Beiträge von Drum Bee

    Sehr schön erklärt und total nachvollziehbar. Das ist damit polyrhythmisch, oder?

    Letzte Woche meinte mein Schlagzeuglehrer, dass wir uns jetzt damit beschäftigen sollten: mit zwei gegen drei haben wir angefangen.

    Mit Null Punkten bzw. "leer" auszugehen ist schon hart, denk ich.

    Ah watt….


    Obwohl - wenn jetzt jemand schon ewige Zeiten spielt - und kriegt dann hier keinen Punkt - das könnte tatsächlich miese Laune verursachen.

    Diejenigen, die noch nicht so lange dabei sind, können sich entspannt zurück lehnen. Von ihnen erwartet man halt nicht so viel.

    Ach komm, lass gut sein, ich glaub dir geht's hier um was anderes als um den Inhalt meines Feedbacks. Hatten wir beide ja schon mal, dieses Thema.

    Mir geht’s nicht um etwas anderes. Ich habe lediglich nach einer Erklärung für diese Bewegung des Handgelenks gesucht, die ja wirklich auffällig ist.

    Handgelenk nach oben, wie bei einer Marionette, wenn jemand am Faden zieht:

    Habe ich so gelernt für die Möller-Technik. Hat sich dann aber irgendwo in der Mitte eingependelt.


    Mein Lehrer sagte mir: am Anfang die Bewegung ruhig etwas übertreiben, das reguliert sich danach von selbst.

    Okay, jetzt habe ich mir trommlas Posting noch ein weiteres Mal durchgelesen.

    Ich habe den letzten Abschnitt anders aufgefasst als er gemeint war, glaube ich. Ich finde aber, man kann ihn leicht missverstehen. Also sorry.

    Dr. R-O-C-K ist ja offensichtlich für Kritik zu haben. Heißt, er wünscht Tipps und Ratschläge hier und da.

    Ihm dann zu sagen, dass man nur das zeigen sollte, was man nach eigener Überzeugung fast tadellos spielen kann, find ich irgendwie doof. Das wäre dann mehr ein Präsentieren. Guckt mal, wie toll ich bin…

    Aber darum geht’s ihm nicht, denke ich.

    Und m_tree


    Mir hätten Kochtöpfe, Telefon- oder Karl May-Bücher oder Tupperboxen oder Waschmitteltrommeln (gibt’s die überhaupt noch?) nicht gereicht. Liegt vielleicht doch am Alter.

    Davon war meinerseits auch gar nicht die Rede. :/

    Stimmt, habe später gesehen, dass das Posting von jemand anderem stammte.


    Nicht ok fand ich, wie dein ehemaliger Lehrer dir suggeriert hat wie kompliziert und aufwändig A-Drums wären. Zumal Noppenschaum eh Quatsch ist. Der Raumakustik sind die Noppen sch... egal. :D

    A-Drums sind zwar kompliziert und aufwändig, wenn sie gut klingen sollen. Aber am Anfang ist der Sound nicht so wichtig.

    Ich glaube, er war mit seinem Stimm-Ergebnis selbst nicht so zufrieden. Ich wollte die Floor-Tom tiefer gestimmt haben, was schon nicht klappte, und die anderen beiden sollten in passenden Tonhöhen folgen. Er hat ewig rumgefummelt und sagte dann, er würde sie nicht tiefer kriegen. War aber selbst auch sichtlich ratlos.

    Für meinen Geschmack waren dadurch alle drei Toms viel zu hoch. Hat mir gar nicht gefallen.

    Und dann fing er halt an, den Raum zu kommentieren. Eigentlich hätte mich das nicht weiter gekratzt, aber der Sound störte mich wirklich sehr! Ich bekam Weglauf-Tendenz weil ich nicht drüber hinweghören konnte. Als nächstes habe ich ein Anspielen der Toms komplett vermieden, was ja auch keine Lösung ist.

    Naja, und so kam das Ganze.


    Ich bin wirklich heiß auf mein Schlagzeug gewesen. Hatte im Vorfeld nette Briefe in der Nachbarschaft verteilt, Uhrzeiten angegeben, wann es bei mir etwas lauter wird.

    Mich mit dem Store angelegt, weil die Hälfte des Sets fehlte, stundenlang bis hin zur Geschäftsführung telefoniert, denen die Hölle heiß gemacht usw., damit die mir den Rest möglichst schnell nachliefern, was dann auch klappte.

    Das Teil aufgebaut - proud!!! - und los gelegt. Oh nein, wie hört sich das denn an? Und dann folgte schon bald darauf die Stimm-Aktion.

