Es ist klar, dass so eine Nachricht zu vielen Spekulationen führt. Im Falle von Nicko McBrain finde ich es jedoch erstaunlich simpel, denn die Gründe liegen auf der Hand:
Anfang der 90er ändert sich vieles im Hause Sonor; der Verkauf an Hohner stellt einen Umbruch dar und ist die erste Weiche in Richtung einer langen und rasanten Talfahrt. Zu dieser Zeit ist Premier mit dem Signia noch eine echte Nummer - und Nicko sieht hier einen Kooperationspartner, der Ihn den Wechsel verschmerzen lässt.
Das geht einige Jahre gut, bis Premier auch gehörig ins Straucheln kommt. Wie oft und aus welchen Gründen diese Firma effektiv gegen die Wand gefahren wurde, ist an anderer Stelle ausgiebig diskutiert. Es spricht sehr für Nicko, dass er deutlich über den Zenith versucht hat, die Zusammenarbeit mit Premier aufrecht zu erhalten.
Nun, da diese Firma faktisch kaum bis gar nicht mehr stattfindet, muss er sehen wo er bleibt. Da sich Sonor in bestimmten Bereichen, speziell im "Made in Germany" top end, wieder deutlich besser positionieren konnte liegt es doch auf der Hand, dass - wenn es schon situationsbedingt erforderlich wird - der alte, bekannte Hafen angesteuert wird.
Beide Wechsel, deren Zeitpunkte und die Länge der jeweiligen Partnerschaften zeichnen in meinen Augen das Bild eines äußerst loyalen Profis, der weder unnötig, noch unüberlegt handelt.
Bravo!