Beiträge von Drumstudio1

    Paßt hier nicht so ganz... aber zumindest ein bisschen.


    Neben dem üblichen Spam-Mist der einen jeden Tag heimsucht... erhielt ich gestern (nach vielen Jahren) mal wieder eine etwas speziellere ominöse Mail, die etwas differenzierter, etwas individualisierter auf mich als Adressat "zugeschnitten schien".


    Zunächst hatte diese den Vor und Zunahmen eines meiner liebsten Drumkollegen. Mit dem maile ich zwar in den letzten Jahren sehr selten bis nie (meist nutzen wir ein anderes Medium) aber es erschien in der Maske der Mailoberfläche sein Vor- und Zunahme genau wie sonst (in unseren früheren Mails vor ein paar Jahren) auch. Es war eine fwd- Mail bzw. schien vorzugeben eine Weiterleitung zu sein.


    Diese Mail hatte eine Zeile in englisch mit einem Link sowie am Ende Sent via ...
    Dies hier erreichte mich:

    I thought you might find this interesting http://www.XXXXXXXXXmm.ru/gerald-kloos/


    Sent from my iPhone



    Die XXX habe ich hier mal aus Sicherheitsgründen eingefügt.


    Ich habe über die Mail zunächst garnicht nachgedacht, da dieser liebe Drumkollege mich niemals! in englisch anschreiben würde... und muß auch gestehen, dass die fwd (also weiterleitung) ich nicht wahrgenommen hatte. Ich ging also originär von Spam aus bzw. dass sein Account evenutell gehackt wurde oder seine Mailadresse mißbräuchlich verwendet wird.


    Hätte ich allerdings die fwd-Info nicht nur überflogen sondern mental "verarbeitet" ;) hätte ich natürlich denken können, "nun ja er leitet einfach eine Mail an mich weiter die ursprünglich eben von einem englischen Adressat kam". Aber das fwd hatte ich wie gesagt garnicht verarbeitet in der Birne sondern mir nur gedacht "der würde mich nie in englisch anschreiben".

    Als ich (als entschiedener Putin-Gegner) das "ru" im Link entdeckte schien ich mir wiederum sicher (ganz egal aus welchem Land der Link wirklich stammt), dass es sich wohl nur um einen Virus, Trojaner oder sonst was kriminelles handeln kann.


    Ich clickte nun aber mal auf die Header-Details. Hier gab es erst nun sichtbar ein interessantes Indiz zur Emailadresse: Es wurde hier "seine" komplette Email Adresse (in der auch sein Vor- Und Zunahme enthalten ist) angezeigt. Aber eine, die ich so nicht kannte. Irgendwas mit "Broemmelmedia" nach seinem Vor- und Zunahmen.



    Fwd: Fw: to Gerald Kloos
    Von XXXXXXXXX@broemmelmedia.XXX Details ausblenden
    An Gerald Kloos geraldkloos@XXXX


    Heute auf Rückfrage (über anderes Medium ;-)), bestätigte er auch. Es ist keine Adresse von ihm.


    Es ist ganz klar, dass das Link-Versenden mit persönlichem Namen die typische Selbstverliebtheit von Musikern triggern soll. So nach dem Motto: Click an, da ist was mit Deinem Namen. Die Tatsache, aber dass dies über eine fingierte Mail eines sehr guten Mail-Bekannten/Freundes bzw. anderen Drummers passiert und man auch eine Adresse mit "Media" verwendet, scheint mir schon über reine zufällige Verknüpfung etwas hinauszugehen. Zumindest aus einem Musikerpool sollte das schon stammen oder?


    Da es ja nicht 100 % on-topic ist, wäre es nett, wenn jemand der irgendetwas interessantes dazu beitragen könnte, mir als PN mitteilt. Vielleicht ähnliches erlebt, oder über den Sinn solcher Mails? Ich vermute solche Links führen zu Viren? Vielleicht paßt es aber auch doch hier, und man kann/darf öffentlich dazu antworten?

    Zitat

    Jetzt beginne ich zu verstehen, was ihr da so treibt. Das ist ein Szenario, welches ich so nicht kannte, da ich noch nie mit so wenig Aufbauzeit klarkommen musste. In welchen Settings (außer Karneval) ist denn so ein schneller Aufbau nötig?


    Eine gute Frage.
    Garnicht so knapp zu beantworten ;)


    Nur individuell zu beleuchten. Wir hatten früher in einer Band die Situation dass wir alles kompakter und/oder effizienter wollten. Keine Busse bzw. möglichst wenige Fahrzeuge zur Gig-Anreise einsetzen, möglichst nicht schon 5 + X Stunden vor dem Gig anreisen, kurze Aufbauzeiten, keine endlosen Soundchecks etc. All das Gegenteilige hatten wir früher so erlebt und wollten dies irgendwie nicht mehr. Wir wollten auch einmal den Schritt wagen mit eigener Band-PA ausgestattet zu sein und autark von anderen unseren! Sound zu haben. Dazu kamen (nicht oft aber manchmal) irre kleine Bühnen.


