Beiträge von Drumstudio1

    Zitat

    Die Gratung wird auf einer anderen Maschine vollzogen bei der die Kessel zuvor Laser vermessen werden, und dann gegratet. (zumindest war das mal so)


    Da hast Du aber echtes Expertenwissen. :thumbup:


    Die "Laser-Maschine" hatte ich selbst im japanischen Hoshino-Werk gesehen. Ob sie den Weg nach China schaffte ist anzunehmen... ich weiß es aber nicht definitiv.

    Zitat

    Könnte es vielleicht sein, dass erschwerend hinzu kommt, dass man einen Song mit 15 vielleicht sowieso schon 20× geiler fand


    Bei Menschen deren Geschmack sich noch weiterentwickelt oder ausdifferenziert sicher. ;)


    Aber die Whitesnake-Songs (um beim Coverdale zu bleiben, insbesondere der LP´s "Ready an' willing", "Come an' get it", "Saints and Sinners", "Slide it in") ) oder den Ozzy Songs (insbesondere der Scheiben "Blizzard of Ozz", Diary of a Madman" und "Bark at the moon") und diverse! andere Bands und Künstler der frühen Achtziger finde ich auch heute noch genial. Ich höre viele Songs fast/quasi täglich oder zumindest wöchentlich (viel Sport mit Knopf im Ohr seit Jahrzehnten). Und viele! jener Songs begeistern mich heute noch sehr! Wenn ich dann aber aktuellere Live-Versionen der letzten paar Jahre höre... schüttelt es mich... siehe Threadtitel.

    Don´t try this at home kids.


    Obwohl Stanley wohl in den achtzigern Gesanglich ge-coacht wurde bzw. Unterricht nahm... gilt seine Stimme seit Jahren weitgehend ... ich versuche es diplomatisch: als "zerschossen".


    In diversen Tonlagen kippt sie (wie leider scheinbar in den letzten Jahren auch bei Coverdale und diversen anderen schmerzlich zu beobachten). Es scheint somit für manche jener berühmter Sänger in diversen Tonlagen nicht (mehr) möglich, intonationsicher zu agieren. Das Downtuning soll aber zumindest das annähernde Reproduzieren (Wiedererkennen) mancher Song-Prägender Melodien ermöglichen.


    Der Hinweis nur deshalb, weil mir ein sehr netter Freund mailte, das downtuning sei dorch originär angestrebt um eine tiefe Klanggüte für Songs zu erzielen und habe mit den Sängern nix zu tun. Also downtuning um Songs fetter oder düsterer zu machen. NEIN! Stilistisch gab es das downtuning natürlich schon lange. Ich beziehe mich hier im Thread aber ausdrücklich auf jene Bands (viele) die es ihren alten Klassikern verpassen, um diese irgendwie noch live umsetzen zu können. Diese Bands tun dies mitnichten um die Songs fetter, mächtiger oder morbider zu machen, sondern weil es in den originären Tonarten meist /gesanglich) nicht mehr geht.

    In diesem Video sieht man aber eindrucksvoll traurigerweise in der langen Ansage vor! dem Song, dass statt in etwas weniger beanspruchenden Tonlagen zu bleiben bzw. moderat und kräfteeinteilend zu agieren, er mit Druck und extremanstrengung gepresst in höhere Tonlagen geht oder angestrengt/gepresst "schreit". Ich bin kein Vocal-Coach, aber genau dies zu tun, kann nicht gesund sein!


    Manche mögen einwenden "schlechter Tag" oder "hat eine Grippe", oder "unter Live-Adrenalin hat er sich gehen lassen". Youtube belegt seit Jahren Abend für Abend, von Halle zu Halle etwas anderes. Es ist der Normalfall. Keine Ausnahme. Brutal und auch sehr schade.


