Ich halte es mit Rossi. Wenn man regelmäßig sein Set neu befellt und durchstimmt, bekommt man eine gewisse Routine mit jenem Set. Man weiß, wie die Trommeln reagieren, wann sie anfangen Ton zu produzieren und wo der Sweetspot liegt. Wenn die Routine da ist, ist es keine Orgie mehr sondern mit moderatem bis geringen Zeiteinsatz zu bewerkstelligen. Hat man aber etwa eine Snare zum ersten Mal zum Stimmen vor sich, braucht es halt etwas mehr Zeit, sich an einen guten Klang heranzutasten, da man die Eigenheiten der Snare ja erstmal kennenlernen muss.
Absolut richtig. Learning by doing ist der Weg. Bei mir hat es viel durch (damaliges) Lesen hier im Forum, ein paar Tipps von anderen Trommlern, die ich im Kollegenkreis oder bei Gigs aufgeschnappt habe, und natürlich jahrelanges Ausprobieren gebracht. Im Moment habe ich fast jede Woche ein neues Set / andere Snare zum Test, welche(s) ich meist in drei Stimmungen für die Testberichte parallel mit Video aufnehme. Es geht mit den Jahren eigentlich immer schneller, wenn die Ohren frei sind.
Wichtig wäre vielleicht noch anzumerken, dass das Schrauben lernen eine Sache ist, wichtiger ist in meinen Augen aber, nach und nach eine konkrete eine Sound-Vorstellung zu entwickeln, wie die Trommel / das Set am Ende der Stimmerei klingen soll.
Schöne Grüße
Chris
