessing me" ... und vielem weiteren zu entdeckenden mehr.


    Keyboards: Don Airey (da hätte mancher auch nicht die massive Mitwirkung bei Priest vermutet).


    Produziert und im Falle dieses Songs mitkomponiert vom unlängst leider verstorbenen weltberühmten Engineer-Meister Chris Tsangarides.
    R.I.P.


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=0z8WZ6kh3CM[/video]