    Aber nochmals diese überbeanspruchten Stimmen bzw. die Folgen sind der Grund für das Downtuning diverser alter Bands. Auch Kiss tuned runter. Auch hier finde ich büßen viele Songs immens an Wirkung ein, auch in den Passagen ohne Gesang.
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=cYKMXLQ_yhY[/video]


    Den Text habe ich nie verstanden. Aber es geht nicht um den Text oder den Gesang sondern ein ehemals geiles Riff, dass auch in diesem Tuning nicht mehr so gut klingt- in meinen Ohren. Auch ohne Gesang ist die Wirkung des Riffs eher verpufft. Wenn man das so sagen kann/darf.
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=_fJ1H0Xco84[/video]



    Und da Trommla völlig zu Recht fragte: was schlägst Du als Lösungvor?, mal ein (einzelnes) vielleicht gelungenes Gegenbeispiel:

    Bei dem alten Van Halen-HIt war schon 1986 auf Platte zu hören, dass selbst im Studio, Hägar in den Tonlagen knallhart an der Grenze agierte. Also die Luft für ihn verdammt dünn wurde. Aber der Song wurde mit ihm musikalisch göttlich. Wie aber über! 30 Jahre später das live erreichen was schon damals unter sicher guten, teuren Studiobedingungen gerade so klappte. Die Lösung hier: nicht nur andere Tonlage sondern den ganzen Song völlig uminterpretiert und auch die Instrumente völlig anders arrangiert. Das ist sicher nicht die Allzweckwaffe (und wird manchen Fan womöglich erstrecht massiv enttäuschen)... hier muß ich aber ehrlich sagen: die Version gefällt mir. Es ist keine Powerballade mehr, sondern ein emotionaler geradezu verletzlicher Song geworden. Ich empfinde diese Version als schön (auch und gerade gitarrentechnisch), wenn auch GANZ ANDERS als früher, aber richtig schön. Sie wirkt nicht gequält, nicht erzwungen sondern authentisch obwohl sie faktisch, verglichen mit dem Original von 1986, NICHT AUTHENTISCH ist. Vieleicht nachvollziehbar was ich meine? :D Wenn auch nicht alles im Intro nötig ist, finde ich die selbstironischen Altersanspielungen im Textintro cool.:D
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=gpR1IP5a4Mg[/video]

    Zitat

    Aber eigentlich geht es Gerald ja tatsächlich nicht primär um "Altrocker" an sich, sondern um Songs, die exzessiv transponiert in seiner Wahrnehmung nicht mehr funktionieren. Umgekehrt trifft das natürlich ebenso zu. Ich sag nur z.B. Frau soll Männerpart singen, man muss die Riffs plötzlich nach oben transponieren, und auf einmal merkt man, dass die Angelegenheit recht dünn klingt, weil ehemals fette Riffs plötzlich piepsen wie die Mäuschen.


    Auch das bringt es auf den Punkt. :thumbup:
    Ganz ehrlich ich bin höllisch froh, dass der Thread so toll diskutiert wird. Ich hatte vorab also vor der Threaderöffnung ein bisschen gezögert aus Sorge es driftet vielleicht (womöglich auch durch meine mitunter zuuuu blumigen Analogien ;) ) in Slapstick ab oder gar unfaire Schelte gegenüber älteren Musikern/Menschen.
    Danke für das bisherige im Thread, finde ich wirklich gut und konstruktiv. :thumbup:


    Zitat

    aber diese Möglichkeit haben ja die Altstars nicht, die Fans wollen leider immer die gleichen alten Stücke hören, egal wie schlimm sie klingen.


    Ja, das spielt oftmals eine riesige Rolle und ist sicher auch eine Bürde diesen Erwartungen zu entsprechen...

    Zitat

    Die von dir verlinkten Nummern würden sich vermutlich auch in originaler Tonart anhören wie in Zeitlupe abgespielt, weil der alte Herr es einfach so zäh singt, die Töne oft nicht mehr trifft etc.

