Beiträge von Drumstudio1

    Und da manchen Zahlen mehr sagen:


    Shellsets des Decades (Kick, Snare, 3 Toms sowie 2 Unilock, somit stufenlos einstellbare Tomhalter) sind auf Nachfrage bei manchen dt. Händlern neu zwischen 599.-, 629.- und (je nach Händler) 649.- zu haben.

    Wir reden von diesen Maßen:
    22" x 18" Bass Drum mit Bass Drum Rosette
    10" x 07" Tom Tom
    12" x 08" Tom Tom
    14" x 14" Stand Tom
    14" x 5,5" Snare Drum


    Ich habe das Kit sehr ähnlich. Allerdings mit einer Abweichung: 16" Standtom.


    Das Set zielt auf die untere Mittelklasse, das sollte man wissen.


    Es klingt für mich schon mit Werksbefellung recht gut (Remo UT on Top, ich vermute noch billigeres Remo-Lizenz-Derivat auf Resoseite)
    Die Bassdrum gefällt mir sofort, einer der wenigen Hersteller der Kicks in diesem Preissegment (deutlich unter 7,X Millimeter Dicke) anbietet, nämlich mit recht dünnen 5,4 mm.


    Die kurzen Toms sind irre praktikabel und bequem justierbar. Nicht soo flach wie Hyperdrive aber eben schon richtig bequem und spiel-tief justierbar, wenn man denn möchte. Selten hat mir spielen mit einem Kit so schnell Freude bereitet, zumal die 2 Tomhalter im Zusammenhang mit den Hängetom-Maßen super komfortabel einstellbar sind, wenn man dem Pearl-Tomhalter-System vorurteilsfrei begegnet und dieses "versteht".


    Die Standtom-Fuß-"Lochung" und Enkopplung der Pearl Standtombeine (die Pearl ja auch beim Decade so herausstellt) ist zwar wirklich besser als bei manchen Herstellern und Serien die über eine Entkopplung ihrer Standtoms garnicht nachdenken (also keine haben, davon gibt es leider immer noch viele), aber eben auch für Kenner schlechter als z.B. die alte Mapex Feder-Entkopplung oder die Feder-Entkopplung der Dixon Artisan-Sets. Der Vergleich ist natürlich etwas unfair, da diese Systeme wesentlich teureren Sets vorbehalten waren, bzw. je nach Hersteller dem Kostendruck der Gegenwart entsprechend, leider schon wieder aufgegeben (downgraded) wurden.

    Die Snare klingt für mein Ohr durchaus besser, als zunächst unterstellt/vermutet. Ein Kollege hier vom Forum fand sie zunächst recht gut, um sie 14 Tage später mit den Worten "besorg Dir mal eine anständige Snare" abzuwerten. Dies belegt, wie die Info um den Preis oder die Einordnung des Sets im Pearl-Portfolio die Wahrnehmung zuweilen massiv beeinflußt. :D


    Die Kessel haben außen mehrheitlich sichtbare und fühlbare "Übergänge" an den Holzlagen. Dies gab es auch öfters bei den lackierten Pearl ELX-Sets Mitte der zweitausender Jahre. Pearl kann das natürlich produktionstechnisch viel besser, ich denke aber sie lassen dies bewußt so :D , als Produktdifferenzierung nach unten. Mir fiel es sofort auf. Auch Schülern war es initiativ erwähnenswert, ohne! jeden Hinweis durch mich.


    Insgesamt bin ich dünnen Kesseln sehr zugetan, so dass die Entscheidung auf 5,4 mm für mich in diesem Preissegment der cleverste Schachzug von Pearl an der Bude war. Es spricht schnell an, das bewirken dünne Kessel originär.


    Ich unterstelle aber (eine nicht beweisbare, freche These meinerseits) dass Pearl bei den Vorgängerserien Visions zu wenig Geld verdient hat.
    Insofern habe ich etwas Zweifel an dem im Tonfall sehr ähnlich abgedruckten Promo-Statement:
    "Pearl hat 10 Jahre geforscht um mit dem Decade dem Endkunden nach 10 Jahren Forschung das MAXIMUM an Wert für sein Geld zu bieten".


    Ich würde hingegen sagen:
    "Pearl hat womöglich ein paar Jahre herstellungslogistische Effektivierungs-Studien betrieben, um herauszufinden, wie man ein passabel bis gut klingendes Set auf den Markt bringt, dass nicht nur eine Produktdifferenzierung zu den bereits bestehenden Pearl-Serien aufzeigt, sondern mit dem sich auch noch etwas Gewinn erwirtschaften läßt".



