Echt interessant, was hier so zutage tritt... ![]()
Ich hege für keinen Hersteller besondere Gefühle, verbinde mit keinem irgendein Image und habe mit den (mittlerweile einigen) Jahren meiner schlagzeugerischen Beschäftigung festgestellt, dass ich aus allen Instrumenten einen für mich zufriedenstellenden Sound rausholen kann. Das geht mal schwerer und mal leichter, aber irgendwie geht es immer. Daher entscheide ich nach dem Prinzip: "Das Aussehen ist die Zulässigkeit" - wenn mir ein Set optisch nicht zusagt (Finish, Hardwaredesign), will ich gar nicht erst wissen, wie es sich anfühlt und wie klingt. Womit meine Reihenfolge vorgegeben ist: 1. Angucken, 2. Anfassen, 3. Anhören.
Auf der ersten Stufe fallen bei mir schon einige Hersteller aufgrund "eigenwilligen" Designkonzepten raus, z.B. Mapex, oder aufgrund für mich unzumutbarer - meist klassischer Folien-, Finishes, wie z.B. Ludwig. Die Sets gefallen mir einfach optisch nicht. Daher keine weitere Prüfung.
Auf der nächsten Stufe, der Haptik, probiere ich aus: wie fühlt sich das Stimmen an, wie reagiert das Set auf verschiedene Stimmungen, wie fühlen sich die Schrauben an, die Tomhalter, die Spannreifen etc. Ich denke, ihr wisst alle was gemeint ist. Hier habe ich gemerkt, dass ich mit den "großen Japanern" (wenn sie auch mittlerweile alle nicht mehr da gebaut werden) sehr gut klar komme, also Yamaha, Tama, Pearl. Auch mit dem Sonor F3000 war ich in der Angelegenheit aber sehr zufrieden.
Was die dritte und letzte Stufe, der Sound, angeht, bin ich wie gesagt unkompliziert. Hier probiere ich dann einfach aus, was mir am besten gefällt. Bei meinem Force 3000 waren das ganz klassisch Ambaco auf allen Toms. Das Pearl nun gefällt mir mit G2 Coated am besten.