    ;)


    Ich verstehe was Du meinst.
    Aber ich bezog mich bewußt auch ausdrücklich (siehe Oben) auch auf die Intros, Outros, Gitarrensoli... insbesondere die diversen berühmten (intro-)Riffings. Also Parts oftmals ohne Gesang die nicht mehr im Gehörgang zünden. Die tonal fast wie eine Persiflage wirken. "Bark at the moon" hatte damals ein bahnbrechendes Intro-Riff, das unzählige Gitarristen geprägt hat und zu ähnlichen rhythmisch-agilen ;) Riffings inspirierte. Es klingt nun in dieser downtuning Tonart nicht mehr. "No more tears" war hingegen niemals mein Lieblingssong... aber in dieser 2017 Version schüttelt es mich, ich saß ungläubig vor dem PC und dachte mein Gehirn baut ab, mein Sinneseindruck kann nicht korrekt sein ;( . Ozzy müßte garnicht die Bühne betreten... in meinem Ohr klingen die Riffs, die Melodien, etc. etc. also die instrumentale! Umgebung nicht mehr. Genauso bei diversen anderen Songs.


    Zitat

    Was schlägst du also vor? ;)


    Das bringt es auf den Punkt. Denn ich bin seit Jahren etwas ratlos. Manche Konzertmitschnitte schaue ich mir nicht mehr an. Das ist ja die leichteste selbstbestimmte Musikkonsumenten-Lösung! ;) "Wenn es Dich stört die Leiter aus dem Keller zu holen, sie vor der Hecke aufzubauen sie hochzusteigen , sich weit strecken zu müssen um gerade so über die Hecke schauen zu können um die unästhetischen Speckringe eines Badegastes im Swimming-Pool zu sehen und sich dann über jene aufzuregen, warum sie immer noch ein Abonnement mit Marshmallows hat... ja verdammt, dann laß' doch einfach die Leiter im Keller". Also dies wäre die passende Analogie. :D


    Es gibt die andere Lösung wie z.B. bei Don Airey und seiner Band. Da werden zeitlose (alte) wundervolle Songs mit etwas jüngerem Sänger dargeboten in fantastischer Spielfreude. Da ist womöglich auch nicht jeder Song original-Tonart. Keine Ahnung - aber eben nicht wie bei Ozzy und diversen anderen so weit unten, das sinnbildlich die Songs klingen wie die "Don Kosaken mit de-tunter Balalaika beim Kohleschaufeln im Keller".


    Airey ist aber sowieso eine Ausnahme weil er eben Songs zahlreicher Bands die er früher miteinspielte live vorstellt. Da kann man ja ohnehin nicht alle alten Sänger einladen... insofern ist ein jüngerer der die alten Songs diverser ehemaliger Sänger toll interpretiert, die Ideallösung.


    Undenkbar Ozzy Osbourne zu besuchen und gesanglich steht Pink auf der Bühne... ;)
    Nein, es wäre bei Original Bands brutal und unfair deswegen jüngere zu etablieren, "wer es nicht mehr bringt, wird ersetzt durch jüngere" ist das LETZTE was ich mir als Lösung wünsche.


    Ich habe keine echte oder gar zufriedenstellende Lösung außer: wegschauen/weghören.


    Das Vorstellen hier ist mir trotzdem wichtig, weil ich auch als Drummer wissen will (und es wichtig halte für andere so etwas wahrzunehmen) dass diverse Melodien, Riffs, "musikalische Bausteine" :D Grenzen der Transponierung oder "Grenzen des akustischen Wirkens" haben. Deswegen war auch mein Hinweis nicht die Gesangsdebatte um Ozzy zu führen. ;)


    Zitat

    Für mich ist gegenwärtig aber der "gefühlte" Rekordhalter im "Downtuning" Ozzy Osbourne. Es ist wurscht was man von ihm gesanglich hält. Für mich ist Fakt dass er jahrzehntelang aus den weltbesten Gitarristen des Planeten des Rock-Genres wählen konnte. Es wurden rattenscharfe Songs und Riffs geschrieben


