2-3 Hinweise.
Das Kesselmateriel macht meist sehr viel weniger aus als das Drumstick-Gewicht bzw. dessen Durchmesser/Länge.
Ich habe z.B. diverse Bellbrass und Stahl-Guß bzw. "herausgefräßte" Metall-Snares besessen mit 3 - 5 Millimeter Kesseldicke.
Allen sagte man nach, sehr durchsetzungsstark bzw. deutlich lauter gegenüber 1 mm Metall-Pendants zu sein.
Ja, sie waren oft etwas lauter als 1 mm Metallsnares... aber diese infernalische Lautstärke die ihnen oft unter manchen Kollegen angedichtet wird, konnte ich niemals nachvollziehen bzw. so dramatisch nie feststellen.
Der Schritt von 5b zu 2b in Sachen Drumsticks ist in Sachen Lautstärkezuwachs oder umgekehrt (von 2B zu 5b wenn es leiser werden soll) bei mir (und allen Drummern die ich kenne) deutlich stärker als von 1 mm Stahlsnare auf 3 - 5 Millimeter Stahlsnares.
Auch der oftmals schnell herbeigezogene Tip (wenn es leiser werden soll) "höher stimmen" ist zuweilen relativ bzw. von wirksam bis marginal oder kontraindiziert ist manchmal alles möglich. Denn je nach subjektivem Gehör setzt sich im Bandgesamtgefüge (Instrumentarium und Frequenzrange im konkreten Bandgefüge und Raum) manchmal eine Snare die höher gestimmt ist besser durch, als eine mittel bzw. normalgestimmte. Soll ich nun blind dem "Dezibelmesser" glauben oder dem subjektiven Gehör? Sehr schwierig und ein Grund warum mitunter "10 Drummern umeinanderstehen" und jeder felsenfest überzeugt von seinen (aber zueinander divergierenden) Erfahrungen berichtet.
Auch den physikalisch bzw. strenger Versuchsaufbau-meßtechnisch sicher nachweisbaren Tip von 14" auf 13" gehen (wenn es leiser werden soll), halte ich für die meisten Fälle eher für einen Witz. Bei gleichen Sticks und identischer Ausholbewegung ist der Dynamikunterschied in meinem Ohren nicht so groß (meist marginal, machmal je nach Umgebung unhörbar)wie oftmals kolportiert. Die Drumhersteller freuen sich natürlich über stetigen Neuerwerb... der Trend geht ja zur 2. oder 3. Snare bzw. zum 20" und 22" Drumkit
.
Wenn die Dynamikunterschiede von Meßtabellen so dramatisch in unserem gottgebenen Meßlabor "OHR" wären, müßte ein Tomlauf von 8" zu 10" über 12", 13" und 16" ja permanent nachjustiert werden. Weil es ja mit jedem Tom deutlich lauter wird? Es wären dann ja gar keine homogenen klingenden Fills über mehrere Toms verteilt
möglich. Ob dem wirklich so ist, dass kann ja mal beim nächsten Trommeln überprüfen.
Jetzt bekomme ich die Kurve: vor weiterem (teuren) Materialerwerb gibt es massig Möglichkeiten auf die Lautstärke des bisherigen Instrumentes Einfluß zu nehmen. Vieles davon kostet nix.
Geld ausgeben für neues oder zusätzliches Equipment macht aber natürlich auch Freude! Es soll also kein Aufruf zur Finanzbremse sein. 
Edit: Verflucht... Kollege Seelanne war schneller. Ich habe es eben erst gelesen. Ändere meinen Post aber jetzt nicht. Sorry für die Redundanz.