    Für mich ist ein Schlagzeug-Solo der Moment, wenn der Drummer für einige Zeit die Gelegenheit bekommt, sein Können zu präsentieren. Das kann in einen Song eingebettet sein.

    Am schönsten finde ich es allerdings im Rahmen einer Band-Vorstellung. Die anderen hören ihm dann im besten Fall zu, drehen sich ihm zu und tippen den Takt mit dem Fuß mit. Das gleiche gilt für Solos der anderen Musiker.


    Ich halte es für eine nette Geste, die Respekt vor den Mit-Musikern zeigt. Elvis hat das auf über 1000 Konzerten so gemacht. Nach dem Motto: Schaut her Leute, ohne diese Musiker wäre das hier so nicht möglich.


    …and on the drums - hardworkin' Ronnie Tutt…

    Jetzt schließt du wieder von dir auf andere. Ich hab in sehr fortgeschrittenem Alter begonnen und war SOFORT Feuer und Flamme. Ich hatte UNBÄNDIGEN DRANG! Liegt nicht am Alter, sondern am Charakter/Temperament generell. Ich kann mich sehr schnell für manche Sachen begeistern, und bin dann zu 150% dabei. Das hab ich von meinem Daddy, der war genau so. Manchmal verfliegt das dann nach einigen Monaten wieder, manchmal auch nicht.

    Das ist bei mir ähnlich. Ich bin völlig paralysiert aus der ersten Probestunde heraus gegangen.

    Ich bezog mich darauf, dass dich ja in all den Jahren zuvor, der Wunsch Schlagzeug zu spielen nicht dazu getrieben hat, anzufangen. Die Idee kam einfach irgendwann. Im Vergleich zu dem Verlangen bereits in jungen Jahren, wie es bei einigen anderen hier war, ist das dann doch etwas anderes.


    Wäre interessant zu wissen, warum der Fragesteller von "leider" und "bleibt nichts anderes übrig" spricht, wenn er doch noch gar keine Erfahrung hat.?

    Wenn ich hier im Forum immer wieder lese, dass User schon nach wenigen Monaten - oder sogar Wochen - in Bands einsteigen und dort mitspielen können, stelle ich das Ganze sogar noch mehr in Frage. Mir kann ja keiner erzählen, dass man nach drei Monaten schon eine Ahnung von all diesem Können hat, welches ihr als Ziel darstellt.


    Gut, das sind dann keine Bands, die auf nen Grammy hoffen dürfen, aber diverse Gigs sind offensichtlich drin, mit einem ordentlichen BummTschack, gerade gespielt.


    Und das kann man auch auf nem elektronischen erlernen. Man kann sogar trainieren, wann das Crashbecken bedient werden sollte, wie ein Song aufgebaut ist, wie man zählt, was Noten am Drum-Set bedeuten, wie man ein Metronom gewinnbringend nutzt, wie man die Sticks hält, wie man durch entsprechende Technik seine Gelenke schont, wann man unten drauf treten muss, damit es mit oben zusammen passt, dass es verschiedene Rhythmen gibt, was ne Triole ist (oder ne Quintole), was ein Fill In ist, dass es Fills für verschiedene Stilrichtungen gibt, die man gezielt einsetzen und dass man sich am Bassisten orientieren kann.

    Ich finde, das ist für den Anfang schon ne Menge.

    Meine Güte, der Fragesteller ist kompletter Anfänger. Hat offensichtlich noch nie nur irgendein Instrument gespielt. Er muss doch erstmal schauen ob er Spaß am Trommeln hat.

    Es wird bei ihm noch recht lange nicht um Feinheiten gehen. Er kann sich im Verlauf noch zig Mal umorientieren. Ihr alten Hasen, die ihr oftmals seit frühester Jugend Schlagzeug spielt, redet von Dingen, die für ihn im Moment total irrelevant sind und ihn allenfalls verunsichern.


    Singt ihr ab und an mal? Beim Autofahren oder unter der Dusche? Könnt ihr das denn überhaupt richtig? Atmet ihr an der richtigen Stelle? Wie sieht’s aus mit Kopfstimme oder Vibrato? Welche Range habt ihr - und trefft ihr die Töne?

    Nein? Aber Spaß macht es trotzdem, oder? Und wer besonders viel Spaß daran hat, wird sich tiefergehend damit beschäftigen.


