Beiträge von Luddie

    Ok, aber auch nur, weil ichs insgesamt echt sehr schön finde.


    Ich würde die Viertelbetonung in der Strophe auf der Hihat rauslassen. Es wird dann wesentlich funkiger, weil es dann auch mehr nach den alten Helden klingt. Auch die 16tel-Einschübe auf der Hihat klingen immer nach Verlegenheitsgedaddel und nehmen dem Groove die Spannung. Ich würde lieber die Ghostnotes auf der Snare für Variationen hernehmen.


    Und dann klingt dein Solofill am Ende sehr konzentriert, nicht wirklich flüssig. Das geht bestimmt besser. Wie gesagt, Gequengel auf hohem Niveau. :)


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    Es gibt dann noch das Vault Crossover Ride und das AAX Memphis...offizielle Jazzrides sind sicherlich auch die Artisan Lights.


    Die übliche Geschichte: Webseiten checken, rausfiltern, dann nahe gelegene Drumläden auf den interessanten Beckenkreis hin durchsuchen. Und hören. Bei entsprechendem Elan kann man sich diese Becken auch aus ebay aus aller Welt zusammenkaufen bzw. dann wieder verkaufen.


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    Ich musste früher 19% Mwst und 3% Zoll zahlen. Unter einem bestimmten Wert (Damals 40 Euro) fiel das weg. Das betrifft aber nur die Einfuhr aus Drittländern wie z.B. USA.


    Ich würde mir wohl kein Drumset von woanders als Deutschland schicken lassen, denn wenn was damit ist, ist es extrem nervig und auch teuer, das zu managen. Ob man dann noch gutes englisch spricht, um angemessen mit Leuten über Probleme am Telefon zu reden, ist noch eine andere Geschichte.


    Und wenn man dann liest, wie manche Versender mit den ihnen anvertrauten Dingen so umgehen, wird die Entscheidung dagegen noch etwas einfacher.


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    fw, das kann ich so unterschreiben :)


    Das mit dem Sound ist übrigens so eine Sache. Es musste offensichtlich schnell gehen, daher auch so low budget ohne guten Sound und Vorbereitung. Ich vermute, dass diese Bootcamp-Geschichte dahintersteht. Denn TL wird in nächster Zeit wohl kaum wieder soviel Aufmerksamkeit bekommen, wie jetzt.


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    Thomas Lang ist mit Sicherheit der BESTE zeitgenössische drummer...................................................DER WELT!!!! 8) :D


    Jetzt fängt es endlich an, wieder richtig Spaß zu machen. :)


    Ich liebe diese Werbevideos manchmal wirklich. Wie der sich da einen abstottert, um die Vorzüge von DW zu erläutern, offensichtlich komplett unvorbereitet, ist schon witzig. Das könnte man sicherlich auch alles über Mapex Pearl, Tama und Basix sagen. Das Ganze dann per Billigkamera aufgenommen, damit keine endgültigen Schlüsse über den Sound getroffen werden können. 1A!


    Aber es ist auch egal, denn TL gehört eben zu den Drummern, die, ihrem Stil entsprechend, einen kompakten, attackreichen Sound haben wollen. Und das ist ein Stil, der die meisten dieser Superdrummer irgendwann in die progressive Metalecke führt, weil dort deren Spielweise einfach am besten hinpasst. So war es auch beim Minnemann.


    Ich finde das gut, weil die ganze Mühe des Übens so eine Heimat in einem musikalischen Kontext findet. Dann müssen diese Drummer nicht mehr zu selbstkomponierter Grusel-Musik spielen.


    Ich habe mir gerade letztens die Keith Carlock DVD gekauft und bin absolut begeistert. Demnächst kommt eine neue von Stanton Moore, die werde ich mir auch besorgen. Ich glaube, dass Leute wie ich TL und Konsorten einfach nicht so gut finden können (bzw. diese Phase hinter sich haben, wie ich). Das ist nicht schlimm, Geschmäcker sind verschieden.


    Zu Stanton Moore würde kein Bootcamp passen und zu TL kein New Orleans. So ist das eben.