    Und vielleicht auch konstruktiv zum Thema wichtig: man kann das (eigentlich banale) Thema des Transponierens ja auch umgekehrt kreativ anwenden. Wenn ein Riff eigentlich rhythmisch brilliant (bestes Beispiel der Historie: "Bark at the moon") ist, es aber nicht zündet (wie in der downgetuneten 2017 Version)... kann man durchaus mal als Drummer in die Runde rufen "bevor wir das Teil wegwerfen... laßt es uns doch noch mal in 2-3 anderen Tonlagen testen, wie es dann! wirkt.". Der Satz also als Möglichkeit die Wirkung vor der vorschnellen Ablehnung zu testen wäre mir mit 14 - 19 Jahren vermutlich nicht über die Lippen gegangen. Insofern: think about it!

    Ich habe mich bewußt für eine vieldeutige Überschrift entschieden... da es diverse Ebenen der Betrachtung gibt.


    Der Post ist keinesfalls als Bashing gegenüber älteren gedacht. Ich gehöre auch dazu und merke seit Jahren, wie Dinge sich beständig verschlechtern. Ohren, Augen etc. etc.


    Das Altern bringt aber auch manche Vorteile: man wird ernster genommen, andere hören bedächtig(er) zu :D , man ist viel strukturierter und zielerreichungs-effizienter etc. ;)


    Auch ist mir wichtig: in der Musik wie im "sonstigen" Leben, kann jeder lebensplantechnisch realisieren und machen was er für richtig hält (solange er anderen nicht schadet). Will heißen, wenn ich mit 84 im Rollator zur Bühne gehe, ist dies mein gutes Recht und wer sich in den Weg stellt wird (wenn die Kraft noch reicht) umgefahren (ich sage dann: "Oh... ich habe Sie nicht gesehen"). :D


    Zum Thema:
    Vieler meiner ehemaligen Lieblingsbands wurden mit mir auch älter.
    Was ich vor 25 oder 30 Jahren aus Proberäumen zwar kannte (ein neuer Sänger stellt sich vor und man transponiert Songs die ihm tonlagentechnisch nicht so gut liegen in jene Tonart/Tonhöhe die er besser meistert) wird für mich als Musikfreund in den letzten Jahren auf Konzertbühnen in einem nicht vermuteten Ausmaß praktiziert... bis zur "Verunkenntlichmachung" ehemals geliebter Songs. Sie sind nicht mehr schön. Und damit meine ich nicht "Versingen"... sondern sie wirken auch in Intros oder Outros ohne Gesang aber auch die Gitarrensoli musikalisch nicht mehr (durch das transponieren ins bodenlose). Sie verlieren brutalst an Wirkung.


    Nochmals: jeder ist musikalisch frei zu tun was er mag.
    Nur ich kann mir manches nicht mehr anhören. Als Konsument wende ich mich ab bzw. teilweise fällt mir die Kinnlade vor Schreck und Unverständnis herunter.


    Viele Rock- und Hardrock-Sänger haben natürlich auch in jüngeren Jahren oftmals zu viel gegeben und womöglich auch garnicht an ein Übermorgen gedacht. Insofern ist vielleicht auch biographisch verständlich, dass bei einigen nun die Zeche ganz heftig inklusive mächtiger Zinsnachzahlung entrichtet werden muß.


    Der akribische Musiktheoretiker wird es besser und fehlerfreier erklären können :D . Ich mache es vereinfacht: Es gibt Bands bei denen habe ich den Eindruck dass alle 2-3 Tourneen ein weiterer Halbtonschritt nach unten gestimmt wird. Tiefer und tiefer und nochmals tiefer.


    Für mich ist gegenwärtig aber der "gefühlte" Rekordhalter im "Downtuning" Ozzy Osbourne. Es ist wurscht was man von ihm gesanglich hält. Für mich ist Fakt dass er jahrzehntelang aus den weltbesten Gitarristen des Planeten des Rock-Genres wählen konnte. Es wurden rattenscharfe Songs und Riffs geschrieben (Ozzys womöglich sehr begrenzter tatsächlicher Anteil daran beschäftigte ja neben diversen Biographien teilweise auch die Gerichte aber ist ein anderes Thema).