    Wie schwierig eine Produktdifferenzierung zuweilen ist bzw. das jene teilweise je nach Absatzmarkt angepaßt wird, zeigt die Tatsache, dass die Decades in Japan nicht wie hierzulande mit dem Export-Hardwaresatz ausgeliefert werden, sondern mit der etwas aufwendigeren 900' er Hardware. Dafür sind sie dort etwas teurer, wenn ich nicht irre.


    Nun ganz aus dem Bauch: Ich mag! die Kiste, die ich als Shell-Set erworben habe.

    Zitat

    Der Trommeltom ist noch etwas größer als ich, knapp 2 Meter, entsprechend lange Hände, und spielt 7A, noch dazu in einer Rockband.


    Dann wundert mich nichts mehr.


    Aber um Gottes Willen, wie kommt man denn auf die Idee bei anatomisch gegebenem D, in einem Shop nach den BH's in AA zu fragen und die dann auch noch anzuziehen?
    :thumbup:

    Zitat

    Es hilft natürlich, das tote Schreibwissen in ein aktives Handlungswissen zu überführen.


    Genau darin liegt so häufig das Scheitern begründet - auch hier im Forum. :D
    Angelesenes ist nämlich nicht per se von jedem anwendbar - schon garnicht auf recht komplexe Wirkzusammenhänge.

    Es gibt tatsächlich immer mal wieder Sticks die nicht gerade sind.
    Man kann es leicht testen... viele rollen sie über den Tisch...


    ... ich finde oft wesentlich aussagekräftiger das Nebeneinanderlegen/halten am dicken Stick-Ende und dann "einen gegen den anderen drehen" in Ausrichtung zu einer Lichtquelle. Wenn man beide Sticks bündig nebeneinander hält und einen davon nun mit den Fingern um seine Achse dreht, entdeckt man immer mal wieder bei irgendwelchen aufgeklaubten Drumsticks, dass diese sich während des Drehvorganges "nähern und entfernen" und mehr oder weniger Licht durchscheint. Also, dass mitunter Sticks nicht wirklich gerade sind. Wenn das Ausmaß extrem ist, bemerkt man es auch beim Spiel... manchmal zunächst eher unbewußt... aber mittels des Dreh-Tests zur Lichtquelle, ist dann das "latente Unwohlsein beim Spiel" hinterher logisch begründbar ;-). Es ist leider nicht so gut erklärt von mir... sorry. Bin schon etwas zu müde, heute ;)


    Trotzdem vermute ich (nicht erschrecken), dass bei Dir ein mir unbekanntes "neurologisches Phänomen" auftritt und Du womöglich nicht obenstehendes (nicht exakt gerade Sticks) meinst.. Ich zumindest, habe seit 1979 nie solch ein Gefühl, wie Du es schilderst gehabt.


    Aber: ich habe einmal während eines Auftritts plötzlich beim Drumming einem eingeschlafenen Arm gehabt.... hihihi. :D Während! des Trommelns. Heute kann ich darüber schmunzeln. Aber damals war es das bizarrste Körper-Wahrnehmungsphänomen, dass ich beim Musizieren jemals hatte... es war zum Glück nur einmal. Aber hätte mir vorher jemand gesagt, dass während des aktiven Trommeln ein "Arm einschläft", hätte ich gekontert mit: "das ist unmöglich".


    gsüchd


    Da die meisten von uns sehr wenig über die Ostproduktionen von Drums wissen, wäre es super, wenn Du vielleicht irgendwann mal einen Thread zu obenstehender Story und/oder weiteren Deiner Erlebnisse dazu erstellst. Das fände ich super. :thumbup: Selbst wenn manche Erinnerungen vielleicht nur individuelle Einzelepisoden sind, trägt es eben doch oft zum Wissenserwerb für andere bei. Alleine das, was Du obenstehend anreißt, weckt bei mir großes! Interesse, mehr! zu erfahren.

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    Zur eigentlichen Fragestellung . . .
    also rein "physikalisch" denke ich, ist die "falsch rum" Variante stabiler, da die Kuppe keine Zug- oder Druckbelastung von unten bekommt, siehe Ei, siehe Brücken, siehe Iglu, etc. .


    Wir reden doch immer noch vom Splash!
    Bitte jetzt nicht seitenlang theoretisieren ;) sonst sind wir bald über die Feiertage in der OCD-Sitzgruppe von Abteilung III. :D


    Die dünnste bzw. materialtechnisch sensibelste Stelle wird im Winkel zur massivesten Impact-Wirkung des Stockes gerichtet? Was wird wohl höher wahrscheinlich passieren, wenn die sensibelste Stelle die höchstmögliche "Einwirkung" erhält? Was passiert wenn die Achillesverse zum Dolch gerichtet wird?