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    Leider macht ein Tag (oder drei) intensives üben nicht sonderlich viel aus. Ich muss aber sagen, dass ich ich mir das so vorgestellt habe wie in dem Video. Und sicherlich ist das im Nachhinein auch eine sehr gute Erfahrung für den ein oder anderen. Der junge Metalfan hat da bestimmt eine ganze Menge von. Und wenn der sich dann später auch anderen Stilen zuwendet, hat er flinke Gliedmaßen, die er musikalisch einsetzen kann. Was ich problematisch finde, ist, dass viele TL-Jünger oft sehr beschränkt auf diese Art des Lernens sind. Ich hatte letztens wieder das Vergnügen, eine kleine Jam mit so jemandem zu machen und es war grauenhaft. Der Typ hat jeden Freiraum mit Doublebass zugeschnattert als wäre es ein Kampf. Und genau das ist der Grund, warum diese Leute später außer im extremen Metal niemand haben will: sie spielen zu aggressiv und zu viel. Das ist eine eindeutige Erfahrung von mir und ich sehe regelmässig sehr viele Schlagzeuger spielen. Wer nicht versteht, dass dieser ehrgeizige Technik-Übungsstil nur EINE Facette ist, wird es - anders als von TL im Rahmen seiner Lehre dargestellt - nämlich gerade nicht ins große Musibiz schaffen.


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    Es ist komisch, aber wenn ich Musik höre, die mich wirklich packt, denke ich zunächst nicht an Soundfragen. Dann denke ich "Klasse Musik!". Ich finde es auch unklug, den Sound beurteilen zu lassen, nachdem alles fertig ist. Welchen Sinn hat das? Konsens herzustellen, weil man sich unsicher ist und fürchtet, es könnte nicht jedem gefallen? So klingt nämlich auch eure Musik. Da fehlt was. Ihr klingt alle, als hättet ihr Angst, was falsch zu machen. Der Sänger wirkt krampfhaft um korrekte Aussprache bemüht. Dadurch hört man aber noch besser die irgendwie nicht stimmigen Texte. Und ich muss mich leider auch rumo anschliessen, denn wenn mich Texte peinlich berühren, ist es mit dem Hörgenuss erstmal vorbei.


    Dies ist natürlich mein subjektiver Eindruck. Mein Tipp trotzdem: mehr Mut, die eigenen musikalischen Fähigkeiten knackiger einzusetzen. Texte mit Botschaft, die nicht klingen als wären sie schon mit "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" im Hinterkopf komponiert worden.


    Und vielleicht doch was zum Drumsound: bei Musik wie eurer würde ich die Obertöne von der Snare nehmen. Die beissen sich nämlich oft mindestens mit dem Gesang, wenn sie nicht bewusst und exakt an den Song angepasst werden.


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    Seien wir mal ehrlich, wer sich als ambitionierter Amateur ein Set kauft, ohne vorher größere Erfahrung in Sachen Sound gemacht zu haben, wird dies nicht innerhalb eines Jahres nachholen. Als ich mich vor ein paar Jahren in die Sache gestürzt habe, wollte ich zunächst unbedingt ein Pork Pie. Gekauft habe ich dann ein Tama Omnitune. Das wurde für mich extra aufgebaut und ich habe getestet usw. Nach kürzerer Zeit habe ich gemerkt, dass das irgendwie nicht das Wahre ist. Set verkauft, zu Justmusic, dort mir über Sonor alle verfügbaren SQ2 Vergleichkessel kommen lassen (netter Service!) und gehört. Gefunden, dass Vintage Buche das Ding ist. War es übrigens auch, es klingt klasse! Erste langfristigere Erkenntnis für mich! Kurze Zeit später als Impulskauf ein Tama Starclassic B/B Hyperdrive (kurze Toms) erwoben. Zusätzlich. Klang auch ganz geil, mir im Vergleich (meine Ohren waren damals dann schon etwas geschult) aber dann zu uncharmant (und zu Bubinga und trendy dann auch). Verkauft. Ebenso etwas später auch das erste, kleine SQ2. Großes SQ2 bestellt, Vintage Buche Bass, Vintage Birke Toms. Das war das Ergebnis aus SQ2 (klein) und Tama B/B Erfahrung. Geiles Kit! Habe ich noch und werde es auch behalten. Dann Spaun Kit gekauft für Metalband. Auch geil, schöner Maplesound, etwas weicher als die SQ2 Toms und etwas weniger artikuliert. Habs aber verkauft, weil Metalband zuende. Da ich eine sehr rege Musikerumgebung habe und viele Bands und Proberäume, mache ich auch oft Vergleiche. Mit DW, Pearl MMX, Yamaha Recording etc...Ich habe schon unendlich viele Felle und Kombinationen ausprobiert, sowohl live als auch in Studios, verschiedenen Unterrichtsräumen usw.


