Man kann das Pferd auch etwas von hinten aufrollen.
Dw ist eine Firma mit wahnsinniger Reichweite. Die haben es nicht erst seit gestern verstanden, Werbung groß aufzuziehen und gut zu platzieren. Durch den Ruf der Custom-Schmiede, haben sie sicherlich nicht nur die Möglichkeiten 23“ Bassdrums zu bauen, sondern auch den entsprechenden Kundenkreis.
Wer gerne seine Bassdrumhoops mit Leder überziehen lässt, irgendwelche super seltenen Hölzer aus den Tiefen irgendwelcher Bergseen ziehen lässt, nur um ein dünnes Furnier das Finish seines Sets zieren zu lassen, der möchte vielleicht auch eine 23“ Bassdrum. Einfach weil man es kann und es sonst kaum jemand hat.
Vielleicht wollte dw auch nie, dass das den „Standard“ erweitert.
Soll ja Leute geben, die immer wieder den Untergang der Instrumentenhersteller kurz bevorstehen und mahnt wie sehr um Margen gefeilscht wird, aber hier ist halt das genaue Gegenteil der Fall. Dw scheint es so gut zu gehen, dass sie es einfach können.
Vielleicht kann man die Kesselpresse auch brauchen, wenn mal jemand ein echtes 24“ Gongdrum haben will, und man für den Kessel eben das 1“ im Untermaß bleibt. Tama lässt grüßen.
Es gibt auch noch andere Kuriositäten. Stegner bietet im eigenen Shop gerade eine 11“ Snare feil.
Die haben auch 11“ Kellerröhren auf Lager.
Treehouse Drums aus den USA baut immer mal wieder 9“ und 11“ Toms für ihre Sets, auf Kundenwunsch.
Simon Phillips hatte gemeinsam mit Tama auch mal die Versuche gestartet ungerade Toms zu etablieren. Hat nicht geklappt.
Dennoch, als Nische war und ist die 23“ Bassdrum bei dw vielleicht gar kein Flop.