    Für viele gehört das obengenannte aber zum Gig-Flair dazu. Es ist also garnicht kritisierenswert sondern nur individuell zu betrachten. Wer das mag für den ist das ganze drum-herum irgendwie auch schön bzw. Teil des Gig- und Musiker-Lifestyles.


    Aber wir wollten irgendwann in einer Band das Prozedere nicht mehr. Vielleicht auch weil mancher zeitlich familiär oder berufstechnisch höllisch eingebunden war. Ich erinnere die finale Entscheidung bzw. Begründung um alles Zeit- und Logistik-effizienter zu handhaben, nicht mehr soo genau.


    Hinzu kam, dass wir auch auf lange Soundfriemelei und Mix-Debatten innerhalb der Band keine Lust mehr hatten (insbesondere das unvernünftige Höherschaukeln jedes individuellen Musikers: "ich muß noch etwas lauter eingestellt werden, ich höre mich nicht"... wir waren darin Meister... hahaha. In vielen Proben wanderten manche Regler Stück für Stück auf immer höhere Levelpositionen. Höher und höher... Das war immer "wie von Geisterhand" geschehen. Unerklärlich ;-))


    So lag es nahe, Mindrumset und eigene Band-PA anzuschaffen und eine gute Grobeinstellung mit bestmöglichem Sound der uns möglich war von allem schon im Proberaum vorzunehmen. Live dann nur noch eine Feinjustage dieses Mixes von Klanganteilen und Level und wirklich nur dann, wenn es nötig wird je nach Soundkulisse in der Location und im Wissen von allen Bandmitgliedern, wer gerade warum an welchem regler dreht. Die Folgen waren: tolle Zeitersparnis, unnötige Diskussionen gingen gegen Null, die Klang und Level-Anteil-Abstimmung war wesentlich besser als noch wenige Jahre zuvor. Auch das verladen in den Fahrzeugen wurde systematischer als vorher organisiert (das sparte auch Zeit und Nerven) und verlief zügiger und stressfreier.

    Viele andere Bands brauchen so etwas nicht. Viele sind vernünftiger ;)
    Uns aber half es immens. Wir hatten somit oftmals Aufbauzeiten inklusive! Soundcheck von ca. 15 Minuten und nahezu Null Diskussionen. Alles verlief viel relaxter. Ich fand das super.

    Ich finde fast alles ist an Experimentgeist erlaubt... solange die Grundplatte nicht aus Elefantenstoßzähnen gefertigt ist. ;)


    Trotzdem mal eine mögliche Alternative:
    Vor Dekaden sägte ich mir ein (ehemals handelsübliches) Drumrack zurecht.


    Meine Ziele waren damals:
    - Alles sollte so kompakt wie möglich sein (für unkomplizierten Transport)
    - Das Drumset nebst Rack sollte eine möglichst kleine Grundfläche auf Bühnen beanspruchen sollte aber noch (annähernd... hahaha) normales :D Drumming erlauben.
    - Hauptziel war aber: ultraschnelle Aufbauzeit nebst wenig manueller und zeitlicher Beanspruchung des Drummers vor dem Gig (durch Schlepperei oder Schrauberei).


    Das Rack wurde so klein (durch Modifizierung genau auf die Setgröße), dass es weitestgehend fertig montiert zu den Gigs transportiert wurde. Nur die Toms wurden noch über die L-Stücke gestülpt und 1-2 Galgen eingeführt. Bei der Bassdrumrosette wurde ein Metalrohr eingeführt,so dass diese fest und stabil am Rack fixiert war. Das Ding konnte man nun (wenn man es denn wollte) mit 2 Leuten locker! hochheben. Pragmatischerweise wurde es aber so nie geschleppt, Sondern Toms, Kick und Becken vor und nach dem Gig am Rack angebracht bzw. abmontiert.


    Dies war für mich die pragmatischste Lösung die ich jemals hatte. Wenige! Minuten Aufbauzeit. Niemals zurvor war für mich Livespiel angenehmer weil so viel Zeit eingespart wurde und nicht fünfundreissigtausend Flügelschrauben angezogen wurden, bevor der erste Flam auf der Snare erfolgt ;) Und nun waren auch kleinste Irish-Pub-"Bühnen" bespielbar ohne Einschränkung (da immer noch 3 Toms und diverse! Cymbals montiert waren).


    Dein Projekt ist ein anderes, das habe ich schon verstanden ;) ... möglichwerweise ist Deine Lösung auch die bessere.
    Mein Hinweis ist lediglich ein Alternativansatz.


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=wvh9NHdix-U&feature=youtu.be[/video]

    Dieses Video finde ich sehr interessant.
    Die meisten Sounds sind immer noch nicht meins... ;) Aber man darf eben nicht an ein akustisches Drumset denken bzw. man darf solche Vergleiche nicht ziehen.
    Aber einige der angedeuteten Themen/Dinge sind recht nüchtern und nachvollziehbar behandelt... ohne Hype aber auch ohne Nachtreten. Diesen Stil des Drummers es nüchtern zu behandeln finde ich ganz gut. Text wird manchem zu lange sein. Ich finde es für interessierte OK.
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=kZ-lpKlg2mI[/video]

    Der Wiederverkaufswert für vieles von Drumcraft ist schwach bis vernichtend. Dazu wissen ja viele von uns dass bis vor kurzem nicht nur Snares sondern auch viele Drumcraft-Drumsets bei Händlern wie z.B. Musik Meisinger zum ultra-tiefen Raushau-Preis (45% - 55 % off wenn ich es recht erinnere) zu haben waren.