    Nochmals :D : wir reden hier besser nicht von Ausnahmen sondern besser von Auftretenshäufigkeiten. Keiner bestreitet Ausnahmen. Aber die Wahrscheinlichkeit von Beschädigungen wird höher. Wer mit Essstäbchen trommelt, für den mag es keine Rolle spielen.


    Bitte, abseits des Fetischismus, oder des Spaßes an Frotzeleien in Bezug auf unser Lieblingsthema, die Außenwirkung solcher Diskussionsverläufe auf unerfahrenere nicht unterschätzen.

    Die Snare klingt/erinnert an "compressed to fuck"-Parameter der berühmten Loudness-War-Diskussion...
    und die Toms... die klingen...




    ... grausam.


    Das mag am Preset liegen. Erstaunlich wie lange der User dieses Preset durchhält.
    Den Orden für mannhaftes Ertragen bekommt er von mir in jedem Falle.



    Und für jene die wieder einwenden... "bei einem anderen Drummer klingt alles viel besser"... würde ich wiederum einwenden: womöglich klingt es aber so wie hier demonstriert, wenn jemand seinen Stiefel des Trommelns wie auf einer Akustikbude durchzieht (was ich als Drummer auch möchte). Da sind dann eben mal Schläge weg (im Trigger-Abtast-Nirvana oder gar im Paralleluniversum verschwunden) und die Dynamik bzw. dynamische Bandbreite bleiben Stichwörter aus dem Duden.

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    Was dann über das Gesangsmikrofon an Schlagzeug mit rüber kommt dürfte klar sein.


    Ja. Das genau meinte/beschrieb ich.


    Aber Seelannes-Post ist auch wichtig und wertvoll!... da sich viele Menschen da schnell Mythen hingeben oder von völlig falschen Annahmen bzw. überhöhten Problemlösungserwartungen ausgehen.


    Manchmal ist unser Forum toll, weil es beide Seiten einer Münze beleuchtet. :thumbup:


    edits: Internet beim zeitnahen Formulieren/Editieren abgeschmiert

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    Ich werde auch noch messen, ob mir ggf. die 120er-Höhe reicht.


    Das fiel mir auch kurios bei der Website auf.
    Zwar sind je nach Set-Aufbau viele meiner Becken an diversen Drumsets ganz leicht unter dieser Grenze (2-3 cm) aber bei manchen gestackten Sachen oder höherer Galgenarmauslenkung (die ich alle paar Jahre mal mag) locker bis deutlich darüber. Da wäre ich gerade wegen dem Einbluten lieber auf der ganz sichereren Seite mit möglichst einigen Zentimetern Spielraum und würde (ich persönlich) an die 120-Variante keinen Gedanken verschwenden.

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    Ich will es dir selbstverständlich nicht madig machen,wenn das Geld da keine so große Rolle spielt. Nur glaube ich, dass viele Amateurbands eigentlich ganz andere Baustellen haben sollten als saubere Kanaltrennung.


    Das ist als knappes Statement wirklich in diversen Fällen berechtigt! :thumbup:


    Trotzdem zunächst nochmal was zur "Trennung" (weil es eben oftmals auch wichtig ist) und ganz unten dann etwas noch wichtigeres!, eher entsprechend Deiner These.
    Mein Lieblingstip: Stellt mal die Gesangslautsprecher auf Ohrhöhe des Sängers (gerne auch Gitarrenkombos auf Ohrhöhe der Musiker) und schaut mal wie dramatisch man die jeweiligen Pegel reduzieren kann bzw. wieviel besser sich damit viele hören und orten, respektive der ganze Mulm und Matsch reduziert werden kann. Es ist erschreckend viel mit Nachdenken und geschickter Platzierung und Ausrichtung möglich. Insbesondere wenn der Sänger sein (meist) mitunter mittenlastiges Mikro bzw. seinen Kanal massiv herunterpegeln kann (wenn er sich endlich besser hört), wird der Drumsound bei Proberaummitschnitten der Band oftmals dramatisch besser. Das kann man schnell testen. Mal einen Beat aufnehmen mit eingeschaltetem Vocalmikro und hohem Pegel oder eben mit deutlich reduziertem Pegel auf dem Vocalmike. Mitunter fällt man um vor Schreck, wie massiv sich der Drumsound im Gesamtmix ändert, wenn das Vocalmirko bzw. dessen Kanalzug sehr weit aufgedreht ist und somit massig vom Drumset und den Cymbals über das Vocalmikro einstreut.