    Man muss doch auch erstmal herausfinden, wo man hin will. Wenn sich ein Fahranfänger ein Auto kauft, wird er auch nicht dahingehend beraten, dass er bei der Modellwahl bedenken soll, dass er mit dieser Kutsche niemals Rennen fahren kann.

    Es sind doch nur erste Schritte!



    Und m_tree


    Mir hätten Kochtöpfe, Telefon- oder Karl May-Bücher oder Tupperboxen oder Waschmitteltrommeln (gibt’s die überhaupt noch?) nicht gereicht. Liegt vielleicht doch am Alter.

    Ein angeborenes starkes Interesse/Talent zeigt sich recht früh im Leben. Kinder leben diesen Drang dann halt aus. Ein zukünftige Primaballerina hüpft auch durchs Wartezimmer beim Kinderarzt.


    Wenn du erst in fortgeschrittenem Alter ein Interesse entwickelst, kann man nicht von unbändigem Drang reden. Zumindest nicht am Anfang. Denn ansonsten hättest du viel früher nach Möglichkeiten gesucht. Und dann wären Kochtöpfe auch okay gewesen.


    Ein weiterer Punkt:


    Was will ich mit meiner Trommelei? Wenn ich allein zu Hause spiele, Songs begleiten will, einen Coach brauche weil das Geld für Unterricht vielleicht zu knapp ist, keine Karriere diesbezüglich anstrebe, auch kein Schlagzeug-Studium, kein Leben On Tour - dann ist ein elektronisches völlig in Ordnung. Man muss sich die Vorstellungen von "wahrem Schlagzeug spielen" nicht zu eigen machen.

    Klar, es geht immer besser!


    Wer sich ein gedämpftes A-Set hinstellt um "in echt" Schlagzeug spielen zu können, wird ohne entsprechenden Fleiß, Unterricht, Durchhaltevermögen, Akribie und Anspruch ebenfalls niemals wirklich gut sein. Die Frage, ob man das will, wird sich aber doch erst im Laufe der Jahre beantworten. Genug Zeit, umzusteigen und richtig Gas zu geben.

    Als Fazit kann ich für mich sagen:

    Ich wäre nicht dabei geblieben, wenn ich auf Dauer nur mein A-Set oder nur das günstige, kleine E-Set gehabt hätte. Weil ich mit beiden Varianten auf längere Sicht nicht glücklich geworden wäre.

    Aber zumindest habe ich es probiert und es wird kein "Hättste mal…" oder "Wärste mal…" geben.


    Für mich ist es nur ein Hobby und es soll in erster Linie Spaß machen. Da mir im Unterricht ein akustisches Set zur Verfügung steht, ist das Thema ja auch nicht völlig abgehakt. Sollte da doch mal ne Band sein, und in deren Proberaum steht ein akustisches, spiele ich es halt. Ist ja nicht so, dass ich mich grundsätzlich sperren würde, aber zu Hause nur noch E-Drums.

    Als Fazit kann ich für mich sagen:

    Ich wäre nicht dabei geblieben, wenn ich auf Dauer nur mein A-Set oder nur das günstige, kleine E-Set gehabt hätte. Weil ich mit beiden Varianten auf längere Sicht nicht glücklich geworden wäre.

    Aber zumindest habe ich es probiert und es wird kein "Hättste mal…" oder "Wärste mal…" geben.


    Für mich ist es nur ein Hobby und es soll in erster Linie Spaß machen. Da mir im Unterricht ein akustisches Set zur Verfügung steht, ist das Thema ja auch nicht völlig abgehakt. Sollte da doch mal ne Band sein, und in deren Proberaum steht ein akustisches, spiele ich es halt. Ist ja nicht so, dass ich mich grundsätzlich sperren würde, aber zu Hause nur noch E-Drums.

    trommla

    Ich stimme dir völlig zu.

    Mir ist halt aufgefallen, bin jetzt ein knappes Jahr hier angemeldet, dass abfällige Bemerkungen zu E-Drums doch recht schnell kommen und es kaum Widerspruch gibt. Wahrscheinlich sind Diskussionen darüber in der Vergangenheit reichlich geführt worden und man möchte alte Streitthemen nicht befeuern. Sehr vernünftig, übrigens. Denn gewinnbringend wäre es wahrscheinlich nicht.


    Aber ich habe hier noch nie gelesen, dass sich E-Drummer über Akustik-Sets abfällig äußern. Warum auch? Ich sehe es wie du: jeder hat sich für das entschieden, was seinen Bedürfnissen am nächsten kommt. Warum das andere schlecht reden?

    Leben und leben lassen.