    Fazit: wer die Sache wirklich ernst nimmt und Erkenntnisse haben möchte, kommt selbst mit ein bisschen ambitionierter Musikgeschäfttesterei nicht weiter. Wer auf der Suche nach einem guten Kit ist, wird schnell fündig: alles der großen Marken ab 1000 Euro ist absolut ok und wer gut spielen und stimmen kann, wird damit überall bestehen können. Es sind nur runde Holzzylinder.


    Aber wer seinen eigenen Sound sucht, der kann sich als junger ambitionierter Trommler auf eine lange Reise einstellen. Und ob eine Firma da dann, wie der Fredstarter es formuliert (große Einfluss auf den Markt" oder sonstwas hat, ist völlig egal. Ich empfehle mal, die Seiten großer Studios und deren Drumsetlisten zu checken. Die stecken voller interessanter Erkenntnisse.


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    Pearl ist irgendwie die einzige Schlagzeugmarke bei der ich (seit ich mein MBX damals verkauft habe) nie wieder etwas gesehen habe, was mich anmacht. Die Kits klingen durchschnittlich gut, die Finishes sind teils ok, die Tomhalter finde ich schlecht.
    Ich kenne auch kaum Profis in meiner Umgebung, die Pearl spielen. Es ist so eine Marke, die überall präsent ist, aber keine Ausstrahlung hat. Finde ich...


    Zu deinen Soundvorstellungen: fahre in Drumläden, bilde dich im Netz weiter bezüglich Soundtendenzen. Kaufe dir dann ein Kit mit mitteldicken Birke- oder Ahornkesseln. Da du ja auf Pearl fixiert bist, heissen die Serien für dich dann wohl BRX und MCX oder so (ich steig da nicht mehr durch), jedenfalls die normalen Kessel ohne Verstärkungsringe. Die klingen bestimmt ganz gut und sind auch nicht so teuer. Das Ganze in Masterworks ist dann wohl nen Tausender teurer.


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    mich würde einfach mal interressieren, wie ihr schnelle noten mit einer hand spielt, wie zum beispiel 16tel oder gar 32tel.
    meine technik ist zwar ok, aber ist auf die dauer doch anstrengend, was vor allem live nicht besonders gefällt


    Ich weiß, dass es von Leuten wie dir nicht böse gemeint ist, aber du wirst auf deine Fragen (in einem anderen Fred fragst du danach wie man Becken aussucht) hier keine Antworten finden. Das Internet verleitet dich und andere dazu, zu glauben, dass es auf alles eine schnelle Antwort weiß. Dem ist aber nicht so. Man kann sich Hausaufgaben herunterladen und Leute kennenlernen, aber es sagt einem nicht mit wenigen Sätzen, wie man schnell wird. Die guten Drummer haben das jahrzehntelang geübt. Sie haben zusätzlich Konzerte besucht, ihre Idole persönlich gefragt, Unterricht genommen, gespielt...


    KEINER hat die Abkürzung genommen, auch Jojo Mayer nicht und auch Thomas Lang nicht und auch Tre Cool nicht. Und wenn du Becken haben willst, dann geh auf die Suche! Wenn du dich entwickeln willst, und in etwas wirklich gut werden möchtest, dann richte dich darauf ein, mehrere tausend Stunden mit dieser Sache zu verbringen. Wer dazu nicht bereit ist, wird die ganzen Sachen nicht erreichen, die er gerne möchte.


    Und außerdem sagt die Bezeichnung 16tel oder 32tel ohne eine konkrete Tempoangabe nichts über die Geschwindigkeit aus!


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    Bei der Frage nach einem neuen Snareteppich (leider wird hier relativ oft bei solchen Problemen zunächst der Kauf neuer Teile wie Teppich, Felle usw. empfohlen) schließe ich mich Gerald an, denn der (der Teppich, nicht Gerald ;) )bringt für derartige Problematiken wenig bis nichts. Es ist eine Marketing-Legende, dass ein teurer Snareteppich automatisch das Nachrascheln beseitigt! Ich habe auf meinen Snares (DW Bronze, Ludwig Black Beauty, Wahan Stainless, Sonor SQ2, also alle teuer) Puresounds aller Art, Fat Cats, Canopus, Sonor Soundwires sowie auch Billigteppiche gehabt und in allen Fällen tritt das Nachraschelproblem auf, wenn die im Post oben von mir genannten Bedingungen gegeben sind.