    Doch aktuell 2017 kommen viele Songs die früher ton(k)lagentechnisch O(h)rgasmen auslösten schon alleine von den Instrumenten tonal herüber als hätten die Don Kosaken samt ihrer Balalaika, Kehlkopf-Katarrh! ;( Erinnert sich noch jemand an Ivan Rebroff? An den muß ich nun fast ;) bei Ozzy-Songs denken - tonlagentechnisch. Die Riffs (von noch so genialem Spieltechniker und Feel-Gitarist vorgetragen) zünden im Gehörgang nicht mehr. Weil - und dies weiß vermutlich nicht jeder Drummer... Riffs oder Melodien tonhöhentechnisch Grenzen haben, ab wann sie noch wirken oder maximale Wirkung entfalten. Und nein, ich beziehe mich nicht nur auf Erinnerungen bzw. Höreindrücke oder Prägung durch jene Songs von früher. Auch einzelne modernere Songs, die ich niemals zuvor hörte, erklingen in meinen Ohren schaurig kraftlos in diesen tiefen Tonlagen.


    Ich bleibe nun wirklich wortlos zurück :D . Wer die Songs nicht kennt, kann die Original-Songs leicht finden. Es waren sehr berühmte Songs die zum Lebenslauf von Millionen Rockfreunden weltweit zählen ("Soundtrack of my Life" nennt man dies wohl in den letzten Jahren als Modeterminus).


    Zum Sichergehen... das Thema betrifft viele Bands... ich picke nur eine heraus.


    2017 Beispiel 1: "No more Tears" Ohne Worte... ich habe das Gefühl ich stehe im tiefsten Keller dicht vor dem Magmaeinstrom. Ich dachte in den ersten Sekunden mit meiner Wahrnehmung stimmt was massiv nicht... es kann doch nicht sein, dass jemand bereit ist "sooo tief zu sinken" (Tonal versteht sich ;)
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=EBd26BfLu8k[/video]


    2017 Beispiel 2: "Bark at the Moon"
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=2j3kF2EexDo[/video]

    Orinocco... aufgrund Deines mir gegebenüber sehr hitzigen Beitrags (der wurde offensichtlich mit heißer Nadel gestrickt)... würde ich nun behaupten:
    zwischen uns beiden ist die Stimmung deutlich abgekühlt.


    Erstarrter Gruß


    :D ;)

    Da man als Cryo-Praktiker womöglich gutes Geld verdienen kann, möchte ich hiermit offiziell auch meine Servicedienstleistungen (Mods das kann natürlich zur Not auch unter Firmennews eingeordnet werden) vorstellen.


    Unser Eisfach im rustikal hausbackenen Iglo-Studio 1 in Dreieich kommt temperaturlogistisch nicht ganz so weit herunter und ist auch nur zur Kleinstteil-Veredelung geeignet ... aber die Erfolge sprechen für sich.


    Ich erlaube mir untenstehend einen kleinen Ausschnitt unseres wohl temperierten Drum-Accessoire-Aufwertungsprogramms (also Aufwertung durch Abkühlung) vorzustellen:


    1.) Paar Trommelstöcke z.B. 5B 1 Stunde "Sub-Tempering-Wood-Crystalizing"": 25.- Euro (2b und dicker gegen Aufpreis)
    2.) Einen Stimmschlüssel 30 Minuten "Bluff-Freezen" (danach geht das Tuning deutlich frischer von der Hand): 15.- Euro
    3.) Ein paar Gehörschutz (getragen) 10 Minuten-einfrieren mittels "Fetisch-Icing": 45.- Euro
    4.) Ein paar Gehörschutz (ungetragen) 10 Minuten-einfrieren nebst "Smell-Audiophil-Tuning (Geruchsveredelung durch Lagerung neben geforenem Lachs) 95.- Euro


    Warme Grüße vom Senior Kundenbetreuer
    Eisfach1

    Manche Kollegen haben dies schon sehr verständlich beschrieben.