    Wenn dies Dein Traumfinish ist, wäre ja alles in Ordnung. Wenn nicht, dann würde ich mir das noch mal sehr genau überlegen.


    Ich persönlich würde es nur kaufen wenn es ein ultra-niedriger Preis ist (im Wissen um das oben gesagte).
    Aber dies ist eben (nur) meine Meinung.

    Honk, so sehen das einige. Du bringst das sehr deutlich (hart) aber nachvollziehbar und wohlbegründet :thumbup: auf den Punkt.
    Man wird nun sehen, wie schnell das bisherige in Sachen "Promo" im Tal des Vergessens verschwindet. Mancher rang nach Luft bei dem Betrachten bislang (früherer) veröffentlichter Promovideos. Ich habe manchmal tief "durchgeschnauft"... irgendwie tut einem das fast schon etwas leid... irgendwie.


    Die älteren Semester werden sich noch erinnen, was eine MACHT der Brandname Alesis around Mitte der achtziger und Folgejahren war. Wie sie viele Jahre lange den "Microprozessor-geprägten Effektgeräte-Markt" ;) dominiert haben. Es gab Zeiten, da hatte nahezu jede Band mindestens ein Alesis-Gerät im Proberaum poder Live.


    Ich schweife ab. Man muß jetzt mal schauen wie sich weitere Software-Updates auswirken und zuallererst! tatsächliche Verfügbarkeit. Wenn der Preis noch etwas sinkt, kann durchaus noch manches in Sachen Absatz gelingen. Aber nochmals: Du hast völlig recht, der Start war nahezu Anti-Werbung (jenseits jeglicher Qualitäts-Evaluation) auf vielen Ebenen.


    Wenn die Pro-Kiste auf 1799.- sinken würde, sowie die Hihat durch Software-Tuning dynamisch variabler spielbar ist/wird (als es in bisherigen Videos scheint) und im best-case noch ein möglichst neutraleres Finish erhältlich ist, dann würde/werde ich persönlich vielleicht schwach werden.


    Ich sehe durchaus (noch) Marktschancen bzw. Möglichkeiten für einen "Neuanfang" in Sachen Außendarstellung und Marketing.

    Ich meinte wirklich furios. Als "Absurditätssteigerung" ;) Kurios erschien mir hingegen zu harmlos bzw. zu wenig ironisch. :D


    Natürlich kann jeder Musiker so lange spielen wie er will, aber ob ich "der Welt" meine Fitness mit 45 Minuten beweise? Da hätte ich Zweifel. OK, es kommt natürlich auf die Disziplin an. 45 Minuten Bierkrugstemmen wäre durchaus ein beachtlicher Leistungsnachweis. Und er muß ja vielleicht auch keinem (mehr) was beweisen.


    Ich fand sein Drumming früher oftmals immens passend zu den Songs. Teilweise geradezu simplistisch-genial. Insofern ist es natürlich auch für Musikfreunde völlig legitim zu sagen "bevor ich den niemals wieder sehe, sehe ich ihn mir zumindest 45 Minuten an". Es ist vielleicht eine Frage des Pragmatismus, denn vielleicht konnte man unter der Threadüberschrift der letzten Jahre so viel (mehr) auch garnicht erwarten.

    Ich finde die Überschrift etwas reißerisch bzw. empfinde es als Geschmackssache. Mir gefällt der Sound nicht. Das Verhältnis der Becken zu allem anderen ist viel zu laut aber auch von dieser Dysbalance abgesehen gefällt mir der Klang der diversen Instrumente des Kits nicht. Seltsam. Ich habe aber auch nur kurz am PC ins erste Video gehört. Vielleicht sind die anderen Videos anders oder über eine Hifi-Abhöre besser?


    ABER: Das Drumming ist super. :thumbup: Insofern macht der Thread für mich natürlich schon wieder Sinn :D :thumbup:


    Im "internationlen Metal" (wenn man es mal so platt und abgedroschen formulieren will) ist die Meßlatte in Sachen Tightness, Virtuosität etc. irre hoch bzw. übertrifft längst Olympia-Qualifikationsrunden. Es wird weitestgehend ein bestialisch hohes! Spiel-Niveau erwartet (und geboten).

    Zitat


    Drumstudio1:


    Danke für die Info, das habe ich tatsächlich nicht mitbekommen (ging jetzt bei "Superstar" auch von den Modellen vor einigen Jahren mit der Roadpro Hardware aus)
    Set(s)


    :thumbup: Gerne. In den letzten Jahren haben bei diversen! Drum-Firmen Downgrades stattgefunden. Man muß höllisch aufpassen sich auf bisherige Erinnerungen zu berufen ;) . Manches des gestern gesagten, gilt heute nicht mehr.