Es ist schon spät, aber schlaflose Nächte lassen meinen Kopf nicht ruhen.
Ich berichte mal von einer essenziellen Erfahrung:
Als ich angefangen hab Schlagzeug zu spielen, hab ich viel zu live Platten getrommelt. In Gedanken die große Bühnenlift geschnuppert. Als es dann an Auftritte ging, hatte ich oft das Auto voll mit Trommeln. Anfangs mussten vorne mein Vater, als Fahrer und ich als Beifahrer Platz haben. Später war ein Floortom mein Beifahrer. Egal ob mit Orchestern oder Bands, über all das selbe Dilemma! Zu wenig Platz für all mein Zeug. Es ging nicht darum, wie baue ich auf, sondern was bleibt im Auto. Die Sets wurden also immer kleiner. Mit der Zeit lernte ich kurze Bassdrums mehr und mehr zu schätzen.
Zwei gleiche Kicks sind optisch natürlich sehr fein. Es gibt aber viele Drummer, die unterschiedliche Kicks spielen. Karl Brazil, Bertram Engel, Danny Carey….
Unterschiedliche Kicks haben den Vorteil, dass sie einerseits unterschiedliche Stimmungen und damit Farbe in die Musik bringen und andererseits ein Set sinnvoll ergänzen.
Drei meiner Sets haben jeweils zwei unterschiedliche Kicks. Eines 16“ und 18“, ein anderes 20“ und 22“ und ein drittes 20“ und 24“. So kann ich wunderbar verschiedene Sets zusammen stellen, zum Beispiel 20/10/14 und 24/12/16. Für jede Gelegenheit die passende Karre.
Die Konstruktionen der Kessel unterscheiden sich auch. Ich weiß das. Meine Mitmusiker und die Soundleute oft nicht.
Vielleicht ist es sinnvoll, seinen eigenen Vorlieben und den Umständen, in denen man das Set jeweils spielt zu folgen.
Kurze Kicks können in der Tiefe den nötigen Platz sichern, eine neue Marke gibt Inspiration und unterschiedliche Größen Variationsmöglichkeiten.
Natürlich sind das alles Luxusprobleme, aber vielleicht hilft der Denkansatz.
Bin gespannt was es wird ![]()