    Meine ersten Assoziationen waren 3 Dinge:
    1.) Als in den Achtzigern ein paar abgespacte Audiophile, sagten man solle seine CD´s ins Eisfach legen, dann würden dieser nach der Entnahme besser und wärmer klingen... wieher. :D


    2.) Der Hinweis anderer audiophiler, bei CD´s solle man den Außenrand schwarz bemalen, damit der Laser (bzw. die Datenabtastung) nicht durch störende Reflektionen negativ beinflußt wird.


    3.) Das erstaunen mancher Japaner abseits der Musikinstrumenteindustrie. Wenn ich jenen sag(t)e dass ich seit früher Jugend bis heute von Tama, Pearl und Yamaha begeistert bin und diese 3 Firmen seit Dekaden eine Schlüsselrolle für Drumherstellung und weltklasse Drumsets spielen... wurde mehrfach mit Erstaunen reagiert. Mehrfach erfolgten dann sinngemäß Fragen wie: es sei doch in Japan ín langen Phasen im Jahr so ein feucht-schwüles Klima, ob dies wirklich gut für Klanghölzer sei?, insbesondere wenn diese in diesem feucht-schwülem Klima gelagert würden?


    Zu Punkt 3 kann ich nun endlich fundiert kontern: dass die besten Hölzer natürlich nur in in den berühmten arktischen Wäldern bei -45 Grad wachsen und im Idealfall die Kessel nach Abholzung der Arktiswälder auch nur kaltgepreßt hergestellt werden. Am besten bei -180 Grad. :D


    Wenn ich mir vorstelle (es sind ja nicht alle Meisterwerke gewesen), eine als wirklich per Expertise fulminant klingend-begutachtete Stradivari würde solch einem Verfahren zugeführt... da zittern mir schon der Hände auf der Tastatur vor Erschaudern. Es muß die Kälte sein :D ... oder eher der Gedanke an das Instrument und die Risiken?


    Humor rulez.

    Zitat

    Vielleicht bin ich aber auch zu naiv und hätte der Band (Ü45) nicht beitreten sollen. Hatte aber zumindest Bock drauf mit älteren, erfahreneren Musikern Mucke zu machen.


    a.) Ich sage öfters zu Schülern (den jüngeren wie deutlich! reiferen): "das tolle an Musik ist, dass man ungeachtet des Alters dieser tollen Ausdrucksform nachgehen kann und dies auch ungeachtet des Alters, Religion oder Hautfarbe der Beteiligten in einer Band etc."


    b.) Dann kommt meine Einschränkung: "Wenn die Altersstruktur deutlich voneinander abweicht muß man allerdings höllisch! aufpassen, nicht in ein Lehrmeister/Azubi oder gar Vater/Sohn Gefüge zu kommen".


    Und jetzt wird es noch undiplomatischer formuliert: es gibt ein paar ältere Herrschaften die lauern nur darauf junge, zuweilen etwas unsichere, zu kompromisbehaftete oder gar leidensfähige Leute zu finden bei denen sie ihre "Lebenskompensationsdefizite" ausleben können. Wenn ein Anflug solch einer Konstellation tatsächlich auftrifft gibt es nur 3 Möglichkeiten.


    1.) Sich solchen frechen (zuweilen sogar gemeinen machtauslebungs-)Tendenzen beugen. Ich würde mich dem NIEMALS! beugen und dies auch nie raten.


    2.) Das Thema ansprechen und hoffen dass das Thematisieren dieser Asymmetrie zu ihrer Beendigung führt. Manche Erwachsenenpädagogen etc. sagen zuweilen recht naiv: "das hilft oft". Ich hingegen sage: "meist leider nicht! weil Persönlichkeitsstrukturen überdauern".