    Natürlich freut sich die Drumindustrie wenn ihre Sachen gekauft werden, aber wer (noch) keine Ahnung vom Stimmen, Spielen und grundlegenden Fragen der Akustik hat, wird auch mit teuren Zubehörteilen nicht glücklich! Wollte ich mal kurz loswerden ;)


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    Die Snare SOLL lauter sein als der Rest vom Set. In der Präsenzhierarchie steht die Snare beim Drumset seit seiner Erfindung an erster Stelle. Sie ist so gebaut, dass sie (jedenfalls subjektiv) höhere Lautstärken erzeugen kann als Toms. Backbeat-orientierte Musik hat die Snare als Mittelpunkt. Sie ist frequenzmässig dort angesiedelt, wo das menschliche Gehör am empfindlichsten ist, nämlich in den oberen Mitten.


    Ich selbst spiele die Toms kräftig an, je größer das Tom, desto kräftiger. Dadurch erzielt man einen homogenen Gesamtsound, abhängig von der akustischen Mitte des Kits, der Snare.


    Die Mitraschelproblematik ist uralt und tritt mit zunehmender Erfahrung beim stimmen zunehmend in den Hintergrund. Das Mitrascheln wird durch sog. sympathische Frequenzen ausgelöst. Beispiel 1: man schlägt auf eines der oberen Toms und die Snare fängt an zu rascheln. Beispiel 2: man schlägt auf die Snare und sie hört kaum auf zu jammern.


    Im ersten Beispiel regt die Fellschwingung des Toms das Resofell der Snare an, welches wiederum den Teppich aktiviert. Im zweiten Beispiel regt der Schlag auf die Snare auch die Felle des Toms an. Diese fangen kaum hörbar an zu schwingen. Die Schwingung reicht aber aus, um den Snareteppich weiter anzuregen. Ein Snaresound mit einer Reihe von sirrenden und pfeifenden Folgetönen ist das Ergebnis. Ich demonstriere das meinen Schülern ab und zu und sie sind immer ganz baff, dass man durch das Abdämpfen des Toms die Snare nebengeräuschfrei bekommt.


    Je nach Situation können die Nebengeräusche entweder egal oder sehr nervig sein. Wer im Studio eine leise Ballade einspielt, wird eine nachjammernde Snare nicht akzeptabel finden. Beim Rockkonzert kann es dagegen sein, dass die Störsounds völlig in den Hintergrund treten. Mich stört es erst ab einer gewissen Intensität.


    Dann stimme ich meistens das Tom etwas um, was es dann auch bringt. Wer nicht stimmen kann, wird da natürlich Schwierigkeiten bekommen, denn ein unsauber gestimmtes Tom entwickelt mehr Obertöne und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass eine dieser Frequenzen Probleme macht.


    Zum Thema stimmen gibt es im Netz diverse Anleitungen und nach ein paar intensiven Jahren an Erfahrung klappt das dann auch recht zielsicher. Nicht umsonst gibt es Spezialisten wie den Nils (s.o.), die sich ausschließlich auf das Thema konzentrieren.


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    Das stimmt, aber ich würde das alles nicht so negativ sehen. Tatsache ist, dass Qualität schon immer etwas teurer war, sei es in Geld oder in Zeit. Man findet tolle Musik und Produkte, aber man muss sie suchen und bereit sein, zu investieren. Ich erwarte nicht mehr, dass mir die Werbung sagt, welche CD gut ist oder welches Gerät qualitativ hochwertig ist. Das meiste, was heutzutage für alle an der Oberfläche sichtbar ist, ist Müll. China-produziert, billig, voll mit Features und Stoffen, deren Auswirkungen keiner kennt. Die aktuellen Charts sind frei von Musik, die aufhorchen lässt, produziert auf schnellen Gewinn. Aber wer sich auf die Suche macht, findet. Es dauert halt ein bisschen aber es geht. Und das Netz hilft da enorm.


    Was leider nicht geht, ist ein sicherer Job und gleichzeitig die Möglichkeit, intensivst an eigener Musik zu arbeiten, von der man dann nahtlos leben kann. Aber es gibt Nischen. Und auch die muss man suchen...