    Sorry für die Albernheit untenstehend... aber es gibt Dinge die sind bizarr und manchmal kann man besser aus unfreiwilliger Komik lernen, als über allzu ernste Belehrung ;)
    Bewußt etwas schwammig skizziert, um eine Identifizierbarkeit der sehr netten! Beteiligten auszuschließen.
    Vor Jahren wurden mir mp3-Songs geschickt. Mehrere mir als sehr erfahren beschriebene Musiker mit gutem Ruf, die nun seit ein paar Wochen oder Monaten mit einem supernetten aber eben noch recht unerfahrenen Drummer musizierten. Ich äußere mich grundsätzlich nur ungern zu Songs, weil ich finde, Kritik steht mir garnicht zu. Faktisch werde ich aber sehr oft genau darum gebeten. Auch im konkreten Fall: man wollte genau eine ehrliche und kritische Rückmeldung. Ich sagte, "E-Bass und Drummer sind fast nie zusammen. Es ist leider fast nichts tight". "Auch Bass zu Gitarre sind nicht wirklich zusammen (die vermeintlich sehr viel erfahreneren Protagonisten)". "Aber eben insbesondere zwischen Drums und Bass ist es sehr, sehr auffällig".


    O-Ton: "Es klingt in meinen Ohren als sei der Bassist nicht sehr dicht am Drummer, was er aber sein muß für die Tightness, sondern räumlich meilenweit weg. Der Bassist muß aber den Schweiß des Drummers in der Nase haben und umgekehrt sonst ist kein tightes Spiel möglich". Insbesondere wenn beide ja noch nicht lange im Team zusammen spielen.


    Der Musiker der um "Höranalyse" fragte, erschrak... und sagte, sowas hätte er noch nie gehört, mit der räumlichen Nähe der Musiker. Es sei aber tatsächlich so, dass am Ende des großen Proberaums ein gemütliches Sofa stehen würde. Da würde der Bassist meist sitzen und von dort mitspielen. Es sei räumlich sehr weit vom Drumset entfernt, aber er könne ihn doch hinten sehen...


    Es ist alles menschlich... und jeder von uns lernt lebenslang dazu. ;)

    Ja, genau daran ist nix verwerfliches. Ich wollte sowas (seinerzeit von Clearsonic) schon around 1999 zum Experimentieren... schreckte aber in all den Jahren immer vor dem Preis zurück... manchesmal dachte ich, "warum nicht einfach für ein paar Euro bei Obi ein paar verschrammte bzw. B-Duschkabinen erwerben und die zusammentackern?" ;) Aber auch dazu kam es nie. Meine Phobie vor Piranhas obsiegte stets ;)

    Ich nenne es immer "Spielen im Aquarium" und bitte Schüler die sowas in ihren Bands nutzen, dann wenigstens selbstironisch ein paar Piranha-Sticker an den Scheiben anzubringen bzw. Schilder mit "Nicht füttern".


    Abseits des Humors, für den sich die oder andere Scheiben seit Jahren geradezu anbieten/aufdrängen :D kann ich mir durchaus auch manche Aufnahmesettings im Studio oder Proberaum etc. vorstellen wo sowas gewissen Sinn macht bzw. machen kann. Man darf sich natürlich nicht zuviel Reduzierung vom Einbluten (da sind wir fast schon wieder beim Piranha :D ) bzw. Entkopplung oder Pegel-Emissions/Imissions-Reduzierung versprechen. Aber nochmals: gewissen Sinn kann dies schon machen je nach Setting.


    P.S: bei mir funktioniert der Link nicht.

    Perfektes Timing Seven!


    Gestern blättere ich durch den ganz neuen (recht dicken) Justmusic Katalog und denke "wo sind denn die Behringer X32 Mischpulte?" Ich möchte nämlich die Rackversion, da wohl in wenigen Tagen/Wochen die neue Karte mit USB/SD-Recording multipler Spuren erscheint, die ich seit Jahren erhoffte.


    Ob das Nichtfinden dieselbe oder ähnliche Ursache (wie von Dir vermutet) hat, weiß ich nicht. Kann alles auch ein banaler Zufall sein oder ich habe alles völlig übersehen?
    Aber ich blätterte mehrfach durch und fand...
    ... nichts!

    leo


    Zitat

    Mit "teilweise Gebrauchsspuren" hat das nichts mehr zu tun


    Das! und einiges! andere Deines Posts bringt es auf den Punkt.


    Ich würde einer Unternehmung dringendst anraten diesen "Fall" als internes Worst-Case-Scenario genau zu analysieren und unbedingt die nötigen Lehren aus solch einem "dicken Ding" zu ziehen.


    Wäre ich Unternehmer würde ich das "dicke Ding" und das KATEGORISCHE! Ausschließen etwaiger Wiederholungsfälle zur Top-Priority machen und einiges würde rotieren. Dem Kunden würde ich aber auch ein glaubhaftes und ehrliches sorry übermitteln. Die vitale Sorge vor einem massiven Imageschaden würde mich umtreiben.