    3.) Es ansprechen, eine kurze! Übergangszeit ausprobieren und wenn sich nichts ändert, als junger Mensch die "Geriatrie-Truppe" ;) verlassen.


    Ich kenne unzählige "Beispiele", wo junge Leute in Bands nur zum Degradieren oder zum Dienstleister für die Phantasien einer Altherrenriege benutzt wurden. Ich finde garkeine angemessenen Worte (die meisten die ich fände wären justiziabel ahndbar) was ich von solchen "Beispielen" halte. Ich schreibe dies als 51-jähriger und schreibe dies wohlüberlegt und keinesfalls aus einem Bauchgefühl heraus.

    Ich weise aber ausdrücklich darauf hin, dass obenskizziertes wahrscheinlich für Deine Band überhaupt nicht gilt. Ich spreche oben also "nur" oftmals anzutreffende Dynamiken an, von ganz anderen Fällen/Bands die mir sehr detailliert über viele Phasenverläufe en Detail zugetragen wurden. Oftmals heißt keinesfalls!!! immer. Es gibt auch viele Menschen die toll und ungeachtet der Altersunterschiede in Bands kollegial agieren und wundervolle langlebige Projekte ermöglichen. Siehe meine These/Statement a.)


    Auch ist zu Bedenken: das unschöne Strukturen in Bands oft auch "vorgeprägte" Personen finden. Also manchmal junge Menschen die super-nett aber auch noch etwas unsicher in sozialer Interaktion sind. Die manchmal noch Selbstzweifel haben, "was will ich?", "was darf ich fordern?", oder noch dramatischer: "vielleicht haben die anderen ja Recht, ich muß denen noch mehr entgegenkommen?". Und Menschen mit gewissen Machtgelüsten riechen diese Unsicherheit so schnell wie die Schwitzstrümpfe in der Herrenumkleide. Also bei allzu deutlicher Unsicherheit ist eine Asymmetrie und manchmal noch unschöneres leider schon fast vorprogrammiert (je nach Persönlichkeit des Gegenüber, freilich, siehe oben). Und natürlich gibt es auch manchmal junge Leute die "unschön" handeln und eigentlich nette Bands sprengen. Man darf hier keinesfalls nur einseitig denken.


    Will heißen, wenn sich von mir jemand "den Weihnachtsmann" wünscht, der ihm alle noch so absurden Geschenke macht und selbstlos alle noch so absurden Wünsche arrangementtechnisch erfüllt bis eigentlich eine programmierbare Drummachine die rationalere Alternative wäre, und ich als Drummer nichts mehr eigenes kreatives einbringen kann/darf, würde ich sagen: "Ich liebe Schwarz, ich möchte dass Du bei den 2 neuen Songs nur noch die schwarzen Tasten des Keyboards einsetzt". Also Impertinenzen und die nervenden Wunschszenarien des anderen Spiegeln!


    Beim nächsten eingeforderten Wunschkonzert, packe ich verbal noch eine Schippe `drauf. Viel länger würde ich Unsinn anderer aber nicht mehr spiegeln, sondern würde dann das Lazarettschiff verlassen.


    Ich weiß, mancher wird jetzt einwenden... ich sehe das zu radikal, oder "Musik lebt doch auch von Reibungen und Kompromissen". Ich bleibe bei dem was ich schrieb, weil die Grenzen was gesunde Kompromißbereitschaft bedeutet, von nicht wenigen Menschen/Musikanten/Querulanten bis hin zu extremen "Hobby-Diktatoren" zuweilen brutal ausgenutzt und ausgelebt werden bis hin zur Selbstaufgabe einzelner (nicht ganz zufällig oftmals junger) Musiker.


    Sorry für die harten Worte. Aber auch im Freizeitbereich oder im Hobby-Sektor ist die Welt nicht immer schön. Nochmals: ich bin 51 Jahre alt. :D


    Edit: Das hier gibt allerdings auch schon manche Hinweise, entdeckte ich erst nach Vollendung meines Posts, ehrlich!