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    Das mit dem abgestumpft würde ich so aber auch nicht sagen. Auch früher hat die Masse nicht Mahavishnu Orchestra gehört, sondern Mainstream. So war das schon immer. Tatsache ist, dass der Interessierte heute im Netz unglaublich viel Gutes findet. Was ich schade finde, ist, dass Musik im Massenbereich immer schlechter wird. Da zeigt sich ganz deutlich die negative Seite der Entwicklung. Ich habe keinen Fernseher und höre auch kein Radio aber wenn ich es mal tue bin ich einfach nur entsetzt ob der geleckten Einfallslosigkeit. Aber ich umgehe das, weil mich der Mainstream nur sehr am Rande interessiert. Manchmal gibts gute Sachen, Jan Delay und Peter Fox machen sicherlich hörenswerte Musik. Aber der große Rest ist Abfall, Unterhaltungsmusik mit kurzer Halbwertzeit und bei der die Identität der beteiligten "Musiker" nur für ein paar Skandalstories zur Ankurbelung des Merchandisings gebraucht wird.


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    "Herr Büscher hat das treffend mit "5x 10% an Leistung von jedem Einzelnen aus der Band ist mehr Wert als wenn ein Label 100% an Aufwand in etwas steckt was selbst 0% an Leistung bietet."


    Diese Sichtweise mag zwar aus bestimmter Sicht stimmen aber sie vergisst, dass die Band ja die Musik macht. Davon abgesehen, stimmt das vermutlich, was der Videomann sagt. So habe ich es selbst auch gerade erfahren. Wer sich heutzutage nicht selbst vermarkten kann, hat eigentlich schon verloren. Das Traurige daran ist, dass viele wirklich gute Musiker dazu nicht in der Lage sind, während andere keine gute Musik machen, sich aber medial gut in Szene setzen.


    Andererseits muss man eben auch sehen, dass der Herr in dem Video schon etwas älter ist und die Zeiten sich ändern. Warum soll eine Plattenfirma eine Band von Grund auf betreuen und aufbauen, wenn jeder übers Internet heute die Möglichkeit hat, sich zu verbreiten und der Homerecordingbereich immer professioneller wird? Dazu kommt, dass man sich die meisten Bands heute im Netz bei myspace und youtube ansehen kann und wenn ich ehrlich bin, würde ich davon den allermeisten auch keinen Plattenvertrag geben.


    Diese Labelgeschichte ist für viele nämlich auch eine willkommene Ausrede für mangelndes musikalisches Können. Und man hört doch die Musik, die man mag. Über Mangel kann ich mich nicht beklagen. Ich entdecke übers Internet ständig total klasse Musik: innovativ, modern, frisch. Das meiste davon wird vermutlich niemals die Massen erreichen wie zB Nirvana damals aber so ist das nunmal.


    Als Musikfreund wende ich auch recht viel Zeit dafür auf, gute Musik zu finden. Ich verfolge die Arbeit bestimmter Musiker die ich mag und checke, wo die überall gespielt haben und kaufe mir dann deren Musik. Die ist dann meist nicht auf großen Labels erschienen.


    Ich persönlich vermisse weder große Lables noch gute Musik. Das Internet hat die Zeit verändert und dass jemand wie Prince heutzutage nicht mehr einfach so durch ein großes Label aufgebaut werden würde mag stimmen. Stattdessen würde er über youtube und myspace bekannt und würde seinen Weg machen. Denn man darf nicht vergessen: berühmt werden die großen Leute neben ihrer Musik auch durch ihre Entertainmentfähigkeiten und ihr Charisma. Und da bietet das Inernet einfach sehr viele Entfaltungsmöglichkeiten.


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    Das ist ja nett, vielen Dank!


    Es ist immer recht schwer, so auf Distanz was zu empfehlen, besonders, wenn man die Person gar nicht kennt.


    Aber bei mir ist es so: ich übe fast ausschließlich Dinge, bei denen ich erwarte, dass sie mich musikalisch weiterbringen. Heisst, die Sachen sollen irgendwann am Set gut klingen und mir Dinge ermöglichen, die ich ohne nicht könnte. Wenn ich du wäre und diese Ridepatterns bereits mit rechts gut spielen könnte, würde ich mir überlegen, ob ich sie auch noch mit links üben würde oder doch lieber etwas, was ich noch gar nicht könnte.


    Wenn es dir aber primär um die Übung für die linke Hand geht, könnte es sehr gut funktionieren, weil du ja bereits im Kopf hast, wie die Sachen klingen, wenn sie gut gespielt sind (also mit rechts). Und um ehrlich zu sein, bin ich absolut kein Beidhänder am Set. Wenn es auf der Hihat vertrackt wird, spiele ich die mit der rechten. Das gleiche gilt dann für die Snare. Ich bin allerdings mittlerweile soweit, dass ich nicht mehr drüber nachdenke, welche Hand führt, es passiert nach Gefühl, also automatisch.


    Tendenziell spiele ich aber mehr über Kreuz.


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