Eine A-Gitarre ist eine Gitarre. Eine E-Gitarre ist auch eine Gitarre!
Hallo,
das muss man in einem Drummerforum nicht diskutieren.
Wer Flamenco mit der Strat spielt und die Hendrix-Coverband
mit einer unverstärkten (und auch unverzerrten) Wandergitarre
absolvieren möchte, bitteschön, interessant ist das allemal,
aber eben eine ganz andere Musik, ob nun gut oder schlecht,
ist Geschmackssache, aber anders, das sollte eigentlich unstrittig sein.
Unser Keyboarder kann auch Bläser imitieren, wenn die richtigen
Bläser da sind, klingt es anders und ich will gar nicht erzählen, was
das für ein Theater war, als auf der Bühne ein Flügel stand, so einer
mit Saiten.
Ich kann auch mit meinen RotoToms Pauken imitieren, klingt halt
armselig.
Warum spielt eigentlich im Orchester keine E-Geige?
Gibt es doch auch und es ist eine Geige, oder?
Die scheiß Harfe ist auch immer so schwer zu tragen, da gibt es
doch bestimmt auch so einen VSTi?
Es ist halt immer die Frage, welche Ziele man verfolgt.
Wenn es darum geht, ohnehin möglichst künstliche Klänge zu
erzeugen (ordentlich komprimierter Metal?), dann kann man
schon mal auf Ideen kommen, die ohne Strom nicht gehen.
Auch für gewisse Avantgarde-Elektriker (die 1980er Jahre
lassen grüßen) war der Strom wichtig.
Aber diese albernen Vergleiche gehen mir auf die Nüsse.
(natürlich nur virtuell!)
Es gibt elektronische Musik und es gibt akustische Musik,
dass man mit ersterer letztere perfekt imitieren will, ist
so sinnvoll, wie am perfekten Roboter zu bauen, der
besser Fußball spielt als Rubenbauer und besser kocht
als die Uroma und dabei auch noch besser singt als
Carrera.
Was soll denn diese Elektroutopie?
Ich finde das genauso albern, wie Becken zu verkaufen,
die angeblich wie elektronische Klänge klingen
oder Trommelhölzer, die naturally equed sein sollen.
Das ist und bleibt Unfug.
Letztendlich geht es hier ja ohnehin nur darum,
hintenrum die Dienstleistung an den Mann zu bringen,
aber das merkt ja keiner, weil sich alle am Vorwand
abarbeiten.
Grüße
Jürgen