    Zitat

    Ist vielleicht auch schon ein Zeichen, dass es nicht so in meiner Band harmoniert. Aber ich habe gedacht, ich frage mal Gleichgesinnte. Ich meine, wir als Schlagzeuger sind ja schon eher die Außenseiter oder? Oder warum heißt es immer "Alle Musiker - und Schlagzeuger!" ? So witzig ich (Musiker-)Witze auch finde - was Ernstes steckt da immer hinter


    Sonstige edits... only Rechtschreibung. Davon reichlich. Sonst nix

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    bei mir sieht "Gelsenkirchener Spät-Barock" so aus :D :


    Gibt es eigentlich eine Steigerung von cool?
    Ich kippe manchmal aus den Latschen vor Staunen, wenn ich sehe wie herrlich unkonventionell manche Proberäume oder Gig-Locations sind.
    Cooles!!! Photo.
    Nein: Megacool! :thumbup:

    Mit verantwortlich ist manchmal auch die mangelhafte Entkopplung der Floortombeine.
    Nur mal als Tip.


    Bitte nicht falsch verstehen: wenn man noch garnicht stimmen kann, hilft mein Hinweis nicht.
    Wenn man aber stimmen kann und sich manchmal fragt, warum klappt es bei meinem Floortom nicht gut, dann ist mitunter obengenannte Ursache ein Mitgrund oder eine "Moderatorvariable".


    Ich habe in meinem Leben (auch in den letzten Jahren) zigfach festgestellt, dass die Tuningrange von Floortoms oftmals weiter, mitunter sogar deutlich weiter wird, das das "Stimmverhalten" noch dazu viel gutmütiger ;) wird (also kleine Stimm-Fehler verzeiht und trotzdem gut klingt) und das Sustain schöner, homogener etc. etc. wenn! die Entkopplung zum Fußboden stimmt. Das ist bei diversen Floortombeinen (und ihrer "Konstruktion"), mitunter auch den gewählten Positionen/Konstruktionen der Floortombrackets leider nicht der Fall. Viele Floortoms bleiben somit leider spürbar bis deutlich hinter ihrem eigentlich-erzielbaren Klangvolumen zurück. Das merkt man durch den uralten Mainstream-Trick des Hochhebens vom Boden und Anschlagen. Bei vielen Floortoms geht es auch mit nur auf einem Bein stehen lassen und etwas halten und anschlagen. Es gibt viele Modi dies zu übeprüfen, in welchem Ausmaß beim jeweiligen Floortom, dessen Beine eine Mitursache für Probleme sind oder sein könnten.


    Klingt unglaublich - ist aber so. Es wären noch mehr negative Phänomene nennbar die damit einhergehen... aber das führt hier zu weit. ;)

    Zitat

    Waren Sonor eigentlich die einzigen, die Snares mit 12er Teilung gebaut haben?


    Nein, es gab und gibt diverse Hersteller.
    Diverse ultra-low-budget-snares haben 12 Stimmschrauben pro Seite. Manche von Peace und/oder anderen Fernost-Fertigern. Seit Dekaden gibt es da einzelne Modelle. Teilweise neu für 49 Euro, jetzt eher für 55.- zu haben nebst 12-Teilung.


    Eine 12-Teilung ist also mitnichten per se ein Qualitätskriterium.


    BTW. Ich fand und finde die genannten Sonor Parallel-Snares super und gehe davon aus, dass sie niemals an Wert verlieren werden, weil wenn man sich einmal in diese verliebt hat, vergißt man jene niemals nimmer mehr.

    Zitat

    Einen ungewöhnlich schönen Proberaum haben wir übrigens auch


    Also da muß sich doch jemand finden. Da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen.
    Da sollten sich binnen weniger Wochen mehrere vorstellen. Oder steht der Proberaum unter Wasser und es gibt dort Blutegel? ;)